JBBL - Knappe Auftaktniederlage gegen IBBA

Montag, den 17. Oktober 2011 um 14:55 Uhr
66:69 steht am Ende auf der großen Anzeigetafel in der Sporthalle Charlottenburg. Die JBBL Mannschaft des DBV Charlottenburg hat soeben das erste Heimspiel der neuen Saison gegen den Stadtrivalen IBBA verloren. Dabei startete man gut ins Spiel. Durch gute Verteidigung und eine hohe Trefferquote führte man schnell 14:6. Nach einer Auszeit erhöhte die IBBA aber den Druck und kam so zurück ins Spiel. Schnell hatten beide Mannschaften die Teamfoulgrenze erreicht und so prägten vor allem Freiwürfe die zweite Hälfte des ersten Viertels. Insgesamt standen beide Teams in den ersten zehn Minuten 34 mal an der Linie. Einen Vorsprung konnte sich hier keine der beiden Mannschaften erarbeiten und so ging es beim Stand von 28:28 in den zweiten Spielabschnitt.
Im zweiten Viertel gestaltete sich das Spiel nun offen. Verlegte Korbleger und eine schwache Trefferquote auf beiden Seiten sorgten dafür, dass beide Mannschaften offensiv aus dem Tritt gerieten. Keine Mannschaft konnte sich absetzen und so ging es mit 41:40 für den DBV in die Pause.
Die junge Mannschaft der IBBA startet konzentrierter in die zweite Halbzeit und konnte sich schnell auf neun Punkte absetzen (47:56). Durch viele einfache Ballverluste und mehrere Gelegenheiten zu Dreipunktspielen machten die Charlottenburger sich dabei in dieser Phase selbst das Leben schwer. Aber noch gab man sich nicht geschlagen und so konnte man bis zum Ende des dritten Viertels den Vorsprung auf 4 Punkte reduzieren.
Beim Stand von 52:56 aus Sicht des DBV ging es in den letzen Spielabschnitt. Das Spiel entwickelte sich nun zu einem echten Krimi. Beide Teams punkteten vor allem durch Einzelaktion. Die Nervosität war allen Spielern deutlich anzumerken. Eine Minuten vor Schluss – beim Stand von 64:64 – die Entscheidung: Maximilian Schmidtke trifft einen wichtigen 3er für die IBBA. Nach zwei vergebenen Freiwürfen auf der Gegenseite erhöht die IBBA auf 69:64. Das erste Heimspiel war verloren. In den letzten Sekunden erwiesen sich die Jungs der Basketballakademie dann auch noch als abgebrühter und vermieden durch Pass-Stafetten geschickt das „Stop-the-clock“- Foul. Ein letzer Korbleger des DBV setze den Schlusspunkt unter eine spannende Partie, die auch anders hätte ausgehen können.
Beide Teams mussten in der Partie auf einige Spieler verzichten. Bei den Charlottenburgern mussten vor Spielbeginn noch sechs Spieler vom Physiotherapeuten behandelt werden um überhaupt auflaufen zu können. Mit David Schneider-Hartwig und Abdelaziz Hadiden fehlten zudem zwei weitere wichtige Spieler vollständig. Dennoch will Headcoach Stephan McCollister das nicht als Ausrede gelten lassen. „Wenn man 27 Ballverluste hat und 24 Offensivrebounds zulässt kann man so ein knappes Spiel nicht gewinnen“, nimmt der Trainer seine Mannschaft in die Pflicht.
Nun hat die Mannschaft eine Woche Zeit diese Fehler abzustellen, ehe es am nächsten Wochenende nach Braunschweig geht. Spielbeginn ist im 13:15 am Landeshuter Platz.