NBBL | AB Baskets zittern sich zum Sieg gegen Metropol Baskets

Die AB Baskets starteten am vergangenen Sonntag mit einem Sieg (78:74) über das Schlusslicht Metropol Baskets Ruhr ins neue Jahr und machten einen wahrscheinlich entscheidenden Schritt in Richtung Playoffs. Mit dem dritten Heimerfolg der Saison und einer Bilanz von fünf Siegen und drei Niederlagen klettern unsere Jungs auf Platz drei der Tabelle und bauen den Vorsprung auf den siebten Platz auf sechs Punkte aus.

AB Baskets überzeugen zum Start

Die Berliner legten den Grundstein für das Happy End schon im ersten Viertel: Der Ball lief gut durch die Reihen, schöne Kombinationen, die Fehlversuche wurden durch viele Offensivrebounds korrigiert und die Gelegenheiten zu einfachen Punkten eiskalt ausgenutzt.
 
In der Defensive profitierte man von den vergebenen Abschlüssen am Korb und bekam so einfach Punkte im Fastbreak, obwohl man den Gegner nicht richtig unter Druck setzte und die Würfe zu wenig verteidigt wurden. „Der Start war für uns sehr trügerisch, Metropol war ungewohnt passiv und wir haben sehr einfach gepunktet. Das hat sich das ganze Spiel über auf unsere Verteidigung ausgewirkt. Wir waren viel zu unaggressiv, haben Ihnen die Würfe gestattet die sie haben wollten und dafür haben sie viel zu gute Schützen in ihren Reihen„, kommentiert Headcoach Arvid Thamm nach der Schlusssirene. Was im ersten Viertel noch gut ausging, sollte dann im Laufe des Spiels Thema werden.

Metropol nutzen lasche Verteidigung

Und zwar gleich nach der ersten Viertelpause. Da die Offensive zum Teil ins Stocken wegen vergebener Korbleger und weiterhin niedriger Wurfquoten von außen geriet, war ein besseres Verhalten in der Defensive gefordert. Das sahen allerdings unsere Jungs nicht so ein und setzten den Plan, die Ruhrpottler immer wieder zum Drive und zu Entscheidungen zu zwingen, nicht wirklich um. Die Metropol Baskets bekamen durch einige erfolgreiche Dreier Selbstsicherheit und verhinderten durch die präziseren Würfe auch die Fastbreaks der Hausherren, sodass das Spiel sich wieder zu einer engeren Kiste entwickelte. Die Gäste versuchten mit der Zonenpresse noch mehr Sand ins Getriebe der AB Baskets zu streuen und kämpften sich dadurch endgültig heran. Zur Halbzeitpause betrug der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten nur zwei Punkte (38:36 für die AB Baskets).

3. Viertel: Die AB Baskets setzen sich ab

Die zweite Halbzeit begann mit einem regelrechten Schlagabtausch, beide Teams punkteten abwechselnd, nur phasenweise bekam unser Team Defensiv etwas Zugriff auf das Spiel. Das Rebounding trug wieder Früchte und endlich fielen auch die ersten Treffer von Downtown. Die gute Reaktion nach den Schwierigkeiten des zweiten Viertels wurde im Endeffekt gut belohnt, doch davon blieb am Ende des Abschnitt nur eine 5-Punkte-Führung übrig (58:53), da die fahrlässige Verteidigung der Dreier dem Gegner einige wichtige Treffer erlaubte.
 
Als die Defensive sich im Schlussviertel wieder steigerte, hatten die AB Baskets die große Chance, einen ungefährdeten Sieg in den sicheren Hafen zu bringen. Ein Dreipunktespiel und ein Dreier von Marrero Perez leiteten eine Phase der Berliner Dominanz ein, die zu Mitte des Viertel zu einem zweistelligen Vorsprung führte (74:59).
 
Das letzte Wort war dennoch immer noch nicht gesagt. Unsere Offensive fing dann an, fahrlässig mit ihren Chancen umzugehen, vergab einfache Korbleger und konnte einige Ballgewinnen nicht verwerten. Auf der anderen Seite warfen die Gäste noch alles in den Pott und kamen wieder auf vier Zähler heran.

Am Ende doch noch spannend

Am Ende retteten unsere Jungs die Führung über Zeit und gewannen nicht unverdient das wichtige Spiel gegen den Abstieg. “ Wir wussten vorher, dass es für Metropol um alles geht. Obwohl sie immer noch Sieglos sind hat sich das Team um Thorsten Morzuch noch nie ergeben. Respekt an die Metropol Baskets die sich nie aufgegeben haben und auch 3 Minuten vor Schluss bei -14 Punkten noch an sich geglaubt und uns nochmal extrem unter Druck gesetzt haben“, so Arvid.
 
Es spielten für die AB Baskets: S. Fejer, O. PINAR (19), L. BRIESEMEISTER (15 Punkte, 7 Rebounds), B. Marrero Perez (6), K. NSonde, F. VON SALDERN (4), D. Bacik (3), S. Karras, L. HAMPL (19 Punkte, 9 Rebounds), S. Müller (5), B. Özdemir (2), M. JOVANOVIC (5)