JBBL Playoffs | Am Ende fehlte das Quäntchen Glück

Am 10. März kam es um 13:30 zum ersten Aufeinandertreffen mit den Sharks Hamburg. Der Start in JBBL-Playoffs!

Unsere Jungs reisten früh nach Hamburg, immerhin waren es drei Stunden Fahrt. Zum Glück verlief die Anreise unkompliziert. Im Vorfeld erlebten die beiden Coaches eine durchwachsene Trainingswoche, erst beim Abschlusstraining am Freitag war die Mannschaft komplett anwesend und trainierte durchgängig mit hoher Intensität. Besonderes Augenmerk lag natürlich in der Vorbereitung auf den Gegner, sodass man vor allem defensiv sich etwas anpasste und auch offensiv ein paar Neuheiten einführte.

Elyas erzielt die ersten Playoffs-Punkte

Das Spiel wurde schnell von zwei Punkten durch Elyas eröffnet. Kurz danach zog er mit einem erneuten Zug zum Korb das erste Foul und verwandelte einen seiner beiden Freiwürfe. Die Sharks taten es ihm mit den Freiwürfen gleich, dann folgte eine etwas hektische Phase mit wenig Treffern und den ersten Turnovern auf beiden Seiten. Erst in der vierten Minute konnte Rouven die nächsten Punkte für das Team markieren. Nach erneutem Hin und Her und drei Punkten der Gastgeber, die auf 4:5 verkürzten, trafen erst Sananda und daraufhin Cedric und bauten die Führung aus. Danach ging es im Wechsel weiter, wobei auf Seiten der Charlottenburger vor allem Elyas offensiv den Ton angab und noch weitere sechs Punkte durch Korbleger traf.

Gute Rebound-Arbeit, aber zuviele Ballverluste

Besonders auffällig war schon jetzt, wie unsere Jungs kämpften und auf beiden Seiten des Feldes alles gaben. Zehn Defensivrebounds spiegeln wieder, mit welcher Entschlossenheit sie den Ball haben wollten und dem Gegner keine zweiten Chancen zulassen wollten. Leider kamen aber auch schon ganze neun Turnover dazu.Die Turnovers sprach Headcoach Patrick Deitel in der Viertelpause an, die Jungs waren also vorgewarnt, auf den Ball besser aufzupassen. Das zweite Viertel eröffneten die Hamburger mit vier schnellen Punkten, worauf hin wir einen kleinen 6:0-Lauf starteten und den Coach der Sharks zu seiner ersten Auszeit zwangen. Im Anschluss daran konnten die Gastgeber nur zwei Punkte erzielen und kassierten weitere sieben.

Zweistellige Vorsprung für den DBV zur Halbzeit

Die Wurfquote der Gastgeber war ausschlaggebend für die klare 18:30 Führung zur Halbzeit, aber auch, weil unsere Jungs sehr bissig agierten. Sananda holte in dem Viertel sieben Rebounds (am Ende kam er auf 19!), Thorben vier. Leider erhöhte sich die Turnoveranzahl zur Halbzeit auf 17 und trotz des Vorsprungs ärgerte man sich jetzt schon über die vielen vergebenen Freiwürfe (3/9 in Halbzeit eins).In der Halbzeitansprache wurden die Charlottenburger davor gewarnt, dass die Sharks kämpferischer aus der Pausen kommen würden. So kam es auch gleich zu Beginn des dritten Viertels. Die erste Minute war etwas chaotisch, danach folgten erst zwei Punkte durch Hamburg, dann zwei Punkte durch Elyas und darauf sechs Stück innerhalb zwei Minuten vom Gastgeber. Auszeit Berlin. Defensiv war den Jungs vor allem mangelndes Box-Out vorzuwerfen, Offensiv ganz klar die vielen Ungenauigkeiten beim Passen.

Der Vorsprung schmilzt

Aber nichtsdestotrotz blieben alle positiv und motivierten sich gegenseitig. Anton scorte nach der Ansprache prompt und auch vom darauf folgenden (ersten) verwandelten Dreipunkte-Wurf der Gastgeber ließ man sich nicht beeindrucken. Jonas zog ein Foul und traf einen von zwei, es stand nun 30:35. Dann folgte der Turnaround, die Gäste hatten einen 8:0-Lauf, davon vier Punkte aus Freiwürfen. Auch wir konnten nochmal antworten, holten uns durch Jannis und Sananda die Führung kurzzeitig zurück, ehe die Gastgeber erneut von Downtown trafen. In der letzten Minute wechselte die Führung aber erneut und es stand 40:41. Wir führten knapp. Das Viertel war geprägt von schwacher Defense (die wenigsten Rebounds geholt, die meisten Fouls begannen) und Unkonzentriertheiten in der Offense (acht weitere Turnover, viele davon im Spielaufbau).

Letztes Viertel wird zum Krimi

Das letzte Viertel begann sehr ähnlich wie das dritte: die Gastgeber eröffneten mit zwei Punkten und einem erneuten Führungswechsel, Elyas wollte verkürzen, aber vergab seine Freiwürfe, die Gegner trafen zwei Feldkörbe und einen Freiwurf, Auszeit DBV. Danach zeigten die erfahrenen Spieler Verantwortung und scorten im Wechsel (Jonas, Sananda, Cedric). Nach zwei Punkten durch die Sharks war es erneut Cedric, der scorte und auf 49:48 verkürzte. Das Spiel ging noch vier Minuten, aber war jetzt schon ein echter Krimi. Beide Teams spielten recht hektisch, wobei die Hamburger etwas cooler blieben, trotz ihrer extrem schwachen Wurfquote (insgesamt nur 20/80 aus dem Feld). Ein wichtiger Korbleger erhöhte ihre Führung erneut, Jannis traf im Umkehrschluss seine beiden Freiwürfe zum 51:50. Es waren noch zwei Minuten zu spielen, in dem beide Teams sich eine Fehler leisteten, bis die Sharks den entscheidenden Korb erzielten (53:50). Die Coaches nahmen eine Auszeit und berieten sich kurz. Am Ende waren sie sich dann einig, mittels eines Dreipunkte-Wurfs ausgleichen zu wollen. Es waren noch 14 Sekunden zu spielen. Der Einwurf nach der Auszeit erfolgte im Vorfeld, fast warf man diesen weg. Neuer Einwurf, diesmal erfolgreich, Cedric übernahm den Spielaufbau und passte aus einem Doppelblock auf Thorben, der seinen ersten Versuch von der Dreierlinie nahm: in-and-out. Der Rebound landete direkt in Sanandas Armen, der direkt auf Thorben rauspasste. Es waren noch 1,5 Sekunden, sodass nichts mehr blieb als sofort abzudrücken. Auch diesmal sprang der Ball nur auf den Ring und wieder raus, die Sirene ertönte. Das Spiel war knapp verloren.Eine bittere Niederlage nach einem spannenden Schlussspurt. Trotzdem wissen die Jungs um ihre Stärke und werden intensiv an ihren Schwächen arbeiten, um diese in Spiel zwei abzustellen und ein drittes, entscheidendes Spiel zu erzwingen. Doch dafür brauch es auch eure Unterstützung: am Sonntag, den 17.03.19 um 12:30 in der Sporthalle Charlottenburg!

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Tim, Rouven (9 Punkte), Elyas (15 Punkte), Cedric (8 Punkte, 4 Rebounds, 2 Steals), Fabian, Anton (4 Punkte, 2 Rebounds), Sananda (6 Punkte, 19 Rebounds, 2 Assists, 1 Steal, 9 Blocks!), Jonas (2 Punkte, 2 Assists), Thorben (8 Rebounds, 1 Steal, 1 Assist), Jannis (4 Punkte, 4 Rebounds, 1 Steal), Lucas (2 Punkte)