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Auf einen Kaffee mit… Siddhartha Kastens (FSJler)

Siddhartha Kastens erzählt von seinem FSJ beim DBV Charlottenburg

Nach der Schule… „etwas mit den Medien“? „Nicht schlecht, aber Soziales finde ich besser“, flüsterte die innere Stimme dem unentschlossen 18-Jährigen Siddhartha Kastens. Deshalb traf er die Entscheidung, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. „Etwas mit Basketball“, forderte die innere Stimme. Er ging ihr nach und kreuzte Wege mit unserem Verein. Seit Mitte September ist Siddhartha Teil unserer Familie. Höchste Zeit, ihn besser kennenzulernen.

Hallo Siddhartha, unser Gespräch fängt mit einer für dich sicher ganz neuen Frage an. Wie findest du das gleichnamige Buch von Hermann Hesse?
Eine Frage, die mir noch keiner gestellt hat (lacht und winkt, AdA) und mich dazu zwingt, ein erstes Geheimnis zu lüften. Das Buch fand ich damals – in der Schulzeit – gut, aber ging verloren als ich nur die Hälfte gelesen hatte und ist nie wieder aufgetaucht. Dennoch kenne ich die Geschichte gut: Meine Mutter hat mir davon erzählt – und erklärt, warum sie mich nach ihm genannt hat – und ich habe auch ein paar Filme gesehen. Vielleicht ist es an der Zeit, den Kreis mit dem Buch zu schließen.

Siddhartha war – anders als die vorherige Frage – einzigartig. Was habt ihr gemeinsam?
Mich fasziniert die Namenbedeutung: Derjenige, der seine Ziele erreicht. Das strebe ich auch an und versuche, die nötige Kraft dafür einzusetzen.

Was sind denn diese Ziele?
Am Ende dieses FSJ beim DBV Charlottenburg will ich allen Leuten, denen ich begegnet bin, etwas gegeben haben, so dass sie sich künftig an mich mit einem angenehmen Gefühl erinnern. Langfristig ist die Reise ins Leben die große Baustelle. Sie möchte ich mit der Wahl des richtigen Studiengangs anfangen. Etwas mit Sport (also keine Medien…) – wie Sport- oder Fitnessmanagement – womit man auch außerhalb der Sportwelt tätig sein kann. Das ist mein langfristiges Ziel.

Ist dein FSJ nun ein Schritt auf dem richtigen Weg?
Durchaus. Engagement ist das Zauberwort. Letztes Jahr habe ich im Wedding Sozialarbeit geleistet und ein Freund hat mich in diesem Zuge auf die Idee gebracht, die Erfahrung in einem Verein fortzusetzen. Beim DBV kann ich hinter die Kulissen eines Sportvereins blicken und selber einen Blick aus einer anderen Perspektive entwickeln. Beispiel: Als Spieler denkt man immer, die Arbeit der Trainer sei nicht so schwierig. In diesen ersten Monaten ist mir bewusst geworden, wie viel Arbeit dahinter steckt: das Niveau der Spieler einschätzen, deren Stärken und Schwächen, die Übungen anpassen, die Psychologie. Man bekommt als Spieler davon kaum etwas mit. Ich freue mich auch auf die kommenden Aufgaben in der Geschäftsstelle.

Was sind deine Pflichten in diesem Jahr?
Ich muss am Ende des Jahres ein Projekt vorlegen, das mein Engagement im Verein belegt. Ansonsten meine Stunden leisten und… die Vorgesetzten zufriedenstellen.

Was bringst du aus deiner Erfahrung im Wedding mit?
Eine Anmerkung vorab: der Wedding ist gerade im Wandel und entfernt sich allmählich von dem Bild des Arbeiterviertels, das ihn lange geprägt hat. Dennoch bleiben einige Brennpunkte und genau in einem von diesen habe ich letztes Jahr meine Sozialarbeit geleistet. Sport ist für die Jugendlichen und Kinder sehr wichtig. Er ist der Türöffner zu deren Seele. Man kann damit Vertrauen schaffen und sich besser über das Alltagsleben unterhalten. Was wiederum bedeutet, ihnen andere Ratschläge geben zu können, als diejenigen, die sie sich im Freundeskreis holen könnten.

Mit welchen Teams bist du unterwegs?.
Ich bin im Kader der U20 und trainiere die U18.2 und die U16.3. Es sind beides Teams, die mir echte Freude bereiten. Bei der U18.2 sind meistens Spieler dabei, die bislang Basketball nicht als Hauptsportart betrachtet hatten, und man sieht, wie viel Spaß sie daran haben. Bei der U16.3 hängt die Messlatte höher: Ich hoffe, einige von denen können sich in diesem Jahr gut entwickeln und in Zukunft vielleicht den Sprung in die NBBL-Mannschaft schaffen.

Dem Sprung in die NBBL warst du selbst auch sehr nah, obwohl du spät angefangen hast.
Zweites Geheimnis enthüllt. Ich war am Anfang ein überzeugter Fußballer und fand das Ballwerfen doof. Dann kam die Erleuchtung durch einen Schulkameraden und ich bin zum Basketball gewechselt. Zunächst als Big Man, weil ich der Größte war, dann als Guard. Ich hatte mir als Ziel gesetzt, alles zu tun, um Jugendbundesliga spielen zu dürfen und habe allein an meinem Wurf und meinem Ballhandling gearbeitet. Vor anderthalb Jahren hätte es sogar geklappt, eine Knieverletzung verhinderte diesen Schritt. Aber das hat mir die Lust am Basketball nicht verdorben.

Siddhartha, vielen Dank für das interessante Gespräch. Willst du vielleicht als Letztes unseren Lesern etwas sagen?
Erst einmal: Vielen Dank für das Interesse am DBV, dem FSJ und mir als Person. Und zweitens: „Niemals vergessen: BALL IS LIFE“.

Auf einen Kaffee mit… Reza Ghasseminia und Oscar Wieland

Das erste Mal vergisst man nicht. Erst recht, wenn man bis zur allerletzten Sekunde um den Sieg zittern muss. Und redet lieber darüber, auch wenn inzwischen schon ein weiteres Spiel absolviert wurde. Ein Wechselbad der Gefühle hat Reza Ghasseminia und Oscar Wieland in der JBBL willkommen geheißen. Und wir stellen die beiden offiziell mit diesem Kaffeeinterview in unserem Verein vor. Basketball in allen seinen Facetten erwartet uns. Auf geht´s.

Im ersten Bundesliga-Spiel gegen Göttingen ist das Team besser gestartet, hat den Faden verloren, aufgeholt, gezittert und am Ende gejubelt. Wie habt ihr euch gefühlt?

Reza: Unglaublich stolz.

Oscar: Sehr froh. Vor allem, weil sich die Jungs tierisch gefreut haben. Wenn man zum Auftakt so ein knappes Spiel für sich entscheidet, bekommt man auch einen Motivationsschub.

Was behält man beim Auftaktspiel im Blick?

Reza: Alle müssen das Gefühl bekommen, auf dem Feld eine wichtige Rolle zu spielen und ihre Nervosität ins Positive umzuwandeln. Das gegenseitige Vertrauen entwickeln, egal ob es schlecht läuft oder gut. Die Spieler wissen, dass die Coaches Herr der Lage sind und sie sich dem Konzept unterordnen müssen.

Oscar: Im ersten Spiel setzt man ein Zeichen für die ganze Saison. Wenn die Einstellung stimmt, wenn das Team richtig Gas gibt, wenn Intensität und Teamplay vorhanden sind, hat man ein Spiel, worauf man in der Zukunft bauen kann. Es ist wichtig, dass das Fundament für die Saison gut geleg!t wird, damit dann das ganze Haus nach den gewünschten Prinzipien gebaut wird.

Trainer+CoTrainer=Liebesbeziehung?

Reza: Es muss definitiv eine harmonische und intensive Kommunikation vorhanden sein. Findet der Austausch zwischen Co-Trainer und Headcoach nicht statt, gibt es am Ende auch keinen Erfolg. Wenn es sich zu einer Liebesbeziehung entwickelt, wird meine Freundin etwas eifersüchtig werden, aber das muss sie dann mit Oscar klären (winkt und lacht). Aber ´nen Gutenachtkuss habe ich leider noch nicht von Oscar bekommen. (lacht)

Oscar: Ich kann mich nur anschließen – der guten Beziehung halber (lacht). Vieles erinnert an eine Liebesbeziehung: Man muss natürlich zwischenmenschlich passen sowie eine ähnliche Vorstellung haben. Die dritte Säule ist das gegenseitige Vertrauen: wenn es nicht da ist, wird dies aufs Team übertragen. Auf der anderen Seite sind Meinungsverschiedenheit und Kontrast wichtig, damit wir selbst und die Jungs zwei Sichten bekommen und die Informationen besser verarbeiten können. Telefonieren mit Reza tue ich tatsächlich häufiger als mit anderen Leuten. Dennoch hat das noch zu keinem Gute-Nacht-Kuss geführt: den muss er sich erst mal verdienen.

Euer erstes Date? hm… Treffen?

Reza: U14, Gruppenphase der Norddeutschen Meisterschaft 2014 in Oldenburg. Braunschweig gegen TuSLi. Ich war Trainer bei Braunschweig, Oscar bei TuSLi.

Oscar: Alles richtig. Reza hat nur eins „vergessen“: Wir haben das Spiel gewonnen und uns am Ende für die Zwischenrunde zum Final 4 qualifiziert, Braunschweig ist ausgeschieden. Auf das zweite Treffen haben wir dann ein Jahr warten müssen: als er nach Potsdam zog, haben wir uns ab und zu flüchtig gesehen. Und jetzt sitzen wir nebeneinander an der Seitenlinie.

Das ist euer erstes Jahr beim DBV Charlottenburg. Was sind eure bisherigen Stationen gewesen?

Reza:Ich habe mit sechs bei TKG Hannover mit Basketball angefangen und bin dann mit 14 nach München gezogen, wo ich bei DJK Sportbund München als Point Guard gespielt habe. Die dritte Station war Braunschweig. Eine entscheidende Phase, denn mit 18 wurde mir klar: ich will führen, lenken und Trainer werden, zumal ich als Spieler niemals vom Basketball hätte leben können. Ich bin diesem Traum und dieser Herausforderung zugleich nachgegangen und konnte dank Frank Lagerpusch rasch in der Welt des Leistungssports – von U10 bis U16 – Fuß fassen. Seit letzter Saison bin ich nun in Berlin. Ich bin sehr dankbar und stolz, dass Johannes Schwarz letztes Jahr mit mir in der JBBL von TuSLi zusammenarbeiten wollte. Auch der BBV hat mich immer inspiriert und motiviert, im Berlin zu bleiben. Mit Robert Bauer als Landestrainer ist man hier sehr gut aufgehoben, um sich weiter zu entwickeln, da er zu den besten Jugendtrainern in ganz Deutschland gehört.

Oscar: Basketball habe ich mit 12 kennengelernt. Ein Freund von mir hat mich zum Training überredet und die Sportart fand ich sofort geil (wo haben wir diese Geschichte schon gehört? Ah, hier!). Die Jugendteams habe ich beim Kooperationspartner RSV Eintracht Stahnsdorf durchlaufen und währenddessen auch beim SSC Südwest U20 und BAB mit Doppellizenz gespielt. Als ich „Herr“ wurde, bin ich zu TuSLi gewechselt, habe ein Jahr in der Schillerstraße unter Axel Rüber für die Spielgemeinschaft DBV/TuSLi gespielt und letztes Jahr ein tolles Jahr beim USV Potsdam erlebt. In dieser Saison teile ich mein Engagement zwischen TuSLi, wo ich noch in der 2. Regio spiele und die U12 trainiere, und der JBBL des DBV Charlottenburg. Meine Trainerkarriere hat übrigens in Lichterfelde angefangen, zunächst als Assistent von Johannes Schwarz und dann als Headcoach der U11 und später der U16/U18.

Und wie gefällt es dir nun beim DBV Charlottenburg?

Reza: Ich glaube, der DBV ist auf einem guten Weg ein Aushängeschild in Sachen Jugendbasketball zu werden, gespickt mit sehr vielen talentierten Trainern. Meine Trainerkollegen sind super sympathisch und mit Stephan McCollister hat man auch einen sehr guten Lehrer und Mentor. Im Großen und Ganzen fühle ich mich sehr wohl.

Oscar: Es gefällt mir gut. Was mir ins Auge sticht, ist dass sich die Teams untereinander sehr gut verstehen. Jeder Spieler ist hilfsbereit und will dabei sein zum Anfeuern, auch wenn er nicht spielen kann.

Dein Lieblingsspielzug?

Reza:Ich stehe auf sämtliche Alley-oop-Spielzüge. Ein Alley-oop ist wie die Jagd einer Raubkatze. Wenn es geschieht, kann man nichts tun. Nicht mal zuschauen, denn es passiert plötzlich und spielt sich hinter deinem Rücken ab.

Oscar:Hm, ich war nicht auf die Frage vorbereitet (alle lachen). Können wir nicht einfach weiter machen? (Na klar, keiner wird das erfahren, ndA)

Du kannst Dennis Schröder oder Dirk Nowitzki in deinen Kader holen. Für wen entscheidest du dich?

Reza: Dennis Schröder. Ihm kann man noch viel beibringen, sowohl sportlich als auch menschlich.

Oscar: Dann muss ich wohl Nowitzki picken (lacht). Seine Arbeitsmoral hat mich immer fasziniert: Er hat sich ein Ziel gesetzt und darin so viel Zeit und Kraft investiert, bis er es geschafft hat. Was er und seine Mavericks 2011 geleistet haben ist der absolute Hammer. So ein Triumph kann man ihm nur gönnen. Ein Vorbild für alle jungen Spieler.

Zurück nach Europa. Nach Berlin. Wie findest du die Stadt?

Reza: Berlin ist schön und aufregend. Und schmeckt. Ich glaube, ich habe mich hier in die Dönerläden verliebt.

Oscar: Die Stadt mag ich. Mir gefällt ihre Größe. Berlin ist – für eine Metropole – überschaubar. Paris kam mir viel größer und unübersichtlicher vor. Und mir gefällt ihre bunte Mischung: man begegnet allen Menschentypen, von den spießigen bis hin zu den Freaks und allem, was dazwischen ist.

oscar_reza_bericht_1Was ist besser in Berlin als in deinem Heimatort?

Reza: In Berlin gibt es einfach viel bessere Restaurants. Dennoch ist München einfach die schönste Stadt und ich fühle mich dort einfach noch wohler. Ich glaube, es gibt immer die eine Stadt, die dich prägt und wo du immer zurückkehrst, um Kraft zu tanken.

Oscar: Ich wurde in Berlin zwar geboren, aber habe 16 Jahre in Kleinmachnow gelebt. In Berlin ist der öffentliche Verkehr wesentlich besser (Oscar kam mit der Ringbahn, also hat Ahnung, ndA). In meiner Heimat musste ich oft nach dem Training eine Stunde auf den Bus oder gar eine Stunde nach Hause laufen, weil es trotzdem schneller ging.

Was nimmst du aus deiner Heimat mit?

Reza: Gute und preiswerte Brezeln. Die gibt es leider nicht so häufig in Berlin.

Oscar: Das Spielen im Grünen mit den Freunden. Das hat meine Jahre in Kleinmachnow geprägt. Und dieses Gefühl, wenn man mit jeder Ecke in der Stadt eine besondere Erinnerung verbindet. Das nenne ich Heimatgefühl.

Deine Lieblingsecke in Charlottenburg?

Reza: Ich bin noch nicht oft genug in Charlottenburg rumspaziert, deswegen liebe ich momentan nur die Sömmeringhalle.

Oscar: Der Schlosspark. Zum chillen und zum joggen.

Die Berliner gelten als Mecker-Könige. Was ärgert euch am meisten?

Reza: Die Deutsche Bahn! Warum? Das kann man sich glaube ich vorstellen. Zudem Menschen, die illoyal sind und sich nicht trauen, Sachen „Face-to-Face“ zu kommunizieren.

Oscar: Rücksichtslosigkeit stört mich extrem. Ein einfaches Beispiel: Menschen, die in die U-Bahn einsteigen wollen, ehe alle Fahrgäste ausgestiegen sind. Nur aus purem Egoismus.

Und was ärgert euch auf dem Spielfeld?

Reza: Am schlimmsten finde ich die Jungs, die beim Liniensprint plötzlich ihre Schuhe auf- und ganz zufällig wieder zumachen, so dass sie nicht mehr laufen müssen.

Oscar: Als Trainer nerven dich dumme, vermeidbare Fehler. Bin ich an der Seitenlinie, muss jeder Spieler mit Herz spielen, um mich zufriedenzustellen. Der Einsatz ist was zählt.

Das klingt schon nach Lebensphilosophie. Habt ihr sonst einen Lieblingsspruch?

Reza: Da habt ihr den Zitate-Gott gefragt (lacht). „Liebe ist nicht nur ein Wort, Liebe muss man Leben“.

Oscar: „Basketballschuhe sind für die Halle. Straßenschuhe für die Straße.“

Mit Basketball und Liebe geht unser Interview zu Ende. Das nächste Training ruft. Vielen Dank, Reza und Oscar. Es hat Spaß gemacht.

Oscar (Nachtrag): Bitte zeigt Einsatz! Ich freue mich über jeden, der sich Zeit für das Interview oder sogar einen lustigen Kommentar nimmt (das wird auf Facebook möglich). Ciao!

Apartments am Brandenburger Tor neuer Namenssponsor des NBBL-Teams

Die NBBL-Saison 2015/16 wirft ihren Schatten voraus. Am 30. Oktober bestreitet das Jugendteam der Leistungssportkooperation von DBV Charlottenburg, TuS Lichterfelde und RSV Stahnsdorf das erste Punktspiel in Bremerhaven.

Wir haben uns nach Ende der vergangenen Saison zusammengetan, um stärker zu werden und Spieler noch besser ausbilden zu können“, betont Heiko Mehnert, Vorstandsvorsitzende des DBV Charlottenburg.

Neuer Name: AB Baskets

Einen ersten Erfolg hat das Bündeln von Kräften schon vor dem ersten Sprungball erzielt, denn mit Apartments Am Brandenburger Tor konnte ein wichtiger Partner ins Boot geholt werden. Das stetig wachsende Unternehmen unterstützt das Team als Namenssponsor. Dementsprechend wird die Leistungssportkooperation in der NBBL als AB Baskets antreten.

Das ist einmal mehr der Beweis, dass wir zusammen stärker sind. Apartments Berlin wird sich maßgeblich für unser NBBL-Team engagieren. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Privatwirtschaft, die Sportvereine essentiell unterstützen, ist für uns und unsere tägliche Arbeit sehr wichtig„, so Mehnert weiter.

Unser Partner bietet die Möglichkeit, preiswert und in außergewöhnlicher Lage mitten in Berlin zu übernachten.

Näheres auf der Homepage:
logo_Apartmentberlin

Auf einen Kaffee mit… Timo Kastrati

Neuanfang mit 18. Hört sich seltsam an, kann jedoch passieren. Timo Kastrati, der Sohn des ehemaligen DBV-Trainers Bekim Kastrati musste eine mögliche Spielerkarriere aufgeben und hat am vergangenen Wochenende seinen Einstand an der Seitenlinie gefeiert. Bei unserem Kaffeetreffen hat er uns erzählt, wie schnell sein Herz schlug und sein Kopf denken musste. Und wie die Zukunft aussehen könnte. Und wie Basketball in Kroatien aussieht. Viel Spaß beim Lesen!

Hallo Timo, den 20.9.2015 wirst Du nicht so einfach vergessen. Erstmals an der Seitenlinie und sofort ein Krimi gegen den SV Pfefferwerk. 

Ein spannendes Debüt, keine Frage. Das Ende mag ein bisschen bitter gewesen sein (63:64 lautete der Endstand), aber meine acht Spieler haben gut gekämpft. Man muss bedenken, dass die Hälfte von ihnen erst seit kurzem vom Fußball zum Basketball gewechselt ist. Wir haben einen langen Weg vor uns, aber diese Jungs haben das Potential sich zu entwickeln. Mein Ziel ist, sie auf den möglichen Sprung in die Oberliga-Mannschaft vorzubereiten.

Timo beim Hermut-Weber-Cup 2009, damals mit Coach Simon.

Timo als U14-Spieler beim Hermut-Weber-Cup 2009, damals mit Coach Simon.

Die Geschichte kennst Du aus dem Ff…

Am Anfang habe ich mich selbst auch erstmal dem Fußball gewidmet, aber mir fehlte die Leidenschaft. Das wurde mir klar, als ich die ersten Basketballtrainings absolvierte. Da hatte ich den Eindruck, ich spiele mit dem Herzen, so bin ich folgerichtig beim Basketball geblieben, zunächst beim BG2000 und dann seit 7 Jahren beim DBV Charlottenburg.

Papa Bekim wird deine Entscheidung sicherlich nicht bereut haben.

(lacht) Für ihn war es das Beste, was mir hätte passieren können. Er liebt Basketball, hat selber gespielt und den DBV Charlottenburg 2011 zum Aufstieg in die 1.Regionalliga geführt. Er hat mir in den ersten Jahren alles beigebracht und auch dank seines Wissens habe ich dann geschafft, JBBL zu spielen.

Dann schlug das Verletzungspech zu und eine neue „Karriere“ begann.

Und „meinen Kindern“ die Liebe zu dieser Sportart weiterzugeben. Als Stephan McCollister – mein ehemaliger JBBL-Trainer – zu mir kam und mir vorschlug, ihm bei den Minis zu helfen, habe ich keine Sekunde gezögert. Die U16.3 und die U18.2 sind dann dazu gekommen. Trainer zu werden, habe ich immer im Hinterkopf gehabt, aber eine Gelegenheit hatte sich bislang mangels Kontakten oder Zeit noch nicht ergeben. Nun kann ich das ausprobieren und gleichzeitig mit der U20 selber weiterspielen (funkelnde Augen). Ich brenne dafür, wieder auf dem Parkett aufzulaufen.

Was ist der größte Unterschied zwischen Mini- und Jugendgruppen? 

Die kleinen Kinder sind leicht abzulenken und brauchen immer neben dem „Fachwissen“ den Spaßfaktor. Die Älteren schauen meistens aufmerksam zu und wollen sofort Neues ausprobieren. Neulich haben sie voller Begeisterung gelernt, wie eine verbesserte Wurftechnik die Wurfquote deutlich steigern kann. Das war für sie kaum zu fassen.

Spielt der geringe Altersunterschied eine Rolle?

Es ist nicht bemerkbar. Der Trainer hat immer eine gewisse Autorität. Was mir schwerer fällt, ist als Headcoach zu denken… die Spieler auf dem Feld zu ordnen, weiter zu denken und schnell zu reagieren. Wenn man selber gespielt hat, ist immer noch der Anreiz groß, sich selbst einzuwechseln.

Das „Trainer-Denken“ lässt sich sicherlich verinnerlichen. 

Man braucht Zeit und ich bin froh, dass es in diesem Verein nette und kompetente Leute gibt, die mich gerne unterstützen und dass man ohne großen Druck und mit viel Vertrauen arbeiten darf.

Ist „Profitrainer“ eine Option für die Zukunft?

Das wäre natürlich schön. Vielleicht eine Erfahrung im Ausland, in einem englischsprachigen Land, wo man Studium und Basketball kombinieren kann. Bevor man an die Zukunft denkt, muss aber das Abitur in der Tasche sein – und zumindest eine D-Lizenz.

Am Sonntag wurde auch mit Spanien der neue Europameister gekürt. Hast Du die EM verfolgt? 

In der Mercedes-Benz-Arena habe ich mir natürlich ein paar Spiele angeschaut, aber die EM hat für mich jegliches Interesse mit dem Ausscheiden Kroatiens – dem Herkunftsland meiner Familie – verloren. Ich hätte es Serbien gegönnt, aber Spanien hat es nach den Anlaufschwierigkeiten in Berlin verdient.

Du hast den Basketball im Osten sowie im Westen Europas erlebt. Ist es so unterschiedlich, wie man häufig hört?

Ja. Der Unterschied ist riesengroß. Ein Beispiel dazu: Wir sind auf einem Freiplatz und wollen ein paar Stunden Basketball spielen. Am Lietzensee begegnet man Basketballern, die die neuesten Tricks ausprobieren und zeigen. Alles ist relativ entspannt. In Kroatien geht es um die Ehre, es wird etwas ernster genommen und das Ergebnis steht im Vordergrund. Jedes Team hat nur ein Ziel – den Platz als Sieger zu verlassen. Und wer verliert, der wird den Tag ganz schnell vergessen machen wollen.

Vielen Dank Timo für das nette Gespräch und deinen letzen Tipp: Urlaub und Basketball lassen sich in Kroatien erst nach intensivem Training kombinieren.   

Sehr gerne. Wer immer nach Kroatien fährt – meldet euch bei mir – ich habe ein paar Insider-Tipps für gute Freiplätze! Allen DBVern einen guten Saisonstart!

 

Patrick und Moritz: Upgrade!

Unser Trainerteam konnte in der vergangenen Woche zwei Erfolge verbuchen. Patrick Deitel und Moritz Maier haben ihre Fortbildung abgeschlossen und die Prüfungen  bestanden.

Patrick ist nun im Besitz der B-Lizenz und darf nun Teams bis zur ProA trainieren. In der kommenden Spielzeit wird er jedoch erstmal – wie seit 2011 – mit unserem Nachwuchs arbeiten. Nach dem erfolgreichen Quali-Turnier steht ihm und seinen Spielern der U14 und U16 eine spannende Oberliga-Saison bevor.

Moritz ist der erste Schritt zu einer Karriere als Trainer gelungen. Der 18-Jährige hat am Wochenende die D-Lizenz bekommen. Schwerpunkte des Lehrgangs waren: Grundlagentechniken des Dribbelns, Passen/Fangens, Werfens, Korbleger, Verteidigung; Angriffstechniken im 1-0/1-1, Grundlagenwissen im Bereich des Athletiktrainings bis zum U14-Alter und der Verletzungsprophylaxe, Training im Mini-Alter, Theoretisches Wissen über Trainingssteuerung und Methodik. Er wird in der kommenden Saison Stephan McCollister in der U9 und U10 unterstützen.

Der DBV gratuliert den beiden Trainern herzlich und wünscht ihnen weiterhin viel Erfolg für die bevorstehenden Aufgaben!

Auf einen Kaffee mit… IGOR RÜCKER (Deutscher Meister Ü35 & Ü40)

Vier Titel in insgesamt 6 Altersklassen. Die Saison 2015 geht in die Geschichtsbücher als die erfolgreichste in unserem 25-jährigen Bestehen sowie diejenige, als die Aufholjagd auf Wolfenbüttel endlich beendet wurde. Mit den diesjährigen Pokalen zur Ü35, Ü40, Ü45 und Ü60 (zum ersten Mal) haben unsere Teams 25 Trophäen gesammelt. Soviel wie kein anderer Verein. Hinter den Kulissen dieser hervorragenden Truppe sorgen Viele dafür, dass alles nach Plan läuft. Einer von ihnen ist Igor Rücker. Der beim Kaffee trinken mindestens genauso prickelnd wie auf dem Parkett wirkt.

Hallo Igor, herzlichen Glückwunsch zu den vielen Erfolgen dieser großartigen Saison! Was macht jedes Jahr den Unterschied zu Gunsten des DBV aus?

Die Spieler. Nur durch die jeweiligen Spieler und ihre Kontakten zu alternden Basketballstars sowie das gute Untereinander dieser im DBV gelingt es Jahr für Jahr, erfolgreiche Mannschaften zusammenzustellen, jeden einzelnen neuen Spieler zu begeistern und neue – auch wenn nur für diese Wettbewerbe – hinzuzuholen. Das ist ein weites Netz von Kontakten und wir genießen den Ruf, das ernst zu nehmen und nicht nur zum Spaß zu machen. So rücken stets Spieler nach und helfen Spieler aus. Mit Patrick Femerling stand jetzt auch unser Rekordnationalspieler mit auf dem Parkett. Drazan Tomic hat sich motiviert und Niklas Lütcke ist immer positiv und überzeugend dabei. Oliver Lenhardt – das muss hervorgehoben werden – hat drei Finals auf dem Feld gewonnen, sein Schreibtisch quillt vor Medaillen jetzt über. Jens Kollat hat seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt.

Wie läuft die „Nachwuchsgewinnung“? 
Bei der Ü35 bildet sich um Daniel Hönicke, Thomas Tripp, Kai Zimmermann, Milan Pesic und Sebastian Pichlmayer auch ein toller neuer „Rumpf“, der von uns Älteren gerne unterstützt wird. Ein besonderer Dank geht diesbezüglich an Kai Zimmermann, der die Jungs alle motiviert hat und stets selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Wir sind wohl für die Zukunft – zum Ärgernis unserer Gegner – ganz gut gewappnet.

Die Meisterschaft wird an einem Wochenende ausgespielt. Wie viel „Klassentreffen“ steckt in diesen Veranstaltungen?
Man trifft viele alte Gesichter, tauscht sich aus, aber für uns geht es im Regelfall eher um den Wettbewerb. Manchmal erfreut man sich gerade daran, dass man einem renommierten Spieler nochmal zeigen konnte, das man auch was kann. Und Gedanken wie, „man wäre ich damals mal dabei geblieben“… kommen auch gerne zu Tage. Einige kennen sich zudem von den Senioren Weltmeister- oder Europameisterschaften. Gerade die fitten Älteren bei uns (John Dronsella, Wolfgang Ludwig, Matte Bergmann usw.) spielen ja regelmäßig bei diesen Veranstaltungen mit und wurden auch schon mit Standing Ovations als Weltmeister bei uns in der Halle begrüßt. Dieses Jahr sind einige wieder in Orlando (USA) zur WM.

Die Besonderheit in den Ü-Altersklassen ist, dass man alle 5 Jahre „Rookie“ ist. Wie fühlt es sich an?
Eigentlich schlecht, denn man merkt, wie man unaufhaltsam altert. Eine Ü45 war für mich vor „Kurzem“ noch weit entfernt, und plötzlich ist man dabei. Da aber sich die (noch) Älteren stets auf das neue freuen, dass der Nachwuchs kommt, macht ein das leichter und tatsächlich, man ist schon motiviert, da man ganz plötzlich wieder der Jüngste im Teilnehmerfeld ist.

Hat sich die Lust aufs Zocken im Laufe der Jahre geändert?
Gar nicht. Es macht weiterhin wahnsinnig Spaß und der Ehrgeiz ist ohne Frage vorhanden. Schmerzmittel am ersten Abend gehören genauso dazu, wie beim Anlaufen noch einmal einen Dunk hinzulegen. Auch Aufregung ist vor und während der Spiele zu verspüren. Man taucht ein in die Geschichte, denkt an viele Jugendturniere zurück und freut sich einfach.

Wie oft haben Sie vor einem Training gedacht; „Mensch, die Couch ist doch viel bequemer. Ich bleibe lieber hier“?
Auch das kommt nicht vor, wir trainieren ja nicht mehr so hart, spielen meist und das ist doch stets der Couch deutlich vorzuziehen. Zudem ist es ein Genuss und ein Geschenk, bei den vielen Senioren in die Halle zu gehen, viele Freunde zu treffen und sich auszutauschen und zusammen Sport zu machen.

Greifen Sie immer noch auf denselben Katalog von Moves wie in den jüngeren Jahren zu? 
Zu meinen Moves will ich mich nicht äußern, um nicht Spott aus dem Kreis der Senioren zu ernten. Zur Diskussion stünden der 360 Jumper, der klassische One-hand-Dunk oder der Bekim-Kastrati Gedächtnis Fake. Es gibt jedenfalls Tage, wo man denkt, man habe gar nichts verlernt, fühlt sich gut und locker und ist gedanklich auf dem Freiplatz. Dann gibt es die Tage, wo man meint, man sollte sich zum reinen Shooter umbilden und den Quatsch am Korb sein lassen. Manchmal braucht man halt auch den noch älteren Mitspieler, um sein Selbstwertgefühl aufzubauen, umgekehrt ist es auch erfrischend mal einem 30 jährigen ein paar ins „Gesicht“ zu schießen.

Wann haben Sie zum letzten mal gedacht: „Ich komme mir auf dem Parkett so frisch wie ein 18-Jähriger“?
Letzten Donnerstag, beim Training um 20.05 Uhr.

Wann hingegen haben Sie gedacht: „Das ist in meinem Alter jetzt echt zu viel?“
Letzten Donnerstag, beim Training um 21.20 Uhr.

Wie hat sich der Basketball seit „Ihren Zeiten“ entwickelt?
Ich verfolge eigentlich nur den Profi-Basketball, der natürlich deutlich athletischer und variabler geworden ist. In der Oberliga z.B. stagniert das aus meiner Sicht jedoch seit Jahren. Dort zumindest fehlt es oft an Grundausbildung, so dass wir auch mit unserer Erfahrung da sehr gut mithalten können.

Was können sie einem Mini-Spieler raten, der gerade seine ersten Schritte geht?
Spaß an der Sache, Taktik und Basketball-Grundschule nicht vernachlässigen.

Was einem jungen Spieler auf dem Sprungbrett in den Leistungssportbereich?
Noch sind keine Kameras in der Halle! Dribbel- und Fake-Exzesse haben noch nie ein Spiel gewonnen.

Seit wann laufen Sie für den DBV aus?
Seit 1991, zuvor aber bereits seit 1985 beim DTV Charlottenburg, der Mutter aller Charlottenburger Basketballvereine, zwei Jahre kurze Abwesenheit (ALBA und Weißenfels), aber ansonsten im gelb-blauen Trikot.

Warum immer noch beim DBV?
Alternativlos im Seniorenbasketball, wenn man den Erfolg will, so wie meine Mitspieler in jedem Jahrgang. Zudem ist der geistige Austausch (zumeist) auf dem gleichen hohen Niveau.

Herr Deutscher Meister Rücker, vielen Dank für das nette Gespräch!

 

 

Der DBV in der Presse: Heiko Mehnert

Charlottenburg. Die Basketballer vom DBV Charlottenburg haben ihre Kooperation im Leistungsbereich erweitert: Nachdem man bereits seit zwei Jahren mit dem TuS Lichterfelde eng zusammenarbeitet, wird diese Kooperation nun durch den RSV Eintracht Stahnsdorf ergänzt.

Berliner-Woche-Reporter Michael Nittel sprach mit dem Vorsitzenden vom DBV, Heiko Mehnert, über die erweiterte Kooperation und ihre Ziele.

Das Interview lest ihr auf der Webseite der Berliner Woche

Deutsche U20 besiegt Polen in der Sömmeringhalle

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren ist erfolgreich in die EM-Vorbereitung gestartet. Nach zehntägigem Lehrgang im Bundesleistungszentrum Kienbaum bezwang das Team von Bundestrainer Frank Menz Polen mit 94:56 (25:13, 24:21, 20:11, 25:11). Gespielt wurde in der Sporthalle Charlottenburg.

Aus Constantin Ebert (Foto), David Taylor, Maximilian Ugrai, Lukas Meisner und Mahir Agva setzte sich die deutsche Premierenformation zusammen. Agva und Taylor sorgten für das schnelle 6:0 (2. Min.). Die aggressive deutsche Defense trug Früchte (12:2, 4. Min., Robert Zinn) und Menz wechselte früh durch, während bei den Gästen noch nicht viel zusammenlief. In der Folge entwickelte sich eine offenere Partie, in der Deutschland aber weiter klar vorne blieb (23:10, 9. Min., 3er Kovacevic, 2er Grof und Ebert).

Auch im zweiten Viertel mussten sich die Polen jeden Wurf hart erarbeiten, was eine dementsprechend dürftige Wurfquote zu diesem Zeitpunkt zur Folge hatte (<30 %). Agva spielte stark auf und machte in der 12. Minute bereits das 30:15. Menz blieb seinem hochfrequentigen Wechselrhythmus treu, musste aber jetzt mit ansehen, wie die deutsche Defense etwas nachließ und den Polen mehrere Distanztreffer gestattete (30:21, 14. Min.). Die Ballverluste auf deutscher Seite häuften sich, da tat Ugrais “and one” gut (37:26, 16. Min.). Polen konnte die zwischenzeitliche Schwächephase der ING-DiBa-Korbjäger bis zum Seitenwechsel nicht nutzen, im Gegenteil, das Menz-Team hatte noch einmal deutlich angezogen (49:34).

Bis zur Mitte des dritten Viertel hatte sich nichts an der klaren Dominanz der DBB-Auswahl geändert (57:42). Zwar war die Wurfquote von lange Zeit über 60 Prozent auf knapp über 50 Prozent gesunken, aber das langte allemal, um den Gegner auf Distanz zu halten. Eindeutig lag man auch bei den Rebounds vorne (30:15), sodass in dieser Phase nichts auf ein mögliches Comeback der Polen hindeutete. Das 62:42 durch Konstantin Kovalev nach 27 Minuten musste man fast schon als Vorentscheidung werten. Doch es ging ja weniger um das Ergebnis als vielmehr um das Proben der im Training erarbeiteten Inhalte, und so forderte Menz ungeachtet des deutlichen Vorsprungs weiterhin vollen Einsatz. Und seine Spieler taten ihm den Gefallen: 69:45 nach drei Vierteln.

Im Schlussabschnitt hielt Menz daran fest, die Spielzeit sehr gleichmäßig zu verteilen. Das Ergebnis blieb deutlich, auch wenn die Polen bei den Rebounds etwas aufholten (74:47, 33. Min.). Zu wenig hatte der Gegner dem konstant hohen Druck der Deutschen, bei denen sich alle zwölf Spieler in die Korbjägerliste eintrugen, entgegenzusetzen. So durfte ein einigermaßen zufriedener Bundestrainer nach 40 Minuten konstatieren: “Das Ergebnis war heute unwichtig, aber es ist natürlich schön, wenn man mit einem Sieg startet. Wir konnten einige Dinge gut ausprobieren, haben aber auch gesehen, dass wir an einigen Problemen arbeiten müssen. Das Reboundverhalten und die zu vielen Ballverluste haben mir insgesamt nicht gefallen, aber es ist schwer das Spiel einzuschätzen. Auf beiden Seiten haben viele Spieler gefehlt. Morgen werden wir versuchen es schon etwas besser zu machen.”

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (TG 48 Würzburg/s.Oliver Baskets, 8), David Taylor (University of Pacific, USA, 12), Maximilian Ugrai (s.Oliver Baskets Akademie Würzburg, 14), Lukas Meisner (Druff! Baskets Braunschweig/University of Columbia, 3), Sebastian Heck (BIS Baskets Speyer, 10), Jonas Grof (Phoenix Hagen/Iserlohn Kangaroos, 5), Björn Rohwer (BC Rendsburg, 5), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin, 1), Dejan Kovacevic (FC Bayern München, 3), Mahir Agva (Team Ehingen Urspring, WALTER Tigers Tübingen, 17), Tom-Niclas Alte (TV Lange, 1), Robert Zinn (Mitteldeutscher BC/BSW Sixers, 15).

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