Artikel der Kategorie: Vereins News

Auf einen Kaffee mit… Marvin Voigt (Schiedsrichter, 17)

Marvin Voigt ist erst 17, aber hat schon Geschichte in unserem Verein geschrieben. Er durfte nämlich bei dem Hermut-Weber-Cup zweimal innerhalb von vier Jahren auftreten. Der talentierte Spieler von 2012 wurde vom talentierten Schiedsrichter von 2016 abgelöst, der sogar das bayerische Finale pfeifen durfte. Wie sich diese Umwandlung ereignete, haben wir auf unseren Mai-Kaffee erfahren. Viel Spaß beim Lesen!   

Hallo Marvin, wie war der diesjährige Hermut-Weber-Cup?
Mich hat vor allem die Qualität der Mannschaften beim HWC 2016 beeindruckt. Was viele U13 Spieler dort für Spiele absolvierten, das war fantastisch. So gut war ich mit 12 Jahren lange nicht…

Und wie war „dein“ HWC als Spieler?
Wir kannten uns alle im Team noch nicht so gut, aber am Ende des Turniers war man zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen. Es war unseres Coaches Patrick Deitel Verdienst: Er hat den Teamgeist immer in den Vordergrund gestellt und uns auch nach einem schlechten Spiel gut zum nächsten Schritt motiviert.

Wie und wann hast du den Basketball für dich entdeckt?
Man könnte sagen, das Interesse an dieser Sportart wurde mir in die Wiege gelegt, da meine Eltern beide Basketballer sind. Es ist sicher kein Zufall, dass ich mich dann für das orange Leder entschieden habe. Zunächst beim TSV Spandau, dann beim DBV Charlottenburg, zu dem ich auf Empfehlung von engen Freunden gewechselt bin.

Die nächste Entscheidung kam im Herbst 2013: Schiedsrichter!
Marvin Voigt_sprungballIch wollte den Basketball aus einer anderen Perspektive kennenlernen und mein Gesamtwissen erweitern. Das hätte mir auch helfen können, besser die Entscheidung der Schiedsrichter nachzuvollziehen und mich zu verbessern – dachte ich mir. Die Entscheidung hat sich ausgezahlt: Nach einem guten ersten Jahr habe ich die DBB-Lizenz ins Visier genommen, die zum Auftritt in der Jugendoberliga berechtigt. Im Gegensatz zum Basislizenz-Lehrgang war dieser schon etwas herausfordernder und schwerer zu meistern, aber ich wollte es unbedingt schaffen und habe es am Ende ohne Probleme hinbekommen. Als nächstes würde ich gerne in den Oberligapool kommen und damit in der Herren-Oberliga pfeifen. Da geht es einfach noch mehr zur Sache!

Was macht mehr Spaß: Spielen oder Pfeifen?
Man kann es nicht vergleichen: Beides hat schöne Seiten, aber Spielen macht schon etwas mehr Spaß. Beim Pfeifen gefällt mir der Druck, den man in jedem Spiel spürt.

Was ist das Schwierigste in einem Jugendspiel?
Das Schwierigste ist es, den Spielfluss beizubehalten. Man will nicht zu viel pfeifen, damit der Spielfluss nicht beeinträchtigt wird, aber auch nicht zu wenig, wodurch dann das Spiel sehr hart werden kann. Der beste Schiedsrichter ist schlussendlich derjenige, der unbemerkt bleibt.

Welche Funktion übernimmt der Schiedsrichter in einem Jugendspiel?
Ich sehe mich dort in der Funktion des Erziehers. Man muss den jungen Spielern immer wieder erklären, was sie falsch gemacht haben, damit sie irgendwann denselben Fehler nicht mehr begehen.

Wie sprichst Du die Spieler an?
Ich duze alle Spieler. Man will als Schiedsrichter nicht das Gefühl vermitteln, das man höher gestellt ist als ein Spieler.

Wie ist der Umgang mit Trainern und Eltern?
Es kann in beiden Fällen kompliziert werden (lacht). Manche Trainer beschweren sich bei fast jeden Pfiff, obwohl sie die Situation – weil es teilweise so weit weg war – gar nicht erkennen konnten. Die Eltern wollen hingegen vor allem nicht, dass ihrem Kind ein Foul angehängt wird. Natürlich gibt es auch viele Trainer und Eltern, die nicht so sind und die Spiele ganz entspannt angehen.

Was ist die lustigste Beleidigung, die du dir anhören musstest?
Richtig beleidigt wurde ich ehrlich gesagt noch nie. Ich wurde nur einmal gefragt, ob ich Tomaten auf den Augen hätte.

Marvin Voigt_spielPfeifen ist ein Zwei-Mann-Sport. Wie findet man den Einklang mit dem Kollegen?
Das ist ein Prozess, der schon in der Kabine anfängt. Man redet über seinen Stil und versucht, sich mit dem Kollegen auf eine Linie zu einigen. Blickkontakt während des Spiels und kurze Gespräche in den Auszeiten werden auch genutzt, um zu besprechen, was man vielleicht anders und besser machen kann.

Pfeifen Männer anders als Frauen?
Männer lassen grundsätzlich mehr durchgehen als Frauen. Ich habe das Gefühl, manche Frauen pfeifen immer noch zu kleinlich.

Haben Schiedsrichter Vorbilder?
Ein richtiges Vorbild habe ich nicht. Dennoch gibt es durchaus Schiedsrichter, die mir sehr gut gefallen und von denen man etwas lernen kann, einer wie Robert Lottermoser, zum Beispiel. Er ist ein Weltklasse-Schiedsrichter und er strahlt so eine Ruhe auf dem Feld aus, dass man weiß, er hat das Spiel völlig unter Kontrolle. Diese Eigenschaft würde ich gern bei mir ausprägen.

Wie trainiert ein Schiedsrichter?
Zum einen trainiert ein Schiedsrichter durch ständiges Pfeifen von Spielen. Man lernt von Spiel zu Spiel mehr und erfährt andere Situationen und lernt somit dazu. Zum anderen durch Fortbildungen und Schiedsrichter-Coachings. Vom 24.-26. Juni besuche ich eine Fortbildung und erfahre Schiedsrichter-Coachings beim Landesauswahlturnier.

Welche ist deine Lieblingsregel?
Das technische Foul (lacht, ndA)

Welche Regel ist deiner Meinung nach überflüssig?
Der Abpfiff!

Die unbeliebte Schlusssirene ertönt auch an diesem Nachmittag.

Vielen Dank für das nette Gespräch!  

DBV richtet Deutsche Meisterschaft der AK Ü60 in der Schillerstraße aus

Nach einem Jahr Pause darf sich der DBV Charlottenburg wieder auf die Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft freuen. 2014 war unsere Ü50 der perfekte Gastgeber, der alles bis ins Detail organisierte und am Ende die Freunde/Rivalen aus Köln siegen ließ.

Am kommenden Wochenende (4.-5. Juni) schlüpft unsere Ü60 in die Rolle des Ausrichters – mit einem anderen Ziel. „Wir haben letztes Jahr erstmals den Pokal nach Charlottenburg geholt„, erinnert Peer Forsberg, einer der Anführer auf dem Spielfeld sowie bei der Organisation, „und wollen uns nicht so einfach von ihm trennen, zumal wir die Ehre haben, die Deutsche Meisterschaft 2016 auszurichten.“ Austragungsort ist die Sporthalle in der Schillerstraße, deren Kapazitäten an diesem Wochenende ausgeschöpft werden.

Elf Teams wollen Deutscher Meister werden

Elf Teams haben sich für die 27. Auflage der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse Ü60 qualifiziert. Der amtierende Meister DBV Charlottenburg tritt als gesetztes Team in der Vierer-Gruppe A an. Der SV Möhringen (Vizemeister 2015 und Meister 2014) und der USC Heidelberg (Meister 2013) führen jeweils die andere Vierer-Gruppe B sowie die Dreier-Gruppe C an. Beide Vierer-Gruppen bringen drei Teams in die Zwischenrunde, aus der Gruppe C kommen nur die zwei Teams weiter. Alle Spiele – bis zum Finale – umfassen 2×10 Minuten. Nur die Partien der Dreiergruppe und die um Platz 9 dauern etwas länger – nämlich 2×15 Minuten.

Der DBV bekommt es in der Vorrunde mit EK Karlsruhe (Sechster vom Vorjahr), OTB Osnabrück (Achter) und dem USV Halle zu tun. „Die Gruppe ist keine leichte, denn wir haben zwei Gegner, die schon letztes Jahr bei der DM dabei waren und einen hungrigen Neuling„, so Forsberg weiter. Mit dem Gruppensieg könnte man eine frühzeitige Begegnung mit den Mitfavoriten aus Möhringen und Heidelberg vermeiden.

Spielerabend im Brauhaus Lemke

Ist der DBV entschlossen, im sportlichen Sinne kein guter Gastgeber zu werden und den Pokal bei sich zu behalten, sieht es ganz anders beim Rahmenprogramm aus: „Wir freuen uns auf den Spielerabend im Brauhaus Lemke. Mit den meisten Teilnehmern haben wir uns ein Jahr lang nicht sehen können und entsprechend viel zu erzählen! Diese Abende sind das Schönste an dieser Veranstaltung„, sagt Forsberg zum Schluss.

Für die Veranstaltung hat der DBV eine eigene Website aufgebaut! Unter http://dm-berlin16.dbv-charlottenburg.de/ gibt es alle Infos zum Turnier sowie Spielplan, Ergebnisse und Tabellen!

DM Ü50 am Wochenende in Hamburg

Nach der erfolgreichen Kampagne der Ü45 in Bayreuth steht für unsere Senioren die zweite Runde in den diesjährigen Deutschen Meisterschaften an.

Am 28./29. Mai will der DBV Charlottenburg versuchen, vor den Toren Hamburgs bei der BG Halstenbek/Pinneberg, die Platzierung der Ü50 aus dem Vorjahr (8. Platz) zu verbessern und wenigstens die Finalrunde zu erreichen. Die Frage nach dem Trikottaschenträger ist geklärt: mit Martin Theis hat die Mannschaft mal wieder einen Rookie zu begrüßen, der die Ehre haben wird.

Die Intensität ist bei unseren Trainingseinheiten spürbar angestiegen, was auf eine große Motivation bis in die (Rest-) Haarspitzen schließen lässt„, melden die Spieler. „Die eigenen Erwartungen und gesteckten Ziele sind hoch, wenngleich wir wissen, dass auch die anderen Teams immer gut aufgestellt sind„. Allen voran, der amtierende Meister SG BG Köln/ART Düsseldorf. Als Achter des Vorjahres wird es schon in der Vorrunde zu einem Wiedersehen mit dem Dauergegner kommen, der letztes Jahr unser Team aus dem Rennen um die Meisterschaft ausscheiden ließ. Die Vierergruppe wird von den Mannschaften aus Freiburg und Chemnitz komplettiert. Im ersten Spiel trifft der DBV auf die Schwaben.

Neben allen sportlichen Herausforderungen freuen sich die DBVler auf die vielen Mitstreiter der anderen Teams, mit denen traditionell am Samstagabend in geselliger Runde viele Erinnerungen aufgefrischt werden können.

Die Ü50er des DBV Charlottenburg freuen sich auf ein schönes Wochenende!

 

DBV in der Presse: Tolle Perspektiven für den Nachwuchs

Autor: Michael Nittel

Charlottenburg. Seit einem Jahr kooperieren die Basketballer vom DBV Charlottenburg in der Pro B, der 2. Bundesliga der Herren, und in der U19 Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) mit dem RSV Eintracht Stahnsdorf und dem TuS Lichterfelde. Im Lager der Charlottenburger ist man mit dieser Kooperation sehr zufrieden. Auch deshalb wird sie weiterhin bestehen bleiben.

Das war ein richtig gutes erstes Jahr“, freut sich Heiko Mehnert, Vorsitzender des DBV. Sein Klub unterstützt Stahnsdorf mit einigen Nachwuchsspielern wie Thabo Paul und Levent Yer, die beide auch noch NBBL spielen, sowie Dennis Teucher und Kevin Casper.

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Berliner Woche Charlottenburg oder auf der Webseite der Berliner Woche.

Autor: Michael Nittel

9. Hermut-Weber-Cup: Ein Riesenerfolg!

Der FC Bayern München hat den größten Pokal zum neunten Hermut-Weber-Cup in den Koffer mit einpacken dürfen. Die Münchner besiegten im bayerischen Finale die Brose Bamberg Youngsters mit 35:31 und durften somit ihren Namen zum zweiten Mal binnen drei Auflagen in die Siegerliste eintragen. Es war auch das erste Endspiel ohne Berliner Beteiligung.

Das Pfingstturnier hat alle seine Versprechen gehalten. Am Finaltag wurde jedes Spiel spannend bis zum Ende; das Gastroangebot hat nur Lob geerntet und wurde noch vor Sprungball zum Finale leergegessen; Spieler, Eltern und Zuschauer haben Spaß gehabt. Und eine Mannschaft hat bei ihrer ersten Turnierteilnahme alle überrascht: Die Spielgemeinschaft DBC/Köpenick hat sich gegen alle Berliner Teams durchgesetzt und den verdienten dritten Platz errungen. „Wir freuen uns riesig über den Zuspruch der diesjährigen Auflage. Die Organisation war in diesem Jahr besonders holprig, aber dank der Hilfe von allen Beteiligten haben wir es dennoch stemmen können„, sagt Chris Berenson.

Spannendes Finale im Hermut-Weber-Cup

Luis WulffDas spannende Finale war ein würdiges Ende für das spannende Turnier. Die Bayern übernahmen die Führung mit dem letzten Wurf im ersten Viertel (13:11) und versuchten sich nach dem Seitenwechsel abzusetzen (31:21). Die tapferen Franken kämpften sich heran – bis zum Stand von 33:30 mit noch zwei Spielminuten. Dort vergaben sie mehreren Chancen aus Offensivrebounds zum Ausgleich und die Bayern brauchten nur einen weiteren Korb, um den zweiten Turniersieg nach 2014 zu verwirklichen. Der Erfolg wurde durch die Auszeichnung von Luis Wulff als bester Spieler des Turnier komplettiert.

Berliner Teams spielen um Platz drei

Fynn FischerIm Halbfinale war für die SG DBC/Köpenick und für Kooperationspartner TuS Lichterfelde der Traum geplatzt. Wenigstens konnten die Jungs von Milan Pesic das Spiel um Platz drei für sich entscheiden. In einem korbreichen Spiel verteidigte die Spielgemeinschaft ihren Vorsprung bis zum Ende und behielt mit 55:48 die Oberhand. TusLi ging allerdings nicht mit leeren Händen aus der Halle: Fynn Fischer wurde als bester Verteidiger gewählt.

Berliner Derby auch um Platz fünf

DBVGastgeber DBV Charlottenburg ärgerte im Spiel um Platz fünf Vorjahresfinalisten Alba Berlin. Die kleinen Albatrosse gewannen zwar mit 37:34, aber die Charlottenburger erreichten ihr Ziel, den Rückstand vom ersten Spiel (26:58) deutlich zu verkürzen. „Ich bin mit unserer Turnierleistung sehr zufrieden„, gibt Headcoach Patrick Deitel zu Protokoll. „Die Jungs haben sich bemüht, das Erlernte dieser ersten Trainingswochen umzusetzen und es hat – absegehen von einigen Schwankungen – gut geklappt. Im letzten Spiel wollten wir unbedingt noch ein Stück weiter an Alba herankommen und das ist uns durchaus gelungen„.

Vorjahressieger Göttingen musste sich mit dem siebten Platz begnügen. Im letzten Spiel siegte die Mannschaft vom ex-DBVler Amo Paul – nun erfolgreicher Student in Göttingen – gegen die Berliner Auswahl 2004 mit 50:42.

Fotos zum neunten Hermut-Weber-Cup sind auf unserer Facebook-Seite sowie auf der FB-Seite von „Alter Keeper“ zu finden.

Alle Ergebnisse sind hier

 

 

Pfingsten heißt: Hermut-Weber-Cup

Hermut-Weber-Cup 2016 Titelbild

Die letzten Vorbereitungen laufen noch. Die Hefte sind gerade angekommen. Die Teams aus Bamberg, München und Göttingen machen sich auf den Weg in die Hauptstadt. Alles läuft nach Plan in den letzten Stunden vor der offiziellen Eröffnung des neunten Hermut-Weber-Cups.

Der neunte Hermut-Weber-Cup beginnt morgen

Die ersten Spiele werden am Samstag alle in der Sporthalle Schillerstraße ausgetragen, ab Sonntag geht es in der Sömmeringhalle weiter.

Der Startschuss zum Pfingstturnier vom DBV Charlottenburg fällt um 11.30 Uhr. Der Gastgeber trifft auf die Jungs von Bayern München, die 2014 ihren Namen in die Siegerliste vom Hermut-Weber-Cup eintragen durften. „Die Jungs sind konzentriert und aufgeregt, zumal wir den Anfang gegen ein namhaftes Team wie die Bayern machen„, erläutert DBV-Headcoach Patrick Deitel. „Unser Ziel ist die Anwendung und Weiterentwicklung der technischen und taktischen Inhalte der letzten Trainingswochen unter Wettkampfbedingungen mit starken Gegnern und natürlich Spaß daran zu haben, sich mit den besten Teams zu messen„, so Deitel weiter.

Albas Coach Marius Huth: „Wir freuen uns auf die Teams von außerhalb Berlins“

Anschließend tritt Bamberg gegen die Berliner Auswahl 2004 an und um 13.40 geht der Neuling der Spielgemeinschaft aus DBC/Köpenick unter der Führung von DBV-Herrencoach Milan Pesic gegen Vizemeister Alba an den Start.

Die jungen Albatrosse „freuen sich auf ein hochklassiges Teilnehmerfeld und natürlich besonders auf die Teams von außerhalb, auf die wir sonst im Spielbetrieb nicht treffen„, sagt Headcoach Marius Huth kurz vor dem Start. Alba hat zwar im Qualiturnier zur kommenden Berliner Oberliga das Finale erreicht, aber für Huth ist eine Feinjustierung trotzdem notwendig: „Wir wollen die 6 Spiele nutzen, um uns kosntant weiter zu entwicklen und zu schauen, woran wir in den kommenden Monaten bis Saisonstart besonders arbeiten müssen.

Das erste Highlight: TuSLi gegen Göttingen
Göttingen schlug Alba zum ersten HWC-Sieg.

Im Finale 2015 schlug Göttingen Alba zum ersten HWC-Sieg.

Im letzten Spiel der ersten Runde kommt es zum ersten Highlight des Turniers: Quali-Sieger TuS Lichterfelde gegen HWC-Sieger 2015 Göttingen. „Aus dem Team vom letzen Jahr sind nur zwei Spieler dabei. Dennoch wäre es schön, an den Erfolg anknüpfen zu können und vor allem eine Entwicklung während des Turniers erkennen zu können„, erklärt der in Berlin aufgewachsene Göttinger Trainer und Ex-DBVer Amo Paul.

Beide Trainer erwarten eine harte Konkurrenz um den Siegerpokal: „Als gebürtiger Berliner schätze ich die Jugendarbeit der Mannschaften aus Berlin, also TuS Lichterfelde, ALBA Berlin und DBV Charlottenburg als sehr stark ein. Ich kenne die Mannschaft des DBV und das ist ein starker Jahrgang„, sagt Paul. „Im Vorfeld einen Favoriten auszumachen fällt natürlich schwer, ich schätze vor allem die Bayern sehr stark ein„, betont Huth.

Endspiel am Montag um 16.35 Uhr

Die acht Teams sind in zwei Gruppen eingeteilt, am Sonntagabend stehen die vier Halbfinalisten fest. Das Endspiel findet am Montag um 16.35 Uhr statt. Ausgezeichnet werden auch der beste Verteidiger und der wertvollste Spieler des diesjährigen Hermut-Weber-Cup.

Für das leibliche Wohl sorgen die fleißigen DBV-Eltern. Das sonnige Wetter fällt bis Dienstag aus. Also, beste Voraussetzung für einen spannenden Besuch in den Hallen.

Auf einen Kaffee mit… Tayler Schäplitz (U14)

Tayler Schäplitz, DBV Charlottenburg

Basketball fließt im Blut bei den Schäplitz´. Papa Sebastian ist mit unserem Trikot erfolgreich in der Oberliga unterwegs und sammelt Deutsche Meisterschaften mit unseren Ü-Teams, Bruder Oskar hat es ihm nachgemacht… und an einem glücklichen Tag Fußballer Tayler dazu überredet, den Ball in die Hand zu nehmen statt mit dem Fuß zu treten. „Das war komisch am Anfang, aber hat sofort Spaß gemacht“, sagt der Junge im Nachhinhein. Dieses Jahr hat es bewiesen, wie sehr Bruder Oskar Recht hatte. Tayler Schäplitz ist ein „Talent mit Perspektive“ geworden und will nun unsere U14 in die Oberliga führen. Das erste Interview seines Lebens gab er – ausnahmsweise – mit einer Tasse Schokolade.  

Hallo Tayler, was passiert genau mit diesen „Talenten mit Perspektive“?
Das ist ein Projekt, welches sich um die Entwicklung der jungen, talentierten Spieler kümmert. Das Ziel ist aus den Jugendlichen von heute die Bundesliga-Spieler von morgen zu machen. Ein langer Weg.

Den hast du in Berlin eingeschlagen.
Unser Bundesland hat einen Kader mit 12 Spielern (darunter auch unser Gian Aydinoglu, AdA) zusammengestellt und für ein Wochenende nach Bremerhaven geschickt. Dort haben wir zusammen mit Spielern aus dem ganzen Norden trainiert und gespielt und am Ende wurden 12 Spieler für den nächsten Termin benannt.

Und es ging gen Süden. Stichwort Heidelberg.
Noch ein Wochenende, diesmal waren es 24 Spieler dabei. Das Programm war sehr abwechslungsreich. Wir haben alle individuelle Aspekte des Spiels trainiert und am letzten Tag durften wir kurze Einzeltrainings mit den Bundestrainern absolvieren. Das war sehr aufregend.

Tayler Schäplitz und Gian Aydinoglu

Tayler (rechts) mit Gian bei der Sichtungsmaßnahme in Bremerhaven mit Bundestrainer Kay Blümel

Und erfolgreich.
Nach diesem Wochenende wurden 12 Spieler für den letzten Termin der „Talente mit Perspektive“ ernannt. Ich darf dann im August zusammen mit der Nationalmannschaft trainieren, die sich auf die Eurobasket-Quali vorbereiten wird.

Quali-Turniere kennen wir auch. Für die kommende U14-Oberliga findet es an diesem Wochenende statt. Wie sind die Aussichten?
Der Kader ist auf jedem Fall gut besetzt und viele von uns wurden schon mal für den Kader gesichtet. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir auch mehr Körpergröße, die in dieser Sportart nicht flasch ist. Wir wollen uns für die Oberliga qualifizieren, aber das wollen auch andere Vereine.

Die Quali ist ein besonderer Wettbewerb. Kurz, aber schon richtungsweisend. Was macht den Unterschied aus?
Es ist ein Zusammenspiel von verschiedenen Dingen. Man ist die ganze Zeit aufgeregt und kann sich (vielleicht) erst nach dem vierten Spiel ein wenig entspannen. Bis dahin heißt es konzentriert bleiben, ruhig spielen, die Einweisungen der Trainer umsetzen und alles geben. Und Spaß haben. So kann man das Ziel erreichen.

Das Ziel hattest auch letztes Jahr erreicht. Wie war deine erste Oberliga-Saison?
Auffällig ist, wie hoch das Niveau ist. Im Vergleich zur Berzirksliga ist das Spiel viel schneller, die Schiedsrichter pfeifen häufiger und gestatten weniger Körperkontakt. Wir haben die Vorrunde bestanden und dann in der Hauptrunde versucht, das Final Four zu erreichen, was uns wegen vieler knapper Niederlagen misslungen ist.

Nach zwei Wochen steht dann schon der nächste Termin an. Der Hermut-Weber-Cup in der Sömmeringhalle.
Auf „unser“ Turnier habe ich richtig Lust. Es ist der erste Auftritt unserer Mannschaft nach der Quali – hoffentlich als berechtigter Oberliga-Teilnehmer – und bin gespannt, gegen andere starke Teams zu spielen. Das Gute daran ist, dass Teams aus Bayern oder Göttingen andere Systeme haben, mit denen sie uns konfrontieren werden. Das ist sehr hilfreicht für unsere Weiterentwicklung.

Was ist der Schlüsselpunkt in deiner persönlichen Weiterentwicklung?
Was mir viele Trainer gesagt haben ist, dass ich meine „Deny“-Verteidigung verbessern und mich anstrengen muss, an den Ball zu kommen, auch wenn der Gegner seinen Körper nutzt. Ich gebe in der Verteidigung mein Bestes und will mich um jeden Preis verbessern. Der DBV Charlottenburg ist sicherlich das Richtige für mich, weil der Verein ein tolles Jugendkonzept hat und uns Spielern kompetente Trainer zur Verfügung stellt. Deshalb freue mich auf mein erstes Jahr als DBVler! (bisher hatte Tayler eine Doppellizenz mit dem Berliner SC, AdA)

Lieber Tayler, vielen Dank für das nette Gespräch und viel Erfolg für die Oberliga-Quali am Wochenende!

Der 9. Hermut-Weber-Cup wirft seine Schatten voraus

Hermut-Weber-Cup 2016 Titelbild

Genau 20 Tage sind schon seit den Osterfeiertage vergangen, bald ist Christi Himmelfahrt, dann Pfingsten. Und mit dem kirchlichen Fest 50 Tage nach Ostern kehrt auch dieses Jahr der Hermut-Weber-Cup zurück. Das einem Gönner unseres Vereins gewidmete Turnier findet vom 14. bis zum 16. Mai 2016 bereits zum neunten Mal statt. Spielberechtigt sind Spieler der Jahrgänge 2003 und jünger. Amtierende Meister ist Göttingen.

Das Teilnehmerfeld umfasst Teams aus dem gesamten Bundesgebiet und eines aus Dänemark, was den jungen Spielern die Gelegenheit gibt, sich mit anderen Basketballphilosophien auseinanderzusetzen. „Wir freuen uns sehr, das Turnier auch in diesem Jahr wieder mit einem hervorragenden Teilnehmerfeld besetzen zu können. Es zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, eine wahre Tradition aufzubauen“, sagt Christopher Berenson, verantwortlich für die Vorbereitung.

Berliner Top-Teams mit dabei

HWC 2015Die Hälfte der acht Mannschaften kommt wie schon traditionell aus der Haupstadt. Unser Kooperationspartner TuS Lichterfelde und Alba Berlin treten mit den Spielern an, die die kommende Saison der U14-Oberliga bestreiten werden. Die Berliner Auswahl 2004 wird in dieser Auflage von Landestrainer Robert Bauer angeführt. Sicher hat auch die im Turnier jüngste Mannschaft das ehrgeizige Ziel, den sechsten Platz vom Vorjahr zu verbessern. Last but not least, unsere Jungs, die im gerade abgeschlossenen Sportjahr schon U14-Luft in der Landesliga schnuppen konnten.

„Amtierender Meister“ Göttingen wieder dabei

Vorjahressieger BBT Göttingen führt die „Big Three“ aus Deutschland an, zusammen mit den beiden bayerischen Vertretern, dem Finalisten 2014 FC Bayern München und Brose Baskets Bamberg.

Die Gäste: Lund-Sieger Virum Vipers

Unsere Gäste kommen das dritte Jahr in Folge aus Dänemark. Der Einladung vom DBV Charlottenburg ist ein erfolgreicher Verein aus einem Vorort der Hauptstadt Kopenhagen gefolgt. Die Virum Vipers haben schon zum Jahresanfang das internationale Turnier in Lund gewonnen und dabei im Endspiel TuSLi geschlagen. Sie fahren also nach Berlin mit einem klaren Ziel: als erster ausländischer Gewinner den Hermut-Weber-Cup in Erinnerung zu behalten.

Der Spielplan wird in Kürze veröffentlicht. Bis dahin kann man schon den Termin fett in den Kalender eintragen: An Pfingsten internationaler U14-Basketball auf höchstem Niveau in der Sömmeringhalle!

Auf einen Kaffee mit… Thabo Paul (NBBL)

Kaffeeklatsch mit Thabo

Der kleine Spielmacher ist groß geworden. Genau gesagt 1,80 Meter – „Mit Schuhen und Haar“, scherzt er. Aus dem Minispieler der vor fast zehn Jahren sein erstes Training im DBV-Trikot absolviert hat ist inzwischen ein ProB-Spieler geworden. Und ein Student der Filmwissenschaft, der sein Leben in unserem Verein verfilmen würde. Was er im Drehbuch schriebe und was er von seinen letzten NBBL-Spielen erwartet, hat uns der 18-jährige Thabo Paul auf einen Kaffee verraten.   

Hallo Thabo, die NBBL-Saison steht vor der heißen Phase. Die letzte deiner Jugendkarriere. Aufgeregt? 

Wir haben noch zehn Tage bis zum ersten Playoff-Spiel in Leverkusen. Die Spannung hält sich noch im Rahmen. Sie wird mehr, wird aber auch mehr Motivation mit sich bringen. Das letzte Kapitel steht an, das muss großartig sein.

In der Hauptrunde hat es für den dritten Platz gereicht. Entspricht das der abgelieferten Leistung? 

Man kann es so formulieren: Ja, weil wir unser Schicksal in unseren Händen gehabt und die Chance nicht genutzt haben. Wir haben gezeigt, dass wir auch den zweiten Platz hätten erreichen können, da wir gegen Alba gut gekämpft und den direkten Vergleich mit den Piraten gewonnen haben. Aber wir haben uns gegen Braunschweig einen Ausrutscher zu viel geleistet. In den Playoffs werden die Karten neu gemischt.

Seit diesem Jahr bündeln in der NBBL der DBV Charlottenburg, TuSLi und auch der RSV Eintracht die Kräfte. Hat das Einfluss auf die Teambildung gehabt? 

Wir haben mit Anton Kamke, Jonas Wagner und Jordan Müller drei sehr gute Spieler dem alten Kern hinzugefügt. Klar, die Integration klappt nicht auf Anhieb, aber wir sind sehr gut als Team zusammengewachsen. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr positiv und das merkt man auch auf dem Spielfeld. Ansonsten bekommen wir Spieler von der Kooperation relativ wenig mit. Wichtig ist sicherlich, dass wir dadurch zwei Mannschaften in der 2. Regionalliga haben, in denen die jüngeren Spieler Erfahrung sammeln können.

Mit Anton teilst du auch die Erfahrung in der ProB mit dem RSV. Was nimmst du aus dieser Erfahrung mit? 

In Stahnsdorf wird Basketball ganz anders als in Charlottenburg gelebt. Der Verein ist professioneller aufgestellt, allein durch die Tatsache, dass einige Spieler aus Übersee kommen. Die Kulisse ist einzigartig: Jedes Spiel ist wie ein Ereignis für die ganze Kleinstadt, jeder Erfolg des Teams wird groß gefeiert. Mir gefällt es. Mir gefällt es, dass die Kinder mit uns nach dem Spiel abklatschen möchten. Oder dass jemand aus dem Nachbarauto dir „Viel Erfolg“ auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel wünscht. Was im Verein so professionell ist, ist im Alltagsleben sehr familiär.

Thabo im Spiel gegen AlbaWas hast du in diesem Jahr gelernt? 

Ich arbeite daran, mit weniger Minuten und weniger Verantwortung einen merkbaren Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Klingt komisch, aber Verantwortung „abzugeben“ ist genauso schwierig wie Verantwortung zu „übernehmen“. Ich habe im Team ein sehr gutes Vorbild: Niko Schumann (Jahrgang 1992). Er spielt durchschnittlich 30 Minuten und leistet sich keinen Fehler, sowohl im Spielaufbau als auch in der Verteidigung. Das ist mein nächster Schritt.

Könnte der nächste Schritt auch weg von Berlin sein? 

Das würde ich mir zweimal überlegen. Zum einen wegen des in diesem Jahr angefangenen Studiums der Kommunikations- und Filmwissenschaft. Zum anderen weil ich Basketball immer beim DBV gespielt habe und das würde mir fehlen. Mir würden die Freunde fehlen, die familiäre Stimmung im Verein.

Apropos Filme und Vereins-Basketball. Wie würdest du deine Jahre beim DBV verfilmen? 

Das wäre auf jeden Fall ein sehr lustiger Film mit sehr vielen Hauptcharakteren. Mindestens fünfzehn, meistens Jugendliche, bei denen man beobachten kann, wie sie Erwachsene werden und wie sich gegenseitig positiv beinflussen.

Was wäre der Ausgangspunkt? 

Mein erstes Basketball-Jahr in der ersten Klasse. Diese Sportart hat schon in meiner Familie eine prominente Rolle gespielt. Meine Brüder Amo und Dube haben selber beim DBV gespielt und meinen ersten Basketball habe ich mit 5 geworfen. Das wäre der Prolog. Dann kommt der Hauptteil, der erzählen würde, wie mir der DBV neue, dauerhafte Freundschaften und tausende glückliche Momenten mit wunderschönen Mitspielern beschert hat.

Die Top3 der besten Momente? 

Platz eins: mein einziger Turniersieg (lacht). Mit der U12 in Göttingen. Spielen ist schön, aber Gewinnen ist das Sahnehäubchen. Ein unglaubliches Gefühl. Platz zwei: Die JBBL-Quali. Im Jahr davor waren wir abgestiegen, also wir hatten den Druck, uns wieder einen Platz zu ergattern. Was uns am Ende gelungen ist. Platz drei: Playoffs in Paderborn. Es war mein erstes Playoff-Spiel überhaupt, in einer kleinen Halle gegen die hochfavorisierten Finke Baskets aus dem Westen. Ich bin nach drei Minuten umgeknickt und habe anders „mitspielen“ müssen. Das Spiel haben wir in der letzten Sekunde gewonnen. Da habe ich mir gedacht: „Wir können jeden schlagen. Wir werden Meister!“. Leider ist in den folgenden beiden Spielen Paderborn seiner Rolle gerecht geworden und ist dann weitergekommen.

Klappt es dieses Jahr mit dem Einzug in die zweite Playoffs-Runde?

Leverkusen ist ein eingespieltes Team, aber wir haben uns gesteigert und jetzt wollen wir beweisen, dass die AB Baskets unter die besten acht Teams Deutschland gehören. Ich wünsche mir für das Heimspiel Mitte April die lautstarke Unterstützung unserer Minis. Das bringt mich zu der Zeit zurück, als ich fasziniert die älteren – und größeren – Spieler bewundert habe und ihnen nachmachte (lacht).

Vielen Dank für das Gespräch, Thabo. Wir wetten darauf, dass am 10. April die Tribüne in der Sömmeringhalle voller begeisterter Kinder sein wird!  

Auf einen Kaffee mit… Renaud Kenfack

Ende letzten Monats ist die DBV-Family um vier neue D-Trainer reicher geworden. Wir haben bei Renaud Kenfack auf einen Kaffee nachgefragt, wie steil der Weg dahin war. Und ob ihm sein Luftfahrttechik-Studium dabei geholfen hat. 

Hallo Renaud, das Wichtigste vorab: Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung! Hat sie dir viel abverlangt?

Vielen Dank! Ich war ein wenig nervös, das muss ich schon einräumen. Bei dem schriftlichen Teil hat man es kaum gemerkt, bei dem praktischen ist es mehr aufgefallen.

Kannst du uns kurz schildern, worum es ging?

Im schriftlichen Teil mussten wir beweisen, dass wir die Inhalte der wochenlangen Seminare verinnerlicht haben. Für die Praxis haben wir einen Trainingsplan zusammengestellt und einen Teil davon selber ausgeführt. Die Prüfer fanden den Plan gut, die Methodik hätte ich mehr ausfeilen müssen.

Wie verläuft die Vorbereitung auf die Prüfung?

Anders als bei der E-Lizenz, bei der man nun ein Tagesseminar absolvieren muss, besucht der angehende Trainer einen mehrwöchigen Kurs. Dabei gehen die Verantwortlichen auf verschiedene Themen ein. Auf dem Plan stehen die Grundlagen der Technik und wie man sie beibringt sowie die ersten taktischen Maßnahmen, wie die Stellung in der Defense und der Angriff in der Überzahl. Parallel werden auch weitere „nicht technische“ Aspekte vertieft, wie der Umgang mit Spielern und der organisatorische Aufwand.

Es klingt nach etwas, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. 

Von wegen auf die leichte Schulter! Es hat sich so stressig wie in der Schule angefühlt. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die DBV-Family mit einer kleinen Gruppe vertreten war. Es hat alles viel einfacher gemacht. Ich gratuliere Adnan, Arina und Siddhartha zur D-Lizenz und sag ein fettes „Viel Erfolg!“ an Timo, der demnächst dran ist.

Wozu dient die D-Lizenz?

Zunächst wird sich für mich kaum was ändern. Moritz (Maier) und ich werden weiter die beiden U9-Teams (Anfänger und Fortgeschrittene) betreuen, die wir dieses Jahr ganz übernommen haben, nachdem wir letztes Jahr Erfahrung an der Seite von Stephan McCollister sammeln durften. Da ich 19 bin, würde ich den Einstieg bei den älteren Teams noch um ein paar Jahre verschieben wollen.

Wie teilt ihr euch die Arbeit auf?

In der Regel leitet Moritz die Trainingseinheiten und ich greife ein, wenn Fehler oder Ungenauigkeiten in der Umsetzung auftreten. Bei den Spielen wechseln wir uns ab beim Coachen, um einen besseren Überblick über den Spielverlauf zu behalten.

Was macht dir am meisten Spaß dabei?

Die Stimmung im Team. Es herrscht Harmonie zwischen Trainern, Spielern und Eltern, wie sich jüngst auch auf der Weihnachtsfeier „im fremden Land“ gezeigt hat. Wir haben in einer Trampolinhalle gefeiert und da ist mir einmal mehr aufgefallen, wie sehr wir alle in die gleiche Richtung blicken.

Das ist der Traum jedes Trainers!

Es gibt auch die Kehrseite der Medaille. Es ist nicht immer einfach, die Trennung zwischen der Rolle des „älteren Freundes“ und des „Trainers“ einzuhalten. Man muss ein Händchen entwickeln, um die Fehler zu korrigieren, ohne den Spaß zu verderben. Das habe ich mir vor einigen Jahren von einem anderen Coach der DBV-Family abgeschaut, Max Wiese.

Erzähl mal!

Ich hatte eigentlich mit dem aktiven Basketball fast aufgehört, weil ich keine Lust mehr hatte. Dann wurde Max Trainer „meiner“ U18 und die Welt hat sich plötzlich geändert. Er ist ein lockerer und kompetenter Trainer, der Interesse weckt. Zumindest bei mir. Seineswegen habe ich nicht nur weiter gespielt, sondern habe ich den Weg zum „Trainersein“ eingeschlagen. Vielen Dank, Max!

Du studierst „nebenbei“ Maschinenbau an der TU. Wie gelingt dir der Spagat zwischen Studium und Basketball?

Man bräuchte eigentlich 36-Stunden-Tage, um alles zu schaffen, aber wenn man motiviert ist, plant man auch seine Zeit besser ein. Das ist eine sehr gute Übung, denn Planung gehört sowohl in der Ingenieurwissenschaft als auch im Basketball zu den Kernaufgaben.

Siehst du auch weitere Zusammenhänge?

Viele sogar. Kreativität gehört zu beiden Feldern sowie das sogenannte „problem solving“, häufig mit einer Reaktionszeit von wenigen Minuten, wenn nicht Sekunden. Und man muss selbstverständlich Verantwortung übernehmen wollen.

Lieber Renaud, vielen Dank für das nette Gesprach.

Gern geschehen. Ich muss jetzt leider los… die Mechanik-Bücher warten auf mich. Das besagt der Tagesplan!

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