Artikel der Kategorie: Vereins News

DBV-Sommercamp mit 24 Kindern

Zum Abschluss der Sommerferien fand der alljährliche DBV-Sommercamp – erstmals unter der Leitung von Unserem Minitrainer Reza Ghasseminia – statt. Unterstützung bekam er von Phillipp Bertelsman, Sinan Kastens, Tomy und Leon, die bei der U20 des DBV spielen. Leon wird auch unser neuer FSJler und hat einen sehr guten Job gemacht in der Halle.

Trotz vieler Urlauber schafften es 24 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren zum Camp und lernten spielerisch und mit viel Spaß von 9 bis 16 Uhr jeden Tag neue Aspekte des Basketballs kennen.

Der Hauptfokus lag auf den Grundlagen der Athletik und dem zusammen Spielen.

Eine Tradition behilt man natürlich bei: In der Mittagspause nahm man den Weg von der Schiller Halle zur Uni Mensa und die Kinder durften mit den Studenten Mittagessen. Über die basketballspezifischen Aspekte hinaus wurden die Kinder auch auf Werte wie Zusammenhalt und Gegenseitigen Respekt aufmerksam gemacht.

Es gab immer wieder kleine Überraschungssnacks zwischendurch, sodass die Kinder auch die letze Stunde bei einem 4vs4-Turnier gestärkt ihr Können unter Beweis stellen konnten. Es war eine sehr angenheme Woche mit Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Am Ende gab es T-Shirts und viele Preise.

Ein großer Dank geht an die Helfer und an auch Nuscha und Max, die sich in Vorfeld darum gekümmert haben, das alles wie am Schnürchen läuft.

U16-EM in Kaunas | Ehemalige DBVlerin Clara ist dabei!

Vom DBV Charlottenburg bis in die Nationalmannschaft. Clara Wilke hat es geschafft! Am kommenden Freitag startet die Nachwuchsspielerin, die unter der Leitung vom JBBL-Trainer Patrick Deitel die Grundlage unserer Sportart gelernt und verfeinert hat, in die U16-Europameisterschaft.

Am vergangenen Montag hat Bundestrainer Pierre Hohn die Spielerliste offiziell bekannt gegeben. Aus Berlin fährt ins litauische Kaunas auch Lina Sontag von unserem Kooperationspartner TuS Lichterfelde. Beide hatten schon im Vorfeld am Lehrgang in Heidelberg und am Vorbereitungsturnier in Frankreich sowie an fünf weiteren Testspielen gegen Schweden (eine Niederlage), Lettland (zwei Niederlagen), Tschechien (ein Sieg, eine Niederlage) erfolgreich teilgenommen. Für Clara (im Bild mit der Nummer 10) eine besondere Anerkennung, da sie ein Jahr jünger ist als viele ihrer Kolleginnen. „Die Stimmung im Team war sowohl in den Trainings- und Spieleinheiten, als auch außerhalb vom Spielfeld super. Wir haben uns alle sehr gut verstanden und haben uns auch schnell zu einem richtigen Team zusammengefunden“, fasst Clara die Erfahrung der letzten Wochen zusammen.

Das erste Spiel steigt am kommenden Freitag um 14.15 Uhr (Lokalzeit) gegen Russland.

Ü40 | Aus Wolfenbüttel mit Silber

Für die Ü40-Senioren des DBV Charlottenburg ging es bei der DM-Endrunde am vergangenen Wochenende darum, den Pokal nach dem im letzten Jahr ganz knapp verlorenen Finale wieder zurückzuerobern!

Ausrichter war dieses Mal der MTV-BG Wolfenbüttel in Niedersachsen.

Das Teilnehmerfeld war mehr oder weniger altbekannt; interessanterweise fehlte der Titelverteidiger aus Rosenheim.

Gespielt wurde im 4 x 7 Minuten-Format, auf Großfeld.

Der DBV Charlottenburg, der dieses Jahr um die Rookies Milan Pesic und Vladimir Bogojevic bereichert wurde, reiste mit einem 9-köpfigen Team aus Berlin an.

Für ex-Nationalspieler Bogojevic war dies das erste Turnier nach fast jahrzehntelanger Abstinenz vom aktiven Basketball.

Die Vorrunde bot wenige Überraschungen, bis auf die sehr traurige Tatsache, dass sich besagter Vladimir im ersten Spiel gegen Köln gleich so stark an der Achillessehne verletzte, dass er aus dem Turnier ausscheiden musste – fortan spielte der DBV zu acht.

An dieser Stelle, lieber Vladi, beste Genesung!

Die Paarungen in der sehr intensiv geführten und auch aufgrund der Temperaturen sehr hitzigen Vorrunde lauteten: BG Köln: 41 – DBV Charlottenburg: 51, DBV Charlottenburg: 45 – BG Leitershofen-Stadtbergen: 36, und am Sonntag DBV Charlottenburg: 55 – TSG Wiesloch: 40. In dieser Partie wurde teilweise mehr diskutiert als gespielt… wie stets bei diesem Match-Up.

Das Finale, der Kampf um den begehrten Titel, war ein Showdown mit einem alten DBV-ü40-Dauerrivalen, der mit einem großen Kader angereisten TG Würzburg um Center und Captain Burkhard Steinbach.

Der DBV begann ungewohnt wach und aufmerksam extrem kombinationsfreudig und angriffslustig.

Angeführt von einem glänzend aufgelegten Milan Pesic, traf unsere erste Fünf (Pesic, Zimmermann, Lenhardt, Lütcke, Kollat) fast nach Belieben – ein Traumstart!

Nach einem 11:2-Lauf des DBV nahm Würzburg eine erste Auszeit, stellte um und holte peu à peu auf.

Danach ging es hin und her, es wurde sehr toller Basketball geboten und die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten.

Die Ergebnisse der ersten drei Viertel aus Sicht des DBV: 15-14, 10-12, 15-14.

Das 4. Viertel war ein wahrer Thriller, bei dem auf DBV-Seite Kai Zimmermann groß rauskam: 3 erfolgreiche Dreipunktewürfe und 2 von 3 Freiwürfen, die bei einem Dreier-Versuch mit Foul gewährt wurden.

Noch erfolgreicher waren allerdings die Würzburger, insbesondere die ex-Bundesliga-Spieler Nico Wucherer und Lars Busse, die in der crunch time die nötigen Reserven hatten und die Nerven behielten.

Sowohl an der Freiwurflinie, wie auch aus der Mitteldistanz trafen diese beiden zu Spielende die entscheidenden Würfe. Am Ende lautete es 55:52 für Würzburg.

Was für ein Kampf, was für ein tolles Spiel – Glückwunsch nach Würzburg.

Der DBV Charlottenburg wird im nächsten Jahr wieder die Qualifikation in Angriff nehmen und um den Titel kämpfen – das Ding muss endlich wieder an die Spree.

Wir kommen wieder!

Herzlicher Dank nochmal an unsere Spieler Sebastian Machowski und Thomas Tripp, die im Februar in Neumünster die Qualifikation zur DM sicherstellen halfen, bei der Endrunde aber fehlten.

Die DBV-Spieler direkt nach der Finalniederlage von links nach rechts:

Kai Zimmermann (33), Oliver Stamm (9), Laurens Lipperheide (55), Niklas Lütcke (15), Milan Pesic (20), Christian Krämer (91), Oliver Lenhardt (6), Jens Kollat (12).

Vielen Dank nochmal an den MTV-BG Wolfenbüttel für die sehr freundliche und gute Ausrichtung!

Ehemalige DBVlerin Clara ist Nationalspielerin!

Seit nunmehr einem Jahr ist Clara Wilke nicht mehr in unserer Familie. Altersbedingt musste sie den DBV Charlottenburg letzten Sommer verlassen.

Über ihre nächste Station Spandau/Alba ist es nun unserem Eigengewächs Clara den großen Sprung gelungen.

Vom 31.Mai bis zum 4. Juni fand in Alsfeld das U15-Leistungscamp statt, am Ende dessen Bundestrainerin Janet Fowler-Michel 12 Nationalspielerinnen nominiert hat.

Es war einfach ein überwältigender Moment, als ich die Zusage bekommen habe und es ist eine sehr große Ehre für mich für Deutschland spielen zu dürfen, erklärt Clara auf dem Rückweg.

Zusammen mit ihr wurden auch Martha Pietsch und Lina Sontag von unserem Kooperationspartner TuS Lichterfelde nominiert.

Die neu gebildete U15-Nationalmannschaft steht vor ihrem ersten internationalen Einsatz. Vom 12.-14. Juni 2018 versammelt sich der Kader zum Lehrgang in Kienbaum, ehe es zu einem internationalen Turnier nach Kaunas geht (15.-17. Juni 2018).

DBV-Oldies in Griechenland

Die erste internationale Reise der damals „legendären“ 6. Mannschaft des DTV Charlottenburgs ging nach Griechenland.

Am 14. Juni 1981 spielten wir in Chalkis (eine Autostunde nördlich von Athen) gegen A.L.E.X. Chalkis.

Das Spiel wurde mit 91:70 gewonnen und die damaligen Topscorer waren: Gerhard Stockheim (20), Lutz Wadehn (18) und Frank Schuldt (16).

Nach fast genau 37 Jahren kam es nun zu Rückspiel. Wiederum in Chalkis und zwar am 19. Mai.

Diesmal ging das Spiel mit 38:37 verloren.

Und diesmal waren unsere Topscorer Detlev Schneider (14) , Lutz Wadehn (10) und Carsten Petersen (8)

Die Stimmung in der Halle war großartig und das gemeinsame Essen danach direkt am Hafen von Chalkis einfach köstlich.

TS Jahn München ist HWC-Sieger 2018

Der Hermut-Weber-Cup Nummer elf erzählt die Cinderella-Story der TS Jahn München. Das bayerische Team, das sich als Ziel 2019 nichts Geringeres als die Deutsche Meisterschaft gesetzt hat, holt sich den HWC-Titel gleich bei der ersten Teilnahme.

Die Bayern ließen im Finale den Young Rasta Dragons keine Chance. Dem Team aus Niedersachsen gelang es, mit dem ersten Korb des Spiels in die Führung zu gehen – diese blieb auch die letzte. Die Bayern rollten auf das Feld ihre beste Verteidigung aus, zwangen die Dragons zu schmerzhaften Ballverlusten und erarbeiteten sich auf dieser Weise einen zweistelligen Vorsprung (9:19). Dieser wuchs allmählich bis zum Ende des dritten Viertels auf 20 Zähler (28:48), was nach der Vorentscheidung aussah. Die Dragons gaben sich auch im letzten Abschnitt kämpferisch, aber die Münchner rafften sich schnell wieder zusammen, als der Gegner zu nah herankam (34:50) und fuhren den verdient Turniersieg (41:64) ein. So war für den TS Jahn München der Grundstein zum erreichen des ambitionierten Ziels gelegt. Doppelt jubeln durfte Nico Hirtl, der zum wertvollsten Spieler des Turniers gekürt wurde. Die Auszeichnung als besten Verteidiger bekam Jonah Albert (Young Rasta Dragons).

Bamberg ist Dritter

Erstmals in der Geschichte des Charlottenburger Pfingstturniers kam keine Berliner Mannschaft auf den Podest. Im kleinen Finale ruhten die Hoffnungen der Hauptstädter auf unseren Kooperationspartner TuS Lichterfelde. Die Jungs um Headcoach Tom Gewald zogen allerdings gegen Brose Bamberg den Kürzeren. Das Spiel entschied sich erst in den letzten drei Minuten, als sich die Franken eine 7-Punkte-Führung erarbeiteten. TuSLi versuchte mit den letzten Kräften sich aufzuschließen, konnte jedoch die knappe Niederlage nicht verhindern (41:46).

HWC ohne Berliner Highlights

Die weiteren drei Berliner Mannschaften – auch sehr ungewöhnlich – belegten am Ende die letzten drei Plätze. Die BBV-Auswahl des jüngeren Jahrgangs musste den fünften Platz dem FC Bayern München überlassen, währen Alba Berlin und der Gastgeber DBV Charlottenburg den siebten Platz unter sich ausmachen durften. Es war am Ende der DBV, der sich sieglos vom Turnier verabschieden musste. Für die gezeigte Leistung über die drei Tage hätten allerdings die Jungs eine bessere Bilanz verdient. Im Spiel um Platz sieben spielte der DBV lange ad Augenhöhe mit Alba und gewann auch den zweiten Durchgang. Dennoch reichte es nicht, um den Rückstand der ersten Hälfte auszugleichen und die rote Laterne dem Titelverteidiger abzugeben.

Für den DBV eine spielerisch positive Bilanz

Trainer Max ist trotzdem zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Die Jungs haben sich im Laufe des Turniers gesteigert und streckenweise guten Basketball gespielt. Wir nehmen aus diesem HWC auf jeden Fall viel mit. Wenn ich jetzt an Leistung in der Quali denke, sehe ich, dass wir uns in ein paar Wochen schon viel verbessert haben. Das ist eine gute Voraussetzung für die kommende Saison.

Auf der Facebook-Seite von unserem Fotografen Andreas Huss aka Alter Keeper befindet sich die Galerie zum Finaltag. Viel Spaß beim Anschauen!

„Jungs, zeigt, was ihr drauf‘ habt!“ – Bennet Hundt im Interview

Der Berliner Bennet Hundt, 19 Jahre, ist Aufbauspieler bei Alba Berlin. In der aktuellen Spielzeit schaffte er den Durchbruch im Profikader. Ein Mittelfußknochenbruch im Januar zwang ihn zu einer ungewollten Pause. Wir nutzten die trainingsarme Zeit und sprachen mit Bennet über seine Bilderbuch-Karriere, das Leben als Rookie in einer Profi-Mannschaft und den Hermut-Weber-Cup (Interview vom 12.04.2018).

. Bennet, erste Frage: wie geht’s Deinem Fuß?

Gut soweit, deutlich besser auf jeden Fall. Die Ärzte haben gesagt, die Röntgenbilder sehen gut aus, ich darf nun Woche für Woche die Belastung steigern.

. Wie sieht Dein Trainingsprogramm zurzeit aus?

Ich befinde mich im Aufbautraining und kann hoffentlich auch bald wieder ins Teamtraining einsteigen, sodass auch dem Spielen dann nichts mehr entgegensteht. Zurzeit bedeutet das: viel Individualtraining, z.T. auch mit dem Ball – Dribbeln, Passen, Werfen – aber noch mit geringer Intensität. Ich bin viel im Kraftraum, um die Kraft in den Beinen und die Balance im Fuß aufzubauen.

. Wann wirst Du wieder eingreifen können?

Kommt drauf an, wie der Fuß reagiert. Ich hoffe, in drei bis vier Wochen. Das ist bei Mittelfußknochenbrüchen aber eher eine Schätzung.

. Wie gehst Du mit Verletzungen generell um?

Es ist schwer für mich, gerade weil ich immer viel Glück hatte. Ich war bisher nie schwer verletzt, hatte mich in der Zeit vor der Verletzung fit und wohl gefühlt. Gerade zu diesem Zeitpunkt passiert es dann. Du denkst dann schon ‚Warum gerade jetzt, warum gerade ich?‘ Da steckt man schon mal den Kopf in den Sand, wenn der Arzt dir sagt, dass du acht Wochen auf Krücken laufen sollst. Aber als Leistungssportler musst du leider immer damit rechnen. Meine Eltern, meine Familie hat mich in der Phase unterstützt, mich aufgebaut. Ich habe das Beste daraus gemacht: Die viele Physiotherapie lenkt ab, die restliche Freizeit habe ich auch mal andere Dinge machen können, um den Kopf frei zu bekommen.

. Du bist seit dieser Saison fester Bestandteil des ALBA-Profikaders, hast den zwischenzeitlichen Ausfall von Peyton Siva und Spencer Butterfield nutzen können und spieltest zuletzt (vor der Verletzung) regelmäßig für das Team. Wie ist das so als Spielmacher auf internationaler Bühne?

Das ist natürlich eine super Erfahrung. Klar war ich aufgeregt, aber am Ende ist es auch nur ein Spiel, das ich aber natürlich sehr genossen habe (benennt als Beispiel das Spiel im Eurocup in Krasnodar). Am meisten hat mir dabei die Saisonvorbereitung geholfen, in denen wir junge Spieler, also beispielsweise auch Kresimir (Nikic) und Hendrik (Drescher), viel Einsatzzeit bekommen haben. Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Eben genau für die Situation, dass ich mal gebraucht werde.

. Von außen betrachtet ging es für Dich immer weiter nach oben. Im Jugendbereich bei TuS Lichterfelde, JBBL, dann der Wechsel zu Alba Berlin, NBBL, Pro B, nun Bundesliga und Eurocup. Wie hast Du diesen Weg erlebt?

Es ging immer bergauf, das kann man schon sagen. Die Tiefs gab es natürlich auch, wie bei jedem. Ich habe mir immer kurzfristige Ziele gesetzt, mich gefragt: ‚Wie kann ich mich heute verbessern? Wie in den nächsten Monaten?‘ und mich dann durch kontinuierliche Arbeit verbessert. Einen großen Anteil des Erfolges schiebe ich auf meine Arbeitseinstellung. Ich glaube, es gibt viele talentiertere Spieler als mich, die aber weniger hart arbeiten. Ich musste mich schon auch ‚durchkämpfen‘. Von außen betrachtet habe ich nun mal nicht die besten Voraussetzungen für einen guten Basketballer.

. Welchen Anteil hat Coach Aito an Deiner derzeitigen Entwicklung? Er gilt ja als Experte in Sachen Spielerentwicklung…

Einen großen Anteil! Er hat uns jungen Spielern von Beginn an viel Vertrauen geschenkt, ist sehr geduldig. Es geht ihm in erster Linie darum, jeden Spieler zu verbessern. In der Saisonvorbereitung ging es ihm nie um das Gewinnen. Wir haben viele Spiele verloren, weil er die Teamentwicklung vorn angestellt hat. Auch jetzt, während der Saison, versuchen wir Schritt für Schritt besser zu werden.

. In der Tat hat es den Anschein, dass ihr mit fortschreitender Saison immer stabiler werdet. Was steckt hinter dem Erfolgsrezept?

Er (Aito) hat seine eigene Philosophie. Er gibt uns ein Gerüst, wenige Spielsysteme, und wir sollen diese dann mit unseren individuellen Fähigkeiten und Ideen füllen. Er weiß extrem viel und versteht es, Spieler zu motivieren. Außerdem bringt seine geballte Basketball-Erfahrung in jedes Training und jedes Spiel ein. Das ist schon beeindruckend.

. Konkret? Wie zum Beispiel?

Er hat eine sehr ruhige Art. Es gab Spiele, da habe ich mich an ehemalige Trainer erinnert, die wären bei der Halbzeitansprache ausgerastet, hätten rumgebrüllt. Aito ist dort extrem ruhig geblieben, hat klar benannt, was wir zu verbessern haben, uns durchaus auch kritisiert, aber letztlich eher motiviert, es die zweite Hälfte anders zu machen. Das habe ich so von noch keinem anderen Trainer erfahren. Ein weiteres Beispiel – das Pokal-Viertelfinale gegen Ludwigsburg: Wir spielten eine solide erste Halbzeit, bis sich kurz vor der Pause Peyton (Siva) verletzte. In der Kabine sagte uns Aito, dass es in der zweiten Halbzeit ein komplett anderes Spiel werden wird. Er meinte, ohne unseren Anführer hätten wir nun keinen Druck mehr, gewinnen zu müssen. Wir sollten uns nicht auf den Score konzentrieren, sondern alles an Energie und Leidenschaft aufs Feld werfen, wofür wir bereit seien. Das hat uns extrem motiviert. Auch wenn ich da schon verletzt war, so habe ich doch gespürt, wie ein Ruck durch die Mannschaft geht. Im dritten Viertel sind wir direkt mit 10, 15 Punkten in Führung gegangen, das Spiel haben wir gewonnen.

. Und welchen Einfluss hat Ex-DBV-Trainer und derzeitiger Alba-Co-Trainer Thomas Päch?

Das Trainerteam Aito, Thomas und Israel (Gonzalez) arbeitet sehr gut zusammen. Sie machen gemeinsames Scouting vor den Spielen, schauen viel Video. Thomas und Israel trainieren mit uns viel im technischen Bereich individuell: Wir arbeiten viel am Ballhandling, sie zeigen uns neue Moves, neue Passtechniken. Damit hat Thomas einen sehr großen Anteil an der Entwicklung des Teams.

. Mit Jonas Mattisseck (2000) und Hendrik Drescher (2000) stehen noch weitere Akteure im Kader, die Du aus Zeiten im Berliner Jugendbasketball noch kennst. Wie ist das so als „Erfahrener“ unter den Jungen im Team?

Wir sind alle Rookies – da kommt es nicht darauf an, ob du 17, 18 oder 19 bist. Wir werden dementsprechend alle gleich behandelt.

. Trikottasche tragen, Wasser schleppen… Gibt es auch im Profi-Team typischen Rookie-Aufgaben?

Ja, auf jeden Fall. Bei Auswärtsfahrten muss ich immer die Eis-Box tragen. Wenn wir zu den Spielen fliegen, dann ist die Box immer Handgepäck. Das ist ein riesiges, sperriges Ding! Man hat ja noch seinen Rucksack, dann die Eis-Box in der Hand. Bei der Security-Kontrolle musst du denen dann ganz genau erklären, was das da drin ist. Dann gucken sie dich komisch an. Im Flugzeug angekommen, passt die Box dann nicht in die Gepäckablage. Das ist dann schon etwas nervig.

. Wir machen mal einen gedanklichen Sprung in die Vergangenheit: Ein Turnier, das Deinen Karriereweg gekreuzt hat (damals noch als Spieler bei TuS Lichterfelde), war der Hermut-Weber-Cup. Welche Erinnerungen hast Du an das Pfingstturnier im Jahr 2011?

Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern. Es war ein interessantes Turnier, weil es uns einen Ausblick auf die folgende Saison gegeben hat. Wir haben damals in der Schillerstraße im Finale gegen Alba gespielt und gewonnen. Gefühlt war es sehr voll in der Halle und die Stimmung war extrem gut. Das hat enorm Spaß gemacht. Gekrönt wurde das Turnier für uns sicherlich mit dem 1. Platz und meiner Auszeichnung als bester Verteidiger.

. Wo steht Dein „Best Defensive Player“-Pokal?

Der steht nach wie vor in meinem Zimmer. (Bennet dreht sich vom Handy weg, schaut sich im Zimmer um. Dann entdeckt er den Pokal.) Er steht neben dem Sieger-Pokal „1. Platz. 4. Hermut-Weber-Cup 2011“. Den durfte ich auch behalten.

. Dieses Jahr stehen mit die besten 2005er der Republik zum 11. Hermut-Weber-Cup auf dem Feld.

Wow, schon 2005er? Die Zeit vergeht… Sie sollen die Zeit genießen, Spaß haben. Es ist ein gutes Turnier um zu zeigen, was man kann, sich mit den besten Gleichaltrigen aus Berlin und ganz Deutschland zu messen. Solche Turniere hat man nicht alle Tage, bei denen man gegen Bayern München, Brose Bamberg und Rasta Vechta spielen kann. Also nochmal: ‚Jungs, zeigt, was ihr drauf` habt!‘

. Apropos „Drauf` haben“. Du bist mit knapp 1,80 m für Basketballverhältnisse ein kleiner Spieler. Welche Eigenschaften haben Dir geholfen, Dich bis oben durchzukämpfen?

Mein Ehrgeiz und meine Einstellung, mich immer durchsetzen zu wollen, haben mir am meisten geholfen. Hinzu kommt die Liebe zum Sport. Ich habe früh begonnen mit Basketball, habe immer Spaß dabei gehabt und mich immer gefreut, wenn ich in der Halle stehen durfte.

. Viele jüngere Spieler mit ähnlicher Körpergröße fragen sich, ob ein bestimmter Move ihnen vielleicht weiterhelfen würde, um ähnliche Ziele wie Deine zu erreichen. Wie sieht der „Bennet-Hundt-Signature-Move“ aus?

Ich glaube, es gibt nicht EINEN Move. Ich habe inzwischen relativ viele Bewegungen, die ich gelernt habe, in verschiedenen Spielsituationen sinnvoll einzusetzen. Ich habe von klein auf viel ausprobiert, viel gedribbelt und damit ein gutes Ballhandling und Ballgefühl generell entwickelt. Das hilft dann dabei, die Abläufe später perfektionieren zu können. Noch habe ich keinen persönlichen Move, aber den „Bennet-Hundt-Move“ wird es bald geben…

. Zumindest hast du bereits Eindruck beim DBV hinterlassen. In einigen Jugendmannschaften haben wir die „Hundt-Defense“ bereits als Schlagwort etabliert.

Sehr gut, das freut mich. (lacht)

. Lass uns an Deinen weiteren Planungen teilhaben. Wie wird es weitergehen mit Bennet? Welche Schlagzeile würdest Du am liebsten in fünf Jahren über Dich lesen?

(Bennet überlegt) So was wie ‚Bennet Hundt führt Alba Berlin zum Meistertitel‘ oder so ähnlich wäre doch schon eine schöne Schlagzeile.

. Das klingt doch schon sehr nach einem Loyalitätsbekenntnis…

Ich bin momentan bei Alba, habe noch ein Jahr Vertrag. Mir geht es extrem gut hier, ich fühle mich wohl.

. Bennet, viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg und vielen Dank für das Gespräch.

Titelfoto: Camera4

Ü45 | Silber in Hütte

Für die Ü45-Senioren des DBV Charlottenburg ging es bei der Deutschen Meisterschafts-Endrunde am vergangenen Wochenende um die Verteidigung des letztjährigen Titels.

Ausrichter war dieses Jahr der TV Georgsmarienhütte, gelegen im Südwesten des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.

Das Teilnehmerfeld war das mehr oder minder altbekannte; mit der Ausnahme, dass der SC Rist Wedel als junger Neuling am Turnier der über 45-jährigen erstmalig teilnahm. Gespielt wurde am Samstag auf Kleinfeldern im Modus 2 x 10 Minuten, die Platzierungsspiele wurden am Sonntag auf Großfeldern ebenfalls  à 2 x 10 Minuten und das Finale in 4 x 7 Minuten ausgespielt.

Der DBV Charlottenburg, der auch dieses Jahr u.a. auf die unermüdliche Treffsicherheit des fast 61-jährigen Veteranen mit Legenden-Status, John Dronsella, setzen durfte, reiste mit einem 10-köpfigen Team an.

Für Teamcaptain Igor Rücker war dies das erste Turnier nach monatelanger verletzungsbedingter Sportabstinenz.

Vorrunde ohne Überraschungen

Die Vorrunde bot wenige Überraschungen, solide konnte diese mit zum Teil sehr sehenswerten Kombinationen ohne Niederlage gemeistert werden.

Die Paarungen lauteten: DJK Eggolsheim: 24 – DBV Charlottenburg: 37 (Halbzeit: 10:17), DBV Charlottenburg: 33 – BG Halstenbek-Pinneberg: 21 (HZ: 17:13), DBV Charlottenburg: 40 – VFK Boele-Kabel: 27 (HZ: 26:15).

K.O.-Runde: DBV schlägt Düsseldorf und Köln

Das Viertelfinale gewann der DBV nach knapper Halbzeitführung gegen die ART Giants Düsseldorf 41 zu 31 (HZ: 23:22).

Am Sonntagmorgen stand das Halbfinale gegen die sehr gut bekannte BG Köln auf dem Programm.

Insbesondere Sebastian Machowski und Oliver Lenhardt fackelten schon ganz früh im Spiel ein wahres Dreier-Feuerwerk ab, sodass dem Gegner bereits nach wenigen Spielminuten die Lust am Spiel genommen wurde. Kompensiert haben die Kölner die entstandene Frustration mit sehr „beherztem“ Einsatz. Am Ende stand aber ein deutliches 40:23 für den DBV, nach einer Halbzeitführung von 28:9.

Im Finale gegen Rist Wedel

Das Finale, der „Kampf um Gold“, war der Klassiker-Showdown mit dem Dauerrivalen SC Rist Wedel. Große Bedeutung fiel der Dynamik unserer stets verlässlichen „Twin Towers“ Jens Kollat und Nils Collingro zu, letzterer allerdings arg geschwächt von einer nächtlichen Magenverstimmung. Wie erwartet, wurde das Spiel zu einem mit voller Energie und hoher basketballerischer Qualität geführten intensiven Schlagabtausch, bei dem der DBV schon im 1. Viertel einer zweistelligen Führung des Gegners hinterherlaufen musste.

Die sehr hitzige Partie – mit sehr strittigen Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten – entschied der SC Rist Wedel dank einer sehr disziplinierten Verteidigungs- und geschlossenen Teamleistung mit hoher Trefferquote mit 56:39 für sich. Sicherlich machte am Ende der niedrigere Altersdurchschnitt der Schleswig-Holsteiner schon einen Unterschied aus.

Der DBV Charlottenburg wird im nächsten Jahr wieder um den Titel kämpfen, da er sich als Vizemeister automatisch für die Ü45-Endrunde 2019 qualifiziert hat.

Bild: Spieler von links nach rechts:

Oliver Stamm (9), John Dronsella (7), Axel Bree (91), Sebastian Machowski (33), Nils Collingro (40), Laurens Lipperheide (55), Igor Rücker (14), Oliver Hundt (20), Jens Kollat (12), Oliver Lenhardt (6).

Weitere Infos, sowie Bildmaterial zu dieser wirklich gut organisierten Veranstaltung gibt es unter: Old Stars BBall – Deutsche Meisterschaft.

Vielen Dank nochmal an den TV Georgsmarienhütte für die sehr freundliche und geradezu professionelle Ausrichtung!

DBV Charlottenburg trauert um Siegfried Dupuis

Unsere DBV-Family trauert um Siegfried „Sigi“ Dupuis, Ehrenpräsident und ehemaliger Präsident des DTV-Charlottenburg!

Er verstarb überraschend am 5. April im Alter von 76 Jahren. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

In den siebziger Jahren bündelte er die Basketball-Kräfte Berlins beim DTV-Charlottenburg und legte damit den Grundstein für Bundesliga-Basketball in der Stadt. Mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga 1981 begann eine Erfolgseschichte, die 1985 mit der deutschen Vizemeisterschaft gekrönt wurde. Später entstand daraus dann ALBA Berlin.

Sigi Dupuis war ein Berliner Basketball-Urgestein, alles in seinem Leben drehte sich um diesen Sport.

Die öffentliche Trauerfeier findet am Freitag, den 4. Mai um 12 Uhr in der Kapelle des Waldfriedhof Heerstraße in der Trakehner Allee 1, 14053 Berlin statt.

DBV Mitgliederversammlung 2018

Liebe Mitglieder,

hiermit seid ihr zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2018 am


Donnerstag, 12. April 2018, 18.30 Uhr
in der Schule am Schloss – Cafeteria auf dem Schulhof hinter den Turnhallen –
Schlossstr. 55 A, 14059 Berlin


eingeladen.

Zurzeit gibt es keine Anträge des Vorstandes.
Evtl. Anträge eurerseits sind der Geschäftsstelle bis zum 05. April 2018 mitzuteilen.

Bitte kommt pünktlich und zahlreich.

Mit sportlichen Grüßen
gez. Nuscha Falk
Leiterin der Geschäftsstelle
f.d. Vorstand

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