Artikel der Kategorie: Spielberichte NBBL

WE-Preview: Double Header II in der Sömmeringhalle

Die erste Auflage des Double Headers verlief süßsauer. Die JBBL erkämpfte sich einen „dreckigen“, aber wichtigen Sieg gegen die Junior Löwen Braunschweig, die sich wiederum in der NBBL gegen die AB Baskets revanchierten.

Am kommenden Sonntag treten beide unseren Bundesliga-Team wieder in der Sömmeringhalle an. Um 11 Uhr empfängt das JBBL-Team um Reza Ghasseminia Kooperationspartner TuS Lichterfelde, die AB Baskets treffen ab 14 Uhr in einer im Kampf um die Playoffs schon wichtigen Partie auf die Hamburger Sharks.

JBBL: Ein Sieg und die Tabelle wird auf dem Kopf gestellt
Nach 2 Wochen Pause ist der DBV Charlottenburg wieder gefordert. Unsere Jungs treffen auf das alte Team von Headcoach Reza Ghasseminia. „Einerseits ist es schön, wieder alte Freunde zu treffen, andererseits hat natürlich das Geschäft Priorität“, sagt der Headcoach zum Treffen mit dem alten Verein. „In den spielfreien Wochen haben wir gut trainiert und nun wollen wir gegen TuSLi nicht nur mitspielen, sondern auch sie zu Fehlern zwingen“.

Das Spiel der Lichterfelder ist sehr auf Hendrik Drescher ausgelegt. Der 2,04 Meter große Center hat in den ersten vier Spielen drei Double-Double hingelegt: Durchschnittlich kommt er auf 31 Punkte und 13.3 Rebounds pro Spiel. „Wenn er im Raum von den guten Guards – vor allem Jonas Mattisseck –  gefunden wird, dann ist es meistens sehr schwierig ihn in den Griff zu bekommen“, stellt Ghasseminia fest. „Allerdings ist TuSLi nicht nur Drescher. Das Team verfügt über sehr effektive Spielzüge und jeder weiß, was er auf dem Feld tun soll“.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll, aber Reza kann auch ein paar Vorteile für die Charlottenburger nennen: „Wir sind in diesem Spiel ganz klar Außenseiter und spielen ohne Druck. Auch bei einer Niederlage würden wir Dritter und damit auf Hauptrunde-Kurs bleiben“. Nicht nur die Psychologie kommt dem Team zu Hilfe: „Wir sind – auch bei noch mangelnder Athletik – ein schnelles Team, und das kann jedem Gegner Sorgen bereiten“, so Reza. Sorgen bereitet auch die Grippewelle, die letzte Woche das Team fest im Griff hat: „Wir werden trotzdem bereit sein, alles zu geben. Mit einem Sieg wären wir punktgleich mit den Top-Favoriten dieser Gruppe. Dieser Gedanke ist stärker als jeglicher grippale Infekt.“

NBBL: Zeit für die Wende
Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Folge dürfen die AB Baskets endlich wieder in der heimischen Sporthalle Charlottenburg (Sprungball um 14 Uhr) antreten. Genau wie die AB Baskets steht der nächste Gegner, die Hamburger Sharks, bei einer Bilanz von einem Sieg und drei Niederlagen.

Das Team um Headcoach Stephan McCollister konnte gegen Alba keine Punkte nach Hause mitnehmen, dafür Selbstvertrauen – dank der guten defensiven Leistung in der ersten Halbzeit. Die Defensive kann ausgerechnet im kommenden Spiel eine Schlüsselrolle einnehmen, denn die Sharks sind mit 257 Punkten das Team, das in der Staffel Nordost nach vier Spielen am wenigsten gescort hat. Die AB Baskets haben bisher immerhin einen Zähler mehr erzielt.

Die offensive Verantwortung ist bei den Haien auf drei Schultern verteilt: Power Forward Joao Paulo Goncalves (13 Punkte und 6 Rebounds pro Spiel), Center Yngve Jentz (12 Pkt. und 10 Reb.) sowie Flügelspieler Noel Uzochi Okona (12 Pkt. und 6 Reb.) zeigten in den ersten Spielen bereits ihre Qualitäten und werden sicher nicht unterschätzt.

Ein Sieg ist immens wichtig, um nicht frühzeitig die Playoff-Plätze aus den Augen zu verlieren: Die Jungs freuen sich deshalb über zahlreiche, lautstarke Unterstützung am Sonntag.

AB Baskets bei Alba drei Viertel lang auf Augenhöhe

Am Ende steht die deutliche Niederlage gegen den großen Favoriten: Die AB Baskets unterliegen dem Stadtrivalen Alba Berlin mit 83:54. Doch das Ergebnis täuscht ein wenig darüber hinweg, wie lange dieses Spiel offen war und was für große Probleme die Baskets dem ungeschlagenen Tabellenführer der NBBL Nordost bereiten konnten.

Zu Beginn entwickelte sich das Spiel zu einer Defensivschlacht. Von Headcoach McCollister darauf gepolt, dass gegen Alba nur mit extrem starker Defensive etwas zu holen ist, konnten die Baskets den Gegner bei 30 Punkten zur Halbzeit halten. Doch die körperliche Verteidigung der athletischen Alba-Mannschaft ließ die eigene Offensive ebenfalls nicht zur Entfaltung kommen, mit fünf Punkten Rückstand ging es in die Kabine (30:25).

Zu Beginn des dritten Viertels hatte Alba sich langsam besser auf die Zonenverteidigung der Baskets eingestellt und konnte sich so langsam absetzen. Hinzu kamen unnötige Ballverluste in der Offensive und ein ums andere Mal die körperliche Unterlegenheit im Kampf um den Rebound. Bis Mitte des dritten Viertels wuchs der Rückstand so auf 17 Punkte an, viele der Zuschauer im vollbesetzten Alba-Trainingszentrum in der Schützenstraße rechneten bereits mit einem entspannten Sieg der Heimmannschaft.

Doch den Gästen gelang noch ein letztes Aufbäumen: Einige gelungene Offensivaktionen ließen den Glauben an sich selbst zurückkehren. Der Druck in der Pressverteidigung wurde wieder erhöht, Alba wurde zu Fehlern gezwungen, die Würfe fanden wieder ihr Ziel. Bei noch knapp acht Minuten auf der Spieluhr waren es nur noch sechs Punkte Rückstand (57:51), Alba kurz verunsichert. Es gelang der Mannschaft um den erneuten Topscorer Akim Jonah (11 Punkte, 5 Rebounds) jedoch nicht, den Druck aufrecht zu erhalten. Für den Überraschungssieg war die Fehlerquote an diesem Abend einfach zu hoch. Wenige erfolgreiche Aktionen des Gegners reichten dazu, das Selbstvertrauen zu verlieren und zum Ende hin völlig einzubrechen. So kam Alba ins Rollen und beendete das Spiel mit einem 26:3-Lauf. Stärkster Spieler auf Seiten Albas war diesmal Ferdinand Zylka (18 Punkte, 9 Rebounds). Den bisherigen Topscorer Benedikt Turudic konnte die AB-Defense gut kontrollieren (9 Punkte, 9 Rebounds).

Für das Team um Headcoach McCollister steht jetzt die Aufgabe an, die richtigen Schlüsse aus den Fehlern zu ziehen, aber auch das Positive der inbesondere in Halbzeit eins starken Defensive mitzunehmen in das wichtige Duell mit den Hamburg Sharks am kommenden Sonntag. Genau wie die AB Baskets stehen die Sharks bei einer Bilanz von einem Sieg und drei Niederlagen. Ein Sieg in der heimischen Sporthalle Charlottenburg ist immens wichtig, um nicht frühzeitig die Playoff-Plätze aus den Augen zu verlieren. Das Spiel beginnt um 14 Uhr.

Es spielten für die AB Baskets: Felix Scholtes, Thabo Paul (5 Punkte), Levent Yer (8), Amani Ogette (4), Jordan Müller (4), Anton Kamke (8), Paul Giese (3), Yannick Hildebrandt (4), Ferdinand Gerstenberger (5), Jonas Jansen-Winkeln, Akim-Jamal Jonah (11), Vincent Meunier (2).

NBBL | AB Baskets unterliegen Piraten Hamburg

Das NBBL-Team der AB Baskets hat am Wochenende im dritten Saisonspiel die zweite Niederlage hinnehmen müssen. Auswärts bei den Piraten Hamburg unterlag man mit 83:77. Dabei zeigte das Team von Headcoach Stephan McCollister über weite Strecken eine enttäuschende Leistung.

Wegen der Verspätung eines Schiedsrichters begann das Spiel in der InselPark-Halle mit zwanzigminütiger Verzögerung. Diese Verzögerung kostete beide Teams offenbar Einiges an defensiver Konzentration, vor allem die Hamburger scorten im ersten Viertel mit Leichtigkeit (24:20). Nur ein gut aufgelegter Akim Jonah (24 Punkte, 13 Rebounds) und viele kleine Fouls des Gegners und die damit verbundenen Freiwürfe hielten die Berliner im Spiel.

Akim Jonah (hier gegen Braunschweig) erzielte mit 24 Punkten und 13 Rebounds einen Double-Double.

Akim Jonah (hier gegen Braunschweig) erzielte gegen die Piraten einen Double-Double, konnte sein Team aber nicht vor der Niederlage bewahren.

In der Folge kamen die Piraten langsam besser ins Spiel, angeführt von einem starken Louis Olinde (28 Punkte, 19 Rebounds). Es wurde ihnen aber auch von der Berliner Verteidigung ein ums andere Mal viel zu einfach gemacht, besonders die Intensität beim Box Out unter dem eigenen Korb ließ man über weite Strecken komplett vermissen. Das konnten die Hamburger zu 24 Punkten aus Offensivrebounds nutzen.
So wuchs der Rückstand zu Mitte des dritten Viertels auf 13 Punkte an. Coach McCollister gab einigen Bankspielern nun die Chance, sich zu beweisen und stellte auf Zonenverteidigung um. Und endlich gelang es, die Hamburger in Schwierigkeiten zu bringen und das eigene intensive, schnelle Spiel zu zeigen. Durch zwei erfolgreiche Dreier von Guard Paul Giese (19 Punkte, 4 Assists, 4 Steals) und einige Ballgewinne durch die Ganzfeldverteidigung war die Mannschaft plötzlich zurück im Spiel und konnte endlich den geforderten Kampfgeist zeigen. So gelang ein 14:0-Run und man konnte gar in Führung gehen.

Im vierten Viertel entwickelte sich nun doch das erwartet spannende Spiel. Mit zeitweise 5 Punkten Führung im Schlussabschnitt schnupperten die Baskets sogar noch am Sieg, schließlich war die Fehlerquote an diesem Tag aber einfach zu hoch, um bei einem Topteam der NBBL Nordost zu punkten. Einige unnötige Ballverluste und zwei erfolgreiche Dreier des Hamburger Guards Lennard Larysz (24 Punkte, 5 Rebounds) besiegelten die knappe Niederlage.

Es gibt also Einiges zu Tun für das Trainerteam der AB Baskets, denn die kommenden Aufgaben werden nicht einfacher. Nach einem spielfreien Wochenende kommt es am Mittwoch, den 25 November zum Duell mit dem noch ungeschlagenen Stadtrivalen ALBA Berlin.

Es spielten für die AB Baskets: Felix Scholtes, Thabo Paul (1 Punkt), Levent Yer (7), Amani Ogette, Jonas Wagner (2), Anton Kamke (14), Paul Giese (19), Yannick Hildebrandt (4), Vincent Meunier (4), Jonas Jansen-Winkeln (2), Akim-Jamal Jonah (24), Nico Ehorn.
Mehr Stats gibt es hier

NBBL | AB Baskets mit Heimspiel-Pleite gegen Braunschweig

Wenn man nicht trifft, kann man auch nicht gewinnen.“ Stephan McCollister bedient sich der alten Basketball-Weisheit und erklärt damit, unter welchen Umstände die Heimniederlage der AB Basket (57:74) im ersten Spiel vor heimischer Kulisse gegen die Junior Löwen Braunschweig zustande gekommen ist.

Faris Fadlelmula (links) zeigt Paul Giese (am Ball), wo der Ball hin muss: in den Korb. Leider gelang dies zu selten.

Faris Fadlelmula (links) zeigt Paul Giese (am Ball), wo der Ball hin muss: in den Korb. Leider gelang dies zu selten.

Stellvertretend für das ganze Spiel eine Szene zum Ende des vierten Viertels: Mit noch vier Minuten Spielzeit mitten in der Aufholjagd quartierten sich die AB Baskets für 48 Sekunden in der gegnerischen Spielfeldhälfte ein, schnappten sich vier Rebounds und kamen jedes Mal zu einem guten Abschluss. Der Korb war wie vernagelt und ließ keinen Ball rein. Im nächsten Angriff brachte Levent Yer dann sein Team per Dreier doch nochmal heran (57:64), aber die Feldwurfquote blieb insgesamt schwach in den letzten anderthalb Minuten. Am Ende konnten die Gäste den Sieg in sicheren Hafen bringen.

Wir werden uns in der Woche genau anschauen, warum so viele Würfe daneben fielen (20/81 vom Feld), aber mein allererste Eindruck ist, dass wir uns gute Würfe erarbeitet haben, die ihren Weg in den Korb leider nicht fanden„, erläutert McCollister, der mit der Gesamtleistung zufrieden war: „Wir haben sowohl in der Offensive als auch in der Defensive besser gespielt als in Bremerhaven.“ Die reinen Zahlen bestätigen seine Aussage: weniger Turnovers als der Sieger (nur 10), so viele Assists (12) und eine deutliche Überlegenheit beim Offensivrebound, was zu zusätzlichen Würfen führte. Die Wurfquote war aber – leider – der entscheidende Faktor: nur 37% aus der Nahdistanz und drei von 26 Dreiern. Unterm Strich bleibt ein 24.7%.

Braunschweig nutzte den schlechten Tag der Hausherren und das Comeback von Nationalspieler Lars Lagerpusch (34 Punkte und 21 Rebounds) eiskalt. Die Niedersachsen machten von Anfang an das Rennen und unsere Jungs versuchten nach und nach Wege und Lösungen gegen die Zonenverteidigung zu finden, den Run zu stoppen. Als dies gelang, wurde blitzschnell der Rückstand von neun Zählern (29:38 zur Halbzeit) auf vier verkürzt (36:40) dank guter defensiven Arbeit gegen Lagerpusch und eines Fastbreaks von Levent Yer. Da es an Konstanz beim Werfen mangelte, konnten die Gäste aber den alten Vorsprung wieder herstellen und gar ausbauen (37:49). Die Reaktion ließ nicht auf sich warten: Thabo Paul netzte kurz vor der dritten Pause noch zum 45:51 ein, die kämpferische Einstellung stimmte.

Lars Lagerpusch (mit Ball) gelang ein furioses Comeback und war von den Berlinern nicht zu stoppen.

Lars Lagerpusch (mit Ball) gelang ein furioses Comeback und war von den Berlinern nicht zu stoppen.

Das Hin und Her ging auch im Schlussviertel weiter: Die Braunschweiger bauten die Führung nochmal aus, die AB Baskets blieben dran und kamen durch Levents Dreier erneut bis auf 7 Punkte Rückstand heran. Mehr war nicht mehr drin.

Es spielten für die AB Baskets: Lennart Zumbusch, Thabo Paul (15 Punkte und 6 Assists), Levent Yer (15), Amani Ogette, Jordan Müller, Faris Fadlelmula (2), Paul Giese (4), Yannick Hildebrandt (8 und 11 Rebounds), Ferdinand Gerstenberger, Jonas Jansen-Winkeln, Akim-Jamal Jonah (11 und 16 Rebounds).

Noch mehr Zahlen gibt es hier

 

 

JBBL / NBBL | Double Header am Sonntag in der Sömmeringhalle

Nachdem am vergangenen Freitag auch die Leisungssportkooperation AB Baskets in der NBBL siegreich gestartet ist, wird es am kommenden Sonntag erstmals in dieser Saison zu einem Double Header in der Sömmeringhalle kommen. Um diesen kompakten Spieltag zu etwas noch speziellerem zu machen, wird gleich zweimal derselbe Verein zum Duell erscheinen: die Junior Löwen aus Braunschweig.

JBBL: Der DBV Charlottenburg wird wieder in die Erfolgsspur

Ein knapper Heimsieg gegen Göttingen und eine ebenso knappe Niederlage im Spiel bei Alba stehen bislang dem DBV Charlottenburg zu Buche. Am Sonntag um 11 Uhr – zum Auftakt des Double Headers – will das Team um Headcoach Reza Ghasseminia zurück in die Erfolgsspur: „Wir wollen vor allem einen Schritt weiter in unserer Entwicklung machen. Wenn wir kämpferisch ins Spiel gehen, in der Defense für ausreichend Druck sorgen und dann in der Offense den Rythmus finden, bin ich mir sicher, dass mein Team als verdienter Sieger vom Feld geht„, lautet des Trainers Kampfansage.

Der Start verlief hingegen für Braunschweig etwas holpriger: „Unser nächster Gegner musste zu Hause gegen Alba und beim Kooperationspartner TuS Lichterfelde zwei deutliche Niederlage hinnehmen – allerdings gegen die Topfavoriten unserer Staffel. Deshalb glaube ich – und hoffe auch – dass wir eine Braunschweiger Mannschaft in der Sömmeringhalle sehen werden, die alles geben wird um sich noch Chancen auf die Hauptrunde zu bewahren. Wir werden sie sicherlich nicht unterschätzen.“ Die ersten beiden Auftritte ließen erkennen, dass die Niedersachsen wohl sehr gerne die großen Spieler involvieren: Power Forward Jannik Krückeberg-Saathoff und Center Mark Mboya Kotieno teilten sich fast die Hälfte der Würfe der Braunschweiger (Wurfquote: 36.3%) und sammelten jeweils insgesamt 9 Rebounds. Im Backcourt stach bislang Guard Lorenz Sagebiel mit 17 Punkten und 4 Assists hervor.

Für Reza ist die Partie gegen die jungen Löwen auch aus persönlichen Gründen eine der besonderen Art: „Vieles verbindet mich mit Braunschweig: ich habe dort gewohnt, bin fünf Jahre Trainer einer Jugendmannschaft gewesen und habe dort meine jetzige Freundin kennengelernt. Ab und zu sind wir da und besuchen ihre Familie.

Kooperationspartner
Zeitgleich ist auch TuSLi in der JBBL zu Hause gefordert: Der Tabellenführer aus Lichterfelde empfängt Göttingen. Das Spiel zwischen dem RSV Stahnsdorf und den jungen Albatrossen wurde verlegt.

doubleheader_20151108_fb

NBBL: Mit Konzentration zum ersten Heimerfolg

Im zweiten Teil des Double Headers in der Sömmeringhalle (14 Uhr) freuen wir uns auf die Begegnung zwischen den AB Baskets und den Junior Löwen aus Braunschweig.

Trotz des Sieges in Bremerhaven zum Saisonauftakt in der vergangenen Woche war man bei den AB Baskets mit der eigenen Leistung nicht zufrieden. Zu wenig davon, was man in der langen Vorbereitung hart trainiert hatte, wurde vom Team umgesetzt. Es bedarf also einer Leistungssteigerung, um im ersten Heimspiel der Saison die Punkte in Berlin zu behalten.

Denn mit den Junior Löwen kommt zwar der aktuell Tabellenletzte der NBBL Nordost in die Hauptstadt, die zwei Niederlagen zum Auftakt sagen allerdings noch nicht viel über das tatsächliche Leistungsvermögen des Gegners aus. Zum einen hatte Braunschweig in den Piraten aus Hamburg und der Baskets Akademie Weser Ems zwei starke Gegner. Und noch viel schwerwiegender: In beiden Spielen musste man verletzungsbedingt auf Juniorennationalspieler Lars Lagerpusch verzichten. Dieser wird den Braunschweigern in Berlin aber voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen, darauf lässt sein Einsatz in der ProB am vergangenen Wochenende schließen.

Doch auch bei den AB Baskets kehrt ein Leistungsträger in den Kader zurück. Nach abgesessener Sperre kann Flügelspieler Yannick Hildebrandt wieder aufs Parkett zurückkehren und sein Saisondebüt feiern. Bis auf die beiden schon länger Verletzten Timon Riedel und Tom Benk steht Headcoach McCollister also der komplette Kader zur Verfügung. Die Rotation ist also gut besetzt; McCollister hofft, sie nicht erneut leistungsbedingt frühzeitig starten zu müssen…

Es ist also alles angerichtet für einen spannenden Sonntag!

NBBL | Siegreicher Auftakt für die AB Baskets

In einem bis zum Ende knappen NBBL-Auftaktspiel gewinnen die AB Baskets in Bremerhaven mit 70:68 (39:41). Topscorer auf Seiten der Spielgemeinschaft war Anton Kamke mit 22 Punkten.
Lange hatte sich die Mannschaft auf diesen Moment vorbereitet, nun endlich versammelte sich das Team um Headcoach Stephan McCollister zur finalen Besprechung in der Kabine des Eisbären-Trainingscentrums. Die Ansage war kurz, aber deutlich: Ein „Gewinnerteam“ sollte sich zum Saisonstart auf dem Feld präsentieren.

Mit Levent Yer, Paul Giese, Anton Kamke, Amani Ogette und Akim Jonah startete das Team motiviert ins Spiel – die ersten Saisonpunkte und 2:0-Führung der AB Baskets erzielte Amani per Korbleger. Im Anschluss zeigten dann die Eisbären eine Reaktion auf die hohe Niederlage aus dem Spiel in Neustadt: Zweimal schnappte sich Moritz Hübner den Ball auf dem linken Flügel und schloss per Dunking ab – die Verteidigung der Baskets leistete Geleitschutz. In der Offensive wurden Chancen auf einfache Abschlüsse liegen gelassen (5:15, 4. Minute) Früh sah sich McCollister zu einer Auszeit und leistungsbedingten Wechseln gezwungen. Die Euphorie zum Saisonstart war rasch verflogen, die Sicherheit musste zurückerlangt werden. In der Folge wurden zwar Angriffe über die die Guards Thabo und Levent erfolgreich in Punkte umgemünzt, Probleme offenbarte aber weiterhin die Verteidigung am Ball und in der Rotation. 27 Punkte (70% Feldwurfquote) zum Ende des Viertels (24:27) für die Gastgeber sprachen eine eindeutige Sprache.

Der zweite Abschnitt verlief weitgehend ausgeglichen, keinem Team gelang ein Scoring-Run. In der Defensive traten beide Teams nun beherzter auf, die Wurfquote sank. Immer, als die Gäste aus der Hauptstadt etwas das Ruder übernahmen, war Moritz Hübner zur Stelle. Der Bremerhavener zog 1-1 zum Korb oder wurde unfreiwillig an die Linie geschickt und hatte mit 17 erzielten Punkten in den ersten 20 Minuten maßgeblichen Anteil an der 41:39-Halbzeitführung der Gastgeber.

Unzufrieden mit der Intensität und der Umsetzung der taktischen Vorgaben (11-Spieler-Rotation in Halbzeit 1) musste in der zweiten Halbzeit eine andere Einstellung Einzug halten, wollte man Punkte aus Bremerhaven mitnehmen. Aber auch die Bremerhavener kamen entschlossen aus der Pause. Kein Team konnte sich in den nächsten 10 Minuten wirklich absetzen, jedoch holten die AB Baskets sich in Form von erfolgreichen Einzelaktionen durch Levent und Würfen von Anton eine 56:51-Führung.

Ohne bisher spielerisch zu überzeugen, ging es im letzten Viertel nun in erster Linie darum, den kleinen Vorsprung in einen Sieg zu verwandeln. Einen Vorsprung halten? Daraus wurde schon zu Beginn nichts! Denn es war jetzt Marius Behr auf Seiten der Eisbären, der 12 seiner 18 Punkte im Schlussabschnitt erzielte und die Hoffnungen auf einen Heimsieg bis zur Schlusssekunde am Leben hielt. Knapp 2 Minuten  vor Schluss sah es beim Punktestand von 67:64 für die Norddeutschen sogar danach aus, als Anton Kamke aus der Ecke einen wichtigen Dreier zum Ausgleich traf. Im nächsten Angriff konnten dann die Berliner die Zone endlich einmal überzeugend ausspielen – am Ende der Kette profitierte Faris Fadlelmula vom Anspiel von Spielmacher Thabo Paul und besorgte die letzten Feldpunkte für die Gäste. Von den anschließenden zwei Freiwürfen konnten die Eisbären nur einen verwandeln. Dann war der erste Sieg der AB Baskets in der jungen Geschichte der Spielgemeinschaft perfekt. Die abschließenden Freiwürfe nach Foul an Anton Kamke waren nach der Schlusssirene und damit nur noch Formsache.

„Insgesamt bin ich mit der Leistung heute nicht zufrieden, weil wir zu viel von den Trainingsinhalten heute nicht umgesetzt haben. Mit dem Ergebnis müssen wir daher unter diesen Umständen schon zufrieden sein. Gleichzeitig wissen wir nun, wo wir stehen und dass es noch viel zu tun gibt“, bilanzierte McCollister erleichtert.

Es spielten für die AB Baskets: Lennart Zumbusch, Thabo Paul (13 Punkte), Levent Yer (8), Jonas Wagner, Faris Fadlelmula (2), Anton Kamke (22), Paul Giese (9), Vincent Meunier (2), Jonas Jansen-Winkeln, Akim-Jamal Jonah (6), Nico Ehorn.

Noch mehr Zahlen gibt es hier

Am nächsten Sonntag (08.11., 14 Uhr, Sömmeringhalle) spielt das Team gegen Braunschweig.

NBBL | AB Baskets starten in Bremerhaven

Am morgigen Freitag ist es endlich soweit: Als letztes der 33 Teams der U19-Bundesliga NBBL starten die AB Baskets in die Saison. Um 15 Uhr trifft die Mannschaft auswärts auf den Nachwuchs des Beko BBL-Teams der Eisbären Bremerhaven.

Ein neues Team

Es ist ein Start der besonderen Art, denn es hat sich viel getan in den vergangenen Monaten seit dem Ende der letzten Saison: Neuer Name, neuer Kooperationspartner, neues Trainergespann und ein neu formiertes Team.
Die bereits bestehende Kooperation in der NBBL zwischen dem DBV Charlottenburg und TuS Lichterfelde wurde durch den RSV Eintracht Stahnsdorf noch verstärkt. Und um einem sperrigen Dreiernamen aus dem Weg zu gehen, wurde mit den Apartments am Brandenburger Tor ein Partner gefunden, der dem Projekt seinen Namen AB Baskets gibt. Neu an der Seitenlinie steht Stephan McCollister, der zuvor mehrere Jahre die JBBL-Mannschaft des DBV Charlottenburg betreute.

Saisonstart 2.0

Nachdem die Saison für die Spieler der AB Baskets in den verschiedenen Mannschaften der Kooperations-Clubs in ProB, 2. Regionalliga und Oberliga bereits seit einigen Wochen läuft, brennt das Team darauf, endlich auch gemeinsam in der höchsten Klasse des deutschen Nachwuchsbasketballs antreten zu können. Die lange Vorbereitung wurde in den vergangenen zwei Herbstferienwochen nochmals intensiviert, dementsprechend sollte man gut vorbereitet in die Saison gehen können. Die vielen Neuerungen machen das erste Spiel aber als Standortbestimmung umso wichtiger. Danach wird leichter abzusehen sein, was von der Mannschaft in dieser Saison erwartet werden kann und woran noch zu arbeiten ist, um in der Liga ambitionierte Ziele verfolgen zu können.
Die Berliner erwartet dabei ein sicherlich hochmotivierter Gegner, der nach der deutlichen Niederlage im Auftaktspiel in Neustadt bereits unter Druck steht.

Spielergebnis und Statistik finden sich nach Spielende unter www.nbbl-basketball.de, einen ausführlichen Spielbericht findet ihr im Anschluss an das Spiel hier.

Text: Y. v. Eisenhart

1 2 3