Artikel der Kategorie: Spielberichte JBBL

JBBL | Überzeugender Sieg in Göttingen

Nach der bislang besten Saisonleistung gewinnt unser JBBL-Team beim BBT Göttingen mit 80:55 (42:28) und hat nun gute Chancen, die JBBL-Hauptrunde zu erreichen.

Die Mannschaft von Reza Ghasseminia landete einen Start-Ziel-Sieg gegen die Niedersachsen. Die Göttinger kamen von Anfang an gegen die gut eingestellten Berliner nicht ins Spiel. Das Heimteam tat sehr schwer ihre Set-Plays durchzuspielen und konnte nicht einmal ihre aus dem Hinspiel gefürchtete Reboundüberlegenheit ausnutzen (am Ende gewannen auch dieses Duell die DBVer mit 50:34).

Eine bissige und leidenschaftliche Defense der Gäste, die für dieses wichtige Spiel bereits einen Tag zuvor angereist und entsprechend ausgeruht ins Spiel gingen, bedeutete bereits zur Halbzeit ein gutes Polster (42:28). Zufrieden zeigte sich deswegen auch der Coach: „Die Jungs wurden im Hinspiel bei den Rebounds so frisch gemacht, dass es heute vor allem eine Frage der Einstellung und des Stolzes war, besser auszuboxen und nicht erneut unterzugehen“.

In der 2. Hälfte schaltete man sowohl in der Offense auch in der Defense noch einmal einen Gang höher. Angeführt vom Topscorer der Partie, Leonik Wadehn (13 Punkte, dazu 3 Assists und 3 Ballgewinne), sorgten die Charlottenburger dann schnell für klare Verhältnisse und die Vorentscheidung. So gewann man auch in der Höhe verdient mit 80:55. Einzig die 24 verursachten Turnover stellten ein Makel in der sonst überzeugenden Teamleistung der Berliner dar (20 Assists im Spiel).

„Wenn man auf die Statistiken sieht, stellt man fest, dass heute alle 12 Spieler ihre Chance gut genutzt haben und punkteten. Ein dickes Lob an das ganze Team! Wir schauen nach vorne und wollen im Training weiter an der individuellen Ausbildung der Spieler arbeiten.“, so ein zufriedener Reza.

Für den DBV Charlottenburg spielten: Leonik Wadehn (13 Punkte), Vincent Friederici (11), Joshua Meck (10), Brandon Coleman (9), Marc Friederici (8), Juri Snigula (7), Felix Mensing (6), Philipp Bertelsmann (5), Mikias Mamo (4), Philipp Czerr (3), Florian Weber (2), Jonas Pielicke (2).

Die gesamte Statistik zum Spiel findest du hier.

JBBL | TuSLi gewinnt Spiel der Kooperationspartner

„TuSLi hat in diesem Spiel fast alles richtig gemacht: Mit der Pressverteidigung hat uns der Gegner das Leben schwierig gemacht und in der Offensive haben sie sich aufgrund der Abwesenheit von Henrik Drescher angepasst“. Ein dickes Lob an sein altes Team spricht der DBV-Headcoach Reza Ghasseminia nach der deutlichen Heimniederlage gegen den Favoriten für den Gruppensieg aus. Nach einer noch offenen ersten Halbzeit (28:42) schaltete TuSLi noch einen Gang hoch und gewann am Ende mit 95:48.

Unsere Leistung hätte viel besser sein müssen, um TuSLi zu ärgern„, ist Rezas Aussage zur Leistung der eigenen Mannschaft: „Wir haben unseren Gameplan kaum umgesetzt und das hat dazu geführt, dass wir eingeschüchtert wirkten und frühzeitige Foulprobleme bekommen haben.

Miki Mamo_TuSLiVor allem Marc Friederici und Brandon Coleman litten darunter und kamen nie wirklich ins Spiel.

Mit der gewohnt aggressiven Defense und ohne übergroßen Respekt vor den Süd-Berlinern agierten die DBVer zu Beginn. Zwar gingen die Gäste früh in Führung, allerdings antworteten die Hausherren immer wieder per Dreier oder durch Fastbreaks und blieben so auf Schlagdistanz. Allerdings verpassten sie es, den Rückstand unter die psychologisch so wichtige 10-Punkte-Marke zu bringen, sodass TuSLi zur Halbzeit einen komfortablen 14-Punkte-Vorsprung mit in die Kabine nahm.

In der zweiten Halbzeit legte TuSLi noch ein 17:0-Run, der für die Vorentscheidung sorgte (38:74). Die Moral der Charlottenburger war gebrochen. Als auch der unglücklich agierende Marc Friederici (2 Punkte, 5 Fouls in 11 Minuten Einsatzzeit) frühzeitig vom Feld musste, ging trotz viel Einsatzes nicht mehr viel zusammen. Lediglich TuSLi-Guars Jonas Mattisseck fand nun noch richtig Lust am scoren – er war nicht zu stoppen und erzielte drei Dreier im Schlussviertel um sich mit 36 Punkten aus der Sömmeringhalle zu verabschieden und die hohe Niederlage der Charlottenburger zu besiegeln.

Wir müssen nach vorne schauen. Am kommenden Sonntag steht ein Schlüsselspiel in Göttingen auf dem Plan. Von jetzt an gilt es, hart zu trainieren, eine Lehre aus dieser Pleite zu ziehen und sich weiter entwickeln, denn dieses Ergebnis ändert nichts in unserem Rennen um die Hauptrunde.“ Tip-Off in der Halle des Felix Klein Gymnasiums ist um 11 Uhr.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Felix Mensing (2), Aris Pehlivanian, Marc John Friederici (2), Vincent John Friederici (11), Mikias Mamo (9), Jonas Pielicke (4), Maik Marangosov, Leonik Wadehn (6), Philipp Bertelsmann (3), Brandon Coleman (3), Juri Snigula (8), Nils Gonscherowski.

Dem dritten Kooperationspartner RSV Stahnsdorf gelang ein wichtiger Heimsieg gegen Braunschweig. Nach dem 65:60-Erfolg über die Niedersachsen zieht der RSV punktgleich mit dem DBV Charlottenburg.

WE-Preview: Double Header II in der Sömmeringhalle

Die erste Auflage des Double Headers verlief süßsauer. Die JBBL erkämpfte sich einen „dreckigen“, aber wichtigen Sieg gegen die Junior Löwen Braunschweig, die sich wiederum in der NBBL gegen die AB Baskets revanchierten.

Am kommenden Sonntag treten beide unseren Bundesliga-Team wieder in der Sömmeringhalle an. Um 11 Uhr empfängt das JBBL-Team um Reza Ghasseminia Kooperationspartner TuS Lichterfelde, die AB Baskets treffen ab 14 Uhr in einer im Kampf um die Playoffs schon wichtigen Partie auf die Hamburger Sharks.

JBBL: Ein Sieg und die Tabelle wird auf dem Kopf gestellt
Nach 2 Wochen Pause ist der DBV Charlottenburg wieder gefordert. Unsere Jungs treffen auf das alte Team von Headcoach Reza Ghasseminia. „Einerseits ist es schön, wieder alte Freunde zu treffen, andererseits hat natürlich das Geschäft Priorität“, sagt der Headcoach zum Treffen mit dem alten Verein. „In den spielfreien Wochen haben wir gut trainiert und nun wollen wir gegen TuSLi nicht nur mitspielen, sondern auch sie zu Fehlern zwingen“.

Das Spiel der Lichterfelder ist sehr auf Hendrik Drescher ausgelegt. Der 2,04 Meter große Center hat in den ersten vier Spielen drei Double-Double hingelegt: Durchschnittlich kommt er auf 31 Punkte und 13.3 Rebounds pro Spiel. „Wenn er im Raum von den guten Guards – vor allem Jonas Mattisseck –  gefunden wird, dann ist es meistens sehr schwierig ihn in den Griff zu bekommen“, stellt Ghasseminia fest. „Allerdings ist TuSLi nicht nur Drescher. Das Team verfügt über sehr effektive Spielzüge und jeder weiß, was er auf dem Feld tun soll“.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll, aber Reza kann auch ein paar Vorteile für die Charlottenburger nennen: „Wir sind in diesem Spiel ganz klar Außenseiter und spielen ohne Druck. Auch bei einer Niederlage würden wir Dritter und damit auf Hauptrunde-Kurs bleiben“. Nicht nur die Psychologie kommt dem Team zu Hilfe: „Wir sind – auch bei noch mangelnder Athletik – ein schnelles Team, und das kann jedem Gegner Sorgen bereiten“, so Reza. Sorgen bereitet auch die Grippewelle, die letzte Woche das Team fest im Griff hat: „Wir werden trotzdem bereit sein, alles zu geben. Mit einem Sieg wären wir punktgleich mit den Top-Favoriten dieser Gruppe. Dieser Gedanke ist stärker als jeglicher grippale Infekt.“

NBBL: Zeit für die Wende
Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Folge dürfen die AB Baskets endlich wieder in der heimischen Sporthalle Charlottenburg (Sprungball um 14 Uhr) antreten. Genau wie die AB Baskets steht der nächste Gegner, die Hamburger Sharks, bei einer Bilanz von einem Sieg und drei Niederlagen.

Das Team um Headcoach Stephan McCollister konnte gegen Alba keine Punkte nach Hause mitnehmen, dafür Selbstvertrauen – dank der guten defensiven Leistung in der ersten Halbzeit. Die Defensive kann ausgerechnet im kommenden Spiel eine Schlüsselrolle einnehmen, denn die Sharks sind mit 257 Punkten das Team, das in der Staffel Nordost nach vier Spielen am wenigsten gescort hat. Die AB Baskets haben bisher immerhin einen Zähler mehr erzielt.

Die offensive Verantwortung ist bei den Haien auf drei Schultern verteilt: Power Forward Joao Paulo Goncalves (13 Punkte und 6 Rebounds pro Spiel), Center Yngve Jentz (12 Pkt. und 10 Reb.) sowie Flügelspieler Noel Uzochi Okona (12 Pkt. und 6 Reb.) zeigten in den ersten Spielen bereits ihre Qualitäten und werden sicher nicht unterschätzt.

Ein Sieg ist immens wichtig, um nicht frühzeitig die Playoff-Plätze aus den Augen zu verlieren: Die Jungs freuen sich deshalb über zahlreiche, lautstarke Unterstützung am Sonntag.

JBBL | Siegreich im Turnover-Festival

Das JBBL-Team des DBV Charlottenburg gewinnt ein intensives, von vielen Fouls und Ballverlusten geprägtes Spiel gegen die Junior Löwen Braunschweig mit 62:57 (26:24) und steht mit nun 2-1 Siegen in einer guten Ausgangsposition im Rennen um die Hauptrundenplätze der Gruppe Nordost. Marc und Vincent Friederici zeigen sich mit jeweils 16 Punkten am treffsichersten.

„Es war eines unserer anstrengsten Spiele in dieser Saison, da wir zwei Wochen wirklich intensiv und mit voller Belastung trainiert haben und die Jungs sehr müde gewirkt haben gegen eine sehr kämpferische und optimistische Braunschweiger Mannschaft“
, resümierte Headcoach Reza Ghasseminia nach dem Spiel, und schob hinterher: „Wichtig war uns der Sieg und den haben wir auch geholt. Zwar nur mit fünf Punkten Unterschied, aber dennoch verdient.“

Zum Spielverlauf: Zu Beginn taten beide Teams nicht viel für ein Punktefestival – so leitete das erste Viertel zwar ein bis zum Ende spannendes, aber wenig hochklassiges JBBL-Spiel ein. Bereits in den ersten Minuten machte sich der Fokus des Heimteams bemerkbar: Man wollte den Gegner – wie schon in den letzten Spielen – mit viel defensivem Druck über das gesamte Feld verunsichern. Dies gelang auch. Vor allem aus den daraus resultierenden Gelegenheiten erzielten die Charlottenburger ihre Punkte. Am Ende des Viertels waren es 14. Den Braunschweigern gelang durch ein paar Unaufmerksamkeiten der DBVer ein kleiner Run. 13 Punkte erzielten sie.

Wie zu Beginn die DBVer, legten nun auch die Löwen einiges an defensiver Aggressivität zu. In der Folge hatten nun beide Teams enorme Probleme, mit dem Druck umzugehen. Ballverluste reihten sich an Ballverluste, das Spiel ähnelte nur noch phasenweise an Bundesliga-Basketball. So waren Zuschauer und Team froh über die 15-minütige Halbzeitpause. Nach Punkten hieß es zu diesem Zeitpunkt 26:24, nach Turnovern 18:19!

Die Marschroute blieb für die zweite Halbzeit jedoch unverändert: Die Charlottenburger bauten trotz bereits 22 Fouls auf Ganzfeld-Defense, die Löwen wussten, dass sie auswärts nur mit dem nötigen „Biss“ überleben konnten. So änderte sich am Spielverlauf wenig. Die Schiedsrichter blieben ihrer Linie treu, die Spieler ihrer Fehlerquote. Und das Spiel lebte weiter von der Spannung (40:42, 30. Minute).

Der Schlussabschnitt musste die Entscheidung bringen. Ein 12:0-Run zu Beginn des Viertels brachte die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber. In vielen Spielen hätte man bei einem 10-Punkte-Vorsprung bei fünf Minuten Restspielzeit sicher nicht von einer „Vorentscheidung“ gesprochen, angesichts gleichbleibenden Spielverlaufs (genau, Turnover und Fouls) gepaart mit einer schwachen Freiwurfquote der Niedersachsen (46% bei 46 Versuchen) war für das Team von Trainer Michael Huber trotz großen Kampfes bis zum Ende ein Sieg nicht mehr zu holen.

Nach dem Spiel war die Erleichterung entsprechend groß, solch einen K(r)ampf trotz aller Widrigkeiten gewonnen zu haben. „Wir haben leider nur das Nötigste getan gegen die Braunschweiger und somit uns nicht klar durchsetzten können. Am Ende haben wir einfach bessere Entscheidungen getroffen und auch ziemlich gut verteidigt.“ Eine Schwäche wollte Reza nicht wegdiskutieren: „Aufgrund unserer Reboundschwäche, machen wir uns das Leben einfach viel zu schwer und schaffen es bis jetzt noch nicht uns mal klar abzusetzen.“ Dann gab er auch gleich noch ein Ziel für das nächste Spiel aus: „Wir können Teams unter 60 Punkte halten, aber unser Ziel ist es auch mal mehr als 70 zu machen!“

Für den DBV spielten: Marc Friederici, Vincent Friederici (je 16 Punkte), Mikias Mamo (8), Juri Snigula (7), Leonik Wahdehn (5), Felix Mensing (5), Dominic Driegert (2), Maik Marangosov (2), Brandon Coleman (1), Philipp Bertelsmann, Joshua Meck, Philipp Czerr.

Kooperationspartner TuS Lichterfelde fuhr gegen Göttingen den dritten Sieg (107:43) im dritten Spiel ein und freut sich nun auf das Spitzenduell bei Alba.

JBBL / NBBL | Double Header am Sonntag in der Sömmeringhalle

Nachdem am vergangenen Freitag auch die Leisungssportkooperation AB Baskets in der NBBL siegreich gestartet ist, wird es am kommenden Sonntag erstmals in dieser Saison zu einem Double Header in der Sömmeringhalle kommen. Um diesen kompakten Spieltag zu etwas noch speziellerem zu machen, wird gleich zweimal derselbe Verein zum Duell erscheinen: die Junior Löwen aus Braunschweig.

JBBL: Der DBV Charlottenburg wird wieder in die Erfolgsspur

Ein knapper Heimsieg gegen Göttingen und eine ebenso knappe Niederlage im Spiel bei Alba stehen bislang dem DBV Charlottenburg zu Buche. Am Sonntag um 11 Uhr – zum Auftakt des Double Headers – will das Team um Headcoach Reza Ghasseminia zurück in die Erfolgsspur: „Wir wollen vor allem einen Schritt weiter in unserer Entwicklung machen. Wenn wir kämpferisch ins Spiel gehen, in der Defense für ausreichend Druck sorgen und dann in der Offense den Rythmus finden, bin ich mir sicher, dass mein Team als verdienter Sieger vom Feld geht„, lautet des Trainers Kampfansage.

Der Start verlief hingegen für Braunschweig etwas holpriger: „Unser nächster Gegner musste zu Hause gegen Alba und beim Kooperationspartner TuS Lichterfelde zwei deutliche Niederlage hinnehmen – allerdings gegen die Topfavoriten unserer Staffel. Deshalb glaube ich – und hoffe auch – dass wir eine Braunschweiger Mannschaft in der Sömmeringhalle sehen werden, die alles geben wird um sich noch Chancen auf die Hauptrunde zu bewahren. Wir werden sie sicherlich nicht unterschätzen.“ Die ersten beiden Auftritte ließen erkennen, dass die Niedersachsen wohl sehr gerne die großen Spieler involvieren: Power Forward Jannik Krückeberg-Saathoff und Center Mark Mboya Kotieno teilten sich fast die Hälfte der Würfe der Braunschweiger (Wurfquote: 36.3%) und sammelten jeweils insgesamt 9 Rebounds. Im Backcourt stach bislang Guard Lorenz Sagebiel mit 17 Punkten und 4 Assists hervor.

Für Reza ist die Partie gegen die jungen Löwen auch aus persönlichen Gründen eine der besonderen Art: „Vieles verbindet mich mit Braunschweig: ich habe dort gewohnt, bin fünf Jahre Trainer einer Jugendmannschaft gewesen und habe dort meine jetzige Freundin kennengelernt. Ab und zu sind wir da und besuchen ihre Familie.

Kooperationspartner
Zeitgleich ist auch TuSLi in der JBBL zu Hause gefordert: Der Tabellenführer aus Lichterfelde empfängt Göttingen. Das Spiel zwischen dem RSV Stahnsdorf und den jungen Albatrossen wurde verlegt.

doubleheader_20151108_fb

NBBL: Mit Konzentration zum ersten Heimerfolg

Im zweiten Teil des Double Headers in der Sömmeringhalle (14 Uhr) freuen wir uns auf die Begegnung zwischen den AB Baskets und den Junior Löwen aus Braunschweig.

Trotz des Sieges in Bremerhaven zum Saisonauftakt in der vergangenen Woche war man bei den AB Baskets mit der eigenen Leistung nicht zufrieden. Zu wenig davon, was man in der langen Vorbereitung hart trainiert hatte, wurde vom Team umgesetzt. Es bedarf also einer Leistungssteigerung, um im ersten Heimspiel der Saison die Punkte in Berlin zu behalten.

Denn mit den Junior Löwen kommt zwar der aktuell Tabellenletzte der NBBL Nordost in die Hauptstadt, die zwei Niederlagen zum Auftakt sagen allerdings noch nicht viel über das tatsächliche Leistungsvermögen des Gegners aus. Zum einen hatte Braunschweig in den Piraten aus Hamburg und der Baskets Akademie Weser Ems zwei starke Gegner. Und noch viel schwerwiegender: In beiden Spielen musste man verletzungsbedingt auf Juniorennationalspieler Lars Lagerpusch verzichten. Dieser wird den Braunschweigern in Berlin aber voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen, darauf lässt sein Einsatz in der ProB am vergangenen Wochenende schließen.

Doch auch bei den AB Baskets kehrt ein Leistungsträger in den Kader zurück. Nach abgesessener Sperre kann Flügelspieler Yannick Hildebrandt wieder aufs Parkett zurückkehren und sein Saisondebüt feiern. Bis auf die beiden schon länger Verletzten Timon Riedel und Tom Benk steht Headcoach McCollister also der komplette Kader zur Verfügung. Die Rotation ist also gut besetzt; McCollister hofft, sie nicht erneut leistungsbedingt frühzeitig starten zu müssen…

Es ist also alles angerichtet für einen spannenden Sonntag!

Auf einen Kaffee mit… Reza Ghasseminia und Oscar Wieland

Das erste Mal vergisst man nicht. Erst recht, wenn man bis zur allerletzten Sekunde um den Sieg zittern muss. Und redet lieber darüber, auch wenn inzwischen schon ein weiteres Spiel absolviert wurde. Ein Wechselbad der Gefühle hat Reza Ghasseminia und Oscar Wieland in der JBBL willkommen geheißen. Und wir stellen die beiden offiziell mit diesem Kaffeeinterview in unserem Verein vor. Basketball in allen seinen Facetten erwartet uns. Auf geht´s.

Im ersten Bundesliga-Spiel gegen Göttingen ist das Team besser gestartet, hat den Faden verloren, aufgeholt, gezittert und am Ende gejubelt. Wie habt ihr euch gefühlt?

Reza: Unglaublich stolz.

Oscar: Sehr froh. Vor allem, weil sich die Jungs tierisch gefreut haben. Wenn man zum Auftakt so ein knappes Spiel für sich entscheidet, bekommt man auch einen Motivationsschub.

Was behält man beim Auftaktspiel im Blick?

Reza: Alle müssen das Gefühl bekommen, auf dem Feld eine wichtige Rolle zu spielen und ihre Nervosität ins Positive umzuwandeln. Das gegenseitige Vertrauen entwickeln, egal ob es schlecht läuft oder gut. Die Spieler wissen, dass die Coaches Herr der Lage sind und sie sich dem Konzept unterordnen müssen.

Oscar: Im ersten Spiel setzt man ein Zeichen für die ganze Saison. Wenn die Einstellung stimmt, wenn das Team richtig Gas gibt, wenn Intensität und Teamplay vorhanden sind, hat man ein Spiel, worauf man in der Zukunft bauen kann. Es ist wichtig, dass das Fundament für die Saison gut geleg!t wird, damit dann das ganze Haus nach den gewünschten Prinzipien gebaut wird.

Trainer+CoTrainer=Liebesbeziehung?

Reza: Es muss definitiv eine harmonische und intensive Kommunikation vorhanden sein. Findet der Austausch zwischen Co-Trainer und Headcoach nicht statt, gibt es am Ende auch keinen Erfolg. Wenn es sich zu einer Liebesbeziehung entwickelt, wird meine Freundin etwas eifersüchtig werden, aber das muss sie dann mit Oscar klären (winkt und lacht). Aber ´nen Gutenachtkuss habe ich leider noch nicht von Oscar bekommen. (lacht)

Oscar: Ich kann mich nur anschließen – der guten Beziehung halber (lacht). Vieles erinnert an eine Liebesbeziehung: Man muss natürlich zwischenmenschlich passen sowie eine ähnliche Vorstellung haben. Die dritte Säule ist das gegenseitige Vertrauen: wenn es nicht da ist, wird dies aufs Team übertragen. Auf der anderen Seite sind Meinungsverschiedenheit und Kontrast wichtig, damit wir selbst und die Jungs zwei Sichten bekommen und die Informationen besser verarbeiten können. Telefonieren mit Reza tue ich tatsächlich häufiger als mit anderen Leuten. Dennoch hat das noch zu keinem Gute-Nacht-Kuss geführt: den muss er sich erst mal verdienen.

Euer erstes Date? hm… Treffen?

Reza: U14, Gruppenphase der Norddeutschen Meisterschaft 2014 in Oldenburg. Braunschweig gegen TuSLi. Ich war Trainer bei Braunschweig, Oscar bei TuSLi.

Oscar: Alles richtig. Reza hat nur eins „vergessen“: Wir haben das Spiel gewonnen und uns am Ende für die Zwischenrunde zum Final 4 qualifiziert, Braunschweig ist ausgeschieden. Auf das zweite Treffen haben wir dann ein Jahr warten müssen: als er nach Potsdam zog, haben wir uns ab und zu flüchtig gesehen. Und jetzt sitzen wir nebeneinander an der Seitenlinie.

Das ist euer erstes Jahr beim DBV Charlottenburg. Was sind eure bisherigen Stationen gewesen?

Reza:Ich habe mit sechs bei TKG Hannover mit Basketball angefangen und bin dann mit 14 nach München gezogen, wo ich bei DJK Sportbund München als Point Guard gespielt habe. Die dritte Station war Braunschweig. Eine entscheidende Phase, denn mit 18 wurde mir klar: ich will führen, lenken und Trainer werden, zumal ich als Spieler niemals vom Basketball hätte leben können. Ich bin diesem Traum und dieser Herausforderung zugleich nachgegangen und konnte dank Frank Lagerpusch rasch in der Welt des Leistungssports – von U10 bis U16 – Fuß fassen. Seit letzter Saison bin ich nun in Berlin. Ich bin sehr dankbar und stolz, dass Johannes Schwarz letztes Jahr mit mir in der JBBL von TuSLi zusammenarbeiten wollte. Auch der BBV hat mich immer inspiriert und motiviert, im Berlin zu bleiben. Mit Robert Bauer als Landestrainer ist man hier sehr gut aufgehoben, um sich weiter zu entwickeln, da er zu den besten Jugendtrainern in ganz Deutschland gehört.

Oscar: Basketball habe ich mit 12 kennengelernt. Ein Freund von mir hat mich zum Training überredet und die Sportart fand ich sofort geil (wo haben wir diese Geschichte schon gehört? Ah, hier!). Die Jugendteams habe ich beim Kooperationspartner RSV Eintracht Stahnsdorf durchlaufen und währenddessen auch beim SSC Südwest U20 und BAB mit Doppellizenz gespielt. Als ich „Herr“ wurde, bin ich zu TuSLi gewechselt, habe ein Jahr in der Schillerstraße unter Axel Rüber für die Spielgemeinschaft DBV/TuSLi gespielt und letztes Jahr ein tolles Jahr beim USV Potsdam erlebt. In dieser Saison teile ich mein Engagement zwischen TuSLi, wo ich noch in der 2. Regio spiele und die U12 trainiere, und der JBBL des DBV Charlottenburg. Meine Trainerkarriere hat übrigens in Lichterfelde angefangen, zunächst als Assistent von Johannes Schwarz und dann als Headcoach der U11 und später der U16/U18.

Und wie gefällt es dir nun beim DBV Charlottenburg?

Reza: Ich glaube, der DBV ist auf einem guten Weg ein Aushängeschild in Sachen Jugendbasketball zu werden, gespickt mit sehr vielen talentierten Trainern. Meine Trainerkollegen sind super sympathisch und mit Stephan McCollister hat man auch einen sehr guten Lehrer und Mentor. Im Großen und Ganzen fühle ich mich sehr wohl.

Oscar: Es gefällt mir gut. Was mir ins Auge sticht, ist dass sich die Teams untereinander sehr gut verstehen. Jeder Spieler ist hilfsbereit und will dabei sein zum Anfeuern, auch wenn er nicht spielen kann.

Dein Lieblingsspielzug?

Reza:Ich stehe auf sämtliche Alley-oop-Spielzüge. Ein Alley-oop ist wie die Jagd einer Raubkatze. Wenn es geschieht, kann man nichts tun. Nicht mal zuschauen, denn es passiert plötzlich und spielt sich hinter deinem Rücken ab.

Oscar:Hm, ich war nicht auf die Frage vorbereitet (alle lachen). Können wir nicht einfach weiter machen? (Na klar, keiner wird das erfahren, ndA)

Du kannst Dennis Schröder oder Dirk Nowitzki in deinen Kader holen. Für wen entscheidest du dich?

Reza: Dennis Schröder. Ihm kann man noch viel beibringen, sowohl sportlich als auch menschlich.

Oscar: Dann muss ich wohl Nowitzki picken (lacht). Seine Arbeitsmoral hat mich immer fasziniert: Er hat sich ein Ziel gesetzt und darin so viel Zeit und Kraft investiert, bis er es geschafft hat. Was er und seine Mavericks 2011 geleistet haben ist der absolute Hammer. So ein Triumph kann man ihm nur gönnen. Ein Vorbild für alle jungen Spieler.

Zurück nach Europa. Nach Berlin. Wie findest du die Stadt?

Reza: Berlin ist schön und aufregend. Und schmeckt. Ich glaube, ich habe mich hier in die Dönerläden verliebt.

Oscar: Die Stadt mag ich. Mir gefällt ihre Größe. Berlin ist – für eine Metropole – überschaubar. Paris kam mir viel größer und unübersichtlicher vor. Und mir gefällt ihre bunte Mischung: man begegnet allen Menschentypen, von den spießigen bis hin zu den Freaks und allem, was dazwischen ist.

oscar_reza_bericht_1Was ist besser in Berlin als in deinem Heimatort?

Reza: In Berlin gibt es einfach viel bessere Restaurants. Dennoch ist München einfach die schönste Stadt und ich fühle mich dort einfach noch wohler. Ich glaube, es gibt immer die eine Stadt, die dich prägt und wo du immer zurückkehrst, um Kraft zu tanken.

Oscar: Ich wurde in Berlin zwar geboren, aber habe 16 Jahre in Kleinmachnow gelebt. In Berlin ist der öffentliche Verkehr wesentlich besser (Oscar kam mit der Ringbahn, also hat Ahnung, ndA). In meiner Heimat musste ich oft nach dem Training eine Stunde auf den Bus oder gar eine Stunde nach Hause laufen, weil es trotzdem schneller ging.

Was nimmst du aus deiner Heimat mit?

Reza: Gute und preiswerte Brezeln. Die gibt es leider nicht so häufig in Berlin.

Oscar: Das Spielen im Grünen mit den Freunden. Das hat meine Jahre in Kleinmachnow geprägt. Und dieses Gefühl, wenn man mit jeder Ecke in der Stadt eine besondere Erinnerung verbindet. Das nenne ich Heimatgefühl.

Deine Lieblingsecke in Charlottenburg?

Reza: Ich bin noch nicht oft genug in Charlottenburg rumspaziert, deswegen liebe ich momentan nur die Sömmeringhalle.

Oscar: Der Schlosspark. Zum chillen und zum joggen.

Die Berliner gelten als Mecker-Könige. Was ärgert euch am meisten?

Reza: Die Deutsche Bahn! Warum? Das kann man sich glaube ich vorstellen. Zudem Menschen, die illoyal sind und sich nicht trauen, Sachen „Face-to-Face“ zu kommunizieren.

Oscar: Rücksichtslosigkeit stört mich extrem. Ein einfaches Beispiel: Menschen, die in die U-Bahn einsteigen wollen, ehe alle Fahrgäste ausgestiegen sind. Nur aus purem Egoismus.

Und was ärgert euch auf dem Spielfeld?

Reza: Am schlimmsten finde ich die Jungs, die beim Liniensprint plötzlich ihre Schuhe auf- und ganz zufällig wieder zumachen, so dass sie nicht mehr laufen müssen.

Oscar: Als Trainer nerven dich dumme, vermeidbare Fehler. Bin ich an der Seitenlinie, muss jeder Spieler mit Herz spielen, um mich zufriedenzustellen. Der Einsatz ist was zählt.

Das klingt schon nach Lebensphilosophie. Habt ihr sonst einen Lieblingsspruch?

Reza: Da habt ihr den Zitate-Gott gefragt (lacht). „Liebe ist nicht nur ein Wort, Liebe muss man Leben“.

Oscar: „Basketballschuhe sind für die Halle. Straßenschuhe für die Straße.“

Mit Basketball und Liebe geht unser Interview zu Ende. Das nächste Training ruft. Vielen Dank, Reza und Oscar. Es hat Spaß gemacht.

Oscar (Nachtrag): Bitte zeigt Einsatz! Ich freue mich über jeden, der sich Zeit für das Interview oder sogar einen lustigen Kommentar nimmt (das wird auf Facebook möglich). Ciao!

JBBL | Mit Alba auf Augenhöhe

Die Prophezeiung von Headcoach Reza Ghasseminia hat sich bewahrheitet. Im Berliner Derby gegen Favoriten Alba hielt der DBV Charlottenburg dank guter defensiven Einstellung mit, musste sich am Ende geschlagen geben, weil sich die Albatrosse treffsicherer von jenseits der Dreierlinie bewiesen.

Headcoach Reza: „Gute Körpersprache“

Den kurzen Heimweg musste unser JBBL-Team mit einer 62:50-Niederlage antreten: „Wir nehmen keine Punkte, aber eine sehr gute Erfahrung mit. Wir haben das Spiel so gestaltet, wie wir uns es vorgenommen hatten. Am Ende hat uns das Quäntchen Glück gefehlt„, erklärt Reza nach der Schlusssirene. „Die Körpersprache hat mir gut gefallen, mit der Leistung kann man zufrieden sein: das ist der Startpunkt für einen weiteren Schritt nach vorne.“ Zeit dafür hat das Team, denn das nächste Spiel steht erst am 8. November – in der Sömmeringhalle gegen Schlusslicht Braunschweig – auf dem Plan.

Offenbar zufrieden mit der Leistung, kann man nicht das gleiche vom Ergebnis behaupten. Die Niederlage fiel höher als verdient aus. Alba spielte im ersten Viertel besser (20:14), der DBV Charlottenburg konnte jedoch seinen Spielstil anpassen und verhindern, dass der Gegner sich absetzt. Der taktischen Vorgaben der Albatrosse waren einfach zu erkennen: der Ball musste irgendwie den 208cm großen Center Joshua Lübken erreichen, die Aufgabe der Charlottenburg war es, das Pick&Roll zu erschweren oder ganz zu unterbinden.

Das verpasste Momentum im dritten Viertel

Marangozov_albaDer Abstand wuchs auf neun Punkte an (35:26/23.), als die Albatrosse ihren Plan durchsetzen konnten, schrumpfte auf zwei, als der DBV den Gegner im Griff hatte und mit Mikias Mamo und Marc Friederici endlich auch sein offensives Glück aus der Distanz fand (35:31/25.). Im Nachhinein musste man feststellen, dass unsere Jungs das Momentum nicht ganz genutzt haben. Leonik Wadehn verkürzte zwar auf zwei Zähler (35:33) und anschließend musste Alba auf den mit 4 Fouls belasteten Center Lübken verzichten. Man erarbeitete sich Offensivrebounds und Freiwürfe, die nicht in Punkte umgemünzt wurden. So konnte der DBV auf einen Punkt herankommen, als Maik Marangosov den dritten Dreier in diesem Viertel versenkte (37:36/27.), aber die Führung nicht übernehmen. Die Schlussphase gehörte dann den Gastgebern, die fünf Zähler aus den letzten beiden Angriffen mitnahmen.

Die Geschwister Friederici leisten Widerstand

Mit einem 6-Punkte-Rückstand (47:41) ging es ins entscheidende Viertel. Der DBV setzte nach wie vor auf die Arbeit in die Defensive, um den Anschluss nicht zu verlieren. Alba fand immer wieder in einem Foul ihre Rettung – oft kurz vor dem Ablauf der Angriffszeit – und zog so hauptsächlich an der Freiwurflinie davon (57:43). Die Geschwister Friederici brachten den Abstand erneut in einstelligen Bereich (57:48/35.), aber die Hoffnung verpuffte, als die folgenden Dreier ihren Weg in den Korb nicht fanden.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Henry Philipp Czerr, Joshua Meck, Marc Friederici (16 Punkte), Dominic Driegert, Vincent Friederici (8), Mikias Mamo (3), Stefan Kljajic, Maik Marangosov (11), Leonik Wadehn (6), Philipp Bertelsmann, Brandon Coleman (4), Juri Snigula (2).

 

JBBL | Krimi mit Happy End zum Auftakt

 

30 Sekunden vor Spielende verpuffte für den DBV Charlottenburg ein 7-Punkte-Vorsprung. Headcoach Reza Ghasseminia sammelte dann sein Team um sich und gab Anweisungen zum letzten Spielzug. Die Hausherren erarbeiteten einen guten Wurf für Brandon Coleman, der Ball fiel daneben, genau dort, wo der Center seinen Gegner ausgeboxt hatte. Brandon fing den Ball, ging erneut hoch und netzte zum 59:58 ein.

Mit noch zehn Sekunden auf der Uhr wiederholte sich das Prozedere – nun auf Seiten der Göttinger – aber die Umsetzung der gegnerischen Pläne wurde durch die Charlottenburger Verteidigung erst erschwert und dann ganz verhindert. Der Gegner kam nicht zum Wurf: Der DBV Charlottenburg hatte den ersten Sieg unter Dach und Fach gebracht.  „Ein hartes Spiel – ließ sich Reza am Ende zitieren – in dem wir besser angefangen, aber das wir nicht dementsprechend fortgesetzt haben. Dennoch haben wir die Leistung in der zweiten Hälfte gesteigert und am Ende einen kühlen Kopf bewahrt“.

Nach der Pause verbesserten sich für den DBV Charlottenburg vor allem das Reboundverhältnis (16:13 – war 15:33 zur Halbzeit) und die Verteidigung des Topscorer der Göttinger, Jaschewski, der nur noch auf 5 Punkte kam, nachdem er mit 14 in die Kabine gegangen war. Beides Aspekte, die im Endeffekt den entscheidenden Beitrag zum Sieg leisteten.

jbbl_goettingen_20151018_81

Der DBV startet besser

Das erfreuliche Ende folgte einem guten Beginn, der dem DBV Charlottenburg einen kleinen Vorsprung bescherte (16:10/6.). Der Ball bewegte sich schnell und genau; dadurch hatten unsere Jungs die Chance zu guten Abschlüssen zu kommen. BBT Göttingen war

allerdings nicht nach Berlin angereist, um sich die Hauptstadt anzugucken, und konterte mit gut organisierten Angriffen, die zu vielen einfachen Korblegern führten. Die Niedersachsen holten auf und gingen in Führung (23:26/16.), zumal der Korb für die Charlottenburger zu diesem Zeitpunkt wie v

ernagelt war. Die Gäste nutzten eiskalt die Überlegenheit beim Rebounding (33:15, 11 davon Offensivrebounds) und bauten den Abstand auf 10 Punkte aus (28:38/23.).

Licht angeknipst

Im schwierigsten Augenblick knipste das Team das Licht wieder an. Die Gäste blieben sieben Minuten punktlos, während unsere Jungs nun regelmäßig trafen. In fünf Minuten schlossen die Berliner die Lücke, angeführt von Leonik Wadehn, und übernahmen die Führung (42:41). Das Blatt war gedreht und der DBV versuchte, das Momentum nicht mehr aus der Hand zu geben. Dank fünf Zählern aus drei Offensivrebounds und drei Dreiern erreichte der Gastgeber einen 7-Punkte-Vorsprung (56:48).

Da fiel erneut auf, woran man in den kommenden Wochen arbeiten muss. Das Spiel verlor an Effizienz, die Göttinger kämpften sich erst einmal wieder heran und überholten dann im ersten Angriff der entscheidenden Minute. Auszeit von Reza, Rebound für Brandon und, entscheidende Punkte und erster Sieg für den DBV Charlottenburg.

jbbl_goettingen_20151018_15

Es spielten für den DBV: Philipp Czerr (4 Punkte), Joshua Meck, Felix Mensing, Dominic Driegert 6, Marc Friederici (11 Punkte und 5 Ballgewinne), Vincent Friederici (6 Punkte und 4 Assists), Mikias Mamo (11), Stefan Kljajic, Maik Marangosov (1), Leonik Wadehn (4 Punkte, 10 Rebounds, 6 Ballgewinne), Philipp Bertelsmann (10), Brandon Coleman (6).

Die Kooperationspartner

In der direkten Auseinandersetzung unserer Kooperationspartner bezwang TuS Lichterfelde den RSV Eintracht mit 81:44.

 

Saisonstart für die JBBL

Das lange Warten hat am Wochenende auch für das JBBL-Team ein Ende. Am Sonntag um 11 Uhr ist der erste Tip-Off der neuen Saison: Zu Gast in der Sömmeringhalle ist BBT Göttingen.

Nach dem im letzten Jahr drei Spieltage vor Schluss errungenen Klassenerhalt fängt das neue Spieljahr mit einem neuen Gesicht an der Seitenlinie an. Reza Ghasseminia ist der neue Headcoach, nachdem Stephan McCollister zum Headcoach des NBBL-Teams unserer Leistungssportkooperation AB Baskets befördert wurde.

Die Vorbereitung verlief mit Höhen und Tiefen, zumal wir lange auf einige Spieler verzichten mussten, die sich für das Bundesjugendlager vorbereiteten„, fasst der neue Headcoach zusammen. Diese Mannschaft hat großes Potential und wird bald für die eine oder andere Überraschung sorgen. Wir sehnen jetzt danach, endlich um Tabellenpunkte spielen zu dürfen

Viele Spieler erleben den Basketball auf JBBL-Niveau zum ersten Mal: „Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, wenn man auf die ganze Saison blickt. Es mag sein, dass wir in der Anfangsphase ein paar Schwierigkeiten erleben. Dennoch bin ich mir sicher, dass die erfahreneren 2000er im Kader den anderen den Weg weisen werden„.

Vielleicht schon ab Sonntag in der Sömmeringhalle gegen den letztjährigen Vorrunden-Teilnehmer BBT Göttingen: „Genauso wie wir sind viele Spieler der Göttinger im jüngeren Jahrgang. Der Trainer ist hingegen ein erfahrener und exzellenter Jugendcoach, der alles aus seinen Jungs rausholt. Seine Mannschaften haben mich immer positiv überrascht. Möge der bessere gewinnen.

In der Staffel Nordost sind auch unsere beiden Kooperationspartner vertreten und treffen morgen zur selben Uhrzeit aufeinander. Wir wünschen auch dem RSV Eintracht Stahnsdorf und TuS Lichterfelde viel Erfolg in der JBBL-Saison 2015/16.

 

JBBL | Gelungenes Turnier in München

Auf den langen Weg nach München machte sich unsere JBBL am vergangenen Wochenende. Ziel waren nicht die Wiesn und das Oktoberfest wie für die meisten Touristen, sondern das erste Turnier der Vorbereitung. Das Team um den neuen Headcoach Reza Ghasseminia – ohne drei Spieler aus der Länderauswahl angereist – hat dabei vier Spiele absolviert.

Die gute Nachricht sind nicht (nur) die beiden Siege gegen Karpfenberg und Bayreuth, sondern auch die vom Team während des Turniers gezeigte Leistungssteigerung und die Spielminuten, die die unerfahreneren Spieler sammeln konnten.

Zum Auftakt winkte am Samstag eine böse Überraschung: gegen die Internationalen Basketball Akademie München (IBAM) – in die Staffel Süd eingeteilt – ging ein knappes Spiel mit 10 Punkten verloren. Der Trainer ließ allen Jungs die Gelegenheit, sich mit dem Niveau und einer anspruchsvolleren Trainingseinheiten einzustimmen und war am Ende mit der Leistung zufrieden: “Mir war vor allem wichtig, dass die Jungs sich einfach mal auf diesem Level wohlfühlen”, so Reza nach dem ersten Spiel.

Die beiden folgenden Spiele wurde auf verschiedene Weise gewonnen, was der Entwicklung der jungen Truppe sicher zu Nutze kommen wird: gegen Karpfenberg leuchtete am Ende ein +20 an der Anzeigentafel, während der Erfolg gegen den JBBL-Teilnehmer aus Bayreuth das Team erst nach der Verlängerung errungen wurde (+5).

Ein Engpass im Spielplan sorgte für eine Niederlage gegen Nürnberg im letzten Spiel. Unsere Jungs hatten sage und schreibe fünf Minuten Pause nach dem packenden Sieg gegen Bayreuth, spielten trotzdem bis 3 Minuten vor Schluss auf Augenhöhe. In der Schlussphase ging der Mannschaft dann die Puste aus und Nürnberg nutzte den Vorteil eiskalt zu einem dem Spielverlauf nicht entsprechend deutlichem Sieg.

Auch wenn die sportliche Vorbereitung im Vordergrund stand - der Spaß-Faktor kam nicht zu kurz: Die JBBL auf der Wiesn 2015.

Auch wenn die sportliche Vorbereitung im Vordergrund stand – der Spaß-Faktor kam nicht zu kurz: Die JBBL auf der Wiesn 2015.

In der Defense haben wir eine gute Leistung erbracht, sogar überraschend für das Niveau, das man normalerweise in dieser Phase der Vorbereitung erreicht. In der Offense fehlte uns das ein oder andere mal die klare Struktur, die man dann aber ab dem 18. Oktober (Anm.d.Red.: Saisonstart!) – da bin ich mir sehr sicher – sehen wird. Die mentale Stärke ist außerdem auch noch ausbaufähig und wir werden bis zum Saisonauftakt daran arbeiten, dass wir die Kontrolle über das Spiel übernehmen und nicht mehr aus der Hand geben”, so der gebürtige Münchner Ghasseminia.

So lautet das endgültige Fazit von Reza: “Alles in allem war es eine aufschlussreiche und wichtige Erfahrung für uns. Von neun Teams hat man auf Augenhöhe mit der Top5 gespielt, was mich zufriedenstellt. Das allerwichtigste: Das Klima im Team ist wirklich sehr harmonisch.” Am kommenden Wochenende steht schon das nächste Turnier an: “In Jena wollen wir uns noch ein Stück weiterentwickeln.”

Zum Schluss lüftet Reza ein kleines Geheimnis: “Wir waren doch noch zusammen auf der Wiesn und sind alle als Team die ‚Looping-Achterbahn‘ gefahren. Es war ’ne richtige ‚gaudi‚ – wie die Bayern sagen würden!”

1 2 3