Artikel der Kategorie: Spielberichte 15/16

U11 | Sonnenschein trotz Gruselwetters

Die U11 kommt immer besser in Fahrt und gewinnt bei TuS Lichterfelde 2 nach guter Teamleistung mit 71:40. Verbesserungen im Zusammenspiel sind ausschlaggebend für den Erfolg der 2005er.

Am vergangenen, verregneten Sonntag waren die Jungs der U11 mal wieder sehr, sehr früh auf dem Weg zum Auswärtsspiel in die Curtiusstraße in Lichterfelde.

Das Team hatte dabei jedoch keine gute Erinnerung an die Halle unseres Kooperationspartners. In der letzten Saison ging das erste Spiel damals mit 113:3 verloren und die damals noch sehr unerfahrene Truppe ging sang- und klanglos unter.

Nach einer Saison zum Einspielen und Erfahrung sammeln sollte dieses Erlebnis nicht wiederholt werden. Trotz der Frühe waren die Jungs – um das Trainer-Duo Max & Max – von Beginn an hellwach und konnten schnell dem Spiel ihren Stempel aufdrücken.

Wie im Vorfeld geübt, wurde der Ball mit viel Tempo durch die Spielfeldmitte gedribbelt und dann auf die „Außenspuren“ gepasst. Durch die unzähligen Wiederholungen im Training fanden die Korbleger mit steigender Genauigkeit ihr Ziel, das Team belohnte sich ein ums andere mal.

Auch in der Defense konnten die Jungs zeigen, dass sie in den letzten Wochen fleißig trainiert hatten. Die Gegenspieler wurden nicht alleine gelassen und ohne Foul bis zur Grundlinie begleitet.

Nach Spielende freuten sich alle über den klaren, verdienten 71:40-Erfolg und blicken motiviert auf die nächsten Aufgaben. Denn es gibt weiterhin viel zu tun: Weniger Schrittfehler und schnellere Pässe sind die zeitnahen Zielstellungen; insgesamt bleibt das übergeordnete Ziel eine weitere Leistungssteigerung, um sich langsam aber stetig an Oberliga-Niveau heranzuarbeiten. Entsprechend des Spiels bewertet Coach Max die Situation direkt im Anschluss: „Die ausgeglichene Leistung in diesem Spiel macht definitiv Lust auf mehr.“ 🙂

Für die U11 des DBV spielten am Sonntag: Colin, Emre, Gabriel, Kaan, Kai, Leon, Mateo, Philip, Robin, Taylan und Thorben.

JBBL | Siegreich im Turnover-Festival

Das JBBL-Team des DBV Charlottenburg gewinnt ein intensives, von vielen Fouls und Ballverlusten geprägtes Spiel gegen die Junior Löwen Braunschweig mit 62:57 (26:24) und steht mit nun 2-1 Siegen in einer guten Ausgangsposition im Rennen um die Hauptrundenplätze der Gruppe Nordost. Marc und Vincent Friederici zeigen sich mit jeweils 16 Punkten am treffsichersten.

„Es war eines unserer anstrengsten Spiele in dieser Saison, da wir zwei Wochen wirklich intensiv und mit voller Belastung trainiert haben und die Jungs sehr müde gewirkt haben gegen eine sehr kämpferische und optimistische Braunschweiger Mannschaft“
, resümierte Headcoach Reza Ghasseminia nach dem Spiel, und schob hinterher: „Wichtig war uns der Sieg und den haben wir auch geholt. Zwar nur mit fünf Punkten Unterschied, aber dennoch verdient.“

Zum Spielverlauf: Zu Beginn taten beide Teams nicht viel für ein Punktefestival – so leitete das erste Viertel zwar ein bis zum Ende spannendes, aber wenig hochklassiges JBBL-Spiel ein. Bereits in den ersten Minuten machte sich der Fokus des Heimteams bemerkbar: Man wollte den Gegner – wie schon in den letzten Spielen – mit viel defensivem Druck über das gesamte Feld verunsichern. Dies gelang auch. Vor allem aus den daraus resultierenden Gelegenheiten erzielten die Charlottenburger ihre Punkte. Am Ende des Viertels waren es 14. Den Braunschweigern gelang durch ein paar Unaufmerksamkeiten der DBVer ein kleiner Run. 13 Punkte erzielten sie.

Wie zu Beginn die DBVer, legten nun auch die Löwen einiges an defensiver Aggressivität zu. In der Folge hatten nun beide Teams enorme Probleme, mit dem Druck umzugehen. Ballverluste reihten sich an Ballverluste, das Spiel ähnelte nur noch phasenweise an Bundesliga-Basketball. So waren Zuschauer und Team froh über die 15-minütige Halbzeitpause. Nach Punkten hieß es zu diesem Zeitpunkt 26:24, nach Turnovern 18:19!

Die Marschroute blieb für die zweite Halbzeit jedoch unverändert: Die Charlottenburger bauten trotz bereits 22 Fouls auf Ganzfeld-Defense, die Löwen wussten, dass sie auswärts nur mit dem nötigen „Biss“ überleben konnten. So änderte sich am Spielverlauf wenig. Die Schiedsrichter blieben ihrer Linie treu, die Spieler ihrer Fehlerquote. Und das Spiel lebte weiter von der Spannung (40:42, 30. Minute).

Der Schlussabschnitt musste die Entscheidung bringen. Ein 12:0-Run zu Beginn des Viertels brachte die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber. In vielen Spielen hätte man bei einem 10-Punkte-Vorsprung bei fünf Minuten Restspielzeit sicher nicht von einer „Vorentscheidung“ gesprochen, angesichts gleichbleibenden Spielverlaufs (genau, Turnover und Fouls) gepaart mit einer schwachen Freiwurfquote der Niedersachsen (46% bei 46 Versuchen) war für das Team von Trainer Michael Huber trotz großen Kampfes bis zum Ende ein Sieg nicht mehr zu holen.

Nach dem Spiel war die Erleichterung entsprechend groß, solch einen K(r)ampf trotz aller Widrigkeiten gewonnen zu haben. „Wir haben leider nur das Nötigste getan gegen die Braunschweiger und somit uns nicht klar durchsetzten können. Am Ende haben wir einfach bessere Entscheidungen getroffen und auch ziemlich gut verteidigt.“ Eine Schwäche wollte Reza nicht wegdiskutieren: „Aufgrund unserer Reboundschwäche, machen wir uns das Leben einfach viel zu schwer und schaffen es bis jetzt noch nicht uns mal klar abzusetzen.“ Dann gab er auch gleich noch ein Ziel für das nächste Spiel aus: „Wir können Teams unter 60 Punkte halten, aber unser Ziel ist es auch mal mehr als 70 zu machen!“

Für den DBV spielten: Marc Friederici, Vincent Friederici (je 16 Punkte), Mikias Mamo (8), Juri Snigula (7), Leonik Wahdehn (5), Felix Mensing (5), Dominic Driegert (2), Maik Marangosov (2), Brandon Coleman (1), Philipp Bertelsmann, Joshua Meck, Philipp Czerr.

Kooperationspartner TuS Lichterfelde fuhr gegen Göttingen den dritten Sieg (107:43) im dritten Spiel ein und freut sich nun auf das Spitzenduell bei Alba.

2. RLN | Sieg im Krimi gegen die Berlin Baskets

Der DBV Charlottenburg bleibt nach dem 77:69-Heimsieg gegen die Berlin Baskets dank einer couragierten Vorstellung und einer Leistungssteigerung zum Ende des Spiels auf den Fersen der Tabellenführer.

Lange hat es gedauert, bis der Einsatz belohnt wurde: erst in den letzten drei Minuten konnten die Charlottenburger den Sieg klar machen. Zuvor waren es die Berlin Baskets, die besser besser ins Spiel starteten (11:21) und eine erste knappe Führung bis in die Halbzeitpause retteten (34:37). „In der Schlussphase haben wir endlich unseren Rhythmus gefunden und unsere Spielweise durchgesetzt. Bis dahin hat uns die Zonenverteidigung der Baskets schon ein Bein gestellt“, gibt Spielertrainer Milan Pesic zu.

Was er – vielleicht aus Bescheidenheit – verschweigt ist, dass sich das Blatt gewendet hat, als der Trainer Milan Pesic den Spieler Milan Pesic aufs Feld schickte. Mit seiner Qualität und Routine zeigte er allen anwesenden, was einen guten Guard ausmacht: die Verteidigung lesen und die richtige Entscheidung treffen. Als Milan sich einwechselte lag der DBV Charlottenburg neun Punkte hinten (45:54), dann zog er mal erfolgreich zum Korb, mal belohnte er Center Daniel Hönicke (16), der am Brett um die beste Position kämpfte, mal passte er den Ball zu den Schützen an der Dreierlinie. Unter seiner Regie holten die Hausherren Punkt um Punkt auf; bis zum Ausgleich in der 34. Minute (60:60).

Schnuermacher_BerlinBKAls die Charlottenburger dachten, den dicken Brocken hinter sich zu haben, schlugen die Baskets mit einem Dreier und einem Dreipunktespiel zur erneuten Führung (60:66) zu, die wiederum keine zwei Minuten hielt, bis Nico Linnartz ein nach Lehrbuch geführten Fastbreak abschloss und Chris Kuntze einen Dreier oben drauf packte (69:66). Die Spannung stieg und die Unparteiischen leisteten auch ihren Beitrag dazu, indem sie zwei technische und ein unsportliches Foul pfiffen: Die Gäste zeigten sich von der Linie jedoch wenig treffsicher und kamen nicht über einen erneuten Ausgleich hinaus. Dies blieben auch die letzten Zähler der Gäste. Der DBV Charlottenburg zog in der Verteidigung die Schraube an und ließ die Baskets nicht mehr punkten. Was hingegen dem DBV Charlottenburg noch mehrmals – wenn auch nur von der Linie – gelang: erst Milan Pesic, dann Thomas Tripp und schließlich Kevin Schaffartzik ließen sich die Chance nicht entgehen und bescherten dem DBV Charlottenburg den vierten Saisonsieg.

Am kommenden Samstag reisen unsere Herren in die Berliner Norden: um 19 Uhr wartet der VfB Hermsdorf auf die Charlottenburger.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Max Gervinck (8), Thomas Tripp (10), Chris Kuntze (10), Daniel Hönicke (16), Christian Schnürmacher (6), Kevin Schaffartzik (6), Kai Zimmermann (8), Nico Linnartz (5), Milan Pesic (6), Sebastian Pichlmayer (2).

NBBL | AB Baskets mit Heimspiel-Pleite gegen Braunschweig

Wenn man nicht trifft, kann man auch nicht gewinnen.“ Stephan McCollister bedient sich der alten Basketball-Weisheit und erklärt damit, unter welchen Umstände die Heimniederlage der AB Basket (57:74) im ersten Spiel vor heimischer Kulisse gegen die Junior Löwen Braunschweig zustande gekommen ist.

Faris Fadlelmula (links) zeigt Paul Giese (am Ball), wo der Ball hin muss: in den Korb. Leider gelang dies zu selten.

Faris Fadlelmula (links) zeigt Paul Giese (am Ball), wo der Ball hin muss: in den Korb. Leider gelang dies zu selten.

Stellvertretend für das ganze Spiel eine Szene zum Ende des vierten Viertels: Mit noch vier Minuten Spielzeit mitten in der Aufholjagd quartierten sich die AB Baskets für 48 Sekunden in der gegnerischen Spielfeldhälfte ein, schnappten sich vier Rebounds und kamen jedes Mal zu einem guten Abschluss. Der Korb war wie vernagelt und ließ keinen Ball rein. Im nächsten Angriff brachte Levent Yer dann sein Team per Dreier doch nochmal heran (57:64), aber die Feldwurfquote blieb insgesamt schwach in den letzten anderthalb Minuten. Am Ende konnten die Gäste den Sieg in sicheren Hafen bringen.

Wir werden uns in der Woche genau anschauen, warum so viele Würfe daneben fielen (20/81 vom Feld), aber mein allererste Eindruck ist, dass wir uns gute Würfe erarbeitet haben, die ihren Weg in den Korb leider nicht fanden„, erläutert McCollister, der mit der Gesamtleistung zufrieden war: „Wir haben sowohl in der Offensive als auch in der Defensive besser gespielt als in Bremerhaven.“ Die reinen Zahlen bestätigen seine Aussage: weniger Turnovers als der Sieger (nur 10), so viele Assists (12) und eine deutliche Überlegenheit beim Offensivrebound, was zu zusätzlichen Würfen führte. Die Wurfquote war aber – leider – der entscheidende Faktor: nur 37% aus der Nahdistanz und drei von 26 Dreiern. Unterm Strich bleibt ein 24.7%.

Braunschweig nutzte den schlechten Tag der Hausherren und das Comeback von Nationalspieler Lars Lagerpusch (34 Punkte und 21 Rebounds) eiskalt. Die Niedersachsen machten von Anfang an das Rennen und unsere Jungs versuchten nach und nach Wege und Lösungen gegen die Zonenverteidigung zu finden, den Run zu stoppen. Als dies gelang, wurde blitzschnell der Rückstand von neun Zählern (29:38 zur Halbzeit) auf vier verkürzt (36:40) dank guter defensiven Arbeit gegen Lagerpusch und eines Fastbreaks von Levent Yer. Da es an Konstanz beim Werfen mangelte, konnten die Gäste aber den alten Vorsprung wieder herstellen und gar ausbauen (37:49). Die Reaktion ließ nicht auf sich warten: Thabo Paul netzte kurz vor der dritten Pause noch zum 45:51 ein, die kämpferische Einstellung stimmte.

Lars Lagerpusch (mit Ball) gelang ein furioses Comeback und war von den Berlinern nicht zu stoppen.

Lars Lagerpusch (mit Ball) gelang ein furioses Comeback und war von den Berlinern nicht zu stoppen.

Das Hin und Her ging auch im Schlussviertel weiter: Die Braunschweiger bauten die Führung nochmal aus, die AB Baskets blieben dran und kamen durch Levents Dreier erneut bis auf 7 Punkte Rückstand heran. Mehr war nicht mehr drin.

Es spielten für die AB Baskets: Lennart Zumbusch, Thabo Paul (15 Punkte und 6 Assists), Levent Yer (15), Amani Ogette, Jordan Müller, Faris Fadlelmula (2), Paul Giese (4), Yannick Hildebrandt (8 und 11 Rebounds), Ferdinand Gerstenberger, Jonas Jansen-Winkeln, Akim-Jamal Jonah (11 und 16 Rebounds).

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2. RLN | DBV empfängt die Berlin Baskets

Vorsicht, heiß! Wären die Berlin Baskets ein Getränk, müsste man genau diesem Warnhinweis beachten. Denn der nächste Gast des DBV Charlottenburg in der Schillerstraße (Sonnabend, 19 Uhr) hat zuletzt zwei Siege in Folge eingefahren und damit den Fehlstart – drei Niederlagen – wettgemacht.

Die Marzahner verfügen über einen ausgeglichenen Kader und können verschiedene Akteure in Szene setzen. Beim Heimerfolg gegen Lok Bernau 2 war David Beier mit 18 Punkten der Topscorer, in Potsdam glänzten die beiden Flügelspieler Tim Beck (29 Zähler und 8 Rebounds) und Dolgoon Agni (12+11 und 6 Assists).

Der DBV Charlottenburg hat das spielfreie Wochenende genutzt, den Akku voll zu laden und endlich Trainingseinheiten mit vollständigem Kader zu absolvieren.

Wir erwarten ein spannendes Spiel und freuen uns über jeden Zuschauer!

JBBL / NBBL | Double Header am Sonntag in der Sömmeringhalle

Nachdem am vergangenen Freitag auch die Leisungssportkooperation AB Baskets in der NBBL siegreich gestartet ist, wird es am kommenden Sonntag erstmals in dieser Saison zu einem Double Header in der Sömmeringhalle kommen. Um diesen kompakten Spieltag zu etwas noch speziellerem zu machen, wird gleich zweimal derselbe Verein zum Duell erscheinen: die Junior Löwen aus Braunschweig.

JBBL: Der DBV Charlottenburg wird wieder in die Erfolgsspur

Ein knapper Heimsieg gegen Göttingen und eine ebenso knappe Niederlage im Spiel bei Alba stehen bislang dem DBV Charlottenburg zu Buche. Am Sonntag um 11 Uhr – zum Auftakt des Double Headers – will das Team um Headcoach Reza Ghasseminia zurück in die Erfolgsspur: „Wir wollen vor allem einen Schritt weiter in unserer Entwicklung machen. Wenn wir kämpferisch ins Spiel gehen, in der Defense für ausreichend Druck sorgen und dann in der Offense den Rythmus finden, bin ich mir sicher, dass mein Team als verdienter Sieger vom Feld geht„, lautet des Trainers Kampfansage.

Der Start verlief hingegen für Braunschweig etwas holpriger: „Unser nächster Gegner musste zu Hause gegen Alba und beim Kooperationspartner TuS Lichterfelde zwei deutliche Niederlage hinnehmen – allerdings gegen die Topfavoriten unserer Staffel. Deshalb glaube ich – und hoffe auch – dass wir eine Braunschweiger Mannschaft in der Sömmeringhalle sehen werden, die alles geben wird um sich noch Chancen auf die Hauptrunde zu bewahren. Wir werden sie sicherlich nicht unterschätzen.“ Die ersten beiden Auftritte ließen erkennen, dass die Niedersachsen wohl sehr gerne die großen Spieler involvieren: Power Forward Jannik Krückeberg-Saathoff und Center Mark Mboya Kotieno teilten sich fast die Hälfte der Würfe der Braunschweiger (Wurfquote: 36.3%) und sammelten jeweils insgesamt 9 Rebounds. Im Backcourt stach bislang Guard Lorenz Sagebiel mit 17 Punkten und 4 Assists hervor.

Für Reza ist die Partie gegen die jungen Löwen auch aus persönlichen Gründen eine der besonderen Art: „Vieles verbindet mich mit Braunschweig: ich habe dort gewohnt, bin fünf Jahre Trainer einer Jugendmannschaft gewesen und habe dort meine jetzige Freundin kennengelernt. Ab und zu sind wir da und besuchen ihre Familie.

Kooperationspartner
Zeitgleich ist auch TuSLi in der JBBL zu Hause gefordert: Der Tabellenführer aus Lichterfelde empfängt Göttingen. Das Spiel zwischen dem RSV Stahnsdorf und den jungen Albatrossen wurde verlegt.

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NBBL: Mit Konzentration zum ersten Heimerfolg

Im zweiten Teil des Double Headers in der Sömmeringhalle (14 Uhr) freuen wir uns auf die Begegnung zwischen den AB Baskets und den Junior Löwen aus Braunschweig.

Trotz des Sieges in Bremerhaven zum Saisonauftakt in der vergangenen Woche war man bei den AB Baskets mit der eigenen Leistung nicht zufrieden. Zu wenig davon, was man in der langen Vorbereitung hart trainiert hatte, wurde vom Team umgesetzt. Es bedarf also einer Leistungssteigerung, um im ersten Heimspiel der Saison die Punkte in Berlin zu behalten.

Denn mit den Junior Löwen kommt zwar der aktuell Tabellenletzte der NBBL Nordost in die Hauptstadt, die zwei Niederlagen zum Auftakt sagen allerdings noch nicht viel über das tatsächliche Leistungsvermögen des Gegners aus. Zum einen hatte Braunschweig in den Piraten aus Hamburg und der Baskets Akademie Weser Ems zwei starke Gegner. Und noch viel schwerwiegender: In beiden Spielen musste man verletzungsbedingt auf Juniorennationalspieler Lars Lagerpusch verzichten. Dieser wird den Braunschweigern in Berlin aber voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen, darauf lässt sein Einsatz in der ProB am vergangenen Wochenende schließen.

Doch auch bei den AB Baskets kehrt ein Leistungsträger in den Kader zurück. Nach abgesessener Sperre kann Flügelspieler Yannick Hildebrandt wieder aufs Parkett zurückkehren und sein Saisondebüt feiern. Bis auf die beiden schon länger Verletzten Timon Riedel und Tom Benk steht Headcoach McCollister also der komplette Kader zur Verfügung. Die Rotation ist also gut besetzt; McCollister hofft, sie nicht erneut leistungsbedingt frühzeitig starten zu müssen…

Es ist also alles angerichtet für einen spannenden Sonntag!

NBBL | Siegreicher Auftakt für die AB Baskets

In einem bis zum Ende knappen NBBL-Auftaktspiel gewinnen die AB Baskets in Bremerhaven mit 70:68 (39:41). Topscorer auf Seiten der Spielgemeinschaft war Anton Kamke mit 22 Punkten.
Lange hatte sich die Mannschaft auf diesen Moment vorbereitet, nun endlich versammelte sich das Team um Headcoach Stephan McCollister zur finalen Besprechung in der Kabine des Eisbären-Trainingscentrums. Die Ansage war kurz, aber deutlich: Ein „Gewinnerteam“ sollte sich zum Saisonstart auf dem Feld präsentieren.

Mit Levent Yer, Paul Giese, Anton Kamke, Amani Ogette und Akim Jonah startete das Team motiviert ins Spiel – die ersten Saisonpunkte und 2:0-Führung der AB Baskets erzielte Amani per Korbleger. Im Anschluss zeigten dann die Eisbären eine Reaktion auf die hohe Niederlage aus dem Spiel in Neustadt: Zweimal schnappte sich Moritz Hübner den Ball auf dem linken Flügel und schloss per Dunking ab – die Verteidigung der Baskets leistete Geleitschutz. In der Offensive wurden Chancen auf einfache Abschlüsse liegen gelassen (5:15, 4. Minute) Früh sah sich McCollister zu einer Auszeit und leistungsbedingten Wechseln gezwungen. Die Euphorie zum Saisonstart war rasch verflogen, die Sicherheit musste zurückerlangt werden. In der Folge wurden zwar Angriffe über die die Guards Thabo und Levent erfolgreich in Punkte umgemünzt, Probleme offenbarte aber weiterhin die Verteidigung am Ball und in der Rotation. 27 Punkte (70% Feldwurfquote) zum Ende des Viertels (24:27) für die Gastgeber sprachen eine eindeutige Sprache.

Der zweite Abschnitt verlief weitgehend ausgeglichen, keinem Team gelang ein Scoring-Run. In der Defensive traten beide Teams nun beherzter auf, die Wurfquote sank. Immer, als die Gäste aus der Hauptstadt etwas das Ruder übernahmen, war Moritz Hübner zur Stelle. Der Bremerhavener zog 1-1 zum Korb oder wurde unfreiwillig an die Linie geschickt und hatte mit 17 erzielten Punkten in den ersten 20 Minuten maßgeblichen Anteil an der 41:39-Halbzeitführung der Gastgeber.

Unzufrieden mit der Intensität und der Umsetzung der taktischen Vorgaben (11-Spieler-Rotation in Halbzeit 1) musste in der zweiten Halbzeit eine andere Einstellung Einzug halten, wollte man Punkte aus Bremerhaven mitnehmen. Aber auch die Bremerhavener kamen entschlossen aus der Pause. Kein Team konnte sich in den nächsten 10 Minuten wirklich absetzen, jedoch holten die AB Baskets sich in Form von erfolgreichen Einzelaktionen durch Levent und Würfen von Anton eine 56:51-Führung.

Ohne bisher spielerisch zu überzeugen, ging es im letzten Viertel nun in erster Linie darum, den kleinen Vorsprung in einen Sieg zu verwandeln. Einen Vorsprung halten? Daraus wurde schon zu Beginn nichts! Denn es war jetzt Marius Behr auf Seiten der Eisbären, der 12 seiner 18 Punkte im Schlussabschnitt erzielte und die Hoffnungen auf einen Heimsieg bis zur Schlusssekunde am Leben hielt. Knapp 2 Minuten  vor Schluss sah es beim Punktestand von 67:64 für die Norddeutschen sogar danach aus, als Anton Kamke aus der Ecke einen wichtigen Dreier zum Ausgleich traf. Im nächsten Angriff konnten dann die Berliner die Zone endlich einmal überzeugend ausspielen – am Ende der Kette profitierte Faris Fadlelmula vom Anspiel von Spielmacher Thabo Paul und besorgte die letzten Feldpunkte für die Gäste. Von den anschließenden zwei Freiwürfen konnten die Eisbären nur einen verwandeln. Dann war der erste Sieg der AB Baskets in der jungen Geschichte der Spielgemeinschaft perfekt. Die abschließenden Freiwürfe nach Foul an Anton Kamke waren nach der Schlusssirene und damit nur noch Formsache.

„Insgesamt bin ich mit der Leistung heute nicht zufrieden, weil wir zu viel von den Trainingsinhalten heute nicht umgesetzt haben. Mit dem Ergebnis müssen wir daher unter diesen Umständen schon zufrieden sein. Gleichzeitig wissen wir nun, wo wir stehen und dass es noch viel zu tun gibt“, bilanzierte McCollister erleichtert.

Es spielten für die AB Baskets: Lennart Zumbusch, Thabo Paul (13 Punkte), Levent Yer (8), Jonas Wagner, Faris Fadlelmula (2), Anton Kamke (22), Paul Giese (9), Vincent Meunier (2), Jonas Jansen-Winkeln, Akim-Jamal Jonah (6), Nico Ehorn.

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Am nächsten Sonntag (08.11., 14 Uhr, Sömmeringhalle) spielt das Team gegen Braunschweig.

NBBL | AB Baskets starten in Bremerhaven

Am morgigen Freitag ist es endlich soweit: Als letztes der 33 Teams der U19-Bundesliga NBBL starten die AB Baskets in die Saison. Um 15 Uhr trifft die Mannschaft auswärts auf den Nachwuchs des Beko BBL-Teams der Eisbären Bremerhaven.

Ein neues Team

Es ist ein Start der besonderen Art, denn es hat sich viel getan in den vergangenen Monaten seit dem Ende der letzten Saison: Neuer Name, neuer Kooperationspartner, neues Trainergespann und ein neu formiertes Team.
Die bereits bestehende Kooperation in der NBBL zwischen dem DBV Charlottenburg und TuS Lichterfelde wurde durch den RSV Eintracht Stahnsdorf noch verstärkt. Und um einem sperrigen Dreiernamen aus dem Weg zu gehen, wurde mit den Apartments am Brandenburger Tor ein Partner gefunden, der dem Projekt seinen Namen AB Baskets gibt. Neu an der Seitenlinie steht Stephan McCollister, der zuvor mehrere Jahre die JBBL-Mannschaft des DBV Charlottenburg betreute.

Saisonstart 2.0

Nachdem die Saison für die Spieler der AB Baskets in den verschiedenen Mannschaften der Kooperations-Clubs in ProB, 2. Regionalliga und Oberliga bereits seit einigen Wochen läuft, brennt das Team darauf, endlich auch gemeinsam in der höchsten Klasse des deutschen Nachwuchsbasketballs antreten zu können. Die lange Vorbereitung wurde in den vergangenen zwei Herbstferienwochen nochmals intensiviert, dementsprechend sollte man gut vorbereitet in die Saison gehen können. Die vielen Neuerungen machen das erste Spiel aber als Standortbestimmung umso wichtiger. Danach wird leichter abzusehen sein, was von der Mannschaft in dieser Saison erwartet werden kann und woran noch zu arbeiten ist, um in der Liga ambitionierte Ziele verfolgen zu können.
Die Berliner erwartet dabei ein sicherlich hochmotivierter Gegner, der nach der deutlichen Niederlage im Auftaktspiel in Neustadt bereits unter Druck steht.

Spielergebnis und Statistik finden sich nach Spielende unter www.nbbl-basketball.de, einen ausführlichen Spielbericht findet ihr im Anschluss an das Spiel hier.

Text: Y. v. Eisenhart

Auf einen Kaffee mit… Reza Ghasseminia und Oscar Wieland

Das erste Mal vergisst man nicht. Erst recht, wenn man bis zur allerletzten Sekunde um den Sieg zittern muss. Und redet lieber darüber, auch wenn inzwischen schon ein weiteres Spiel absolviert wurde. Ein Wechselbad der Gefühle hat Reza Ghasseminia und Oscar Wieland in der JBBL willkommen geheißen. Und wir stellen die beiden offiziell mit diesem Kaffeeinterview in unserem Verein vor. Basketball in allen seinen Facetten erwartet uns. Auf geht´s.

Im ersten Bundesliga-Spiel gegen Göttingen ist das Team besser gestartet, hat den Faden verloren, aufgeholt, gezittert und am Ende gejubelt. Wie habt ihr euch gefühlt?

Reza: Unglaublich stolz.

Oscar: Sehr froh. Vor allem, weil sich die Jungs tierisch gefreut haben. Wenn man zum Auftakt so ein knappes Spiel für sich entscheidet, bekommt man auch einen Motivationsschub.

Was behält man beim Auftaktspiel im Blick?

Reza: Alle müssen das Gefühl bekommen, auf dem Feld eine wichtige Rolle zu spielen und ihre Nervosität ins Positive umzuwandeln. Das gegenseitige Vertrauen entwickeln, egal ob es schlecht läuft oder gut. Die Spieler wissen, dass die Coaches Herr der Lage sind und sie sich dem Konzept unterordnen müssen.

Oscar: Im ersten Spiel setzt man ein Zeichen für die ganze Saison. Wenn die Einstellung stimmt, wenn das Team richtig Gas gibt, wenn Intensität und Teamplay vorhanden sind, hat man ein Spiel, worauf man in der Zukunft bauen kann. Es ist wichtig, dass das Fundament für die Saison gut geleg!t wird, damit dann das ganze Haus nach den gewünschten Prinzipien gebaut wird.

Trainer+CoTrainer=Liebesbeziehung?

Reza: Es muss definitiv eine harmonische und intensive Kommunikation vorhanden sein. Findet der Austausch zwischen Co-Trainer und Headcoach nicht statt, gibt es am Ende auch keinen Erfolg. Wenn es sich zu einer Liebesbeziehung entwickelt, wird meine Freundin etwas eifersüchtig werden, aber das muss sie dann mit Oscar klären (winkt und lacht). Aber ´nen Gutenachtkuss habe ich leider noch nicht von Oscar bekommen. (lacht)

Oscar: Ich kann mich nur anschließen – der guten Beziehung halber (lacht). Vieles erinnert an eine Liebesbeziehung: Man muss natürlich zwischenmenschlich passen sowie eine ähnliche Vorstellung haben. Die dritte Säule ist das gegenseitige Vertrauen: wenn es nicht da ist, wird dies aufs Team übertragen. Auf der anderen Seite sind Meinungsverschiedenheit und Kontrast wichtig, damit wir selbst und die Jungs zwei Sichten bekommen und die Informationen besser verarbeiten können. Telefonieren mit Reza tue ich tatsächlich häufiger als mit anderen Leuten. Dennoch hat das noch zu keinem Gute-Nacht-Kuss geführt: den muss er sich erst mal verdienen.

Euer erstes Date? hm… Treffen?

Reza: U14, Gruppenphase der Norddeutschen Meisterschaft 2014 in Oldenburg. Braunschweig gegen TuSLi. Ich war Trainer bei Braunschweig, Oscar bei TuSLi.

Oscar: Alles richtig. Reza hat nur eins „vergessen“: Wir haben das Spiel gewonnen und uns am Ende für die Zwischenrunde zum Final 4 qualifiziert, Braunschweig ist ausgeschieden. Auf das zweite Treffen haben wir dann ein Jahr warten müssen: als er nach Potsdam zog, haben wir uns ab und zu flüchtig gesehen. Und jetzt sitzen wir nebeneinander an der Seitenlinie.

Das ist euer erstes Jahr beim DBV Charlottenburg. Was sind eure bisherigen Stationen gewesen?

Reza:Ich habe mit sechs bei TKG Hannover mit Basketball angefangen und bin dann mit 14 nach München gezogen, wo ich bei DJK Sportbund München als Point Guard gespielt habe. Die dritte Station war Braunschweig. Eine entscheidende Phase, denn mit 18 wurde mir klar: ich will führen, lenken und Trainer werden, zumal ich als Spieler niemals vom Basketball hätte leben können. Ich bin diesem Traum und dieser Herausforderung zugleich nachgegangen und konnte dank Frank Lagerpusch rasch in der Welt des Leistungssports – von U10 bis U16 – Fuß fassen. Seit letzter Saison bin ich nun in Berlin. Ich bin sehr dankbar und stolz, dass Johannes Schwarz letztes Jahr mit mir in der JBBL von TuSLi zusammenarbeiten wollte. Auch der BBV hat mich immer inspiriert und motiviert, im Berlin zu bleiben. Mit Robert Bauer als Landestrainer ist man hier sehr gut aufgehoben, um sich weiter zu entwickeln, da er zu den besten Jugendtrainern in ganz Deutschland gehört.

Oscar: Basketball habe ich mit 12 kennengelernt. Ein Freund von mir hat mich zum Training überredet und die Sportart fand ich sofort geil (wo haben wir diese Geschichte schon gehört? Ah, hier!). Die Jugendteams habe ich beim Kooperationspartner RSV Eintracht Stahnsdorf durchlaufen und währenddessen auch beim SSC Südwest U20 und BAB mit Doppellizenz gespielt. Als ich „Herr“ wurde, bin ich zu TuSLi gewechselt, habe ein Jahr in der Schillerstraße unter Axel Rüber für die Spielgemeinschaft DBV/TuSLi gespielt und letztes Jahr ein tolles Jahr beim USV Potsdam erlebt. In dieser Saison teile ich mein Engagement zwischen TuSLi, wo ich noch in der 2. Regio spiele und die U12 trainiere, und der JBBL des DBV Charlottenburg. Meine Trainerkarriere hat übrigens in Lichterfelde angefangen, zunächst als Assistent von Johannes Schwarz und dann als Headcoach der U11 und später der U16/U18.

Und wie gefällt es dir nun beim DBV Charlottenburg?

Reza: Ich glaube, der DBV ist auf einem guten Weg ein Aushängeschild in Sachen Jugendbasketball zu werden, gespickt mit sehr vielen talentierten Trainern. Meine Trainerkollegen sind super sympathisch und mit Stephan McCollister hat man auch einen sehr guten Lehrer und Mentor. Im Großen und Ganzen fühle ich mich sehr wohl.

Oscar: Es gefällt mir gut. Was mir ins Auge sticht, ist dass sich die Teams untereinander sehr gut verstehen. Jeder Spieler ist hilfsbereit und will dabei sein zum Anfeuern, auch wenn er nicht spielen kann.

Dein Lieblingsspielzug?

Reza:Ich stehe auf sämtliche Alley-oop-Spielzüge. Ein Alley-oop ist wie die Jagd einer Raubkatze. Wenn es geschieht, kann man nichts tun. Nicht mal zuschauen, denn es passiert plötzlich und spielt sich hinter deinem Rücken ab.

Oscar:Hm, ich war nicht auf die Frage vorbereitet (alle lachen). Können wir nicht einfach weiter machen? (Na klar, keiner wird das erfahren, ndA)

Du kannst Dennis Schröder oder Dirk Nowitzki in deinen Kader holen. Für wen entscheidest du dich?

Reza: Dennis Schröder. Ihm kann man noch viel beibringen, sowohl sportlich als auch menschlich.

Oscar: Dann muss ich wohl Nowitzki picken (lacht). Seine Arbeitsmoral hat mich immer fasziniert: Er hat sich ein Ziel gesetzt und darin so viel Zeit und Kraft investiert, bis er es geschafft hat. Was er und seine Mavericks 2011 geleistet haben ist der absolute Hammer. So ein Triumph kann man ihm nur gönnen. Ein Vorbild für alle jungen Spieler.

Zurück nach Europa. Nach Berlin. Wie findest du die Stadt?

Reza: Berlin ist schön und aufregend. Und schmeckt. Ich glaube, ich habe mich hier in die Dönerläden verliebt.

Oscar: Die Stadt mag ich. Mir gefällt ihre Größe. Berlin ist – für eine Metropole – überschaubar. Paris kam mir viel größer und unübersichtlicher vor. Und mir gefällt ihre bunte Mischung: man begegnet allen Menschentypen, von den spießigen bis hin zu den Freaks und allem, was dazwischen ist.

oscar_reza_bericht_1Was ist besser in Berlin als in deinem Heimatort?

Reza: In Berlin gibt es einfach viel bessere Restaurants. Dennoch ist München einfach die schönste Stadt und ich fühle mich dort einfach noch wohler. Ich glaube, es gibt immer die eine Stadt, die dich prägt und wo du immer zurückkehrst, um Kraft zu tanken.

Oscar: Ich wurde in Berlin zwar geboren, aber habe 16 Jahre in Kleinmachnow gelebt. In Berlin ist der öffentliche Verkehr wesentlich besser (Oscar kam mit der Ringbahn, also hat Ahnung, ndA). In meiner Heimat musste ich oft nach dem Training eine Stunde auf den Bus oder gar eine Stunde nach Hause laufen, weil es trotzdem schneller ging.

Was nimmst du aus deiner Heimat mit?

Reza: Gute und preiswerte Brezeln. Die gibt es leider nicht so häufig in Berlin.

Oscar: Das Spielen im Grünen mit den Freunden. Das hat meine Jahre in Kleinmachnow geprägt. Und dieses Gefühl, wenn man mit jeder Ecke in der Stadt eine besondere Erinnerung verbindet. Das nenne ich Heimatgefühl.

Deine Lieblingsecke in Charlottenburg?

Reza: Ich bin noch nicht oft genug in Charlottenburg rumspaziert, deswegen liebe ich momentan nur die Sömmeringhalle.

Oscar: Der Schlosspark. Zum chillen und zum joggen.

Die Berliner gelten als Mecker-Könige. Was ärgert euch am meisten?

Reza: Die Deutsche Bahn! Warum? Das kann man sich glaube ich vorstellen. Zudem Menschen, die illoyal sind und sich nicht trauen, Sachen „Face-to-Face“ zu kommunizieren.

Oscar: Rücksichtslosigkeit stört mich extrem. Ein einfaches Beispiel: Menschen, die in die U-Bahn einsteigen wollen, ehe alle Fahrgäste ausgestiegen sind. Nur aus purem Egoismus.

Und was ärgert euch auf dem Spielfeld?

Reza: Am schlimmsten finde ich die Jungs, die beim Liniensprint plötzlich ihre Schuhe auf- und ganz zufällig wieder zumachen, so dass sie nicht mehr laufen müssen.

Oscar: Als Trainer nerven dich dumme, vermeidbare Fehler. Bin ich an der Seitenlinie, muss jeder Spieler mit Herz spielen, um mich zufriedenzustellen. Der Einsatz ist was zählt.

Das klingt schon nach Lebensphilosophie. Habt ihr sonst einen Lieblingsspruch?

Reza: Da habt ihr den Zitate-Gott gefragt (lacht). „Liebe ist nicht nur ein Wort, Liebe muss man Leben“.

Oscar: „Basketballschuhe sind für die Halle. Straßenschuhe für die Straße.“

Mit Basketball und Liebe geht unser Interview zu Ende. Das nächste Training ruft. Vielen Dank, Reza und Oscar. Es hat Spaß gemacht.

Oscar (Nachtrag): Bitte zeigt Einsatz! Ich freue mich über jeden, der sich Zeit für das Interview oder sogar einen lustigen Kommentar nimmt (das wird auf Facebook möglich). Ciao!

2. RLN | Überzeugende Teamleistung und Sieg gegen Empor Berlin

2. Regionallliga: Kevin Schaffartzik erzielte 23 Punkte gegen Tabellenführer Empor Berlin

Der DBV Charlottenburg hat mit einem überzeugenden 78:65-Sieg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Empor Berlin die Verfolgung auf die Tabellenspitze der 2. Regionalliga aufgenommen. Der verdiente Sieg gelang dank einer hervorragenden defensiven Leistung, gekoppelt mit guter Einstellung beim Rebound. „Daraus haben wir uns viele Punkte mit weniger Aufwand erarbeitet„, analysiert Headcoach Milan Pesic.

Variable Angriffe

Wenn dann der Schnellangriff unterbunden wurde, bewegte sich den Ball schneller als in den letzten Spielen und erreichte oft mit gutem Tempo den freien Mann oder die Center, die es oft mit kleineren Gegenspielern zu tun hatten. Der befürchtete Center Bisaro fand nie wirklich ins Spiel und musste schon Mitte des dritten Viertels das Feld verlassen.

Mit diesen Waffen konnten die Charlottenburger von Anfang an führen und schlussendlich das Spiel für sich entscheiden, als Kevin Schaffartzik in knapp zwei Minuten seine Beute von 12 auf 23 Punkte – mithilfe drei Dreier – verdoppelte. „Davon abgesehen, bin ich auch mit der Leistung in der Offensive zufrieden, denn jeder hat gepunktet und die Punkte sind am Ende auch gut verteilt worden„, freut sich Milan, der selber zwei Dreier einnetzte. In der Defensive zeigte sich Daniel Hönicke verbessert und kontrollierte Empors Rohde ordentlich.

Der DBV beginnt wie die Feuerwehr

Der Anfang des DBV verlief wie gemalt: Kai Zimmermann traf gleich zweimal von jenseits der Dreierlinie, Christian Schnürmacher machte es ihm nach und Daniel Hönicke punktete am Brett und schloss den 13:0-Run ab. Der Klassenprimus rechtfertigte seine Position, indem er in den folgenden Minuten den Abstand Punkt für Punkt auf drei Zähler verkürzte (18:15). So ging die Partie bis zur Halbzeitpause: Der DBV setzte sich ab (26:19), Empor holte auf (28:24), dann unternahm der DBV einen weiteren Versuch (37:30/20.).

Milan Pesic_EmporDas Drehbuch änderte sich auch im dritten Viertel nicht: Der Gastgeber erwischte einen guten Start und zeigte sich von seiner besseren Seite. Milan Pesic und Kevin Schaffartzik rundeten die gute Teamarbeit in der Defensive offensiv mit zwei Dreiern (53:39) ab, aber Empor meldete sich mit einem furiosen Comeback noch einmal zurück. Sieben Zähler gelangen den Gästen in den letzten zwei Minuten, nachdem sie bis zu diesem Zeitpunkt nur sieben gesammelt hatten (55:46).

Kevin Schaffartzik hat das Schlusswort

Im vierten Abschnitt drehte dann Kevin Schaffartzik auf und schloss vier Angriffe in Folge erfolgreich ab – zweimal nach eigenem Defensivrebound. Die glänzenden Minute des Spielmachers bescherten dem DBV eine 70:55-Führung. Der Tabellenführer versuchte noch einmal eine Aufholjagd zu starten und sich – ohne Big Men – an die Charlottenburger heranzubeißen, vier Punkte von Chris Kuntze sowie fünf von Max Gervinck verhinderten aber jegliche böse Überraschung.

Mit diesem Sieg klettert unser Team auf den fünften Tabellenplatz und kann dem spielfreien Wochenende etwas entspannter entgegensehen. Erst in zwei Wochen geht es weiter: in der Schillerhalle (19 Uhr) gastieren die Berlin Baskets, die bisher nur eines von vier Spielen für sich entscheiden konnten.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Christopher Kuntze (7 Punkte),
Christian Schnürmacher (3), Kevin Schaffartzik (25), Konstantin Linnartz (3), Milan Pesic (6), Daniel Hönicke (12), Max Gervinck (9), Nico Linnartz (4), Thomas Tripp (3), Kai Zimmermann (8), K. Schikowski.

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