Artikel der Kategorie: Jugend News

NBBL | AB Baskets mit Niederlage in Oldenburg

Das Nachwuchsbundesligateam der AB Baskets musste am Sonntag im zweiten Saisonspiel die erste Niederlage hinnehmen. Auswärts in Oldenburg unterlag man dem Team der Basketakademie Weser-Ems mit 60:66. 

Trotz der Niederlage zeigte sich das Team von Headcoach McCollister im Vergleich zum Auftaktsieg gegen die Hamburg Sharks verbessert. Vor allem defensiv machte sich die Trainingsarbeit der Woche deutlich bemerkbar. 

Nach einem starken ersten Viertel, in dem Topscorer Levent Yer 15 seiner insgesamt 19 Punkte erzielte und man zwischenzeitlich zweistellig führte, verlor die Mannschaft mit zunehmender Spieldauer jedoch immer öfter die Genauigkeit in der Offensive. Das führte zu überhasteten Abschlüssen und schlechten Wurfquoten und brachte den Gegner zurück ins Spiel. 

Es entwickelte sich ein in der zweiten Halbzeit weitestgehend ausgeglichenes Spiel, zwei Minuten vor Ende lagen die Baskets mit einem Punkt zurück. Das Heimteam bewies in der Schlussphase dann aber die stärkeren Nerven. 
Die Ausfälle vom letzjährigen Topscorer Anton Kamke und Kapitän Amani Ogette konnte das junge Team letztlich nicht so kompensieren, dass es für den Auswärtssieg bei den starken Oldenburgern reichte. Hier ist jedoch Besserung in Sicht, beide könnten schon bald ins Teamtraining zurückkehren. 

Die aktuellen Herbstferien nutzen die Baskets zur intensiven Vorbereitung auf das anstehende Heimspiel. Am kommenden Sonntag gastieren die Piraten Hamburg um 13:30 Uhr in der Sömmeringhalle. Trotz des frühen Zeitpunkts in der Saison könnte dieses Duell bereits richtungsweisend im Kampf um die Playoff-Plätze sein. 

Für die AB Baskets in Oldenburg unterwegs waren: 

Levent Yer (19 Punkte/6 Rebounds), Jordan Müller (6/3), Jonas Wagner (2/5), Akim Jonah (14/10), Timon Riedel (14/9), Nico Ehorn (3/1), Tom Benk (0/1), Lennart Zumbusch (0/2), Ben Post (0/1), Hamit Canan (2/0), Patryk Pura (0/1), Mikias Mamo 

JBBL | Turniersieg in Teltow

Beim gemeinsamen Turnier der Kooperationspartner RSV und DBV Charlottenburg in Teltow hat unsere JBBL deutlich gezeigt, was harte Defensivarbeit bedeutet. 

128 Punkte in drei Spielen gegen USK Prag (76:46), Falcons Nürnberg (55:39) und RSV Stahnsdorf (57:43) hat der DBV Charlottenburg kassiert. Der Turniersieg ohne Niederlagen war damit gesichert. 

Das Turnier war sehr wichtig für uns, denn da wollten wir unsere harte Defensivarbeit in der Vorbereitung aufs Parkett bringen. Die Ergebnisse belegen, dass es uns gelungen ist!„, erklärt Headcoach Reza Ghasseminia. 

Wir haben momentan eine gute Atmosphäre im Team und wollen uns bis zum 16. Oktober gegen Rostock (erstes JBBL-Spiel in der Sömmeringhalle) als Team weiterentwickeln. Seit Juni liegt mein Hauptfokus in erster Linie auf der individuellen Technik, nun kommt langsam auch das Taktische ins Spiel„, führt der Trainer weiter aus. Schon letzte Woche hatte das Team in den Testspielen gegen Oldenburg und Gotha sein defensives Können gezeigt und Vieles Guten durchblicken lassen. 

Der nächste Termin im Kalender ist das Turnier in Leipzig am Wochenende: „In Leipzig treffen wir auf Jahn München und Gotha, in der anderen Gruppe kämpfen Bayreuth, Leipzig und Freising. Da wollen wir ein wenig mehr Struktur in unsere Offense reinbringen und dem ein oder anderen Spieler noch eine Chance geben, sich in den Spielkader zu kämpfen!“, erklärt Ghasseminia zum Schluss. 

Nach dem Leipziger Wochenende geht es dann steil Richtung Saisonauftakt mit den Tests gegen Higher Level Berlin und gegen RSV.

Auf einen Kaffee mit… Kerstin Rubio Benito

Göttingen war dieses Jahr etwas ganz Großes für den DBV Charlottenburg. Einer unserer Trainer hat schon erzählt, warum er sich so was „antut“, so haben wir nun Kerstin Rubio Benito – eine der mitgereisten Mütter –  auf einen Kaffee eingeladen und gefragt, warum sie sich sowas „antut“. Und warum sie den DBV Charlottenburg für den besten Verein für ihren Sohn hält. Und wie Sport einem Kind bei seiner Entwicklung hilft. Und und und… der Rest kommt gleich!  


Hallo Frau Rubio Benito, was macht das Göttinger Miniturnier so einzigartig?

Wenn man sich einfach vorstellt, dass an diesem einen Wochenende über 1000 kleine und größere Spieler aus allen Städten Deutschlands mit ihren Isomatten und Bällen anreisen, um Basketball zu spielen und sich zu messen, dann reicht das schon fast aus. Ich glaube es ist für jeden, der kommt, einfach etwas Besonderes, etwas ganz Großes.

Was ist der Mehrwert für die Spieler?

Die Kinder verbringen 24 Stunden am Tag zusammen und gehen nicht nach anderthalb Stunden wieder nach Hause. Sie packen in den Hallen ihre Matten aus und sind rund um die Uhr mit allem Guten und nicht so Guten auf sich, auf die Mannschaft und auf die Trainer als Ansprechpartner gestellt. Das schweißt immens zusammen, denke ich. Da schlägt man vielleicht auch mal eine Mannschaft, gegen die man vorher immer nur verloren hat.

Spieler spielen. Trainer coachen. Was ist die Rolle der Eltern in Göttingen?

Eltern feuern an (lacht) und kümmern sich zu einem ganz kleinen Teil um das leibliche Wohl der Kinder (Brötchen für die Samstags-Lunch-Pakete, AdA) und die Kommunikation in Bilder und Worten mit dem Daheimgebliebenen, so dass alle das Gefühl haben, dabei zu sein. In unserer Whatsapp-Gruppe liefen die Leitungen heiß das Wochenende. Und wir geben vielleicht auch ein wenig Stärke mit auf das Feld, denn bei den Kleineren ist die Anwesenheit irgendwie doch noch wichtig. So mancheiner der Jüngeren würde sonst vielleicht doch noch nicht mitfahren. Das ändert sich dann wohl auch bald….Foto Bettenlager

Was haben Sie als Familie aus Göttingen mitgebracht? und Sie persönlich?

Eine tolle Zeit! Wir durften schon das zweite Mal dabei sein. Ein wenig Familienzeit war’s irgendwie schon. Denn alle gehören dazu. Aber auch ein Stück mehr Sicherheit, weil man sieht, dass sein Kind beim Verein richtig gut aufgehoben ist. Denn trotz der vielen Kinder, nimmt sich jeder Trainer die fünf Minuten, um auf die persönlichen kleinen Wehwechen einzugehen. Ich weiß heute noch nicht, wie die das alles schaffen…

Wie oft sind Sie bei einem Spiel Ihres Sohns? Wie verfolgen Sie das Spiel?

Eigentlich bin ich fast immer dabei. Aber – das bleibt unter uns – am Liebsten als Kampfgericht, dann muss ich mich beim Anschreiben konzentrieren und kann nicht in die Situation geraten, so aufgeregt wie man ist, reinrufen zu wollen. (lacht)

Bei den Minis werden im normalen Spielbetrieb keine Tabellen geführt. Sind Sie mit der BBV-Entscheidung einverstanden?

Ja, ich find’s ganz sinnvoll. Ganz oben sollte doch schon noch der Spaß stehen und die Liebe zum Sport. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses sonst etwas leiden könnte, weil schon sehr früh ein zu großer Druck entsteht.

Wie sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind einen gesundes Verhältnis zum Siegen und zum Verlieren entwickelt?

Naja, jeder von uns mag natürlich am Liebsten immer gewinnen. Ich auch. Aber jeder von uns hat beides schon zur Genüge erlebt, Erfolge und Niederlagen. Unser Weg ist, unserem Kind ein bisschen von unseren Erfahrungen mit Erfolgen und Misserfolgen zu erzählen. Ich persönlich finde, es kommt nicht nur auf das Siegen oder Verlieren an, sondern auf die Einstellung: Man müsste immer die Verbesserung anstreben. Das bleibt für immer.

Was ist der letzte elterliche Rat, bevor es losgeht?

Ganz klassisch: Gib dein Bestes, habe Spaß und viel Erfolg. 

Wie wichtig ist Basketball für die Entwicklung Ihres Sohns?

Sehr wichtig. Seitdem er Basketball beim DBV spielt ist er nicht nur äußerlich gewachsen, sondern auch innerlich. Er hat als kleiner Mensch schon viel dazu gewonnen und geht seinen Weg. Einen riesen Anteil daran tragen seine Trainer Moritz und Renaud, die die Figuren der strengen Lehrer, der guten Vorbilder sowie der vertrauensvollen Freunde in einem Menschen vereinen.

Wie wichtig sind Sie und die Eltern für die Entwicklung eines Vereins?

Sagen sie’s mir. (lacht)

Wann und warum haben Sie sich entschieden, der DBV-Family beizutreten?

Als die Idee „Basketball“ vor ca. anderthalb Jahren eigentlich ziemlich spontan kam, habe ich bei der Suche nach einem Probetraining natürlich mehrere Vereine angeschrieben. Allerdings muss ich sagen, dass nach der Antwort von Stephan McCollister damals alle anderen schon verloren hatten. Man fühlte sich nicht nur willkommen, sondern so richtig richtig! Verstehen Sie was ich meine?

Was gefällt Ihnen an unserer Family? Was kann noch besser werden?

Jeder Trainer kennt jedes Kind. Werte werden großgeschrieben. Das gefällt mir besonders, weil es eben oft auch zu kurz kommt. Zudem sind die Kinder alle klasse und die Eltern passen super zusammen, was für uns auf der Bank eben auch ein wichtiger Punkt ist. Spontan fällt mir eigentlich nichts ein, was man derzeit besser machen könnte. Oder vielleicht doch: Mehr Feriencamps!

Was raten Sie Eltern, die ihre Kinder erstmals zum Verein bringen?

Bringt eure Kinder zu dem Sport, auf den Sie auch Lust haben. Und wenn sowohl Kind als auch ihr euch wohl fühlt, dann seid ihr richtig. 

Was sind Vor- und Nachteile einer Mannschaftsportart aus Sicht der Eltern?

Oh, das finde ich eine schwierige Frage. Man kann es kaum pauschal beantworten. Jeder Mensch bzw. jedes Kind ist anders. Was bei dem einen Vorteil ist, kann für einen anderen schon Nachteil sein.
Ein Beispiel: Ist das Kind loud and wild kann es vielleicht dabei helfen, sich einzugliedern und anzupassen. Ist der Kleine eher ruhig und schüchtern kann es ihn fördern, aus sich rauszukommen und seine Stärken zu erkennen. Aber wenn eine Mannschaft nicht passt, kann dies bestimmt schnell auch kompliziert sein und genau das Gegenteil bewirken.
Eines aber auf jeden Fall: Man gewinnt und verliert nur zusammen. Das müssen viele erst lernen. Niemand ist Einzelkämpfer – auch wenn das so manch einer erst einmal lernen muss. Und anders herum ist geteilte Trauer manchmal doch eben nur halb so wild.
Der Nachteil ist vor allem praktischer Natur: Die Trainingszeiten sind fest und können nicht individuell abgesprochen werden. Da gehört für Eltern einfach oft auch viel Organisation dazu.

Unsere Tassen sind schon wieder leer. Es ist Zeit, sich zu verabschieden. Und die letzte Frage zu beantworten: Ja, Eltern sind für die Vereinsentwicklung sehr wichtig. Denn ohne die Unterstützung der Eltern kann sich ein Verein keinen Schritt nach vorne vorstellen.  

Vielen Dank Frau Rubio Benito!

JBBL, NBBL, RLN: Die Gegner in der neuen Saison

In der vergangenen Woche haben die Jugendliga und die Regionalliga Nord mit der Veröffentlichung der Gruppeneinteilung sowie des Spielplans die Weichen für die kommende Saison gestellt.

NBBL: Gleiches Teilnehmerfeld wie 2015/16

stepmap-karte-nbbl-16-17_gruppen-1635282Die AB Baskets um Headcoach Stephan McCollister werden in der Vorrunde der Staffel Nordost keine neue Stadt auf der Deutschlandkarte suchen. Denn das Teilnehmerfeld besteht aus den selben acht Vereinen, die auch letztes Jahr Gegner waren. Letztes Jahr hatten nach 14 Spielen die AB Baskets den dritten Platz hinter Alba Berlin und den Piraten Hamburg belegt. Den vierten Platz hatte sich am Ende eines spannenden Kopf-an-Kopf-Rennens der TSV Neustadt geholt. Die Akademie Baskets Weser-Ems (Oldenburg), die Sharks Hamburg und die Eisbären Bremerhaven gehen an den Start, mit dem Ziel, in die Hauptrunde einzuziehen. Absteiger Braunschweig hat sich das letzte Ticket in der sommerlichen Quali geholt.

JBBL: Zweimal Hamburg, dreimal Berlin und Aufsteiger Rostock

stepmap-karte-jbbl-16-17-1607824Neue Gegner warten hingegen auf den DBV Charlottenburg in der JBBL. Standardgegner wie Alba Berlin und Kooperationspartner TuS Lichterfelde wurden ebenfalls in die Staffel Nordost eingeteilt. Die
anderen beiden Teams aus der Hauptstadt (RSV Eintracht und Higherlevel Berlin/BGZ) treten in der Staffel Ost an. Unsere Jungs müssen gen Norden fahren: auch in der JBBL gehören beide Hamburger Teams (Piraten und Sharks) zu den Gegnern. Aufsteiger EBC Rostock komplettiert das Startfeld. Die NBBL-Saison startet am 9. Oktober 2016, eine Woche später (16. Oktober 2016) greifen auch die JBBL-Teams erstmals ins Geschehen ein. Am 14. Januar 2017 findet das NBBL ALLSTAR Game im Rahmen des BBL ALLSTAR Day statt. Das NBBL / JBBL TOP4 steigt am 20./21. Mai 2017.

Regionalliga: Meister Tiergarten ISC wieder am Start

Kevin SchaffartzikIn der 2. Regionalliga Ost sind erneut 13 Vereine am Start. Da der Meister vom Vorjahr, Tiergarten ISC 99, sein Teilnahmerecht an der 1. Regionalliga nicht wahrgenommen hat, sind die Roten aus dem Nachbarbezirk wieder im Rennen. Die Hauptstadt ist in der fünften Liga mit insgesamt sieben Teams – Alba Berlin II, BG Zehlendorf, SSC Südwest, Empor Berlin, Vfb Hermsdorf und Aufsteiger BBC 90 Köpenick. Landesliga Meister RSV Eintracht II – bei dem viele unsere NBBLer auflaufen werden – ist auch dabei. Aus der 1. Regionalliga sind vergangenes Sportjahr die White Devils Cottbus und der BBC Magdeburg abgestiegen. Die Halle Rhinos (9. vom Vorjahr) sowie die SBB Baskets Wolmirstedt (7.) wird somit in dieser berlinorientierten Liga Gesellschaft geleistet.

Der DBV Charlottenburg debütiert in der Schillerhalle am 24. September gegen den VfB Hermsdorf, die erste Reise führt nach Cottbus, da wo sich unser DBV/TuSLi im April 2014 von der 1. Regionalliga verabschiedete. Die Hinrunde bis zum 17. Dezember gespielt, das letzte Spiel – gegen die Halle Rhinos – ist für den 8. April 2017 terminiert.

DBV Sommercamp 2016 – JETZT ANMELDEN!

Sommer, Sonne, Sonnenschein und Vorbereitung auf die neue Saison! Die letzte Ferienwoche, der bereits mit Sehnsucht erwarteten Sommerferien, steht traditionell im Zeichen des DBV Sommercamps des DBV Charlottenburg.

An 5 Tagen werden unsere Jüngsten der Jahrgänge 2009-2005 von unseren hoch motivierten Trainer betreut und in den Grundtechniken geschult und mit viel Spaß bei Laune gehalten. Neben dem täglichen Stationsbetrieb stehen vor allem Gemeinschaftsspiele, Spaß und Kreativität im Vordergrund.

Zum Mittagessen geht es für die gesamte Mannschaft in die Uni-Mensa, um dort schon mal akademische Zukunftsluft zu schnuppern und sich Energie für den Rest des Tages abzuholen. Dank der kulinarischen Vielfalt wurde in den letzten Jahren auch jeder Speisewunsch erfüllt 😉

Wir freuen uns darauf Euch in diesem Jahr wieder in der Sporthalle der Schillerstraße begrüßen zu können. Anders als üblich, wird das Camp allerdings bereits am Sonntag 28.08. starten und endet leider bereits am Donnerstag 01.09.2016. Anmeldungen sind ganz einfach hier online möglich. Anschließend gibt es eine Anmeldebestätigung von uns.

Das Camp steht allen Interessierten offen und ist nicht nur auf Vereinsmitglieder beschränkt. Also schnell anmelden und die beste Ferienbetreuung sichern!

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DBV in der Presse | Thabo Paul: Basketballtalent mit einer großen Leidenschaft

Thabo Paul ist einer der talentiertesten Aufbauspieler im Berliner Basketball.

Der 18-Jährige lernte Basketball beim DBV Charlottenburg und war zuletzt beim Kooperationspartner RSV Eintracht Stahnsdorf in der Pro B aktiv. Berliner-Woche-Reporter Michael Nittel sprach mit ihm über sein erstes Jahr in der 2. Bundesliga, den Spagat zwischen Studium und Basketball, sportliche Perspektiven und ein interessantes Hobby.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf der Webseite der Berliner Woche.

Göttingen 2016 – ein etwas anderer Nachbericht

Der größte DBV-Miniausflug der Geschichte liegt hinter uns. Die Reise aus der Sicht eines Trainers – ein etwas anderer Nachbericht vom Miniturnier Göttingen 2016.

Als Trainer mit beim Miniturnier in Göttingen zu sein ist zweifellos eine Bereicherung – so viel vorweg. Aber dies auch in jeglicher Hinsicht. Öfter habe ich mir von Freunden schon anhören müssen: „Warum tust du dir so etwas an?“ Die Frage ist aufgrund der doch recht sparsamen Grundausstattung an Komfort und der noch geringeren Vergütung (null, das Los des Ehrenamts) durchaus berechtigt. Und dann bist du da. 20:30 Uhr, Unistadt Göttingen. Sporthalle des Felix Klein-Gymnasiums. Sicher schöner als der Berliner Standard, aber weit entfernt von heimelig. Um mich herum: Kinder. Kinder mit Hunger und ohne Plan. Und Kollegen. Trainerkollegen. Und dann schon wieder DIE… BG Zehlendorf, TuS Lichterfelde. Bekannte Minis, bekannte Trainer. Doch ein bisschen Heimat. Viel Zeit bleibt nicht, Berliner Hallenluft zu schnuppern. Kochendes Wasser, verteilt auf vier auf dem Boden der erstbesten Umkleidekabine stehenden Wasserkocher wartet darauf, in eimergroße Kochtöpfe umgegossen zu werden.

Da sind die Kollegen wieder. Sie helfen, wo sie können. 30 Minuten später endlich sind die Hotdogs soweit. Die Kinder auch. 71, inzwischen ungeduldig hungrige Basketballer, stürzen zur Kabinen-Kantine. Geordnetes Chaos. Die Kinder inzwischen mit eigenen, hellgelben DBV-Shirts ausgestattet, kleckern mit Ikea-Senf und Ketchup auf selbige. Es schmeckt. Ich will auch, es ist aber kein Durchkommen, außerdem zu viel zu tun: Trikots verteilen, Schlafplätze aufbauen, erste Blessuren von herumtollenden Achtjährigen verarzten.

nachbericht_goettingen2016_2Als ich um 1 Uhr in meinen Schlafsack kroch, waren diese Eindrücke schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, die Müdigkeit erinnerte mich an das, was hinter mir lag.
Nächster morgen, 6 Uhr. Es bedarf keinen Handywecker, um zu erwachen. Die Helligkeit der sommerlichen Morgensonne gepaart mit flüsternden Kinderstimmen, das ein oder andere Mal auch eine lautere Ermahnung aus einem der anderen Hallendrittel. Schlafsack packen, Tag planen, Spieler animieren, ihre Sachen zu packen. Ein pünktliches, quasi deutsches Frühstück, das Punkt 7:30 Uhr auf mein Team und mich wartete.

Dann endlich ist es soweit. Die Geräusche von dribbelnden Bällen, die Pfiffe der eigentlich ja immer Parteiischen – glaubt man denn den Spielern, wenn sie nach der Niederlage bedröppelt in der Kabine sitzen und niemand sonst für dieses „unfaire“ Ergebnis eine Verantwortung trägt. Wir sind im Turnier angekommen. Trotz langer Pausen zwischen den Spielen vergeht der Tag wie im Flug. Am Ende stehen zwei Pleiten und ein Sieg auf dem Konto, in der WhatsApp Gruppe aller DBV-Trainer gehen Meldungen der anderen Teams aus den anderen Spielorten ein: „Ärgerliche Niederlage“, „U11 im Halbfinale“, „Wo seit ihr?“. Die Pizza am Ende des Tages haben wir uns redlich verdient. Sportlernahrung sieht anders aus, aber was soll’s. Anschließend wurde es erstaunlich schnell ruhig in der mit 200 erschöpften Teilnehmern vollgepackten Turnhalle. Wobei, ich hatte auch nicht mehr das Bedürfnis, mich noch weiter zu bewegen. Nichtsdestotrotz wurde die anschließende Nacht nicht länger.
Zu den wenigen Privilegien, die du als Jugendtrainer genießt, zählt, die Weichturnmatte für zwei Nächte als dein Eigen nennen zu können. Ja, sie als Schlafunterlage zu haben, ist ein Luxus. Quasi das Boxspringbett der Isomatten.

So war es eine gute Nacht, wenn auch kurz. Zwei Spiele, doofe Schiedsrichter und eine heisere Stimme später fand ich mich am Sonntag zurück in unserer „Unterkunft“. Meine Jungs waren schon wieder besser drauf als kurz nach der Niederlage im letzten Spiel. Immerhin Platz 6, sicheres Mittelfeld. Damit konnten sie sich zu Hause sehen lassen, ohne das es einem 12-Jährigem peinlich sein muss. Sie hatten etwas zu erzählen, so wie ich, als ich um 20:30 Uhr in Charlottenburg aus dem Bus stieg. Ich wusste wieder, warum ich mir das alles „antat“. Aber ich war auch glücklich, dass ich es an diesem Abend nun keinem mehr erklären musste.

Vielen Dank für eine tolle Fahrt nach Göttingen 2016, liebe Kollegen, Jungs, und allen Helfern, ohne die dieser Bericht nicht geschrieben worden wäre.

#DBVFamily @ Göttingen 2016

Der DBV geht auf Rekord-Tour! Mit 71 Spielern, 7 Trainern und einem Dutzend Unterstützern machte sich die DBV Family am Freitagnachmittag mit 2 Bussen auf den Weg in DEN Basketball-Ort an diesem Wochenende. Mehr DBVer waren noch nie beim Miniturnier in Göttingen!

Am Samstag startet Europas größtes Miniturnier in die 37. Auflage. Aus ganz Deutschland kommen Teams der Altersgruppenn U9 bis U12 zusammen und messen sich über zwei Tage lang. Neben dem Sportlichen ist traditionell auch das Programm außerhalb der Halle ein großes Erlebnis. Dazu sorgen sowohl die Angebote des Veranstalters BG 74 Göttingen als auch die „Beschäftigungen“, die Trainer und Betreuer für die Teams bereithalten. In jedem Fall ist Spaß garantiert!

Und für solch einen großen Tross von DBVern gehört, sind die Ambitionen sportlich auch nicht gering: „Unter die ersten vier ist unser Ziel“, gibt sich Max Wiese, Trainer der U12.1 beim Turnier, selbstbewusst. Noch ‚forscher‘ geht Max Goericke, der die U11 betreut, an das Projekt Göttingen 2016: „Einen Pokal nach Hause zu nehmen, das reizt mich schon“ sagt er augenzwinkernd. Für die U10 gibt Trainer Stephan McCollister andere Vorgaben: „Wie wollen Fortschritte erzielen. Das geht gegen gute Gegner, wie man sie in Göttingen trifft, immer am Besten.“ „Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen“, heißt kurz und knapp die Idee, die die U12.2 mit Trainer Chris Berenson verfolgt, der für die erkrankte Arina Vahdati mit nach Göttingen fährt. Die Kleinsten in der Runde, die U9-Teams, die mit Coach Moritz Maier und Renaud Kenfack ins Rennen gehen, haben vor allem vor, sich auf und neben dem Platz noch besser kennenzulernen.

Alle freuen sich riesig auf zwei Tage Top-Basketball und ein großartiges Event! Wir melden uns mit akuellen News vom Turnier auf Facebook!

9. Hermut-Weber-Cup: Ein Riesenerfolg!

Der FC Bayern München hat den größten Pokal zum neunten Hermut-Weber-Cup in den Koffer mit einpacken dürfen. Die Münchner besiegten im bayerischen Finale die Brose Bamberg Youngsters mit 35:31 und durften somit ihren Namen zum zweiten Mal binnen drei Auflagen in die Siegerliste eintragen. Es war auch das erste Endspiel ohne Berliner Beteiligung.

Das Pfingstturnier hat alle seine Versprechen gehalten. Am Finaltag wurde jedes Spiel spannend bis zum Ende; das Gastroangebot hat nur Lob geerntet und wurde noch vor Sprungball zum Finale leergegessen; Spieler, Eltern und Zuschauer haben Spaß gehabt. Und eine Mannschaft hat bei ihrer ersten Turnierteilnahme alle überrascht: Die Spielgemeinschaft DBC/Köpenick hat sich gegen alle Berliner Teams durchgesetzt und den verdienten dritten Platz errungen. „Wir freuen uns riesig über den Zuspruch der diesjährigen Auflage. Die Organisation war in diesem Jahr besonders holprig, aber dank der Hilfe von allen Beteiligten haben wir es dennoch stemmen können„, sagt Chris Berenson.

Spannendes Finale im Hermut-Weber-Cup

Luis WulffDas spannende Finale war ein würdiges Ende für das spannende Turnier. Die Bayern übernahmen die Führung mit dem letzten Wurf im ersten Viertel (13:11) und versuchten sich nach dem Seitenwechsel abzusetzen (31:21). Die tapferen Franken kämpften sich heran – bis zum Stand von 33:30 mit noch zwei Spielminuten. Dort vergaben sie mehreren Chancen aus Offensivrebounds zum Ausgleich und die Bayern brauchten nur einen weiteren Korb, um den zweiten Turniersieg nach 2014 zu verwirklichen. Der Erfolg wurde durch die Auszeichnung von Luis Wulff als bester Spieler des Turnier komplettiert.

Berliner Teams spielen um Platz drei

Fynn FischerIm Halbfinale war für die SG DBC/Köpenick und für Kooperationspartner TuS Lichterfelde der Traum geplatzt. Wenigstens konnten die Jungs von Milan Pesic das Spiel um Platz drei für sich entscheiden. In einem korbreichen Spiel verteidigte die Spielgemeinschaft ihren Vorsprung bis zum Ende und behielt mit 55:48 die Oberhand. TusLi ging allerdings nicht mit leeren Händen aus der Halle: Fynn Fischer wurde als bester Verteidiger gewählt.

Berliner Derby auch um Platz fünf

DBVGastgeber DBV Charlottenburg ärgerte im Spiel um Platz fünf Vorjahresfinalisten Alba Berlin. Die kleinen Albatrosse gewannen zwar mit 37:34, aber die Charlottenburger erreichten ihr Ziel, den Rückstand vom ersten Spiel (26:58) deutlich zu verkürzen. „Ich bin mit unserer Turnierleistung sehr zufrieden„, gibt Headcoach Patrick Deitel zu Protokoll. „Die Jungs haben sich bemüht, das Erlernte dieser ersten Trainingswochen umzusetzen und es hat – absegehen von einigen Schwankungen – gut geklappt. Im letzten Spiel wollten wir unbedingt noch ein Stück weiter an Alba herankommen und das ist uns durchaus gelungen„.

Vorjahressieger Göttingen musste sich mit dem siebten Platz begnügen. Im letzten Spiel siegte die Mannschaft vom ex-DBVler Amo Paul – nun erfolgreicher Student in Göttingen – gegen die Berliner Auswahl 2004 mit 50:42.

Fotos zum neunten Hermut-Weber-Cup sind auf unserer Facebook-Seite sowie auf der FB-Seite von „Alter Keeper“ zu finden.

Alle Ergebnisse sind hier

 

 

Pfingsten heißt: Hermut-Weber-Cup

Hermut-Weber-Cup 2016 Titelbild

Die letzten Vorbereitungen laufen noch. Die Hefte sind gerade angekommen. Die Teams aus Bamberg, München und Göttingen machen sich auf den Weg in die Hauptstadt. Alles läuft nach Plan in den letzten Stunden vor der offiziellen Eröffnung des neunten Hermut-Weber-Cups.

Der neunte Hermut-Weber-Cup beginnt morgen

Die ersten Spiele werden am Samstag alle in der Sporthalle Schillerstraße ausgetragen, ab Sonntag geht es in der Sömmeringhalle weiter.

Der Startschuss zum Pfingstturnier vom DBV Charlottenburg fällt um 11.30 Uhr. Der Gastgeber trifft auf die Jungs von Bayern München, die 2014 ihren Namen in die Siegerliste vom Hermut-Weber-Cup eintragen durften. „Die Jungs sind konzentriert und aufgeregt, zumal wir den Anfang gegen ein namhaftes Team wie die Bayern machen„, erläutert DBV-Headcoach Patrick Deitel. „Unser Ziel ist die Anwendung und Weiterentwicklung der technischen und taktischen Inhalte der letzten Trainingswochen unter Wettkampfbedingungen mit starken Gegnern und natürlich Spaß daran zu haben, sich mit den besten Teams zu messen„, so Deitel weiter.

Albas Coach Marius Huth: „Wir freuen uns auf die Teams von außerhalb Berlins“

Anschließend tritt Bamberg gegen die Berliner Auswahl 2004 an und um 13.40 geht der Neuling der Spielgemeinschaft aus DBC/Köpenick unter der Führung von DBV-Herrencoach Milan Pesic gegen Vizemeister Alba an den Start.

Die jungen Albatrosse „freuen sich auf ein hochklassiges Teilnehmerfeld und natürlich besonders auf die Teams von außerhalb, auf die wir sonst im Spielbetrieb nicht treffen„, sagt Headcoach Marius Huth kurz vor dem Start. Alba hat zwar im Qualiturnier zur kommenden Berliner Oberliga das Finale erreicht, aber für Huth ist eine Feinjustierung trotzdem notwendig: „Wir wollen die 6 Spiele nutzen, um uns kosntant weiter zu entwicklen und zu schauen, woran wir in den kommenden Monaten bis Saisonstart besonders arbeiten müssen.

Das erste Highlight: TuSLi gegen Göttingen
Göttingen schlug Alba zum ersten HWC-Sieg.

Im Finale 2015 schlug Göttingen Alba zum ersten HWC-Sieg.

Im letzten Spiel der ersten Runde kommt es zum ersten Highlight des Turniers: Quali-Sieger TuS Lichterfelde gegen HWC-Sieger 2015 Göttingen. „Aus dem Team vom letzen Jahr sind nur zwei Spieler dabei. Dennoch wäre es schön, an den Erfolg anknüpfen zu können und vor allem eine Entwicklung während des Turniers erkennen zu können„, erklärt der in Berlin aufgewachsene Göttinger Trainer und Ex-DBVer Amo Paul.

Beide Trainer erwarten eine harte Konkurrenz um den Siegerpokal: „Als gebürtiger Berliner schätze ich die Jugendarbeit der Mannschaften aus Berlin, also TuS Lichterfelde, ALBA Berlin und DBV Charlottenburg als sehr stark ein. Ich kenne die Mannschaft des DBV und das ist ein starker Jahrgang„, sagt Paul. „Im Vorfeld einen Favoriten auszumachen fällt natürlich schwer, ich schätze vor allem die Bayern sehr stark ein„, betont Huth.

Endspiel am Montag um 16.35 Uhr

Die acht Teams sind in zwei Gruppen eingeteilt, am Sonntagabend stehen die vier Halbfinalisten fest. Das Endspiel findet am Montag um 16.35 Uhr statt. Ausgezeichnet werden auch der beste Verteidiger und der wertvollste Spieler des diesjährigen Hermut-Weber-Cup.

Für das leibliche Wohl sorgen die fleißigen DBV-Eltern. Das sonnige Wetter fällt bis Dienstag aus. Also, beste Voraussetzung für einen spannenden Besuch in den Hallen.

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