Artikel der Kategorie: Allgemein

JBBL | DBV Charlottenburg zieht in den Berliner Derbys den Kürzeren

Am 2.12.18 spielte das JBBL-Team ihr zweites Hauptrundenspiel gegen Higherlevel Berlin, das Team aus Zehlendorf, das sein erstes Spiel auch verloren hatte.

Das Team um Headcoach Patrick Deitel startete gut in die Partie, hatte aber mit einem bissigen und ebenfalls siegesgewillten Gegner zu tun. Das erste Viertel ging trotz früher Führung durch DBV knapp an Higherlevel (19:21). Die bis dahin zugelassenen Offensivrebounds der Gäste waren deutlich zu hoch. Viel zu wenig wurde ausgeboxt und hart gereboundet. Besonders zu spüren bekamen die Charlottenburger dies dann im zweiten Viertel. Zur Halbzeit hatten die Zehlendorfer schon ganze 13 Offensivrebounds eingesammelt und führten mit neun Punkten. Nach der Halbzeit schienen die Jungs trotz der klaren Ansprache nicht bereit, konsequenter beim Rebound zu arbeiten. Dadurch verloren sie auch Offensiv ihren Rhythmus und verloren auch das dritte Viertel. Im letzten Abschnitt versuchte das Team sich in die Partie zurück zu kämpfen, konnte den Rückstand von 14 Punkte jedoch nicht mehr aufholen. Am Ende verlor die Mannschaft 70:84 und wichtige Punkte in der Hauptrunde.

Es spielten den DBV Charlottenburg: Tim (6 Punkte), Rouven (3 Assists), Joshua (2 Punkte), Elyas (4 Punkte, 5 Rebounds), Cedric, Fabian, Anton (5 Punkte, 4 Rebounds), Sananda (6 Punkte, 7 Rebounds, 4 Blocks), Berkant (27 Punkte, 3 Rebounds, 4 Assists, 2 Blocks), Jonas (3 Punkte, 4 Rebounds), Thorben (2 Punkte, 5 Rebounds), Jannis (15 Punkte, 7 Rebounds, 4 Blocks)

Eine Woche später, am 9.12.18, hatten die Charlottenburger erneut ein Heimspiel, dieses Mal gegen den Kontrahenten aus Kreuzberg. Berlin Tiger konnte in der Vorrunde das Duell gegen unsere Jungs knapp für sich entscheiden. Der DBV wollte in diesem dritten Hauptrundenspiel also gleich aus zwei Gründen gewinnen: einerseits sollte die Revanche glücken, andererseits wollte man sich unbedingt den ersten Sieg in dieser Zwischenrunde sichern. Entsprechend motiviert ging das Team in die Partie und gewann das erste Viertel mit 23:18. Doch bereits im zweiten Viertel haderte es in der Offensive. Dennoch ging man mit einem Vier-Punkte-Vorsprung in die Pause. Auch in der ersten Halbzeit waren erneut viele zugelassene Offensivrebounds ein Problem. Aber auch sonst wurde Defensiv zu viel zugelassen und der Gegner besonders im 1:1 nicht gut genug gestoppt. In der zweiten Halbzeit konnten die Charlottenburger nicht mehr an ihre starke Leistung aus dem 1. Viertel anknüpfen und verloren nicht nur das Viertel, sondern auch ihre Führung. Im Schlussabschnitt brach das Team ein. Besonders die beiden Spieler Glass und Ediberidze von den Tigern brachte die Charlottenburger Defensive immer wieder in große Schwierigkeiten. Am Ende verlor das JBBL-Team auch ihr drittes Hauptrundenspiel (64:79).

Es spielten den DBV Charlottenburg: Tim, Joshua, Elyas (10 Punkte, 3 Assists), Cedric (8 Punkte, 4 Rebounds), Fabian (4 Punkte), Anton (13 Punkte, 9 Rebounds), Sananda (6 Punkte, 9 Rebounds, 3 Blocks), Berkant (16 Punkte, 7 Rebounds, 5 Steals), Jonas (4 Punkte, 3 Rebounds), Thorben (1 Punkt, 9 Rebounds, 2 Blocks), Lucas

Nach der Weihnachtsferien-Pause geht es schon am 6. Januar weiter. Die Mannschaft spielt auswärts gegen Science City Jena. Ein schwieriges Spiel steht gleich zu Jahresbeginn bevor: die ungeschlagene Mannschaft aus Thüringen konnte bereits die Top-Teams ALBA Berlin und TuS Lichterfelde schlagen. Nichtsdestotrotz werden die unsere Jungs mit großer Motivation in das Spiel gehen und alles dafür tun, um endlich ihren ersten Sieg in der Hauptrunde zu feiern!

U12 | Lehrreiches Wochenende bei den ersten Wikinger Winter Games

Wie wir wissen ist Coach Reza sehr reiselustig mit seinen Teams, hat diverse Teams in Europa schon kennengelernt und viele Kontakte mit anderen Coaches geknüpft.

Ein ganz besonderer Kontakt ist zu Horsens IC entstanden; seit dem letzten Jahr begegneten sich die Charlottenburger und die u12 aus dem dänischen Dorf auf zwei Turnieren. Die Spiele waren mit jeweils einem Punkt sehr eng, konnten aber von unseren Jungs entschieden werden. Für Coach Reza steht fest: “Das waren die interessantesten Gegner gewesen im Minibereich“. Beide Trainer beschlossen sich noch mehr auszutauschen und es entstand eine baksetballerische Freundschaft, die dazu führte, dass der DBV die 2007er von Horsens zu den Wikinger Winter Games des DBV Charlottenburg einluden.

Ein kleines Highlight war das BBL Spiel ALBA gegen Frankfurt am 7.12.2018 in der Mercedes Benz Arena. Kaum 24 Stunden später spielten die wuchtigen Dänen gegen die zweite u12 von DBV. Mit 20:83 konnten die Gäste ihren ersten Sieg in der Leistikowhalle verbuchen. Danach gab es das ewige Duell DBV gegen ALBA, welches DBV mit 95:45 für sich entscheiden konnte.

Es folgte das Duell ALBA gegen Horsens IC. Trotz langem Rückstand besiegten die Skandinavier nach hartem Kampf die Albatrosse mit 73:67!

Das letzte Spiel wurde auf den Sonntag gelegt, damit die Gäste aus Horsens die Möglichkeit hatten, Berlin etwas zu erkunden. Nach einem anstrengendem Tag trafen sich der Gastgeber, Spieler, Eltern und Freunde mit den Eltern und Kindern aus Horsens beim Burgeressen. Es fanden interessante Gespräche statt und obwohl die Sprache eine kleine Hürde dargestellt hat, trotzten die Kinder diese und bewiesen, dass die Sprache des Basketballs überall die gleiche ist.

Ein schöner und intensiver Tag mit vielen Eindrücken neigte sich dem Ende zu und alle fieberten regelrecht auf den Sonntag hin, wo es hieß: DBV vs. Horsens! Es waren fast 150 ZuschauerInnen in der Halle, die eines der spannendsten Spiele im Minibereich sehen konnten. Der DBV führte zur Halbzeit komfortabel mit 32:22, konnte sich danach jedoch gegen die starken Gäste nicht wirklich absetzen und verlor das 3. Viertel schließlich mit 18:32. Mit einem Rückstand ging es dann ins letzte Viertel. Wie so oft zeigten die 2007er eine intensive Defense gepaart mit einem klasse Teambasketball, sodass nach 10 Minuten Krimi die 2007er von DBV nach toller Teamleistung und mit guten Enscheidungen in der Crunchtime das Spiel mit 67:63 gewannen!

Was für ein hervorragendes Wochenende und was für eine bomben Leistung der Kinder!“.

Wir bedanken uns bei den Schiedsrichtern, Helfern und allen Zuschauern. Wir werden dieses Wochenende niemals vergessen und hoffen, dass alle viel Spaß hatten, etwas dazulernen konnten und vielleicht sogar die ein oder andere Freundschaft entstanden ist. Wir freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen mit Horsens….

AB Baskets| 40 Minuten gegen eine Zonenverteidigung

Am letzten Sonntag stand für die AB Baskets das Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven auf dem Spielkalender. Wie wir wussten, würden die Eisbären eine reine Zonenverteidigung auspacken, so wie sie es in den meisten Spielen zuvor bereits getan hatten.

Probate Mittel dagegen sind neben sicheren Dreiern, eine gute Defense mit schneller transition offense sowie schnelle Ballbewegung und präzise Pässe in die Schnittstellen der Verteidigung. Einiges davon sollte an diesem Spieltag funktionieren, anderes leider nicht.

Die Coaches Stephan McCollister und Joey Ney starteten mit Laszlo Cavalar, Lukas Wagner, Max Stölzel, Ben Post und Leonik Wadehn. Wobei Leonik wegen einer Verletzung von Leo Hampl, unserem Topscorer des letzten Spiels, auf der fünf spielen durfte. Nach dem anfänglichen 7:2, gab es auch recht früh die erste Auszeit von Coach McCollister, der den Spielern das, in der Vorbereitung auf das Spiel, Besprochene und Trainierte in die Köpfe zurückrief.

Also waren die Spieler aggressiver in der Defense, was zu turnovers der Eisbären führte. Nur leider wurden noch zu viele einfache Körbe verlegt, was uns auch das erste Viertel kostete (18:14 für Bremerhaven).

Im zweiten Viertel setzten die Spieler die Vorgaben der Coaches weiter sehr gut um, also konsequente Defense und schnelles Spiel nach vorn. Bremerhaven punktete in diesem Viertel hauptsächlich in der Zone über ihre Big Men und traf einige Dreier.

Die Dreierquote bei unseren Kooperationsspielern lag zu diesem Zeitpunkt bei 0,0%. Trotzdem ging das Viertel deutlich mit 18:27 an die AB Baskets (Halbzeitstand: 36:41).

Frisch aus der Halbzeit trafen die Eisbären fünf Dreier in Folge, was sie wieder nah heranbrachte. Unser Team ließ sich dadurch aber kaum beeindrucken und setzte die erfolgreiche Spielweise aus dem zweiten Viertel fort, so dass es sich bis zum Ende des Viertels auf elf Punkte (54:65) absetzen konnte.

Dreipunktewürfe immer noch Fehlanzeige.
Im vierten Viertel kam die Kooperation etwas aus dem Tritt und fing sich einige unnötige calls, ein technisches Foul und ein paar Dreier ein, was bis zur Mitte des Viertels zu einer knappen Führung der Eisbären bedeutete. Danach legten die DBV/TusLi/RSV Spieler, wie auch schon gegen die Dragons, wieder den Schalter um und brachten das Spiel mit 74:78 nach Hause, obwohl auch bis zum Ende keiner unserer 10 geworfenen Dreier sein Ziel fand. Das bedeutet nach sechs gewonnenen Spielen nach wie vor die Tabellenführung in der Hauptrundengruppe 1.

Das nächste Spiel findet Zuhause in der Sömmeringhalle am 2. Dezember gegen die Qualifikanten aus Itzehoe statt.

Es spielten für die AB Baskets: Max Stölzel (16Pkt, 11 Reb, 3 Ass), Laszlo Cavalar (16,6,5), Ben Post (13), Vincent Friederici (10), Lukas Wagner (6), Marc Friederici (6), Leonik Wadehn (5), Maximilian Stenyushyn (4), Felix Mensing (2), Eric Nitzsche.

JBBL | Erlösung in der Verlängerung

Ende gut, alles gut. Unsere JBBLer gingen an die zweite Prüfung in der Relegation ran, als hätten sie beim Lateintest das Wörterbuch zu Hause vergessen. Mit Einsatz und Talent wird die Prüfung am Ende bestanden, aber nicht so glänzend wie die erste in Gotha.

Mangelnde Konzentration, vermeidbare Fehler beim Abschluss und ein paar Minuten ohne Intensität in der Verteidigung: So machte man sich das Leben schwer und ließ sich vom Schlusslicht in die Verlängerung zwingen. Am Ende erlösten Joshua und Philipp das Team und der DBV Charlottenburg kann gegen die 99ers Academy Chemnitz mit 69:63 den zweiten Sieg feiern.

Das erste Viertel kann dabei als „misslungen“ bezeichnet werden. Die gute Arbeit in der Verteidigung wurde viel zu oft durch lange und unpräzise Pässe zunichte gemacht. So war der stand nach vier Minuten 0:4. Nach der Auszeit verbesserte sich die Qualität in der Offensive – mit sichtbaren Folgen: Vincent sorgte für den Anschlusstreffer (5:6), Stefan für den Führungswechsel (15:12) und Joshua für den Ausbau (26:18). 

Nach der Pause (30:18) vertraute Reza viele Minuten den Bankspielern und bekam gute Antworten auch ohne Vincent. Der DBV kam ins letzte Viertel mit einer zweistelligen Führung (45:33), aber es war nicht genug für einen ungefährdeten Sieg. Die Gäste kamen heran (51:48/35.) und ließen sich auch von Joshua (57:50) und Philipp (59:55) nicht erschrecken. Der Ausgleich zum 59:59 gelang 9.3 Sekunden vor dem regulären Spielende. Der DBV Charlottenburg suchte im letzten Angriff nach seinem wohl wichtigsten Offensivakteur, aber Chemnitz zwang Vincent zu einem schwierigen Wurf – und das Team in die Verlängerung. 

Unsere Jungs starteten diesmal besser (63:59), Joshua und Philipp machten dann den Sack dann mit guten Aktionen zu. 

Zum Abschluss eines für die Gastgeber sicher zu aufregenden Nachmittags kam aus Rostock die zweite gute Nachricht: Der Tabellenzweite von der Ostsee ging zu Hause leer aus und hat nun – rechnerisch – nur einen Sieg Vorsprung auf unsere Jungs.

Nächste Woche schreibt unser Team in Leipzig die dritte Prüfung… und nimmt hoffentlich die passende Einstellung mit nach Sachsen.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Lars Leon Ebeling (2), Philipp Czerr (8), Vincent Friederici (16), Philip Andonovski, Joshua Meck (24), Abraham Brooks Morejòn, Stefan Kljajic (9), Vico Elias Seeger (2), Julian Hörske (6), Julius Ilper, Nikolaos Tsiligiannis (2), Amer Poljac.

U14 | Wichtiger Sieg im Rennen ums Endturnier

Für unsere u14-Oberliga-Mannschaft, die in einem engen Rennen um den vierten Platz und damit die Teilnahme an der Endrunde zur Berliner Meisterschaft kämpft, stand am vergangenen Sonntag das Rückspiel gegen den jüngeren Jahrgang von Alba Berlin auf dem Programm!

Das Spiel in der Hinrunde war hart umkämpft und bis zum Ende offen, bevor sich unser Team über einen knappen Sieg mit nur sieben Punkten Vorsprung freuen und erleichtert zeigen durfte.

Die Vorzeichen vor dem Rückspiel waren allerdings alles andere als günstig: Gleich fünf Spielerinnen und Spieler mussten sich aus verschiedenen Gründen abmelden, sodass man letztlich nur mit acht Spielern antreten musste. Anders als im Hinspiel zeigten sich aber diesmal alle Spieler von Beginn an hochkonzentriert und mit einer für den Saisonendspurt angemessenen Intensität konnte schnell ein komfortabler Vorsprung herausgespielt werden. 

Ohne nachzulassen arbeitete das Team weiter konzentriert und konnte schließlich einen überzeugenden und verdienten 102:63-Erfolg feiern.
In den verbleibenden zwei Spielen gegen TuS Lichterfelde und BG Zehlendorf geht es nun weiterhin um alles, will man die Chance wahren, am Ende unter den ersten vier Mannschaften in Berlin zu stehen!


Für den DBV spielten:
Gian (24), Tayler (11), Berkant (22), Thorben (12), Cedric (10), Augustinas (4), Rouven (13) und Jordan (6)

Göttingen 2016 – ein etwas anderer Nachbericht

Der größte DBV-Miniausflug der Geschichte liegt hinter uns. Die Reise aus der Sicht eines Trainers – ein etwas anderer Nachbericht vom Miniturnier Göttingen 2016.

Als Trainer mit beim Miniturnier in Göttingen zu sein ist zweifellos eine Bereicherung – so viel vorweg. Aber dies auch in jeglicher Hinsicht. Öfter habe ich mir von Freunden schon anhören müssen: „Warum tust du dir so etwas an?“ Die Frage ist aufgrund der doch recht sparsamen Grundausstattung an Komfort und der noch geringeren Vergütung (null, das Los des Ehrenamts) durchaus berechtigt. Und dann bist du da. 20:30 Uhr, Unistadt Göttingen. Sporthalle des Felix Klein-Gymnasiums. Sicher schöner als der Berliner Standard, aber weit entfernt von heimelig. Um mich herum: Kinder. Kinder mit Hunger und ohne Plan. Und Kollegen. Trainerkollegen. Und dann schon wieder DIE… BG Zehlendorf, TuS Lichterfelde. Bekannte Minis, bekannte Trainer. Doch ein bisschen Heimat. Viel Zeit bleibt nicht, Berliner Hallenluft zu schnuppern. Kochendes Wasser, verteilt auf vier auf dem Boden der erstbesten Umkleidekabine stehenden Wasserkocher wartet darauf, in eimergroße Kochtöpfe umgegossen zu werden.

Da sind die Kollegen wieder. Sie helfen, wo sie können. 30 Minuten später endlich sind die Hotdogs soweit. Die Kinder auch. 71, inzwischen ungeduldig hungrige Basketballer, stürzen zur Kabinen-Kantine. Geordnetes Chaos. Die Kinder inzwischen mit eigenen, hellgelben DBV-Shirts ausgestattet, kleckern mit Ikea-Senf und Ketchup auf selbige. Es schmeckt. Ich will auch, es ist aber kein Durchkommen, außerdem zu viel zu tun: Trikots verteilen, Schlafplätze aufbauen, erste Blessuren von herumtollenden Achtjährigen verarzten.

nachbericht_goettingen2016_2Als ich um 1 Uhr in meinen Schlafsack kroch, waren diese Eindrücke schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, die Müdigkeit erinnerte mich an das, was hinter mir lag.
Nächster morgen, 6 Uhr. Es bedarf keinen Handywecker, um zu erwachen. Die Helligkeit der sommerlichen Morgensonne gepaart mit flüsternden Kinderstimmen, das ein oder andere Mal auch eine lautere Ermahnung aus einem der anderen Hallendrittel. Schlafsack packen, Tag planen, Spieler animieren, ihre Sachen zu packen. Ein pünktliches, quasi deutsches Frühstück, das Punkt 7:30 Uhr auf mein Team und mich wartete.

Dann endlich ist es soweit. Die Geräusche von dribbelnden Bällen, die Pfiffe der eigentlich ja immer Parteiischen – glaubt man denn den Spielern, wenn sie nach der Niederlage bedröppelt in der Kabine sitzen und niemand sonst für dieses „unfaire“ Ergebnis eine Verantwortung trägt. Wir sind im Turnier angekommen. Trotz langer Pausen zwischen den Spielen vergeht der Tag wie im Flug. Am Ende stehen zwei Pleiten und ein Sieg auf dem Konto, in der WhatsApp Gruppe aller DBV-Trainer gehen Meldungen der anderen Teams aus den anderen Spielorten ein: „Ärgerliche Niederlage“, „U11 im Halbfinale“, „Wo seit ihr?“. Die Pizza am Ende des Tages haben wir uns redlich verdient. Sportlernahrung sieht anders aus, aber was soll’s. Anschließend wurde es erstaunlich schnell ruhig in der mit 200 erschöpften Teilnehmern vollgepackten Turnhalle. Wobei, ich hatte auch nicht mehr das Bedürfnis, mich noch weiter zu bewegen. Nichtsdestotrotz wurde die anschließende Nacht nicht länger.
Zu den wenigen Privilegien, die du als Jugendtrainer genießt, zählt, die Weichturnmatte für zwei Nächte als dein Eigen nennen zu können. Ja, sie als Schlafunterlage zu haben, ist ein Luxus. Quasi das Boxspringbett der Isomatten.

So war es eine gute Nacht, wenn auch kurz. Zwei Spiele, doofe Schiedsrichter und eine heisere Stimme später fand ich mich am Sonntag zurück in unserer „Unterkunft“. Meine Jungs waren schon wieder besser drauf als kurz nach der Niederlage im letzten Spiel. Immerhin Platz 6, sicheres Mittelfeld. Damit konnten sie sich zu Hause sehen lassen, ohne das es einem 12-Jährigem peinlich sein muss. Sie hatten etwas zu erzählen, so wie ich, als ich um 20:30 Uhr in Charlottenburg aus dem Bus stieg. Ich wusste wieder, warum ich mir das alles „antat“. Aber ich war auch glücklich, dass ich es an diesem Abend nun keinem mehr erklären musste.

Vielen Dank für eine tolle Fahrt nach Göttingen 2016, liebe Kollegen, Jungs, und allen Helfern, ohne die dieser Bericht nicht geschrieben worden wäre.

Der DBV wünscht Frohe Weihnachten!

Liebe Freunde.

Ein aufregendes Jahr neigt sich dem Ende. Für unseren Verein ganz besonders.

Wir haben eine neue Kooperation geschlossen und spielen mit TUSLI und dem RSV Stahnsdorf in der Pro B. Nach dem Abschied aus der ersten Regionalliga ein ganz guter Schub für unsere Spieler. NBBL und JBBL sind weiterhin in Ihren Ligen unterwegs. In der NBBL im Rahmen der Kooperation und in der JBBL ganz DBV. Das Konzept hat sich als erfolgreich erwiesen. Das Angebot, welches wir in Berlin machen können, ist somit ziemlich einzigartig.

Unsere Partnerschaft mit TUSLI ist mittlerweile sehr freundlich geworden. Wir helfen uns gegenseitig an allen erdenklichen Stellen – das macht Spaß und uns gemeinsam sehr stark.

Leistungs- und Breitensport gehen zusammen einen spannenden Weg. In annähernd allen Liga ist der DBV präsent. Wir sind eine Größe in Berlin.

Und: Wir haben tolle Trainer gewinnen können. Der DBV hat die stärksten Trainer-Teams, seit dem Beginn der Neunziger Jahre.

Und das führt mich ins nächste Jahr – unser Jubiläumsjahr. Der DBV wird nächstes Jahr 25 Jahre alt. Und wenn wir die Zeit als DTV dazurechnen, sogar 60 Jahre. Das werden wir feiern. Seit gespannt.

Vielleicht gibt es noch ganz andere Überraschungen nächstes Jahr. Ihr werdet schon sehen 😉

Wir haben eine neue Homepage bekommen – und ich kann Euch nur empfehlen, tragt Euch für den Newsletter ein – dann seid Ihr bestens informiert. Danke Chris.

Vielen Dank an Trainer, Kampfgerichte und Schiedsrichter. Vielen Dank an Eltern, Spendern und Sponsoren. Vielen Dank an die Geschäftsstelle und den vielen Helfern, die Spielbetrieb, Reisen, Camps und Turniere ermöglichen. Ohne Euch wäre der DBV nicht denkbar.

Der DBV ist ein toller Verein, eine große Familie.

Die Welt spielt verrückt. 2015 war Jahr voller Höhen und leider auch Tiefen. Kriege, Anschläge, Leid an nahezu allen Ecken der Welt. Dem Bösen kann man nur mit dem Guten begegnen. Sei es mit Mitgefühl im Alltag, etwas weniger Egoismus oder eben jener Freude, die sich verdoppelt, wenn man sie teilt. Jeder noch so kleine Grund, sich zu freuen, sollte ein willkommener Anlass sein, ihn miteinander zu teilen. Ob besinnlich und leise unterm Weihnachtsbaum oder ausgelassen fröhlich auf einer Silvesterparty.

Der Vorstand wünscht Euch allen ein schönen Jahresausklang und ganz viel Spaß und Freude im neuen Jahr.

Euer

Heiko Mehnert

Auf einen Kaffee mit… Siddhartha Kastens (FSJler)

Siddhartha Kastens erzählt von seinem FSJ beim DBV Charlottenburg

Nach der Schule… „etwas mit den Medien“? „Nicht schlecht, aber Soziales finde ich besser“, flüsterte die innere Stimme dem unentschlossen 18-Jährigen Siddhartha Kastens. Deshalb traf er die Entscheidung, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. „Etwas mit Basketball“, forderte die innere Stimme. Er ging ihr nach und kreuzte Wege mit unserem Verein. Seit Mitte September ist Siddhartha Teil unserer Familie. Höchste Zeit, ihn besser kennenzulernen.

Hallo Siddhartha, unser Gespräch fängt mit einer für dich sicher ganz neuen Frage an. Wie findest du das gleichnamige Buch von Hermann Hesse?
Eine Frage, die mir noch keiner gestellt hat (lacht und winkt, AdA) und mich dazu zwingt, ein erstes Geheimnis zu lüften. Das Buch fand ich damals – in der Schulzeit – gut, aber ging verloren als ich nur die Hälfte gelesen hatte und ist nie wieder aufgetaucht. Dennoch kenne ich die Geschichte gut: Meine Mutter hat mir davon erzählt – und erklärt, warum sie mich nach ihm genannt hat – und ich habe auch ein paar Filme gesehen. Vielleicht ist es an der Zeit, den Kreis mit dem Buch zu schließen.

Siddhartha war – anders als die vorherige Frage – einzigartig. Was habt ihr gemeinsam?
Mich fasziniert die Namenbedeutung: Derjenige, der seine Ziele erreicht. Das strebe ich auch an und versuche, die nötige Kraft dafür einzusetzen.

Was sind denn diese Ziele?
Am Ende dieses FSJ beim DBV Charlottenburg will ich allen Leuten, denen ich begegnet bin, etwas gegeben haben, so dass sie sich künftig an mich mit einem angenehmen Gefühl erinnern. Langfristig ist die Reise ins Leben die große Baustelle. Sie möchte ich mit der Wahl des richtigen Studiengangs anfangen. Etwas mit Sport (also keine Medien…) – wie Sport- oder Fitnessmanagement – womit man auch außerhalb der Sportwelt tätig sein kann. Das ist mein langfristiges Ziel.

Ist dein FSJ nun ein Schritt auf dem richtigen Weg?
Durchaus. Engagement ist das Zauberwort. Letztes Jahr habe ich im Wedding Sozialarbeit geleistet und ein Freund hat mich in diesem Zuge auf die Idee gebracht, die Erfahrung in einem Verein fortzusetzen. Beim DBV kann ich hinter die Kulissen eines Sportvereins blicken und selber einen Blick aus einer anderen Perspektive entwickeln. Beispiel: Als Spieler denkt man immer, die Arbeit der Trainer sei nicht so schwierig. In diesen ersten Monaten ist mir bewusst geworden, wie viel Arbeit dahinter steckt: das Niveau der Spieler einschätzen, deren Stärken und Schwächen, die Übungen anpassen, die Psychologie. Man bekommt als Spieler davon kaum etwas mit. Ich freue mich auch auf die kommenden Aufgaben in der Geschäftsstelle.

Was sind deine Pflichten in diesem Jahr?
Ich muss am Ende des Jahres ein Projekt vorlegen, das mein Engagement im Verein belegt. Ansonsten meine Stunden leisten und… die Vorgesetzten zufriedenstellen.

Was bringst du aus deiner Erfahrung im Wedding mit?
Eine Anmerkung vorab: der Wedding ist gerade im Wandel und entfernt sich allmählich von dem Bild des Arbeiterviertels, das ihn lange geprägt hat. Dennoch bleiben einige Brennpunkte und genau in einem von diesen habe ich letztes Jahr meine Sozialarbeit geleistet. Sport ist für die Jugendlichen und Kinder sehr wichtig. Er ist der Türöffner zu deren Seele. Man kann damit Vertrauen schaffen und sich besser über das Alltagsleben unterhalten. Was wiederum bedeutet, ihnen andere Ratschläge geben zu können, als diejenigen, die sie sich im Freundeskreis holen könnten.

Mit welchen Teams bist du unterwegs?.
Ich bin im Kader der U20 und trainiere die U18.2 und die U16.3. Es sind beides Teams, die mir echte Freude bereiten. Bei der U18.2 sind meistens Spieler dabei, die bislang Basketball nicht als Hauptsportart betrachtet hatten, und man sieht, wie viel Spaß sie daran haben. Bei der U16.3 hängt die Messlatte höher: Ich hoffe, einige von denen können sich in diesem Jahr gut entwickeln und in Zukunft vielleicht den Sprung in die NBBL-Mannschaft schaffen.

Dem Sprung in die NBBL warst du selbst auch sehr nah, obwohl du spät angefangen hast.
Zweites Geheimnis enthüllt. Ich war am Anfang ein überzeugter Fußballer und fand das Ballwerfen doof. Dann kam die Erleuchtung durch einen Schulkameraden und ich bin zum Basketball gewechselt. Zunächst als Big Man, weil ich der Größte war, dann als Guard. Ich hatte mir als Ziel gesetzt, alles zu tun, um Jugendbundesliga spielen zu dürfen und habe allein an meinem Wurf und meinem Ballhandling gearbeitet. Vor anderthalb Jahren hätte es sogar geklappt, eine Knieverletzung verhinderte diesen Schritt. Aber das hat mir die Lust am Basketball nicht verdorben.

Siddhartha, vielen Dank für das interessante Gespräch. Willst du vielleicht als Letztes unseren Lesern etwas sagen?
Erst einmal: Vielen Dank für das Interesse am DBV, dem FSJ und mir als Person. Und zweitens: „Niemals vergessen: BALL IS LIFE“.

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