Artikel von: cb

„Team rules“ und „never give up“: Die Ü35 ist Deutscher Meister

Die Herren Ü35 sind Deutscher Meister 2015. Die Reise nach Rosenheim hat sich gelohnt. Der Titel ist geholt. Der DBV wird damit zum dritten Mal in den letzten vier Jahren Deutscher Meister bei den Senioren II. Der ganze Aufwand hat sich gelohnt.
Am Samstagfrüh um 7.15 Uhr startete die Mannschaft in Tegel. Landung München, Mietwagen und auf nach Rosenheim. Ohne die verhinderten Gregor Marweld und Niklas Lütcke traf sich ein 8-Mann-Team in Rosenheim.
Im ersten Spiel ging es gegen die bis dato unbekannte Mannschaft aus Euskirchen. Die Energie fehlte und es wurde mit 6 verloren. Bei einer Vierergruppe, in der nur der Erste direkt ins Finale geht, ein Super-GAU. Entsprechend war die Stimmung, Große Fragezeichen hinter dem Sinn und Zweck solcher Turnierteilnahmen tauchten auf.

Rosenheim schlug dann erwartungsgemäß Wiesloch und so stand die Mannschaft gegen Rosenheim bereits vor dem endgültigen Aus. Das Team fand sich dann aber. Es ist der Charakter der Mannschaft, dann trotz alledem nicht aufzugeben, sich an die Geschichte des DBV-Seniorenbasketballs zu erinnern und um die Tradition und den Ruf zu kämpfen. Die Handgelenken waren locker und in der Defense wurde hart gearbeitet. Oliver Lenhardt traf vier Dreier, Milan Pesic und Sebastian Pichlmayer regierten das Aufbauspiel. Thomas Tripp traf, Kai Zimmermann ebenso (nahezu perfekte Freiwurfquote). Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wurde das Spiel 64:53 gewonnen. Coach Christian Krämer (leider verletzt) hatte richtige Worte gefunden. Am schönen Simssee beim Baden vor den Alpen kam dann die Nachricht: Wiesloch hatte Euskirchen geschlagen und so standen vor dem Sonntag alle bei 1:1 (selten passiert).

Unser Team musste Sonntag zuerst gegen Wiesloch ran. Daniel Hönicke drehte auf, und wieder agierte das Team als Team. Jens Kollat fischte die Rebounds und Oliver Stamm kam dazu (reiste Sonntag extra an!) und gab wichtige Impulse. Die Mannschaft gewann 61:40. Sie hatte das getan, was sie tun musste.

Nun galt es aber noch, dass Rosenheimer gegen Euskirchen gewinnen musste. Wie bei Jugendturnieren feuerten wir Rosenheim an und die dankte es uns mit dem erhofften (allerdings recht knappen und damit gerade für uns anstrengenden) Sieg. Unser Bezwinger war somit Gruppenletzter und wir standen im Finale.

Dort trafen wir im Clasico auf Rist Wedel aus Hamburg, die wir 2012 und 2013 im Finale nach bissigen Duellen besiegt und 2014 bei der Norddeutschen im Halbfinale rausgeworfen hatten. Und jetzt schlug die Stunde der „Jungen“. Einen offiziellen DBB Meistertitel der Herren vor Augen, spielten Milan und Sebastian, Thomas und wieder Daniel groß auf. Lenhardt feuerte wieder ein paar Dreier und Kai und Jens beherrschten die Körbe. Die Charlottenburger führten schnell mit neun, aber Wedel kam auf 30:30 heran. Drei Dreier in Folge und der letzte Widerstand war gebrochen. Der DBV gewann am Ende souverän mit 50:36.

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Eine glückselige Rückreise mit Glückwünschen an Board und Fotos und Videos mit fremden Menschen schloss sich an, Gedanken und Dank auch bei Rosenheim. 

Deutscher Meister 2015: Sebastian Pichlmayer, Milan Pesic, Thomas Tripp, Daniel Hönicke, Igor Rücker, Oliver Stamm, Jens Kollat, Oliver Lenhardt, Kai Zimmermann, Niklas Lütcke, Gregor Marweld, Christian Krämer.

Der DBV in der Presse: Heiko Mehnert

Charlottenburg. Die Basketballer vom DBV Charlottenburg haben ihre Kooperation im Leistungsbereich erweitert: Nachdem man bereits seit zwei Jahren mit dem TuS Lichterfelde eng zusammenarbeitet, wird diese Kooperation nun durch den RSV Eintracht Stahnsdorf ergänzt.

Berliner-Woche-Reporter Michael Nittel sprach mit dem Vorsitzenden vom DBV, Heiko Mehnert, über die erweiterte Kooperation und ihre Ziele.

Das Interview lest ihr auf der Webseite der Berliner Woche

Deutsche U20 besiegt Polen in der Sömmeringhalle

Die deutsche U20-Nationalmannschaft der Herren ist erfolgreich in die EM-Vorbereitung gestartet. Nach zehntägigem Lehrgang im Bundesleistungszentrum Kienbaum bezwang das Team von Bundestrainer Frank Menz Polen mit 94:56 (25:13, 24:21, 20:11, 25:11). Gespielt wurde in der Sporthalle Charlottenburg.

Aus Constantin Ebert (Foto), David Taylor, Maximilian Ugrai, Lukas Meisner und Mahir Agva setzte sich die deutsche Premierenformation zusammen. Agva und Taylor sorgten für das schnelle 6:0 (2. Min.). Die aggressive deutsche Defense trug Früchte (12:2, 4. Min., Robert Zinn) und Menz wechselte früh durch, während bei den Gästen noch nicht viel zusammenlief. In der Folge entwickelte sich eine offenere Partie, in der Deutschland aber weiter klar vorne blieb (23:10, 9. Min., 3er Kovacevic, 2er Grof und Ebert).

Auch im zweiten Viertel mussten sich die Polen jeden Wurf hart erarbeiten, was eine dementsprechend dürftige Wurfquote zu diesem Zeitpunkt zur Folge hatte (<30 %). Agva spielte stark auf und machte in der 12. Minute bereits das 30:15. Menz blieb seinem hochfrequentigen Wechselrhythmus treu, musste aber jetzt mit ansehen, wie die deutsche Defense etwas nachließ und den Polen mehrere Distanztreffer gestattete (30:21, 14. Min.). Die Ballverluste auf deutscher Seite häuften sich, da tat Ugrais “and one” gut (37:26, 16. Min.). Polen konnte die zwischenzeitliche Schwächephase der ING-DiBa-Korbjäger bis zum Seitenwechsel nicht nutzen, im Gegenteil, das Menz-Team hatte noch einmal deutlich angezogen (49:34).

Bis zur Mitte des dritten Viertel hatte sich nichts an der klaren Dominanz der DBB-Auswahl geändert (57:42). Zwar war die Wurfquote von lange Zeit über 60 Prozent auf knapp über 50 Prozent gesunken, aber das langte allemal, um den Gegner auf Distanz zu halten. Eindeutig lag man auch bei den Rebounds vorne (30:15), sodass in dieser Phase nichts auf ein mögliches Comeback der Polen hindeutete. Das 62:42 durch Konstantin Kovalev nach 27 Minuten musste man fast schon als Vorentscheidung werten. Doch es ging ja weniger um das Ergebnis als vielmehr um das Proben der im Training erarbeiteten Inhalte, und so forderte Menz ungeachtet des deutlichen Vorsprungs weiterhin vollen Einsatz. Und seine Spieler taten ihm den Gefallen: 69:45 nach drei Vierteln.

Im Schlussabschnitt hielt Menz daran fest, die Spielzeit sehr gleichmäßig zu verteilen. Das Ergebnis blieb deutlich, auch wenn die Polen bei den Rebounds etwas aufholten (74:47, 33. Min.). Zu wenig hatte der Gegner dem konstant hohen Druck der Deutschen, bei denen sich alle zwölf Spieler in die Korbjägerliste eintrugen, entgegenzusetzen. So durfte ein einigermaßen zufriedener Bundestrainer nach 40 Minuten konstatieren: “Das Ergebnis war heute unwichtig, aber es ist natürlich schön, wenn man mit einem Sieg startet. Wir konnten einige Dinge gut ausprobieren, haben aber auch gesehen, dass wir an einigen Problemen arbeiten müssen. Das Reboundverhalten und die zu vielen Ballverluste haben mir insgesamt nicht gefallen, aber es ist schwer das Spiel einzuschätzen. Auf beiden Seiten haben viele Spieler gefehlt. Morgen werden wir versuchen es schon etwas besser zu machen.”

Für Deutschland spielten:
Constantin Ebert (TG 48 Würzburg/s.Oliver Baskets, 8), David Taylor (University of Pacific, USA, 12), Maximilian Ugrai (s.Oliver Baskets Akademie Würzburg, 14), Lukas Meisner (Druff! Baskets Braunschweig/University of Columbia, 3), Sebastian Heck (BIS Baskets Speyer, 10), Jonas Grof (Phoenix Hagen/Iserlohn Kangaroos, 5), Björn Rohwer (BC Rendsburg, 5), Konstantin Kovalev (ALBA Berlin, 1), Dejan Kovacevic (FC Bayern München, 3), Mahir Agva (Team Ehingen Urspring, WALTER Tigers Tübingen, 17), Tom-Niclas Alte (TV Lange, 1), Robert Zinn (Mitteldeutscher BC/BSW Sixers, 15).

BBT Göttingen ist Hermut-Weber-Cup-Sieger 2015

Der Hermut-Weber-Cup verlässt zum dritten Mal in der Turniergeschichte die Hauptstadt. Nach den Hittfeld Sharks (2009) und Ulm (2012) gelang dieses Jahr dem BBT Göttingen der Sieg im Charlottenburger Pfingstturnier. Das Team um Headcoach Sebastian Förster setzte sich im Finale gegen die kleinen Albatrosse mit 57:54 durch.

Der alte Spruch “Gut begonnen, halb gewonnen” traf heute genau, denn Göttingen legte zum Auftakt einen 13:0-Lauf, in dem der spätere MVP des Turniers Lennart Schulz mit acht Zählern den Löwenanteil erzielte. Anschließend versuchten die Niedersachsen, ihre Führung auszubauen, Alba wehrte sich jedoch erfolgreich mit allen Mitteln und in der zweiten Hälfte entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem Göttingen seinen Vorsprung von Albas Aufholjagd mit kühlen Kopf verteidigte.

Richtig nervenzerreißend wurde die Partie in den letzten drei Minuten: Alba schraubte verkürzte bis auf 4 Punkte Differenz in der letzten Spielminute (55:51), aber Göttingen ließ sich nicht beirren und machte an der Freiwurflinie die Sache klar.

Halbfinalspiele

Die Göttinger Vertretung sprang vom vierten Platz 2014 direkt ins diesjährige Finale. Drei überzeugende Siege – gegen SISU Kopenhagen und die Berliner Auswahl 2003 in der Vorrunde sowie gegen die Hittfeld Sharks im Viertelfinale – und eine 37:47-Niederlage gegen Alba in der Vorrunde standen für das BBT Göttingen vor dem Kräftemessen mit TuS Lichterfelde auf dem Konto. Die Berliner hatten hingegen die ersten vier Spiele alle für sich entscheiden können. Das Resultat wurde ein äußerst spannendes Spiel, in dem Göttingen die Vorteile unter dem Korb gut nutzte und das Umschaltspiel von der Verteidigung zum Angriff besser umsetzten konnte. Die Niedersachsen erarbeiteten sich einen anfänglichen 10-Punkte-Vorsprung (17:7) und mussten erst gegen Spielende um den Sieg bangen, als TuSLi bis auf 5 Punkte aufholte. Einige verwandelte Offensivrebounds sorgten dann in der Schlussminute für den Einzug ins Endspiel durch einen 53:47-Erfolg.

Um einiges deutlicher fiel der Sieg vom amtierenden Meister Alba Berlin gegen den Bramfelder SV aus. Wie schon im Spiel zuvor hielt der Gleichstand nicht lange: Alba startete mit einem 12:2 in die Partie und baute den Vorsprung bis auf 20 Punkte aus. Die Bramfelder meldeten sich mit noch 7 Minuten verbleibender Spielzeit zurück und verkürzten den Rückstand in den einstelligen Bereich, ehe Alba einen Gang hochschaltete und souverän mit 58:39 für die Titelverteidigung kandidierte.

Platzierungsspiele

Im Spiel um Platz 7 erfüllte der DBV Charlottenburg seine Gastgeberpflicht gegenüber der Mannschaft, die bei der Anreise die meisten Kilometer zurücklegen musste. SISU Kopenhagen revanchierte sich für die Niederlage vom letzten Jahr und ergatterte sich mit einem umkämpften 59:52-Sieg den siebten Platz. Den Charlottenburgern hatte auch in diesem Spiel – wie schon bei den knappen Niederlagen gegen die Hittfeld Sharks und die Berliner Auswahl 2003 – der notwendige Biss in der entscheidenden Phase gefehlt.

Die Berliner Auswahl 2003 zog den Kürzeren im Spiel um Platz 5. Die lautstarken aus Hamburg angereisten Zuschauer waren der sechster Mann der Hittfeld Sharks gegen die Berliner Auswahl und beflügelten die jungen Haie zum 43:26-Sieg und damit zum fünften Platz.

Den letzten Platz auf dem Treppchen behauptete erneut TuS Lichterfelde. Der Kooperationspartner schlug im kleinen Finale den Bramfelder SV mit 49:31. Außerdem konnten sich die Berliner über die Auszeichnung an Justus Gärtner als bester Verteidiger des Turniers freuen.

Der DBV Charlottenburg bedankt sich herzlich bei allen, die die achte Auflage des Hermut-Weber-Cups ermöglicht haben und die Zuschauer und Fans, die sich vom sonnigen Pfingstwochende locken ließen. “Man konnte über die drei Tage einen klaren Trend erkennen: Alle Teams zeigten abwechslungsreiche Spielzüge mit mannschaftlichem Zusammenspiel und enormen Willen auf einem hohes basketballerischen Niveau. Die Spielintensität war auch am letzten Spieltag erstaunlich hoch. Das spannende Finale und der würdige Sieger sind die Krönung einer erfolgreichen Veranstaltung gewesen, bei der Fans und Zuschauer auf ihre Kosten kamen”, so das Fazit von unserem Vorstand.

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