Artikel von: cb

„Mein Ziel ist die NBA!“ – Badu Buck im Interview

In neun Jahren vom HWC-Teilnehmer zum Profi-Spieler in der Bundesliga. Neben Bennet Hundt hat dies auch ein ehemaliger DBVer geschafft. Badu Buck (20) ist seit 2018 im Team der s.Oliver Würzburg. Wir haben uns vor dem Hermut-Weber-Cup mit ihm getroffen und über seine noch junge Karriere gesprochen.

Badu, letztes Jahr haben wir mit Bennet Hundt über den HWC gesprochen, dieses Jahr nun mit Dir. Es gibt eine unschöne Parallele, ihr wart beide zu diesem Zeitpunkt verletzt. Klär uns mal auf…

Ich habe mir einen Muskelbündelriss in der linken Leiste zugezogen, das war beim Pro B Spiel gegen Köln Ende März. Die Saison ist für mich daher leider schon jetzt gelaufen. Dafür bin ich viel beim Physio und im Reha-Training. Nächste Saison werde ich dann wieder angreifen.

Im April warst Du mal wieder in der Heimat – diesmal mit Deinem jetzigen Team, s.Oliver Würzburg, zum Auswärtsspiel bei ALBA Berlin. Hast Du genug Zeit gehabt, um einige alte Bekannte oder Deine Familie zu sehen?

Ja, ich bin wegen der Verletzung bereits einen Tag früher angereist und habe mich mit Freuden getroffen. Ich hätte mir auch sehr gerne am Sonntag darauf Max (Stölzel) und die AB Baskets im Viertelfinale angeschaut – leider hat das nicht geklappt. Aber ich habe mich danach riesig über deren Einzug ins Top 4 der NBBL gefreut.

Deine Mutter und Dein Vater waren in puncto Basketball immer sehr zurückhaltend. Sie haben Dir früh die Verantwortung gegeben, Deinen eigenen Weg zu gehen. Wofür bist Du am meisten dankbar?

Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Zunächst einmal, dass sie mich in all dem unterstützen, was ich anpacke. Egal, ob eine Saison gut oder mal nicht so gut war. Sie waren eigentlich immer sehr entspannt, weil wir als Familie auf Gott vertrauen. Aber gerade meine Eltern haben als ich noch sehr jung war maßgeblich dazu beigetragen, dass ich damals beim DBV mit dem „strukturierten“ Basketball begonnen habe – quasi dem Anfang meiner Karriere.

Deine Basketball-Karriere verlief bisher ziemlich steil. Erst der DBV, dann ALBA Berlin, Lok Bernau. Nun bist Du auch im Profikader eines Erstliga-Clubs. Wo siehst Du Dich in 5 Jahren?

Mein langfristiges Ziel ist die NBA. Jetzt schaue ich aber zunächst einmal, dass ich Minuten in der Bundesliga bekomme und die Chancen in Würzburg nutze, mich zu etablieren. In fünf Jahren – dann bin ich 25 – möchte ich mich dann auf internationalem Parkett messen, z.B. in der Euroleague. Wenn das passiert, dann ist die NBA auch nicht mehr so weit entfernt.

Mit Skyler Bowlin (29), Jordan Hulls (29), Brad Loesing (29) und Cameron Wells (30) war der Backcourt eures Teams in der abgelaufenen Saison mit vielen erfahrenen US-Amerikanern besetzt. Was lernst Du zurzeit von denen am meisten?

Das ist eine coole Situation. Ich lerne von jedem ein bisschen. Sei es von Jordan, der einen exzellenter Schütze ist und aus jeder Lage trifft. Cameron bringt enorm viel Physis ein. Skyler hat ein super Auge und findet immer den richtigen Mitspieler. Ich probiere, mir von denen in jedem Training genau diese Stärken abzuschauen und zu lernen. Das ist nicht immer einfach, wenn ein Cameron Wells vor einem steht und verteidigt (lacht). Aber die Jungs sind super drauf, immer hilfsbereit. Generell ist es wichtig zu akzeptieren, dass auch Fehler passieren.

Als junger Spieler unter so vielen gestandenen Profis hat man doch bestimmt auch seine Rookieaufgaben…

Ich hatte meinen „Rookie-Backpack“. Wenn der Ball durch die Halle rollt oder Wasser getragen werden muss, dann ist man eben der Erste, der diese Arbeit macht – aber das ist ja eine Selbstverständlichkeit, als jüngerer Spieler solche Aufgaben zu erledigen. Du willst Dich ja nicht gleich zu Beginn mit den Leuten anlegen (lacht).

Denis Wucherer, ehemaliger Nationalspieler (damals Guard) und Dein jetziger Coach, setzt lieber mal einen Guard mehr als weniger ein und spielt offensivlastig. Wie gefällt Dir seine Spielphilosophie?

Erst einmal bin ich froh über die Art, wie ich durch die Coaches im Bundesliga-Team aufgenommen wurde. Sie haben mir sehr früh viele Türen geöffnet, sodass ich inzwischen nur noch einmal die Woche mit der Pro B-Mannschaft trainiere. Es ist mir leicht gemacht worden, mich wohl zu fühlen. Dafür bin ich sehr dankbar. Auch die Einsätze im FIBA Europe Cup haben mir sehr geholfen, mich ins Team hineinzuspielen.

Aber nun zur Spielphilosophie: ich finde es super, wie der Coach spielen lässt: viel Up-and-down, Fastbreaks, frühe Würfe nehmen, aggressive Defense. Außerdem lässt er uns sehr viel Freiräume. Das liegt mir als Spieler sehr. Die gleiche Philosophie trifft übrigens auch auf das Pro B-Team zu; dort ist meine Rolle natürlich eine andere.

Du bist damals direkt aus Deiner Heimat Berlin nach Würzburg gezogen. Wie kommt man als junger Basketballer klar, ganz allein in so einem neuen Umfeld?

Ehrlich gesagt, war es nicht leicht. Das erste Mal von zu Hause weg. Es gibt kein Essen mehr von Mama, alles musst Du nun selbst machen. Aber Würzburg ist eine schöne Stadt. Hier leben viele junge Leute, sehr lebensfroh. Meine Teammates aus beiden Teams haben mir hier auch sehr geholfen, um mir die Eingewöhnungsphase so leicht wie möglich zu machen. Vor allem unser Kapitän in der Pro B, Julian Albus, und Co-Kapitän in der BBL, Felix Hoffmann haben mich enorm unterstützt, ähnlich wie meine Quasi-Nachbarn Skyler Bowlin und Jordan Hulls, die ja zum damaligen Zeitpunkt auch neu im Team waren.

Nach nun einem Jahr hier (in Würzburg) kann ich nun behaupten, dass ich mich eingelebt habe. Im Herzen bin ich aber weiterhin Berliner und auch immer wieder froh, zurück in die Heimat zu kommen und bekannte Gesichter zu sehen.

In Berlin hast Du früh mit dem Basketball begonnen. Was hilft Dir heute noch von den Dingen, die Du als „Mini“ beim DBV Charlottenburg mit auf den Weg bekommen hast?

Ich habe damals vor allem schnell verinnerlicht, dass man aus Liebe zum Basketball dieses Spiel spielt. Es geht nicht darum, sich unter Druck zu setzen, wenn es mal schlecht läuft. Und man sollte immer auf den Coach hören – auch das habe ich früh aufgenommen. Und es stimmt! Auch wenn manches im Training vielleicht nicht so viel Spaß macht hat es einen Sinn und wird später von Vorteil sein.

Inzwischen hast Du so viel Basketball trainiert und gespielt, da sei die Frage gestattet: Wie geht der „Badu-Signature-Move“?

Das ist eine gute Frage. Ich versuche, viele Moves aufs Feld zu bringen und fokussiere mich nicht so sehr auf einen bestimmten. Deswegen würde ich zurzeit behaupten, dass es den so noch nicht gibt. Vielleicht irgendwann mal.

Das hat Bennet Hundt von sich im letzten Jahr auch behauptet…

Naja, Bennet hat diesen „Jab-Fake“ mit anschließendem Richtungswechsel, das weiß ich… der ist schon charakteristisch.

Du bist einer der wenigen Spieler, die zwei Jahre jünger waren als viele Deiner Mit- und Gegenspieler beim Hermut-Weber-Cup 2010. Gleichzeitig war es mit dem dritten Platz das erfolgreichste Jahr für den DBV. Welche Erinnerungen hast Du noch an das Turnier?

Ich habe dort immer gerne gespielt. Gerade der Hermut-Weber-Cup war ein tolles Turnier mit enorm guten Gegnern. Ich habe noch die alte Urkunde zu Hause. (Badu schaut sich die Website zum Turnier an und schmunzelt). Übrigens habe ich noch Kontakt zu Thabo (Paul) und Nikhil (Khurana), die beide damals auch im HWC-Team des DBV waren. Das ist schon verrückt, dass inzwischen die 2006er in der U14 sind…

Badu Buck und sein Team beim HWC 2010, damals auch bereits in der Sömmeringhalle

Was würdest Du den Jungs mitgeben, die dieses Pfingsten beim Hermut-Weber-Cup teilnehmen?

Habt Spaß! Genießt es, gegen gute Gegner in der Sömmeringhalle spielen zu können! Nur wenige spielen dieses Turnier zweimal, also nutzt die Chance!

Vielen Dank für das Interview, Badu! Wir drücken die Daumen für Deine Zukunftspläne und werden Deinen Weg weiter verfolgen.

„Jungs, zeigt, was ihr drauf‘ habt!“ – Bennet Hundt im Interview

Der Berliner Bennet Hundt, 19 Jahre, ist Aufbauspieler bei Alba Berlin. In der aktuellen Spielzeit schaffte er den Durchbruch im Profikader. Ein Mittelfußknochenbruch im Januar zwang ihn zu einer ungewollten Pause. Wir nutzten die trainingsarme Zeit und sprachen mit Bennet über seine Bilderbuch-Karriere, das Leben als Rookie in einer Profi-Mannschaft und den Hermut-Weber-Cup (Interview vom 12.04.2018).

. Bennet, erste Frage: wie geht’s Deinem Fuß?

Gut soweit, deutlich besser auf jeden Fall. Die Ärzte haben gesagt, die Röntgenbilder sehen gut aus, ich darf nun Woche für Woche die Belastung steigern.

. Wie sieht Dein Trainingsprogramm zurzeit aus?

Ich befinde mich im Aufbautraining und kann hoffentlich auch bald wieder ins Teamtraining einsteigen, sodass auch dem Spielen dann nichts mehr entgegensteht. Zurzeit bedeutet das: viel Individualtraining, z.T. auch mit dem Ball – Dribbeln, Passen, Werfen – aber noch mit geringer Intensität. Ich bin viel im Kraftraum, um die Kraft in den Beinen und die Balance im Fuß aufzubauen.

. Wann wirst Du wieder eingreifen können?

Kommt drauf an, wie der Fuß reagiert. Ich hoffe, in drei bis vier Wochen. Das ist bei Mittelfußknochenbrüchen aber eher eine Schätzung.

. Wie gehst Du mit Verletzungen generell um?

Es ist schwer für mich, gerade weil ich immer viel Glück hatte. Ich war bisher nie schwer verletzt, hatte mich in der Zeit vor der Verletzung fit und wohl gefühlt. Gerade zu diesem Zeitpunkt passiert es dann. Du denkst dann schon ‚Warum gerade jetzt, warum gerade ich?‘ Da steckt man schon mal den Kopf in den Sand, wenn der Arzt dir sagt, dass du acht Wochen auf Krücken laufen sollst. Aber als Leistungssportler musst du leider immer damit rechnen. Meine Eltern, meine Familie hat mich in der Phase unterstützt, mich aufgebaut. Ich habe das Beste daraus gemacht: Die viele Physiotherapie lenkt ab, die restliche Freizeit habe ich auch mal andere Dinge machen können, um den Kopf frei zu bekommen.

. Du bist seit dieser Saison fester Bestandteil des ALBA-Profikaders, hast den zwischenzeitlichen Ausfall von Peyton Siva und Spencer Butterfield nutzen können und spieltest zuletzt (vor der Verletzung) regelmäßig für das Team. Wie ist das so als Spielmacher auf internationaler Bühne?

Das ist natürlich eine super Erfahrung. Klar war ich aufgeregt, aber am Ende ist es auch nur ein Spiel, das ich aber natürlich sehr genossen habe (benennt als Beispiel das Spiel im Eurocup in Krasnodar). Am meisten hat mir dabei die Saisonvorbereitung geholfen, in denen wir junge Spieler, also beispielsweise auch Kresimir (Nikic) und Hendrik (Drescher), viel Einsatzzeit bekommen haben. Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Eben genau für die Situation, dass ich mal gebraucht werde.

. Von außen betrachtet ging es für Dich immer weiter nach oben. Im Jugendbereich bei TuS Lichterfelde, JBBL, dann der Wechsel zu Alba Berlin, NBBL, Pro B, nun Bundesliga und Eurocup. Wie hast Du diesen Weg erlebt?

Es ging immer bergauf, das kann man schon sagen. Die Tiefs gab es natürlich auch, wie bei jedem. Ich habe mir immer kurzfristige Ziele gesetzt, mich gefragt: ‚Wie kann ich mich heute verbessern? Wie in den nächsten Monaten?‘ und mich dann durch kontinuierliche Arbeit verbessert. Einen großen Anteil des Erfolges schiebe ich auf meine Arbeitseinstellung. Ich glaube, es gibt viele talentiertere Spieler als mich, die aber weniger hart arbeiten. Ich musste mich schon auch ‚durchkämpfen‘. Von außen betrachtet habe ich nun mal nicht die besten Voraussetzungen für einen guten Basketballer.

. Welchen Anteil hat Coach Aito an Deiner derzeitigen Entwicklung? Er gilt ja als Experte in Sachen Spielerentwicklung…

Einen großen Anteil! Er hat uns jungen Spielern von Beginn an viel Vertrauen geschenkt, ist sehr geduldig. Es geht ihm in erster Linie darum, jeden Spieler zu verbessern. In der Saisonvorbereitung ging es ihm nie um das Gewinnen. Wir haben viele Spiele verloren, weil er die Teamentwicklung vorn angestellt hat. Auch jetzt, während der Saison, versuchen wir Schritt für Schritt besser zu werden.

. In der Tat hat es den Anschein, dass ihr mit fortschreitender Saison immer stabiler werdet. Was steckt hinter dem Erfolgsrezept?

Er (Aito) hat seine eigene Philosophie. Er gibt uns ein Gerüst, wenige Spielsysteme, und wir sollen diese dann mit unseren individuellen Fähigkeiten und Ideen füllen. Er weiß extrem viel und versteht es, Spieler zu motivieren. Außerdem bringt seine geballte Basketball-Erfahrung in jedes Training und jedes Spiel ein. Das ist schon beeindruckend.

. Konkret? Wie zum Beispiel?

Er hat eine sehr ruhige Art. Es gab Spiele, da habe ich mich an ehemalige Trainer erinnert, die wären bei der Halbzeitansprache ausgerastet, hätten rumgebrüllt. Aito ist dort extrem ruhig geblieben, hat klar benannt, was wir zu verbessern haben, uns durchaus auch kritisiert, aber letztlich eher motiviert, es die zweite Hälfte anders zu machen. Das habe ich so von noch keinem anderen Trainer erfahren. Ein weiteres Beispiel – das Pokal-Viertelfinale gegen Ludwigsburg: Wir spielten eine solide erste Halbzeit, bis sich kurz vor der Pause Peyton (Siva) verletzte. In der Kabine sagte uns Aito, dass es in der zweiten Halbzeit ein komplett anderes Spiel werden wird. Er meinte, ohne unseren Anführer hätten wir nun keinen Druck mehr, gewinnen zu müssen. Wir sollten uns nicht auf den Score konzentrieren, sondern alles an Energie und Leidenschaft aufs Feld werfen, wofür wir bereit seien. Das hat uns extrem motiviert. Auch wenn ich da schon verletzt war, so habe ich doch gespürt, wie ein Ruck durch die Mannschaft geht. Im dritten Viertel sind wir direkt mit 10, 15 Punkten in Führung gegangen, das Spiel haben wir gewonnen.

. Und welchen Einfluss hat Ex-DBV-Trainer und derzeitiger Alba-Co-Trainer Thomas Päch?

Das Trainerteam Aito, Thomas und Israel (Gonzalez) arbeitet sehr gut zusammen. Sie machen gemeinsames Scouting vor den Spielen, schauen viel Video. Thomas und Israel trainieren mit uns viel im technischen Bereich individuell: Wir arbeiten viel am Ballhandling, sie zeigen uns neue Moves, neue Passtechniken. Damit hat Thomas einen sehr großen Anteil an der Entwicklung des Teams.

. Mit Jonas Mattisseck (2000) und Hendrik Drescher (2000) stehen noch weitere Akteure im Kader, die Du aus Zeiten im Berliner Jugendbasketball noch kennst. Wie ist das so als „Erfahrener“ unter den Jungen im Team?

Wir sind alle Rookies – da kommt es nicht darauf an, ob du 17, 18 oder 19 bist. Wir werden dementsprechend alle gleich behandelt.

. Trikottasche tragen, Wasser schleppen… Gibt es auch im Profi-Team typischen Rookie-Aufgaben?

Ja, auf jeden Fall. Bei Auswärtsfahrten muss ich immer die Eis-Box tragen. Wenn wir zu den Spielen fliegen, dann ist die Box immer Handgepäck. Das ist ein riesiges, sperriges Ding! Man hat ja noch seinen Rucksack, dann die Eis-Box in der Hand. Bei der Security-Kontrolle musst du denen dann ganz genau erklären, was das da drin ist. Dann gucken sie dich komisch an. Im Flugzeug angekommen, passt die Box dann nicht in die Gepäckablage. Das ist dann schon etwas nervig.

. Wir machen mal einen gedanklichen Sprung in die Vergangenheit: Ein Turnier, das Deinen Karriereweg gekreuzt hat (damals noch als Spieler bei TuS Lichterfelde), war der Hermut-Weber-Cup. Welche Erinnerungen hast Du an das Pfingstturnier im Jahr 2011?

Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern. Es war ein interessantes Turnier, weil es uns einen Ausblick auf die folgende Saison gegeben hat. Wir haben damals in der Schillerstraße im Finale gegen Alba gespielt und gewonnen. Gefühlt war es sehr voll in der Halle und die Stimmung war extrem gut. Das hat enorm Spaß gemacht. Gekrönt wurde das Turnier für uns sicherlich mit dem 1. Platz und meiner Auszeichnung als bester Verteidiger.

. Wo steht Dein „Best Defensive Player“-Pokal?

Der steht nach wie vor in meinem Zimmer. (Bennet dreht sich vom Handy weg, schaut sich im Zimmer um. Dann entdeckt er den Pokal.) Er steht neben dem Sieger-Pokal „1. Platz. 4. Hermut-Weber-Cup 2011“. Den durfte ich auch behalten.

. Dieses Jahr stehen mit die besten 2005er der Republik zum 11. Hermut-Weber-Cup auf dem Feld.

Wow, schon 2005er? Die Zeit vergeht… Sie sollen die Zeit genießen, Spaß haben. Es ist ein gutes Turnier um zu zeigen, was man kann, sich mit den besten Gleichaltrigen aus Berlin und ganz Deutschland zu messen. Solche Turniere hat man nicht alle Tage, bei denen man gegen Bayern München, Brose Bamberg und Rasta Vechta spielen kann. Also nochmal: ‚Jungs, zeigt, was ihr drauf` habt!‘

. Apropos „Drauf` haben“. Du bist mit knapp 1,80 m für Basketballverhältnisse ein kleiner Spieler. Welche Eigenschaften haben Dir geholfen, Dich bis oben durchzukämpfen?

Mein Ehrgeiz und meine Einstellung, mich immer durchsetzen zu wollen, haben mir am meisten geholfen. Hinzu kommt die Liebe zum Sport. Ich habe früh begonnen mit Basketball, habe immer Spaß dabei gehabt und mich immer gefreut, wenn ich in der Halle stehen durfte.

. Viele jüngere Spieler mit ähnlicher Körpergröße fragen sich, ob ein bestimmter Move ihnen vielleicht weiterhelfen würde, um ähnliche Ziele wie Deine zu erreichen. Wie sieht der „Bennet-Hundt-Signature-Move“ aus?

Ich glaube, es gibt nicht EINEN Move. Ich habe inzwischen relativ viele Bewegungen, die ich gelernt habe, in verschiedenen Spielsituationen sinnvoll einzusetzen. Ich habe von klein auf viel ausprobiert, viel gedribbelt und damit ein gutes Ballhandling und Ballgefühl generell entwickelt. Das hilft dann dabei, die Abläufe später perfektionieren zu können. Noch habe ich keinen persönlichen Move, aber den „Bennet-Hundt-Move“ wird es bald geben…

. Zumindest hast du bereits Eindruck beim DBV hinterlassen. In einigen Jugendmannschaften haben wir die „Hundt-Defense“ bereits als Schlagwort etabliert.

Sehr gut, das freut mich. (lacht)

. Lass uns an Deinen weiteren Planungen teilhaben. Wie wird es weitergehen mit Bennet? Welche Schlagzeile würdest Du am liebsten in fünf Jahren über Dich lesen?

(Bennet überlegt) So was wie ‚Bennet Hundt führt Alba Berlin zum Meistertitel‘ oder so ähnlich wäre doch schon eine schöne Schlagzeile.

. Das klingt doch schon sehr nach einem Loyalitätsbekenntnis…

Ich bin momentan bei Alba, habe noch ein Jahr Vertrag. Mir geht es extrem gut hier, ich fühle mich wohl.

. Bennet, viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg und vielen Dank für das Gespräch.

Titelfoto: Camera4

DBV Mitgliederversammlung 2018

Liebe Mitglieder,

hiermit seid ihr zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2018 am


Donnerstag, 12. April 2018, 18.30 Uhr
in der Schule am Schloss – Cafeteria auf dem Schulhof hinter den Turnhallen –
Schlossstr. 55 A, 14059 Berlin


eingeladen.

Zurzeit gibt es keine Anträge des Vorstandes.
Evtl. Anträge eurerseits sind der Geschäftsstelle bis zum 05. April 2018 mitzuteilen.

Bitte kommt pünktlich und zahlreich.

Mit sportlichen Grüßen
gez. Nuscha Falk
Leiterin der Geschäftsstelle
f.d. Vorstand

AB Baskets: Sechster Sieg in Folge

Die Berliner Kooperation von DBV Charlottenburg/TuS Lichterfelde und dem RSV Eintracht konnte in Bremerhaven den sechsten Sieg in Folge ! einfahren und festigte damit den dritten Tabellenplatz in der Hauptrundengruppe 1.

Die Berliner starteten, wie bereits in der Hinrunde, mit Lennart Zumbusch, Gabriel Salijevic, Laszlo Cavalar, Linus Jakszt und Leonik Wadehn. Die Gastgeber fanden zu Beginn besser ins Spiel und schlossen den ersten Durchgang mit 21:12 ohne große Höhepunkte ab. Die Führung resultierte primär aus der besseren Quote von der Freiwurflinie. Wahrscheinlich steckte den Berliner Spielern noch die lange Fahrt in den Knochen oder die vermeintliche Sicherheit aus dem ersten Spiel, welches mit + 28 Punkten gewonnen worden war.

Das zweite Viertel begann Coach McCollister mit veränderter Formation und verändertem Spiel. Über engagierte Defense, verbesserte Reboundarbeit am eigenen Brett, sowie schneller Transition Offense nach Ballgewinnen bzw. Fehlwürfen des Gegners konnte das Team das Spiel drehen und nach rd. 16 gespielten Minuten mit 27:29 das erste Mal in Führung gehen. Viertelergebnis 7:20, Halbzeitstand 29:37.

Nach der Pause leisteten sich beide Teams viele Turnover, wobei die Spieler der Berliner Kooperation die daraus resultierenden Fastbreaks konsequenter und mit erheblich besserer Quote abschlossen. In Folge dessen stand nach dem dritten Viertel 44:62 am Scoreboard.

Im letzten Viertel warteten die Berliner vergeblich auf ein Aufbäumen des Gegners, der stattdessen nun versuchte schnelle Punkte durch frühzeitige Abschlüsse zu erzielen. Dies wurde durch die nach wie vor gute Defense der Berliner vereitelt, so dass es am Ende zu einem verdienten 54:68 Sieg reichte.

Am 21. Dezember um 17:30h, beim Heimspiel in der Sömmeringhalle, freut sich das Team auf zahlreiches Erscheinen der Fans und kräftige Unterstützung beim Lokalderby gegen AlbaBerlin.
/SC

Änderung der DBV-Beitragsordnung

DBV Beitragsordnung angepasst

Am 7. Juni 2017 fand die turnusmäßige DBV-Mitgliederversammlung statt. Dabei lud der Vorstand um Heiko Mehnert und Oliver Hundt erneut alle Vereinsmitglieder ein, um auf die vergangene Saison zurück zu blicken und um die zukünftige Ausrichtung des Vereins zu besprechen.

Besonderes Augenmerk musste bei der Planung der kommenden Saison vor allem auf die Meldegeld- und Beitragserhöhung durch den Berliner Basketball Verband (BBV) und den Deutschen Basketball Bund (DBB) gelegt werden. Hinzu kommen steigende Kosten bei unseren – unverzichtbaren – Vereinstrainern.
Aufgrund dessen stellte der DBV-Vorstand einen Antrag zur Erhöhung und Änderung der Beitragsordnung, welchen die Mitgliederversammlung per Wahl beschloss.

Somit werden zum 1. Juli 2017 die Mitgliedsbeiträge wie folgt angepasst:

• Erwachsene und Jugendliche ab u11: 290,- EUR (bisher 255,- EUR)
• Kinder bis einschließ u10: 245,- EUR (bisher 240,- EUR)
• Geschwisterrabatt ab dem 2. Kind: 245,- EUR (bisher 200,- EUR)

Darüber hinaus freuen wir uns auf Markus Kuntze und Max Wiese, die nun per Vorstandsbeschluss und entsprechende Bestätigung durch die DBV-Mitgliederversammlung den Vorstand komplettieren.

Markus Kuntze wird die vakante Stelle des Kassenwarts füllen und mit viel Engagement die finanzielle Leitung des Vereins übernehmen. Max Wiese tritt die Nachfolge von Chris Berenson an und wird als Jugendwart als Schnittstelle zwsichen Breiten- und Leistungssport agieren.

Bei Fragen oder Problemen stehen wir euch gerne zur Verfügung!
Hier geht’s zum Kontaktformular.

Neue Trainingszeiten ab 5. September!

Die Ferien sind zu Ende und die neue Saison kann beginnen! Damit alle DBVer fit in die neue Spielzeit starten können, findet ihr nun alle Trainingszeiten ab dem 5. September hier:

Trainingsplan ab 05.09.2016

Bitte beachtet, dass aufgrund der angespannten Hallensituation sich gerade in den kommenden Wochen noch einige Änderungen der Trainingszeiten ergeben können. Bitte informiert euch dazu bei den jeweiliegen Trainern und Mannschaftsverantwortlichen – wir werden versuchen, auch online auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Auch die Teamseiten werden in den kommenden Wochen einem Update unterzogen. Dort findet ihr dann wie gewohnt alle Infos, Spielpläne und Tabellen zur Saison 2016/17!

DBV Sommercamp 2016 – JETZT ANMELDEN!

Sommer, Sonne, Sonnenschein und Vorbereitung auf die neue Saison! Die letzte Ferienwoche, der bereits mit Sehnsucht erwarteten Sommerferien, steht traditionell im Zeichen des DBV Sommercamps des DBV Charlottenburg.

An 5 Tagen werden unsere Jüngsten der Jahrgänge 2009-2005 von unseren hoch motivierten Trainer betreut und in den Grundtechniken geschult und mit viel Spaß bei Laune gehalten. Neben dem täglichen Stationsbetrieb stehen vor allem Gemeinschaftsspiele, Spaß und Kreativität im Vordergrund.

Zum Mittagessen geht es für die gesamte Mannschaft in die Uni-Mensa, um dort schon mal akademische Zukunftsluft zu schnuppern und sich Energie für den Rest des Tages abzuholen. Dank der kulinarischen Vielfalt wurde in den letzten Jahren auch jeder Speisewunsch erfüllt 😉

Wir freuen uns darauf Euch in diesem Jahr wieder in der Sporthalle der Schillerstraße begrüßen zu können. Anders als üblich, wird das Camp allerdings bereits am Sonntag 28.08. starten und endet leider bereits am Donnerstag 01.09.2016. Anmeldungen sind ganz einfach hier online möglich. Anschließend gibt es eine Anmeldebestätigung von uns.

Das Camp steht allen Interessierten offen und ist nicht nur auf Vereinsmitglieder beschränkt. Also schnell anmelden und die beste Ferienbetreuung sichern!

banner_sommercamp2016

Göttingen 2016 – ein etwas anderer Nachbericht

Der größte DBV-Miniausflug der Geschichte liegt hinter uns. Die Reise aus der Sicht eines Trainers – ein etwas anderer Nachbericht vom Miniturnier Göttingen 2016.

Als Trainer mit beim Miniturnier in Göttingen zu sein ist zweifellos eine Bereicherung – so viel vorweg. Aber dies auch in jeglicher Hinsicht. Öfter habe ich mir von Freunden schon anhören müssen: „Warum tust du dir so etwas an?“ Die Frage ist aufgrund der doch recht sparsamen Grundausstattung an Komfort und der noch geringeren Vergütung (null, das Los des Ehrenamts) durchaus berechtigt. Und dann bist du da. 20:30 Uhr, Unistadt Göttingen. Sporthalle des Felix Klein-Gymnasiums. Sicher schöner als der Berliner Standard, aber weit entfernt von heimelig. Um mich herum: Kinder. Kinder mit Hunger und ohne Plan. Und Kollegen. Trainerkollegen. Und dann schon wieder DIE… BG Zehlendorf, TuS Lichterfelde. Bekannte Minis, bekannte Trainer. Doch ein bisschen Heimat. Viel Zeit bleibt nicht, Berliner Hallenluft zu schnuppern. Kochendes Wasser, verteilt auf vier auf dem Boden der erstbesten Umkleidekabine stehenden Wasserkocher wartet darauf, in eimergroße Kochtöpfe umgegossen zu werden.

Da sind die Kollegen wieder. Sie helfen, wo sie können. 30 Minuten später endlich sind die Hotdogs soweit. Die Kinder auch. 71, inzwischen ungeduldig hungrige Basketballer, stürzen zur Kabinen-Kantine. Geordnetes Chaos. Die Kinder inzwischen mit eigenen, hellgelben DBV-Shirts ausgestattet, kleckern mit Ikea-Senf und Ketchup auf selbige. Es schmeckt. Ich will auch, es ist aber kein Durchkommen, außerdem zu viel zu tun: Trikots verteilen, Schlafplätze aufbauen, erste Blessuren von herumtollenden Achtjährigen verarzten.

nachbericht_goettingen2016_2Als ich um 1 Uhr in meinen Schlafsack kroch, waren diese Eindrücke schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, die Müdigkeit erinnerte mich an das, was hinter mir lag.
Nächster morgen, 6 Uhr. Es bedarf keinen Handywecker, um zu erwachen. Die Helligkeit der sommerlichen Morgensonne gepaart mit flüsternden Kinderstimmen, das ein oder andere Mal auch eine lautere Ermahnung aus einem der anderen Hallendrittel. Schlafsack packen, Tag planen, Spieler animieren, ihre Sachen zu packen. Ein pünktliches, quasi deutsches Frühstück, das Punkt 7:30 Uhr auf mein Team und mich wartete.

Dann endlich ist es soweit. Die Geräusche von dribbelnden Bällen, die Pfiffe der eigentlich ja immer Parteiischen – glaubt man denn den Spielern, wenn sie nach der Niederlage bedröppelt in der Kabine sitzen und niemand sonst für dieses „unfaire“ Ergebnis eine Verantwortung trägt. Wir sind im Turnier angekommen. Trotz langer Pausen zwischen den Spielen vergeht der Tag wie im Flug. Am Ende stehen zwei Pleiten und ein Sieg auf dem Konto, in der WhatsApp Gruppe aller DBV-Trainer gehen Meldungen der anderen Teams aus den anderen Spielorten ein: „Ärgerliche Niederlage“, „U11 im Halbfinale“, „Wo seit ihr?“. Die Pizza am Ende des Tages haben wir uns redlich verdient. Sportlernahrung sieht anders aus, aber was soll’s. Anschließend wurde es erstaunlich schnell ruhig in der mit 200 erschöpften Teilnehmern vollgepackten Turnhalle. Wobei, ich hatte auch nicht mehr das Bedürfnis, mich noch weiter zu bewegen. Nichtsdestotrotz wurde die anschließende Nacht nicht länger.
Zu den wenigen Privilegien, die du als Jugendtrainer genießt, zählt, die Weichturnmatte für zwei Nächte als dein Eigen nennen zu können. Ja, sie als Schlafunterlage zu haben, ist ein Luxus. Quasi das Boxspringbett der Isomatten.

So war es eine gute Nacht, wenn auch kurz. Zwei Spiele, doofe Schiedsrichter und eine heisere Stimme später fand ich mich am Sonntag zurück in unserer „Unterkunft“. Meine Jungs waren schon wieder besser drauf als kurz nach der Niederlage im letzten Spiel. Immerhin Platz 6, sicheres Mittelfeld. Damit konnten sie sich zu Hause sehen lassen, ohne das es einem 12-Jährigem peinlich sein muss. Sie hatten etwas zu erzählen, so wie ich, als ich um 20:30 Uhr in Charlottenburg aus dem Bus stieg. Ich wusste wieder, warum ich mir das alles „antat“. Aber ich war auch glücklich, dass ich es an diesem Abend nun keinem mehr erklären musste.

Vielen Dank für eine tolle Fahrt nach Göttingen 2016, liebe Kollegen, Jungs, und allen Helfern, ohne die dieser Bericht nicht geschrieben worden wäre.

#DBVFamily @ Göttingen 2016

Der DBV geht auf Rekord-Tour! Mit 71 Spielern, 7 Trainern und einem Dutzend Unterstützern machte sich die DBV Family am Freitagnachmittag mit 2 Bussen auf den Weg in DEN Basketball-Ort an diesem Wochenende. Mehr DBVer waren noch nie beim Miniturnier in Göttingen!

Am Samstag startet Europas größtes Miniturnier in die 37. Auflage. Aus ganz Deutschland kommen Teams der Altersgruppenn U9 bis U12 zusammen und messen sich über zwei Tage lang. Neben dem Sportlichen ist traditionell auch das Programm außerhalb der Halle ein großes Erlebnis. Dazu sorgen sowohl die Angebote des Veranstalters BG 74 Göttingen als auch die „Beschäftigungen“, die Trainer und Betreuer für die Teams bereithalten. In jedem Fall ist Spaß garantiert!

Und für solch einen großen Tross von DBVern gehört, sind die Ambitionen sportlich auch nicht gering: „Unter die ersten vier ist unser Ziel“, gibt sich Max Wiese, Trainer der U12.1 beim Turnier, selbstbewusst. Noch ‚forscher‘ geht Max Goericke, der die U11 betreut, an das Projekt Göttingen 2016: „Einen Pokal nach Hause zu nehmen, das reizt mich schon“ sagt er augenzwinkernd. Für die U10 gibt Trainer Stephan McCollister andere Vorgaben: „Wie wollen Fortschritte erzielen. Das geht gegen gute Gegner, wie man sie in Göttingen trifft, immer am Besten.“ „Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen“, heißt kurz und knapp die Idee, die die U12.2 mit Trainer Chris Berenson verfolgt, der für die erkrankte Arina Vahdati mit nach Göttingen fährt. Die Kleinsten in der Runde, die U9-Teams, die mit Coach Moritz Maier und Renaud Kenfack ins Rennen gehen, haben vor allem vor, sich auf und neben dem Platz noch besser kennenzulernen.

Alle freuen sich riesig auf zwei Tage Top-Basketball und ein großartiges Event! Wir melden uns mit akuellen News vom Turnier auf Facebook!

1 2 3 6