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Auf einen Kaffee mit… Siddhartha Kastens (FSJler)

Siddhartha Kastens erzählt von seinem FSJ beim DBV Charlottenburg

Nach der Schule… „etwas mit den Medien“? „Nicht schlecht, aber Soziales finde ich besser“, flüsterte die innere Stimme dem unentschlossen 18-Jährigen Siddhartha Kastens. Deshalb traf er die Entscheidung, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. „Etwas mit Basketball“, forderte die innere Stimme. Er ging ihr nach und kreuzte Wege mit unserem Verein. Seit Mitte September ist Siddhartha Teil unserer Familie. Höchste Zeit, ihn besser kennenzulernen.

Hallo Siddhartha, unser Gespräch fängt mit einer für dich sicher ganz neuen Frage an. Wie findest du das gleichnamige Buch von Hermann Hesse?
Eine Frage, die mir noch keiner gestellt hat (lacht und winkt, AdA) und mich dazu zwingt, ein erstes Geheimnis zu lüften. Das Buch fand ich damals – in der Schulzeit – gut, aber ging verloren als ich nur die Hälfte gelesen hatte und ist nie wieder aufgetaucht. Dennoch kenne ich die Geschichte gut: Meine Mutter hat mir davon erzählt – und erklärt, warum sie mich nach ihm genannt hat – und ich habe auch ein paar Filme gesehen. Vielleicht ist es an der Zeit, den Kreis mit dem Buch zu schließen.

Siddhartha war – anders als die vorherige Frage – einzigartig. Was habt ihr gemeinsam?
Mich fasziniert die Namenbedeutung: Derjenige, der seine Ziele erreicht. Das strebe ich auch an und versuche, die nötige Kraft dafür einzusetzen.

Was sind denn diese Ziele?
Am Ende dieses FSJ beim DBV Charlottenburg will ich allen Leuten, denen ich begegnet bin, etwas gegeben haben, so dass sie sich künftig an mich mit einem angenehmen Gefühl erinnern. Langfristig ist die Reise ins Leben die große Baustelle. Sie möchte ich mit der Wahl des richtigen Studiengangs anfangen. Etwas mit Sport (also keine Medien…) – wie Sport- oder Fitnessmanagement – womit man auch außerhalb der Sportwelt tätig sein kann. Das ist mein langfristiges Ziel.

Ist dein FSJ nun ein Schritt auf dem richtigen Weg?
Durchaus. Engagement ist das Zauberwort. Letztes Jahr habe ich im Wedding Sozialarbeit geleistet und ein Freund hat mich in diesem Zuge auf die Idee gebracht, die Erfahrung in einem Verein fortzusetzen. Beim DBV kann ich hinter die Kulissen eines Sportvereins blicken und selber einen Blick aus einer anderen Perspektive entwickeln. Beispiel: Als Spieler denkt man immer, die Arbeit der Trainer sei nicht so schwierig. In diesen ersten Monaten ist mir bewusst geworden, wie viel Arbeit dahinter steckt: das Niveau der Spieler einschätzen, deren Stärken und Schwächen, die Übungen anpassen, die Psychologie. Man bekommt als Spieler davon kaum etwas mit. Ich freue mich auch auf die kommenden Aufgaben in der Geschäftsstelle.

Was sind deine Pflichten in diesem Jahr?
Ich muss am Ende des Jahres ein Projekt vorlegen, das mein Engagement im Verein belegt. Ansonsten meine Stunden leisten und… die Vorgesetzten zufriedenstellen.

Was bringst du aus deiner Erfahrung im Wedding mit?
Eine Anmerkung vorab: der Wedding ist gerade im Wandel und entfernt sich allmählich von dem Bild des Arbeiterviertels, das ihn lange geprägt hat. Dennoch bleiben einige Brennpunkte und genau in einem von diesen habe ich letztes Jahr meine Sozialarbeit geleistet. Sport ist für die Jugendlichen und Kinder sehr wichtig. Er ist der Türöffner zu deren Seele. Man kann damit Vertrauen schaffen und sich besser über das Alltagsleben unterhalten. Was wiederum bedeutet, ihnen andere Ratschläge geben zu können, als diejenigen, die sie sich im Freundeskreis holen könnten.

Mit welchen Teams bist du unterwegs?.
Ich bin im Kader der U20 und trainiere die U18.2 und die U16.3. Es sind beides Teams, die mir echte Freude bereiten. Bei der U18.2 sind meistens Spieler dabei, die bislang Basketball nicht als Hauptsportart betrachtet hatten, und man sieht, wie viel Spaß sie daran haben. Bei der U16.3 hängt die Messlatte höher: Ich hoffe, einige von denen können sich in diesem Jahr gut entwickeln und in Zukunft vielleicht den Sprung in die NBBL-Mannschaft schaffen.

Dem Sprung in die NBBL warst du selbst auch sehr nah, obwohl du spät angefangen hast.
Zweites Geheimnis enthüllt. Ich war am Anfang ein überzeugter Fußballer und fand das Ballwerfen doof. Dann kam die Erleuchtung durch einen Schulkameraden und ich bin zum Basketball gewechselt. Zunächst als Big Man, weil ich der Größte war, dann als Guard. Ich hatte mir als Ziel gesetzt, alles zu tun, um Jugendbundesliga spielen zu dürfen und habe allein an meinem Wurf und meinem Ballhandling gearbeitet. Vor anderthalb Jahren hätte es sogar geklappt, eine Knieverletzung verhinderte diesen Schritt. Aber das hat mir die Lust am Basketball nicht verdorben.

Siddhartha, vielen Dank für das interessante Gespräch. Willst du vielleicht als Letztes unseren Lesern etwas sagen?
Erst einmal: Vielen Dank für das Interesse am DBV, dem FSJ und mir als Person. Und zweitens: „Niemals vergessen: BALL IS LIFE“.

JBBL | TuSLi gewinnt Spiel der Kooperationspartner

„TuSLi hat in diesem Spiel fast alles richtig gemacht: Mit der Pressverteidigung hat uns der Gegner das Leben schwierig gemacht und in der Offensive haben sie sich aufgrund der Abwesenheit von Henrik Drescher angepasst“. Ein dickes Lob an sein altes Team spricht der DBV-Headcoach Reza Ghasseminia nach der deutlichen Heimniederlage gegen den Favoriten für den Gruppensieg aus. Nach einer noch offenen ersten Halbzeit (28:42) schaltete TuSLi noch einen Gang hoch und gewann am Ende mit 95:48.

Unsere Leistung hätte viel besser sein müssen, um TuSLi zu ärgern„, ist Rezas Aussage zur Leistung der eigenen Mannschaft: „Wir haben unseren Gameplan kaum umgesetzt und das hat dazu geführt, dass wir eingeschüchtert wirkten und frühzeitige Foulprobleme bekommen haben.

Miki Mamo_TuSLiVor allem Marc Friederici und Brandon Coleman litten darunter und kamen nie wirklich ins Spiel.

Mit der gewohnt aggressiven Defense und ohne übergroßen Respekt vor den Süd-Berlinern agierten die DBVer zu Beginn. Zwar gingen die Gäste früh in Führung, allerdings antworteten die Hausherren immer wieder per Dreier oder durch Fastbreaks und blieben so auf Schlagdistanz. Allerdings verpassten sie es, den Rückstand unter die psychologisch so wichtige 10-Punkte-Marke zu bringen, sodass TuSLi zur Halbzeit einen komfortablen 14-Punkte-Vorsprung mit in die Kabine nahm.

In der zweiten Halbzeit legte TuSLi noch ein 17:0-Run, der für die Vorentscheidung sorgte (38:74). Die Moral der Charlottenburger war gebrochen. Als auch der unglücklich agierende Marc Friederici (2 Punkte, 5 Fouls in 11 Minuten Einsatzzeit) frühzeitig vom Feld musste, ging trotz viel Einsatzes nicht mehr viel zusammen. Lediglich TuSLi-Guars Jonas Mattisseck fand nun noch richtig Lust am scoren – er war nicht zu stoppen und erzielte drei Dreier im Schlussviertel um sich mit 36 Punkten aus der Sömmeringhalle zu verabschieden und die hohe Niederlage der Charlottenburger zu besiegeln.

Wir müssen nach vorne schauen. Am kommenden Sonntag steht ein Schlüsselspiel in Göttingen auf dem Plan. Von jetzt an gilt es, hart zu trainieren, eine Lehre aus dieser Pleite zu ziehen und sich weiter entwickeln, denn dieses Ergebnis ändert nichts in unserem Rennen um die Hauptrunde.“ Tip-Off in der Halle des Felix Klein Gymnasiums ist um 11 Uhr.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Felix Mensing (2), Aris Pehlivanian, Marc John Friederici (2), Vincent John Friederici (11), Mikias Mamo (9), Jonas Pielicke (4), Maik Marangosov, Leonik Wadehn (6), Philipp Bertelsmann (3), Brandon Coleman (3), Juri Snigula (8), Nils Gonscherowski.

Dem dritten Kooperationspartner RSV Stahnsdorf gelang ein wichtiger Heimsieg gegen Braunschweig. Nach dem 65:60-Erfolg über die Niedersachsen zieht der RSV punktgleich mit dem DBV Charlottenburg.

NBBL | AB Baskets fahren ersten Heimsieg ein

Drei Tage nach der couragierten aber erfolglosen Leistung bei Alba fuhren die AB Baskets am Sonntag den zweiten Saisonsieg – den ersten vor heimischer Kulisse – ein. Das Team der Kooperationspartner DBV Charlottenburg, TuSLi und RSV schlug die Hamburger Sharks mit 65:49.

Eine mäßige Leistung für einen wichtigen Sieg“, ließ sich Headcoach Stephan McCollister nach der Schlusssirene zitieren. „Wir müssen langsam unseren Rhythmus finden, was uns heute nur ansatzweise gelungen ist, vor allem im dritten Viertel.

Dennoch war der Sieg der Berliner nie wirklich in Gefahr, denn die Gäste konnten nur in der Anfangsphase das Geschehen bestimmen. Die AB Baskets fanden langsam, aber zunehmend die Lücken in der gegnerischen Zonenverteidigung, zeigten dabei aber ein weiteres Mal eine schwache Wurfquote (20/63). Die absolute Dominanz beim Rebound – 41 Offensivrebounds zu 9, 13 davon durch Akim Jonah – wurde nicht so häufig wie gewünscht in Punkte umgewandelt, was auch zur Unzufriedenheit des Trainers beitrug. Das Geleistete reichte immerhin für einen 15:0-Lauf im zweiten Viertel, der die Weichen für das Happy End stellte.

Körperliches Spiel war gefordert: Guard Jordan Müller umkurvt seinen Gegenspieler mit allen Mitteln.

Körperliches Spiel war gefordert: Guard Jordan Müller umkurvt seinen Gegenspieler mit allen Mitteln.

Es waren zwei Dreier von Felix Scholtes – der erste nach einem mustergültigen Angriff gegen die Zonenverteidigung erarbeitet – die die Wende einleiteten, Paul Giese machte es ihm nach und Yannick Hildebrandt fügte weitere drei Punkte hinzu. Aus einem 16:20-Rückstand wurde ein zweistelliger Vorsprung (31:20), den die Sharks bis zur Halbzeitpause noch um drei Punkte verkürzten (36:28).

Nach der Pause zeigten die AB Baskets endlich auch die Einstellung, die sich Stephan McCollister gewünscht hatte. „Wir müssen ‚tougher‘ sein, und zwar in jeder Hinsicht„, hatte er seinen Spielern in der ersten Halbzeit oft gesagt. Das nahm sich dann Paul Giese in der 29. Minute zu Herzen, als er mit richtigem Tempo den Rebound eroberte und einen cleveren Pass auf Felix spielte. Da die Verteidigung in der Zone kollabiert war, hatte Felix Zeit und Platz, um seinen dritten Dreier im Spiel zu versenken (48:38).

Im letzten Abschnitt ging es nur darum, den Sieg in den sicheren Hafen zu bringen und das gelang ohne besondere Schwierigkeiten. Für das Highlight sorgte noch Akim Jonah mit dem Dunk nach Vorlage von Paul Giese zum 57:41, der die ganze Halle jubeln ließ.

Mit diesem Erfolg verabschiedet sich das Team von seinem Heim-Publikum für das Jahr 2015, denn vor der Weihnachtspause stehen nun zwei Auswärtsspiele an. Das erste steigt am kommenden Sonntag (14 Uhr) in Oldenburg, die Woche drauf gastieren dann die AB Baskets in Neustadt.

Es spielten für die AB Baskets: Felix Scholtes (9 Punkte), Thabo Paul (2 Punkte, 5 Assists), Levent Yer (4), Amani Ogette (2), Jordan Müller (2), Anton Kamke (11 Pkt, 9 Rebounds), Paul Giese (10 Pkt., 4 Assists), Yannick Hildebrandt (8), Ferdinand Gerstenberger, Jonas Jansen-Winkeln (2), Akim-Jamal Jonah (9 Pkt, 17 Rebounds), Vincent Meunier (6 Pkt, 4 Ballgewinne).

 

WE-Preview: Double Header II in der Sömmeringhalle

Die erste Auflage des Double Headers verlief süßsauer. Die JBBL erkämpfte sich einen „dreckigen“, aber wichtigen Sieg gegen die Junior Löwen Braunschweig, die sich wiederum in der NBBL gegen die AB Baskets revanchierten.

Am kommenden Sonntag treten beide unseren Bundesliga-Team wieder in der Sömmeringhalle an. Um 11 Uhr empfängt das JBBL-Team um Reza Ghasseminia Kooperationspartner TuS Lichterfelde, die AB Baskets treffen ab 14 Uhr in einer im Kampf um die Playoffs schon wichtigen Partie auf die Hamburger Sharks.

JBBL: Ein Sieg und die Tabelle wird auf dem Kopf gestellt
Nach 2 Wochen Pause ist der DBV Charlottenburg wieder gefordert. Unsere Jungs treffen auf das alte Team von Headcoach Reza Ghasseminia. „Einerseits ist es schön, wieder alte Freunde zu treffen, andererseits hat natürlich das Geschäft Priorität“, sagt der Headcoach zum Treffen mit dem alten Verein. „In den spielfreien Wochen haben wir gut trainiert und nun wollen wir gegen TuSLi nicht nur mitspielen, sondern auch sie zu Fehlern zwingen“.

Das Spiel der Lichterfelder ist sehr auf Hendrik Drescher ausgelegt. Der 2,04 Meter große Center hat in den ersten vier Spielen drei Double-Double hingelegt: Durchschnittlich kommt er auf 31 Punkte und 13.3 Rebounds pro Spiel. „Wenn er im Raum von den guten Guards – vor allem Jonas Mattisseck –  gefunden wird, dann ist es meistens sehr schwierig ihn in den Griff zu bekommen“, stellt Ghasseminia fest. „Allerdings ist TuSLi nicht nur Drescher. Das Team verfügt über sehr effektive Spielzüge und jeder weiß, was er auf dem Feld tun soll“.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll, aber Reza kann auch ein paar Vorteile für die Charlottenburger nennen: „Wir sind in diesem Spiel ganz klar Außenseiter und spielen ohne Druck. Auch bei einer Niederlage würden wir Dritter und damit auf Hauptrunde-Kurs bleiben“. Nicht nur die Psychologie kommt dem Team zu Hilfe: „Wir sind – auch bei noch mangelnder Athletik – ein schnelles Team, und das kann jedem Gegner Sorgen bereiten“, so Reza. Sorgen bereitet auch die Grippewelle, die letzte Woche das Team fest im Griff hat: „Wir werden trotzdem bereit sein, alles zu geben. Mit einem Sieg wären wir punktgleich mit den Top-Favoriten dieser Gruppe. Dieser Gedanke ist stärker als jeglicher grippale Infekt.“

NBBL: Zeit für die Wende
Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Folge dürfen die AB Baskets endlich wieder in der heimischen Sporthalle Charlottenburg (Sprungball um 14 Uhr) antreten. Genau wie die AB Baskets steht der nächste Gegner, die Hamburger Sharks, bei einer Bilanz von einem Sieg und drei Niederlagen.

Das Team um Headcoach Stephan McCollister konnte gegen Alba keine Punkte nach Hause mitnehmen, dafür Selbstvertrauen – dank der guten defensiven Leistung in der ersten Halbzeit. Die Defensive kann ausgerechnet im kommenden Spiel eine Schlüsselrolle einnehmen, denn die Sharks sind mit 257 Punkten das Team, das in der Staffel Nordost nach vier Spielen am wenigsten gescort hat. Die AB Baskets haben bisher immerhin einen Zähler mehr erzielt.

Die offensive Verantwortung ist bei den Haien auf drei Schultern verteilt: Power Forward Joao Paulo Goncalves (13 Punkte und 6 Rebounds pro Spiel), Center Yngve Jentz (12 Pkt. und 10 Reb.) sowie Flügelspieler Noel Uzochi Okona (12 Pkt. und 6 Reb.) zeigten in den ersten Spielen bereits ihre Qualitäten und werden sicher nicht unterschätzt.

Ein Sieg ist immens wichtig, um nicht frühzeitig die Playoff-Plätze aus den Augen zu verlieren: Die Jungs freuen sich deshalb über zahlreiche, lautstarke Unterstützung am Sonntag.

AB Baskets bei Alba drei Viertel lang auf Augenhöhe

Am Ende steht die deutliche Niederlage gegen den großen Favoriten: Die AB Baskets unterliegen dem Stadtrivalen Alba Berlin mit 83:54. Doch das Ergebnis täuscht ein wenig darüber hinweg, wie lange dieses Spiel offen war und was für große Probleme die Baskets dem ungeschlagenen Tabellenführer der NBBL Nordost bereiten konnten.

Zu Beginn entwickelte sich das Spiel zu einer Defensivschlacht. Von Headcoach McCollister darauf gepolt, dass gegen Alba nur mit extrem starker Defensive etwas zu holen ist, konnten die Baskets den Gegner bei 30 Punkten zur Halbzeit halten. Doch die körperliche Verteidigung der athletischen Alba-Mannschaft ließ die eigene Offensive ebenfalls nicht zur Entfaltung kommen, mit fünf Punkten Rückstand ging es in die Kabine (30:25).

Zu Beginn des dritten Viertels hatte Alba sich langsam besser auf die Zonenverteidigung der Baskets eingestellt und konnte sich so langsam absetzen. Hinzu kamen unnötige Ballverluste in der Offensive und ein ums andere Mal die körperliche Unterlegenheit im Kampf um den Rebound. Bis Mitte des dritten Viertels wuchs der Rückstand so auf 17 Punkte an, viele der Zuschauer im vollbesetzten Alba-Trainingszentrum in der Schützenstraße rechneten bereits mit einem entspannten Sieg der Heimmannschaft.

Doch den Gästen gelang noch ein letztes Aufbäumen: Einige gelungene Offensivaktionen ließen den Glauben an sich selbst zurückkehren. Der Druck in der Pressverteidigung wurde wieder erhöht, Alba wurde zu Fehlern gezwungen, die Würfe fanden wieder ihr Ziel. Bei noch knapp acht Minuten auf der Spieluhr waren es nur noch sechs Punkte Rückstand (57:51), Alba kurz verunsichert. Es gelang der Mannschaft um den erneuten Topscorer Akim Jonah (11 Punkte, 5 Rebounds) jedoch nicht, den Druck aufrecht zu erhalten. Für den Überraschungssieg war die Fehlerquote an diesem Abend einfach zu hoch. Wenige erfolgreiche Aktionen des Gegners reichten dazu, das Selbstvertrauen zu verlieren und zum Ende hin völlig einzubrechen. So kam Alba ins Rollen und beendete das Spiel mit einem 26:3-Lauf. Stärkster Spieler auf Seiten Albas war diesmal Ferdinand Zylka (18 Punkte, 9 Rebounds). Den bisherigen Topscorer Benedikt Turudic konnte die AB-Defense gut kontrollieren (9 Punkte, 9 Rebounds).

Für das Team um Headcoach McCollister steht jetzt die Aufgabe an, die richtigen Schlüsse aus den Fehlern zu ziehen, aber auch das Positive der inbesondere in Halbzeit eins starken Defensive mitzunehmen in das wichtige Duell mit den Hamburg Sharks am kommenden Sonntag. Genau wie die AB Baskets stehen die Sharks bei einer Bilanz von einem Sieg und drei Niederlagen. Ein Sieg in der heimischen Sporthalle Charlottenburg ist immens wichtig, um nicht frühzeitig die Playoff-Plätze aus den Augen zu verlieren. Das Spiel beginnt um 14 Uhr.

Es spielten für die AB Baskets: Felix Scholtes, Thabo Paul (5 Punkte), Levent Yer (8), Amani Ogette (4), Jordan Müller (4), Anton Kamke (8), Paul Giese (3), Yannick Hildebrandt (4), Ferdinand Gerstenberger (5), Jonas Jansen-Winkeln, Akim-Jamal Jonah (11), Vincent Meunier (2).

2. RLN | Super Teamleistung führt den DBV zum Kantersieg gegen Potsdam

Wie reagiert man auf zwei Niederlagen in Folge und den Ausfall von vier Schlüsselspielern? „Wir haben eine sehr gute Teamleistung gezeigt. Jeder hat so hart verteidigt wie es geht, war ständig bereit dem Mitspieler zu helfen und im Angriff haben wir den Ball gut bewegt und immer nach der besseren Wurfentscheidung geschaut“, fasst Milan Pesic zusammen, was seine Spieler auf dem Spielfeld zuvor vollbracht hatten.

Ohne seinen Spielertrainer sowie Daniel Hönicke, Sebastian Pichlmayer, Thomas Tripp und Kevin Schaffartzik musste der DBV Charlottenburg das Heimspiel gegen den – ebenfalls ersatzgeschwächten – USV Potsdam antreten. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit zeigte das Team lehrbuchhaft, wie die praktische Umsetzung des Themas „Teamarbeit“ aussieht. Die Ballgewinne in der Verteidigung gaben den Anstoß, die Züge zum Korb von Christian Schnürmacher und die Punkte von Kai Zimmermann und Chris Kuntze bauten die Führung aus, Nico Linnartz sorgte im Laufe des letzten Viertels mit 17 Punkten für die Vorentscheidung und die Vollendung der mustergültigen zweiten Hälfte. Am Ende fuhren die Hausherren mit 93:62 (42:37) den vierten Sieg dieser Saison ein und klettern somit wieder in die obere Tabellenhälfte.

Die Brandenburger gewannen das erste Viertel (21:22), indem vor allem der Charlottenburger Chris Kuntze mit drei erfolgreichen Würfen aus der Distanz die DBVer im Spiel hielt und mit Geduld ein ums andere Mal nach der Lücke im dichten Abwehrriegel der Gäste suchte. Diese Herangehensweise wurde dann nach der ersten Viertelpause belohnt, als die Dreier von Mehdi Ahmadi und Chris Kuntze für den Führungswechsel sorgten (29:25/12.). Das Spiel entwickelte sich dann zu einem unterhaltsamen Schlagabtausch (37:36/18.), ehe der DBV mit einem Dreier von Max Gervinck und zwei Freiwürfen von Chris Kuntze davon zog (42:37).

Nico Linnartz_Potsdam (3)Ganz anders verlief das Spiel nach der Halbzeitpause. Die Charlottenburger eroberten reihenweise Ballbesitze und punkteten regelmäßig sowohl mit Schnellangriffen als auch mit ausgespielten Spielzügen. Das Trio Schnürmacher-Zimmermann-Kuntze war in diesen zehn Minuten kaum zu stoppen und steuerte 21 Zähler bei. Der DBV Charlottenburg beantwortete jeden Korb der Gegner mit zwei Treffern und erarbeitete sich somit einen zweistelligen Vorsprung (62:45/27.). Im letzten Viertel versuchte der USV Potsdam den Druck zu erhöhen, aber die Charlottenburger ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und fanden in Nico Linnartz immer wieder den richtigen Mann an der richtigen Stelle. Ein Comeback der Gäste wurde damit erfolgreich abgewendet.

Am kommenden Sonntag (16 Uhr) ist der DBV nördlich von Berlin bei Lok Bernau II gefordert, die bisher ein einziges Spiel für sich entscheiden konnte.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Mehdi Ahmadi (3 Punkte), Christian Schürmacher (15), Benjamin Moser (2), Konstantin Linnartz (10), Max Gervinck (6), Nico Linnartz (20), Chris Kuntze (24), Kai Zimmermann (13).

2.RLN | DBV will zurück auf die Erfolgsspur

 

Zurück auf die Erfolgsspur!“ lautet die Kampfansage unserer 1.Mannschaft an diesem Wochenende. Der DBV Charlottenburg empfängt am Samstag um 19 Uhr den USV Potsdam in der Schillerstraße. Die Potsdamer haben in der letzten beiden Wochen die Trendwende geschafft und kommen nach Berlin „Mit Selbstbewusstsein und frohen Mutes„, um den aktuellen zehnten Tabellenplatz zu verbessern. Allerdings meldet der USV die Ausfälle von Tim Belkin, Matthias Luderich, Sebastian Gienapp und Patrick Isensee, während der Einsatz des angeschlagenen Anführers Souleymane Diallo – der letztes Jahr dem DBV/TuSLi im Trikot der Red Dragons aus Königs Wusterhausen begegnet ist – fraglich bleibt. Der Flügelspieler legte sowohl in Zehlendorf als auch im Heimspiel gegen Bernau II ein Double-Double mit insgesamt 53 Punkten und 23 Rebounds auf. Eine Schwachstelle der Potsdamer scheint der Spielaufbau zu sein: In den letzten beiden Wochen leistete sich der morgige Gegner 40 Ballverluste.

Unser Team hat sich in dieser Woche darauf fokussiert, über längere Strecken seine eigene Spielweise durchzusetzen. Die Spiele gegen Empor und die Berlin Baskets haben bewiesen, dass der DBV Charlottenburg durchaus in der Lage ist, hart zu verteidigen und sehr variabel im Angriff zu spielen. Ob es unseren Herren auch gegen Potsdam gelingt, zeigt sich morgen ab 19 Uhr.

Das Basketballprogramm in unserem Bezirk fängt aber schon um 10 Uhr an. In der Leistikowstraße sind gleich vier Partien angesetzt: Den Auftakt macht unsere U16 gegen Lichtenrade, die U18 bestreitet um 18 Uhr das letzte Spiel des Tages gegen den RSV Eintracht II. Dazwischen werden auch unsere Mini-Teams (U11 und U12) gefordert. Das Licht wird auch in der Schillerstraße bereits vor dem Herrenspiel brennen: Am Samstag um 10 Uhr tritt die U10 gegen Lichtenrade an. Das vollständige Programm findet ihr hier.

Wir wünschen uns und allen Sportlern ein basketball- und erfolgreiches Wochenende.

 

 

2.RLN | Pleite in Hermsdorf

Unsere 1. Mannschaft verlor völlig unnötig beim VfB Hermsdorf mit 63:68. Der DBV Charlottenburg startete konzentriert und gewann das erste Viertel mit 20:16. Die Hermsdorfer blieben aber immer auf Tuchfüllung und nutzten aus, dass unser Team von außen sehr viele offene Würfe vergab.

Nach dem Wechsel blieb das Spiel auf des Messers Schneide. Zwei Minuten vor Schluss traf der gut aufgelegte Sebastian Pichlmayer (mit 11 Punkten am Ende Topscorer) einen Dreier zur 63:59-Führung. Die Gastgeber nahmen eine Auszeit und damit das Unheil für uns seinen Lauf. Hermsdorf stellte auf 2-3-Zone um und der DBV traf überhaupt nichts mehr. Die Gastgeber drehten das Spiel mit einem 9:0-Lauf, der unser Team nach der Spielwertung aus der vergangenen Woche zunächst mal in den Tabellenkeller befördert. Nun heißt es: Keinen Negativ-Lauf zulassen und das Spiel gegen Potsdam am Sonnabend (19 Uhr, Schiller) unbedingt gewinnen.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Max Gevinck (7 Punkte), Christopher Kuntze, Konstantin Linnartz (9), Nico Linnartz (2), Milan Pesic (2), Sebastian Pichlmayer (11), Kevin Schaffartzik (5), Lasse Schikowski (8), Christian Schnürmacher (2). Anthony Ray Woodson (7), Kai Zimmermann (10).

2. RLN | Sieg im Krimi gegen die Berlin Baskets

Der DBV Charlottenburg bleibt nach dem 77:69-Heimsieg gegen die Berlin Baskets dank einer couragierten Vorstellung und einer Leistungssteigerung zum Ende des Spiels auf den Fersen der Tabellenführer.

Lange hat es gedauert, bis der Einsatz belohnt wurde: erst in den letzten drei Minuten konnten die Charlottenburger den Sieg klar machen. Zuvor waren es die Berlin Baskets, die besser besser ins Spiel starteten (11:21) und eine erste knappe Führung bis in die Halbzeitpause retteten (34:37). „In der Schlussphase haben wir endlich unseren Rhythmus gefunden und unsere Spielweise durchgesetzt. Bis dahin hat uns die Zonenverteidigung der Baskets schon ein Bein gestellt“, gibt Spielertrainer Milan Pesic zu.

Was er – vielleicht aus Bescheidenheit – verschweigt ist, dass sich das Blatt gewendet hat, als der Trainer Milan Pesic den Spieler Milan Pesic aufs Feld schickte. Mit seiner Qualität und Routine zeigte er allen anwesenden, was einen guten Guard ausmacht: die Verteidigung lesen und die richtige Entscheidung treffen. Als Milan sich einwechselte lag der DBV Charlottenburg neun Punkte hinten (45:54), dann zog er mal erfolgreich zum Korb, mal belohnte er Center Daniel Hönicke (16), der am Brett um die beste Position kämpfte, mal passte er den Ball zu den Schützen an der Dreierlinie. Unter seiner Regie holten die Hausherren Punkt um Punkt auf; bis zum Ausgleich in der 34. Minute (60:60).

Schnuermacher_BerlinBKAls die Charlottenburger dachten, den dicken Brocken hinter sich zu haben, schlugen die Baskets mit einem Dreier und einem Dreipunktespiel zur erneuten Führung (60:66) zu, die wiederum keine zwei Minuten hielt, bis Nico Linnartz ein nach Lehrbuch geführten Fastbreak abschloss und Chris Kuntze einen Dreier oben drauf packte (69:66). Die Spannung stieg und die Unparteiischen leisteten auch ihren Beitrag dazu, indem sie zwei technische und ein unsportliches Foul pfiffen: Die Gäste zeigten sich von der Linie jedoch wenig treffsicher und kamen nicht über einen erneuten Ausgleich hinaus. Dies blieben auch die letzten Zähler der Gäste. Der DBV Charlottenburg zog in der Verteidigung die Schraube an und ließ die Baskets nicht mehr punkten. Was hingegen dem DBV Charlottenburg noch mehrmals – wenn auch nur von der Linie – gelang: erst Milan Pesic, dann Thomas Tripp und schließlich Kevin Schaffartzik ließen sich die Chance nicht entgehen und bescherten dem DBV Charlottenburg den vierten Saisonsieg.

Am kommenden Samstag reisen unsere Herren in die Berliner Norden: um 19 Uhr wartet der VfB Hermsdorf auf die Charlottenburger.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Max Gervinck (8), Thomas Tripp (10), Chris Kuntze (10), Daniel Hönicke (16), Christian Schnürmacher (6), Kevin Schaffartzik (6), Kai Zimmermann (8), Nico Linnartz (5), Milan Pesic (6), Sebastian Pichlmayer (2).

NBBL | AB Baskets mit Heimspiel-Pleite gegen Braunschweig

Wenn man nicht trifft, kann man auch nicht gewinnen.“ Stephan McCollister bedient sich der alten Basketball-Weisheit und erklärt damit, unter welchen Umstände die Heimniederlage der AB Basket (57:74) im ersten Spiel vor heimischer Kulisse gegen die Junior Löwen Braunschweig zustande gekommen ist.

Faris Fadlelmula (links) zeigt Paul Giese (am Ball), wo der Ball hin muss: in den Korb. Leider gelang dies zu selten.

Faris Fadlelmula (links) zeigt Paul Giese (am Ball), wo der Ball hin muss: in den Korb. Leider gelang dies zu selten.

Stellvertretend für das ganze Spiel eine Szene zum Ende des vierten Viertels: Mit noch vier Minuten Spielzeit mitten in der Aufholjagd quartierten sich die AB Baskets für 48 Sekunden in der gegnerischen Spielfeldhälfte ein, schnappten sich vier Rebounds und kamen jedes Mal zu einem guten Abschluss. Der Korb war wie vernagelt und ließ keinen Ball rein. Im nächsten Angriff brachte Levent Yer dann sein Team per Dreier doch nochmal heran (57:64), aber die Feldwurfquote blieb insgesamt schwach in den letzten anderthalb Minuten. Am Ende konnten die Gäste den Sieg in sicheren Hafen bringen.

Wir werden uns in der Woche genau anschauen, warum so viele Würfe daneben fielen (20/81 vom Feld), aber mein allererste Eindruck ist, dass wir uns gute Würfe erarbeitet haben, die ihren Weg in den Korb leider nicht fanden„, erläutert McCollister, der mit der Gesamtleistung zufrieden war: „Wir haben sowohl in der Offensive als auch in der Defensive besser gespielt als in Bremerhaven.“ Die reinen Zahlen bestätigen seine Aussage: weniger Turnovers als der Sieger (nur 10), so viele Assists (12) und eine deutliche Überlegenheit beim Offensivrebound, was zu zusätzlichen Würfen führte. Die Wurfquote war aber – leider – der entscheidende Faktor: nur 37% aus der Nahdistanz und drei von 26 Dreiern. Unterm Strich bleibt ein 24.7%.

Braunschweig nutzte den schlechten Tag der Hausherren und das Comeback von Nationalspieler Lars Lagerpusch (34 Punkte und 21 Rebounds) eiskalt. Die Niedersachsen machten von Anfang an das Rennen und unsere Jungs versuchten nach und nach Wege und Lösungen gegen die Zonenverteidigung zu finden, den Run zu stoppen. Als dies gelang, wurde blitzschnell der Rückstand von neun Zählern (29:38 zur Halbzeit) auf vier verkürzt (36:40) dank guter defensiven Arbeit gegen Lagerpusch und eines Fastbreaks von Levent Yer. Da es an Konstanz beim Werfen mangelte, konnten die Gäste aber den alten Vorsprung wieder herstellen und gar ausbauen (37:49). Die Reaktion ließ nicht auf sich warten: Thabo Paul netzte kurz vor der dritten Pause noch zum 45:51 ein, die kämpferische Einstellung stimmte.

Lars Lagerpusch (mit Ball) gelang ein furioses Comeback und war von den Berlinern nicht zu stoppen.

Lars Lagerpusch (mit Ball) gelang ein furioses Comeback und war von den Berlinern nicht zu stoppen.

Das Hin und Her ging auch im Schlussviertel weiter: Die Braunschweiger bauten die Führung nochmal aus, die AB Baskets blieben dran und kamen durch Levents Dreier erneut bis auf 7 Punkte Rückstand heran. Mehr war nicht mehr drin.

Es spielten für die AB Baskets: Lennart Zumbusch, Thabo Paul (15 Punkte und 6 Assists), Levent Yer (15), Amani Ogette, Jordan Müller, Faris Fadlelmula (2), Paul Giese (4), Yannick Hildebrandt (8 und 11 Rebounds), Ferdinand Gerstenberger, Jonas Jansen-Winkeln, Akim-Jamal Jonah (11 und 16 Rebounds).

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