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NBBL | Braves schließen Hinrunde mit Kantersieg ab

Am letzten Spieltag der NBBL-Hinrunde fuhren unsere Berlin Braves Baskets vor der ungewöhnlichen Kulisse der Ernst-von-Stubenrauch-Grundschule in Teltow einen ungefährdeten Sieg gegen Schlusslicht Rostock Seawolves ein. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (27:21) stellten unsere Jungs mit einem 32:0-Run die Weichen auf Sieg (100:64 das Endergebnis). Für unsere NBBL ist der zweite Saisonsieg. Ein Playoff-Platz  – derzeit von Hamburger Towers und Phoenix Hagen belegt – ist nur zwei Punkte entfernt. 

Klein und wild: Das sind die Seawolves

 

In der Ansprache unterstrich Headcoach Arvid Thamm vor allem, wie gefährlich die Nordlichter werden können, wenn man ihnen ihr Spiel aus Fastbreaks und wilden Dreiern erlaubt. Um die Stärke des eher kleineren Gegners besser in den Griff zu bekommen, entscheidet sich Arvid für eine kleinere Startaufstellung mit vier Guards und lediglich Ben Defty als großem Spieler.
 
Der Plan geht auf, denn nach dem anfänglichen Korb der Rostocker unterbinden die Berlin Braves konsequent die Fastbreaks und legen gleich einen 11:0-Run mit zwei gut herausgespielten Dreiern hin. Die Seawolves sehen sich zu einer Auszeit gezwungen, aus der sie mit neuer Kraft herauskommen. Unsere Jungs sind in dieser Phase mit dem Closeout irgendwie eine Sekunde zu spät und lassen so Raum für die gefürchteten wilden Dreier. Rostock nimmt sie gerne an und trifft sie auch, sodass das Spiel bis zur ersten Viertelpause noch spannend bleibt (27:21).
 
Braves mit 32:0-Run

 

Mal wieder findet Arvid in der Pause die richtigen Wörter, um die Jungs auf die Siegesstraße zu bringen: Die Verteidigung wird bissiger und zwingt Rostock zu einigen Ballverlusten, in der Offensive attackieren die Braves den Korb und bauen den Vorsprung aus. Das Spiel kippt, denn Rostock erzielt im gesamten zweiten Viertel nur vier Punkte und muss 28 Zähler zulassen, dennoch warnt Arvid noch in der Kabine, die Konzentration hochzuhalten, um den Sack endgültig zuzumachen.
 
Mal wieder enttäuschen die Jungs die Erwartungen des Trainerstabs nicht: Dank eines soliden Starts in die zweite Hälfte bauen sie den noch vor der Pause angefangenen Lauf auf 32:0 aus und lassen ein deutliches 75:25 auf der Anzeigetafel leuchten.

Erst zu diesem Zeitpunkt erweitert Arvid die Rotation und gewährt den Starters den vollverdienten Feierabend. Gleichzeitig zeigt er sich experimentierfreudig und testet Aufstellungen mit vier großen Spielern oder lässt Spieler Positionen auf dem Feld besetzen, die noch nicht „Repertoire“ sind. Die Truppe wird nochmal richtig gefordert und unter Druck gesetzt, was zu sechs Turnovers allein im letzten Viertel führt. Dazu netzt Rostock einige Dreier ein und belohnt sich mit dem „viel zu deutlichen Sieg“ (15:28) im letzten Abschnitt.

Wir haben heute im Rennen um einen Playoff-Platz unsere Pflicht erfüllt. Zwei Viertel lang haben wir eine sehr gute Leistung erbracht – vor allem in der Verteidigung und beim Rebounding. Nun heißt die Devise Schwung mitnehmen und das Jahr 2021 (12.12 vs Paderborn in der Sporthalle Charlottenburg und 19.12 in Leverkusen) erfolgreich abschließen. (Arvid Thamm)
 
 
Es spielten für die Berlin Braves Baskets: E. Mpacko (2), N. Zemen Tekle (2), J. SOYKE (15), K. Krainich (4), L. BRIESEMEISTER (19), B. ÖZDEMIR (6), F. VON SALDERN (26), J. Waismann (5), T. Wadehn (5), B. Kohoff (7), B. DEFTY (4), J. Kropp (5). Scouting

NBBL | Vechta eine Nummer zu groß für unsere Braves

Braves_Auszeit

Am vergangenen Wochenende gastierte unseren Berlin Braves Baskets bei den Young Rasta Dragons in Quakenbrück, einer sehr athletischen Mannschaft – getragen von einem sehr starken 04er-Jahrgang und einigen talentierten Jugendnationalspielern wie Guard Justin Onyejiaka (23 Punkte, 9 Assists und 8 Rebounds im Spiel gegen unsere Braves Baskets).

Gleich zum Anfang sehen sich unsere Jungs mit der Athletik von Justin Onyejiaka und Kilian Brockhoff konfrontiert sowie mit der Stärke der Dragons unter dem Korb. Die Gastgeber sichern sich in den ersten fünf Minuten schon sechs Offensivrebounds (es werden nur 15 bis zu Spielende), zwingen unsere Jungs zu vielen Turnovers (20 am Ende) und erarbeiten sich ein erstes angenehmes Polster (14:6). Der Trend ändert sich nicht im restlichen Verlauf des ersten Viertels, das unsere NBBLer mit einem 10-Punkte-Rückstand abschließen.

Headcoach Arvid Thamm zieht eine erste Lehre aus dem Auftaktviertel und versucht die Athletik des Gegners mit einer Zonenverteidigung einzudämmen. Auch hier finden aber die Young Dragons schnell den Schlüssel und netzen drei Dreier ein, sodass die Braves schnell auf Mann-Mann-Verteidigung wieder umschalten. Etwas erfolgreicher ist der mutigere Auftritt in der Offensive: Unsere Jungs ziehen vermehrt aggressiv zum Korb und erarbeiten sich Freiwürfe, die unser Team nach 20 Minuten noch im Spiel halten (42:27).

Mit sechs Punkten zum Start des dritten Viertels keimt unter unseren Jungs wieder die Hoffnung, am großen Coup schnuppern zu dürfen, aber die Antwort von Vechta ist vehement: Zunächst übernimmt Onyejiaka die alleinige Hauptrolle mit acht Zählern in Folge, dann folgt das ganze Quintett, das mit seiner Größe und Athletik weiter unsere Jungs vor schwierige Aufgaben auf beiden Feldseiten stellt. Vechta gewinnt auch den dritten Abschnitt und zieht weiter davon (65:42). Im letzten Viertel kontrolliert der Gastgeber das Geschehen und fährt den verdienten Sieg ein (83:50).

Rasta war wortwörtlich eine Nummer zu groß für uns„, gesteht Headcoach Arvid nach dem Spiel. „Sie haben ihre Größe und ihre Athletik sehr gut eingesetzt, während wir besonders am Anfang zu wenig bereit waren. Wir konnten am Brett kaum was holen (Rasta hatte 13 Blocks) und hatten auch einen schlechten Tag von außen (2/22 die Dreierquote).

Es spielten für die Berlin Braves Baskets: N. Zemen Tekle, J. Soyke (8), K. Krainich (2), L. BRIESEMEISTER (6), B. ÖZDEMIR (10), F. VON SALDERN (11), J. Waismann, T. WADEHN, B. Kohoff (5), B. DEFTY(8). Scoutings hier.

NBBL | Der Bann ist gebrochen

Unsere NBBL hat in Hamburg den ersten Saisonsieg eingefahren. Nach den knappen Niederlagen aus den ersten beiden Auswärtsspielen gelang es diesmal den Berlin Braves Baskets schon im ersten Viertel den Grundstein für einen verdienten Kantersieg über die Towers (55:85) zu legen.

Hamburger Gastfreundschaft

Der Spieltag fing mit einer netten Geste an: Die Anfahrt mit der Deutschen Bahn war so knapp getimed, dass die Hamburger Spieler einspringen mussten und unsere Jungs vom Bahnhof abholten. Und als wäre es nicht genug Gastfreundschaft gewesen, brachten die Gastgeber unser Team auch zurück nach dem Spiel. An dieser Stelle nochmal ein dickes Danke für die Gastfreundschaft!

Erstes Viertel schon richtungsweisend

Auf dem Spielfeld ging es selbstverständlich weniger freundschaftlich los: Die Braves Baskets warfen aufs Parkett die Frust für den schwierigen Saisonanfang und legten los wie die Feuerwehr. Nach fünf Sekunden der erste Steal, die Defense ist mit viel Druck dabei, die Abprallen landen fast immer in Berliner Händen (15 Rebounds im ersten Viertel). Unter diesen Voraussetzungen wundert es nicht, dass die Braves schon nach 10 Minuten die Weichen auf Sieg stellen konnten (5:24).

Sieg souverän in den sicheren Hafen gebracht

Nach der ersten Viertelpause kamen die Hamburg Towers besser ins Spiel, allerdings ohne dass die Qualität der Berliner Spielzüge both ends darunter leiden würde. Die Wurfquote unseres Teams blieb genauso so gut wie das Rebounding und so konnten die Braves mit einer vielversprechenden Führung in die Kabine gehen (27:48). Nach der Pause zeigten die Hamburger weiterhin den Willen die Lücke zu schließen, fanden Mittel gegen die Zonenverteidigung und zwangen unsere Jungs zu sechs Turnovers. Nichtsdestotrotz verloren die Berlin Braves keine einzige Sekunde die Kontrolle über das Spiel und konnten am Ende einen ungefährdeten Sieg in den sicheren Hafen bringen (55:85).

Coach Arvid Thamm ist ein Stein vom Herzen gefallen: Das war ein starker und verdienter Sieg. Die Jungs haben eine hervorragende Arbeit unter dem Brett geleistet und sehr gut zusammengespielt, wie die 21 Assists und die gute Wurfquote bezeugen. Wir haben noch ein paar Baustellen – vor allem die Ballverluste und das Erarbeiten von Freiwürfen – aber wir schauen heute deutlich optimistischer in die Zukunft.

Für die NBBL kommt jetzt eine dreiwöchige Pause: Erst am 28.11. geht es mit dem Heimspiel gegen die Rostock Seawolves (aktuelle Bilanz – 0:5) in der Sporthalle Charlottenburg weiter.

JBBL | DBV erreicht die Hauptrunde!

Am ersten Novemberwochenende hieß es für die JBBL die erste Weiche der Saison stellen. Mit einem Sieg beim Friedenauer TSC würde der DBV Charlottenburg Richtung Hauptrunde abbiegen und als netter Nebeneffekt auch den Klassenerhalt vorzeitig perfekt machen. Mit einer Niederlage würde der Weg zum Saisonziel über die Relegation führen.

Die Jungs um Headcoach Patrick Deitel krönten in diesem ersten richtungsweisenden Spiel die sich stetig steigende Leistung dieser Vorrunde: Mit bissiger Verteidigung und gut orchestrierten offensiven Spielzügen setzte sich der DBV im zweiten Viertel ab und konnte am Ende einen verdienten Erfolg verbuchen (49:62). Drei DBV-Spieler scorten zweistellig, mit einem Double-Double (14 Punkte und 11 Rebounds) für Amin Mahdy.

Im zweiten Viertel steigt der Druck


Friedenau startete etwas besser ins Spiel (6:5), aber dies blieb auch die letzte Führung im gesamten Spiel. Der DBV Charlottenburg übernahm schnell die Kontrolle über das Spiel und erarbeitete sich einen ersten Puffer (10:18). Die Schlussphase gehörte wieder den Hausherren, die den Rückstand bis zur ersten Pause halbieren konnten. Unsere Jungs ließen sich allerdings nicht verunsichern und schalteten langsam einen Gang höher in der Verteidigung: Der Druck auf den Ball wurde zeitweise zu hoch für den Gegner, der nur zu schwierigen Würfen kam und in vier Minuten nur einen Punkt erzielte. Auf der andere Seite zeigten unsere Jungs, was sie können: Umschaltspiel, geduldige Spielzüge auf der Suche nach dem freien Mann, Überlegenheit unter dem Korb. Die Zahlen an der Tafel entwickelten sich dementsprechend: Noam Naggars Sternschritt leitete den Run (20:26), Vincent Sommer und Amin Mahdy zogen zum Korb zum zwischenzeitlichen 23:31, Kaan Karaback schloss die gute Phase mit dem Dreier zum 23:36 ab.

Nach der Halbzeitpause fing der Friedenauer TSC wieder etwas besser an und kam auf vier Punkte zurück (32:36), aber der DBV konnte schnell an die gute Defense des zweiten Viertels anknüpfen und somit die Führung erst mal verteidigen und dann auch ausbauen mit dem energischen Auftritt von Hassan Wehbé (sechs Punkte in wenigen Minuten) und zwei Freiwürfen von Ruomi Walter (36:50/28. Minute)

Co-Trainer Max: „Mannschaft hat Charakter bewiesen“

Diesmal fehlte dem Gegner die nötige Schlagkraft, um das Spiel wieder offener zu gestalten. Die Angriffe wurden hingegen immer hektischer und das spielte in die Hände unserer Jungs, die konzentriert blieben und sogar vier Offensivfouls zogen. Der Vorsprung blieb im gesamten Schlussviertel immer zweistellig und am Ende konnte der DBV den verdienten Sieg und den Einzug in die JBBL-Hauptrunde feiern.

Wir sind sehr stolz auf die Jungs. In einem solchen Spiel trotz einer lauten Auswärtskulisse kühlen Kopf zu bewahren, beweist den starken Charakter dieser Mannschaft. Es war heute schon eher ein Arbeitssieg und wir müssen uns für die kommenden Spiele deutlich steigern, aber jetzt feiern wir erstmal diesen Erfolg. Das haben sich die Jungs verdient“, resümiert Co-Trainer Max Wiese das packende Auswärtsspiel bei Friedenau.

Es spielten für den DBV Charlottenburg: Kaan Karabacak (3), Ruomi Walter (14), Vincent Sommer (4), Eric Nkoué, Finn Motter (3), Darijo Kopilovic (2), Hassan Wehbé (14), Caspar Okoro (5), Janek Daniluk, Amin Mahdy (15), Udechukwu Obiaga, Noam Naggar (2)

JBBL-Hauptrunde mit zehn Spielen

Mit dem Sieg in der Sporthalle Schöneberg schließt der DBV die Vorrunde auf Platz drei hinter Alba Berlin und Higherlevel Berlin ab und qualifiziert sich für die Hauptrunde. Hier trifft man in einer Sechsergruppe erneut auf die beiden „alten bekannten“ sowie auf drei Teams aus der Vorrunde 4: die Niners Chemnitz Academy, den Medipolis SC Jena und die TenneT young heroes Bayreuth. Mit allen fünf Mannschaften werden Hin- und Rückspiele ausgetragen. Nach zehn Partien ziehen alle sechs Teams in die JBBL-Playoffs ein, die ersten vier genießen Heimvorteil in der ersten Runde.

NBBL | Start mit vier Niederlagen für die Berlin Braves

Null Punkte aus den ersten drei Spielen – mit einer Korbdifferenz von -5, dann die Mammutaufgabe gegen Titelfavorit Alba. Für die NBBL-Mannschaft der Leistungssportkooperation von DBV Charlottenburg, TuS Lichterfelde und RSV Eintracht 1949 – die dieses Jahr als Berlin Braves Baskets firmiert – war der Saisonstart besonders bitter. 
 
@Hagen: 81-79 
 
Die lange Reise nach den letzten schwierigen zwei Jahren begann in Hagen – und begann mit guter Offensive, gepaart mit wenig Druck in der eigenen Spielfeldhälfte. Der Gastgeber nutze den freien Raum vor allem, um sich gute Distanzwürfe herauszuarbeiten, die pünktlich auch den Weg in den Korb fanden. Unter dem Strich bleibt das Spiel nach der anfänglichen Berliner Führung sehr ausgeglichen; Hagen führte zur Halbzeitpause mit 45:43 und konnte im Laufe des dritten Viertels den Vorsprung um drei Zähler ausbauen (64:59). Leider wurde das Verhalten in der Defensive auch im Schlussviertel nicht besser und das verhinderte, dass unser Team die Aufholjagd krönen konnte. „Wenn unser Gegner 12/34 Dreier schießen und acht Offensivrebounds holen darf, obwohl sie viel kleiner sind, während wir uns 22 Turnovers leisten, kann man schon von einer verdienten Niederlage sprechen„, gibt Headcoach Arvid Thamm zu.
Leverkusen
 
vs. Leverkusen: 59:61
 
Die Neuauflage des eines der wenigen Spiele der vergangenen abgebrochenen Saison folgte dem selben Muster wie im Vorjahr: beide Teams schenken sich nichts, Leverkusen baut vor allem auf Vrencken (21) und Lungelu (14 Punkte und 9 Rebounds), die unsere Jungs nur sehr schwer in den Griff bekommen. Nichtsdestotrotz erkämpfen sich die Berlin Braves den Sieg in den ersten beiden Vierteln und gehen in die Kabine mit einem kleinen Vorsprung (34:31). Leider wiederholen sich auch in der heimischen Sommeringhalle die Bilder aus dem Hagener Spiel: In der zweiten Hälfte gehen die Braves erst einmal sehr unkonzentriert aufs Parkett und können einen großen Run der Leverkusener verhindern. Arvid versucht mit einer Auszeit die Spieler wieder auf Kurs zu bringen, aber die Lage verbessert sich nur minimal: offensiv müssen unsere Jungs schwer für Punkte arbeiten und defensiv lassen sie viel zu viel zu. Leverkusen gewinnt den dritten Abschnitt mit 23:11 und segeln somit Richtung Auswärtssieg. Diesem Schicksal rebellieren allerdings die Braves im Schlussviertel, machen den Weg zum Korb lange zu und kämpfen sich Punkt um Punkt heran. Leider fehlt die Schlagkraft, um die Führung zu übernehmen, Leverkusen kann in den letzten zwei Minuten fünf seiner sieben Punkte erzielen und den Angriff letztendlich erfolgreich abwehren. „Das dritte Viertel hat uns gekillt, aber die ganze Leistung – bis auf das Schlussviertel – war von zu viel Unkonzentriertheit geprägt„, kommentiert Arvid.
 
@Paderborn: 84:83
 
Die Braves starten sehr gut ins Spiel (0:11), aber Paderborn meldet sich schnell zurück und so entwickelt sich das Spiel zu einem Schlagabtausch, den unsere Jungs zunächst für sich entscheiden können (33:35 zur Halbzeit). Nach der Pause brauchen unsere Jungs ein paar Minuten, um wieder ins Spiel zu finden (7:0 Paderborn), dann veranstalten ein Feuerwerkspektakel und übernehmen die Führung zurück (56:65). Im vierten Viertel wird der Vorsprung erst einmal sogar ausbaut, dann der unerwartete und unerwünschte Szenenwechsel: Die Braves werden fahrlässig und verwalten nur noch statt anzugreifen, Paderborn bedankt sich und kommt wieder ran. Der Ausgleich erfolgt zwei Minuten vor Schluss. Mit 16 Sekunden noch auf der Uhr netzt unser Team die erneute Führung (81:83). Letzter Angriff Paderborn. Die Uhr läuft runter, ein kleiner Defensiver Fehler und ein wilder Wurf drei Sekunden vor der Schlusssirene bedeutet die dritte Niederlage in Folge. Arvids Wörter in der Kabine hören sich ganz anders an als in den ersten beiden Partien: „Tolle Einstellung der Jungs, großer Kampf, teilweise spielen wir wie im Rausch, verlieren unverdient aber wieder machen Unkonzentriertheiten den Unterschied
 
 
vs. Alba: 49:88
 
Wir wollen uns auf uns konzentrieren und das Spiel eng halten, mal sehen was am Ende passiert„, hatte Arvid im Vorfeld des Hauptstadtderby gesagt. Alba hatte alle drei Spiele hoch gewonnen und selbst gegen Vechta eine beeindruckende Leistung abgeliefert (88:48). Unsere Jungs bleiben im ersten Viertel gut im Spiel (12:16), dann schalten die Albatrosse ein paar Gänge höher und ziehen davon.  
 
Trotz des Fehlstarts bleibt Arvid optimistisch: „Die Jungs sind offensiv individuell sehr talentiert, müssen als Team zusammen finden und verteidigen lernen. Wir verfügen über eine sehr interessante Mischung aus richtig großen Leuten und schnellen Guards (schon seit Jahren nicht mehr), wir müssen den Haufen aber formen. Das Ziel bleibt der Klassenerhalt – am besten durch die Playoffs“. 
 

Saisonstart der besonderen Art: JBBL empfängt Higherlevel

Das letzte JBBL-Spiel des DBV Charlottenburg in der Sömmeringhalle ist inzwischen fast ein Jahr alt. Zwölf Monate ohne Punktespiele, Körbe, Siege und Niederlagen, Playoffs und Playdowns. Ohne Jugendbasketball.

Morgen ist es wieder soweit. Unsere JBBL startet in die neue Saison mit dem Heimspiel gegen Higherlevel (12 Uhr). Ein erstes Spiel mit vielen Fragezeichen, denn die Corona-Pandemie hat selbstverständlich tiefe Spuren hinterlassen:

Man merkt den Spielern natürlich die lange Pause an, weil wir inhaltlich auf einem anderen Stand sind, als in den früheren Jahrgängen. Den Spielern fehlen zahllose Spielminuten aus der ausgefallenen Saison, in denen sie hätten Erfahrungen sammeln können. Dies vollständig aufzuholen wird kurzfristig kaum möglich sein, aber in Anbetracht der Umstände sehen wir uns trotzdem gut vorbereitet und haben unser Möglichstes getan, für den Saisonstart gewappnet zu sein. Die Arbeit der Vorjahre fortzusetzen ist traditionell schwierig, nicht nur in Corona-Zeiten, da sich der Kader komplett verändert und damit eigentlich immer wieder neu begonnen wird“, sagt Headcoach Patrick Deitel.

Für Patrick ändert die Pandemie nicht an dem Ziel für die anlaufende Saison:

Wie in allen Jahren ist das übergreifende Ziel im Jugendbereich die Spielerausbildung und Heranführung an den Jugendleistungssport.

Voraussetzung für dieses große Ziel ist der Klassenerhalt, denn Spiele gegen die besten Spieler und Mannschaften des Landes sind entscheidend, um die Entwicklung der eigenen Jugend fortzusetzen.

Die Liga gewährt jedem Team sogar drei Chancen, den Klassenerhalt zu feiern: am Ende der Vorrunde, wenn man einen der ersten drei Plätze belegt, dann am Ende der Relegation, wenn man es unter die besten zwei Teams in der Gruppe schafft und zu guter Letzt mit den häufig dramatischen Playdowns-Spielen.

Ob der DBV Charlottenburg dieses erste Ziel schon nach den sechs Spielen der Vorrunde – gegen Braunschweig und fünf weitere Berliner Teams: Alba, TuS Lichterfelde, Bernau, Higherlevel und Friedenau – erreichen kann, ist in dieser besonderen Saison und zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich schwer zu sagen:

Nach der langen Pause und den fehlenden Spielen gegeneinander ist eine Einschätzung der Stärke aller Teams schwierig. Die Teams mit vielen Spielern aus den Landes- und Bundeskadern werden im Vorteil sein, da
diese z. T. auch während der Pandemiezeit trainieren konnten. Wir haben ein sehr ausgewogenes Team, das in diesem Jahr exakt zu je 50 Prozent aus Spielern des jüngeren und des älteren Jahrgangs besteht. Wie bei uns
üblich werden also wir dem jüngeren JBBL-Jahrgang schon früh viel Verantwortung übertragen. Viele der Spieler sind bereits erfahren in Drucksituationen, haben entweder in der Landesauswahl gespielt oder
bereits Erfahrungen in der JBBL gesammelt, wir sehen uns also gut aufgestellt!

Und was passiert mit den beiden Jahrgängen, die ihre JBBL-Erfahrung in den letzten beiden Sportjahren abbrechen mussten?

Die erfolgreiche Weiterführung der Arbeit der Vorjahre findet sich dann eher in der U18 wieder. Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass die allermeisten Spieler aus den früheren JBBL-Jahren nach wie vor bei uns
im Verein aktiv sind, zum Teil weiterhin als Spieler, aber in einigen Fällen auch in einer Doppelfunktion als Spieler in der U18/U20 und Co-Trainer im Jugendbereich.

Hermut-Weber-Cup erneut abgesagt

Wir haben bis zur letzten Sekunde gewartet, gehofft, versucht. Bis zur bitteren Erkenntnis, dass auch die aktuelle Corona-Verordnung die Anreise von Teams aus anderen Bundesländern und gar die Austragung von Spielen in Indoor-Hallen nicht erlaubt.

Es wird also ein weiteres Pfingstwochenende ohne Hermut-Weber-Cup in Charlottenburg. Ohne Jugendbasketball in Berlin. Im Todesjahr von Carmen Barth-Weber – großzügiger Unterstützerin unseres Vereins seit jeher – hätten wir gerne mit Dribbeln, Werfen, Geschrei und Jubeln Tribut gezollt.

Die jungen Albatrosse bleiben somit ein weiteres Jahr amtierender Meister.

Anders als im vergangenen Jahr, als es ziemlich früh klar war, dass wir keine Chancen hatten, haben wir dieses Jahr rechtzeitig mit der Vorbereitung angefangen und gehofft, dass die Entwicklung der Inzidenz uns in die Karte spielt„, kommentiert enttäuscht Jugendvorstand Max Wiese. „Leider mussten wir diese Woche jede Hoffnung aufgeben, weil die Zahlen in Berlin und Deutschland noch nicht so gut sind, dass man ein großartiges Jugendturnier austragen kann.“

„Das Ehepaar Weber hätte in diesem besonderen Jahr sicher eine besondere Ehre beim HWC verdient. Wir werden am kommenden Wochenende Hermut und Carmen im Stillen gedenken“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Heiko Mehnert.

Heute fängt schon der Countdown zum 13. HWC an: Wir hoffen, am 4.6.2022 Spielende, Eltern, Schiedsrichter:innen und Zuschauer:innen in der Halle begrüßen zu dürfen.

Nachruf Carmen Barth-Weber

Zu Beginn des Jahres ist nach längerer, schwerer Krankheit Carmen Barth-Weber verstorben.
 
Ihr Tod macht uns sehr traurig und betroffen, unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, Verwandten und Freunden.
 
Carmen Barth-Weber und ihr Mann Hermut Weber waren für unseren Verein großzügige und wichtige Unterstützer. Über viele Jahre haben sie unseren Verein finanziell unterstützt. Gerade auch in schwierigen Phasen, war auf diese Unterstützung Verlass.
 
Unseren Dank haben wir vor über 10 Jahren mit der Entwicklung und Durchführung des jährlich zu Pfingsten stattfindenden Hermut-Weber-Cups unterstrichen. Es ist für uns ein wichtiges U14-Turnier und wir sind sehr stolz, dass es jedes Jahr weiter an Relevanz gewinnt und wir jedes Jahr auch starke Mannschaften aus Deutschland und Europa dazu gewinnen können. Ab sofort ist dieses Turnier noch fester in unseren Herzen verankert.
 
Carmen Barth-Weber und natürlich auch Hermut Weber war der DBV sehr wichtig. Wir tragen damit eine besondere Verantwortung und umso schmerzlicher ist es für uns, diese Freunde verloren zu haben.
 
Carmen Barth-Weber hat sich vor ihrem Tod gewünscht, dass zu ihrer Beisetzung auf Blumenschmuck verzichtet wird und stattdessen eine Spende an uns gerichtet werden möchte. Auch dafür verneigen wir uns noch einmal.
 
Für den gesamten Verein und den gesamten Vorstand des DBV Charlottenburg e.V.
 
in tiefer Trauer

Der DBV ist in den Top10!

Der DBB hat am Wochenende die Liste der 100 größten Basketballvereine Deutschlands veröffentlicht und damit den DBV Charlottenburg zu einem der Gewinner des Jahres gekürt. 

Unser Verein hat sich im Ranking um fünf Plätze gesteigert – vom Rang 15 auf Platz 10. Im vergangenen Jahr haben sich 523 Basketballspieler und -freunde für unseren Verein entschieden. Im Jahr 2019 waren es noch 478. Dank dieser Steigerung hat sich der DBV den ASC Göttingen, die AstroStars Bochum, die Giants Düsseldorf und die Dauerrivalen bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren, Rist Wedel, sowie den FC Bayern München (!) hinter sich gelassen. 

Mit dem DBV finden nun vier Berliner Platz in den Top10: Alba ist weiterhin der größte Verein Deutschlands mit 1.314 Mitglieder (4,6 Prozent weniger als im Vorjahr), Kooperationspartner TuS Lichterfelde steigt mit 597 Mitglieder vom achten auf den vierten (+7,8 Prozent), die BG Zehledorf (560 Mitglieder) belegt Platz sieben. EBU Rostock und die BBU aus Ulm komplettieren das Podest. 

Noch besser sehen die Zahlen für den DBV Charlottenburg aus, wenn man nur die Anzahl der männlichen Mitglieder vergleicht, da wir keinen Mädchen- oder Frauenbereich haben. Mit unseren 521 Mitgliedern sind wir sogar der viertgrößte Verein Deutschlands im Männer- und Kinderbereich – knapp vor Kooperationspartner TuS Lichterfelde. Diese Zahlen machen uns als Verein sehr stolz und motivieren jeden von uns – Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Kampfgericht,  Vorstand, Fan – mit noch mehr Engagement in die Halle zu gehen – sobald es wieder möglich sein wird. 

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