Saisonstart der besonderen Art: JBBL empfängt Higherlevel

Das letzte JBBL-Spiel des DBV Charlottenburg in der Sömmeringhalle ist inzwischen fast ein Jahr alt. Zwölf Monate ohne Punktespiele, Körbe, Siege und Niederlagen, Playoffs und Playdowns. Ohne Jugendbasketball.

Morgen ist es wieder soweit. Unsere JBBL startet in die neue Saison mit dem Heimspiel gegen Higherlevel (12 Uhr). Ein erstes Spiel mit vielen Fragezeichen, denn die Corona-Pandemie hat selbstverständlich tiefe Spuren hinterlassen:

Man merkt den Spielern natürlich die lange Pause an, weil wir inhaltlich auf einem anderen Stand sind, als in den früheren Jahrgängen. Den Spielern fehlen zahllose Spielminuten aus der ausgefallenen Saison, in denen sie hätten Erfahrungen sammeln können. Dies vollständig aufzuholen wird kurzfristig kaum möglich sein, aber in Anbetracht der Umstände sehen wir uns trotzdem gut vorbereitet und haben unser Möglichstes getan, für den Saisonstart gewappnet zu sein. Die Arbeit der Vorjahre fortzusetzen ist traditionell schwierig, nicht nur in Corona-Zeiten, da sich der Kader komplett verändert und damit eigentlich immer wieder neu begonnen wird“, sagt Headcoach Patrick Deitel.

Für Patrick ändert die Pandemie nicht an dem Ziel für die anlaufende Saison:

Wie in allen Jahren ist das übergreifende Ziel im Jugendbereich die Spielerausbildung und Heranführung an den Jugendleistungssport.

Voraussetzung für dieses große Ziel ist der Klassenerhalt, denn Spiele gegen die besten Spieler und Mannschaften des Landes sind entscheidend, um die Entwicklung der eigenen Jugend fortzusetzen.

Die Liga gewährt jedem Team sogar drei Chancen, den Klassenerhalt zu feiern: am Ende der Vorrunde, wenn man einen der ersten drei Plätze belegt, dann am Ende der Relegation, wenn man es unter die besten zwei Teams in der Gruppe schafft und zu guter Letzt mit den häufig dramatischen Playdowns-Spielen.

Ob der DBV Charlottenburg dieses erste Ziel schon nach den sechs Spielen der Vorrunde – gegen Braunschweig und fünf weitere Berliner Teams: Alba, TuS Lichterfelde, Bernau, Higherlevel und Friedenau – erreichen kann, ist in dieser besonderen Saison und zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich schwer zu sagen:

Nach der langen Pause und den fehlenden Spielen gegeneinander ist eine Einschätzung der Stärke aller Teams schwierig. Die Teams mit vielen Spielern aus den Landes- und Bundeskadern werden im Vorteil sein, da
diese z. T. auch während der Pandemiezeit trainieren konnten. Wir haben ein sehr ausgewogenes Team, das in diesem Jahr exakt zu je 50 Prozent aus Spielern des jüngeren und des älteren Jahrgangs besteht. Wie bei uns
üblich werden also wir dem jüngeren JBBL-Jahrgang schon früh viel Verantwortung übertragen. Viele der Spieler sind bereits erfahren in Drucksituationen, haben entweder in der Landesauswahl gespielt oder
bereits Erfahrungen in der JBBL gesammelt, wir sehen uns also gut aufgestellt!

Und was passiert mit den beiden Jahrgängen, die ihre JBBL-Erfahrung in den letzten beiden Sportjahren abbrechen mussten?

Die erfolgreiche Weiterführung der Arbeit der Vorjahre findet sich dann eher in der U18 wieder. Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass die allermeisten Spieler aus den früheren JBBL-Jahren nach wie vor bei uns
im Verein aktiv sind, zum Teil weiterhin als Spieler, aber in einigen Fällen auch in einer Doppelfunktion als Spieler in der U18/U20 und Co-Trainer im Jugendbereich.